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Alt 31-12-2004, 17:44   #157 (permalink)
mesodor39
 
Exclamation

Wenn in so einem Thread meist Gold als das Alleinseligmachende gepriesen wird, dann ist es doch logisch, dass dies andere zum Gegenangriff provoziert.

Jeder, der postet, macht seine Aussagen so absolut und ohne Kompromiss.
@hegele: Daß Gold das alleinseligmachende ist, das habe zumindest ich nie behauptet. Auf die Mischung kommt es an. Da haben wir bei den wertvolleren Metallen z.B. Gold, Silber, Platin, Palladium und als weitere Sachwerte zu einem geringeren Anteil vielleicht ein paar wirklich werthaltige Sammlermünzen und ein paar schöne Antiquitäten als Sachwert-Mobilien.

Die Immobilie zum selbst drinn wohnen, wenn sie denn nicht gearde total überteuert oder überdimmensioniert ist, ist auch eine gute Anlage zur Altersvorsorge (Stichworte: Goldrente aus Mietersparnissen), für die es sich lohnt zu sparen.


Und als VL-Anlage sind z.B. Aktienfonds hervorragend geeignet; so kann, selbst im Laufe eines Arbeitnehmerlebens ein kleines Vermögen geschaffen werden. Außerdem kann durch Anlage in mehreren Fonds international diversifiziert und Einzelrisiken minnimiert werden.

Für die Sachwerte benötigen Sie einen Save und für die Immobilie eine gute Versicherung. Mehr kann man nicht tun.

Kommt es zu einem Erdbeben, einer anderen Naturkatastrophe, einem kosmischen Ereignis, oder einem dritten Weltkrieg, so kann es sein, daß sowohl wir, als auch unsere Immobilien nicht mehr existieren. Was dann mit Ihrer Lebensversicherung sein würde, das wissen wir auch nicht so genau. Wenn der Himmel einstürzt, sind alle Spatzen tot.

Da sollte und darf man sich nichts vormachen: Ein Restrisiko ist immer vorhanden.

Natürlich kann ich auch hergehen, und mein Geld für ein reines und von der Kaufkraft des Geldes entkoppeltes Versprechen auf Rückzahlung zzg. Zins (und nichts anderes sind (Staats-)Anleihen, Renten- und Lebensversicherungen) hergeben. Ich kann es sogar in Erwartung einer Gewinnbeteiligung an einem Unternehmen (z.B. für Aktien) hergeben.

Dieses stark erhöhte Anlagerisiko muß ich aber, aufgrund o.a. Alternativen nicht unbedingt eingehen.

Denn zu den unabwendbaren Risiken kommen hier noch eine vielzahl von Menschen gemachten und demzufolge vermeidbaren Risiken hinzu.

Problem Geldüberhang / verdeckte Inflation:
Wer weis schon, was man für seine Garantierente später zu kaufen bekommt?.


Bei einer Anlage in Sachwerten (z.B. Gold) weis ich zumindest, daß ich bereits einen in Gewicht messbaren, realen Wert für mein Geld bekommen habe.

Wieviel bzw. was ich später dafür bekommen werde, das weis ich dann immer noch nicht. Verfallen tun Sachwerte aber im allgemeinen nie völlig. Bei Geldwerten soll das schon mal des öfteren vorgekommen sein. Auch ganz ohne Inflation, z.B. durch Pleiten und Betrügereien; Insolvenz- bzw. Betrugsrisiken.

Ich gehe einmal davon aus, daß Sie ganz genau wissen, was Sie für das Geld, getan haben. Dieser Logik folgend, würden Sie doch auch nur allzugerne wissen, was genau Sie für Ihr Geld, daß Sie hergeben bekommen werden und in welchen Anlagen Ihr Geld bis dahin steckt. Oder liege ich da falsch?.

Bei hochkomplexen Finanzprodukten (Aktien, Lebensversicherungen) aber wissen Sie genau darüber niemals konkret bescheid, noch haben Sie einen Einfluss darauf, wie und von welchen Personen (vorhandene oder fehlende Qualifikation, Fachwissen der Manager, Managementrisiken) die von Ihnen hergegebenen Mittel gestreut, umgeschichtet und verwaltet werden. Und auch da liegen ganz erhebliche Risiken begründet.
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