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Wann sind unterschiedlich breite Randstäbe als Varianten anzusehen?
Es gibt (mindestens) drei in Frage kommende Ursachen:
- Entweder der Prägestempel wurde nachdem er schon im Einsatz war um einige hundertstel Millimeter weiter abgedreht.
- Oder der Prägestempel hat sich aufgrund Temperaturänderung oder auftretender Kräfte verformt.
- Oder es wurde ein neuer Prägestempel mit definitiv anderen Merkmalen angefertigt.
Die ersten beiden Ursachen harmonieren nicht mit der Definition von Varianten.
Beispiel 1-DM-Stücke 1966 J: Diese Ausgabe gibt es mit rückseitig breiterem oder schmalerem Rst, verbunden mit um 0,3 mm schwankendem Perlkreisdurchmesser. Die Ausführung mit großem Pkd (21,5 mm, wie 1967 J) wurde in etwa doppelt so häufig gefunden wie die mit kleinem (21,2 mm, wie 1965 J). Da auch ein Merkmal des Münzbildes klar und deutlich und sicher jenseits der durch Temperaturänderung oder mechanische Verformung zu erwartendem Maß verändert wurde (hier also mindestens der Pkd), ist in diesem Fall von Varianten auszugehen.
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