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Nein, das ist insoweit richtig. Allerdings ist Arbitrage noch etwas weiter gefasst, es muss sich nicht nur um räumliche Preisunterschiede handeln. Entscheidend ist, dass es keine Unsicherheit gibt. Wenn ich beispielsweise etwas am Kassamarkt kaufe und es gleichzeitig am Terminmarkt teurer verkaufe (so dass nach Abzug der Finanzierungskosten noch ein Gewinn verbleibt), dann wird ebenfalls ein risikoloser Arbitragegewinn erzielt. Es handelt sich aber dann nicht um räumliche, sondern um zeitliche Arbitrage.
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Bei der von mir angeführten Art der Arbitragespekulation gibt es absolut keine Unsicherheit, was die Abhängigkeit vom GELDWERT (Inflation) angeht, weil der Spekulant praktisch dauernd in Sachwerten inverstiert bleibt, wenn er nicht alles auf einmal umschichtet.
Zur Gewinerzielung ausgenutzt werden nicht die absoluten Preisdifferenzen sondern die Bewertungsdifferenzen zwischen den der Spekulation zu Grunde liegenden SACHWERTEN.
D.H. unabhängig vom (absoluten) Kursniveau werden zuerst oder hauptsächlich diejenigen Sachwerte erworben, die im Vergleich zu der Gesamtheit aller begehrten / ins Auge gefassten Sachwerte am günstigsten bewertet sind. Aus Gründen der Diversifikation können auch nachrangige Basiswerte erworben werden, jedoch: je ungünstiger die Rangfolge, desto geringer die (monetäre) Gewichtung dieses Basiswertes.
Bei den Edelmetallten Platin, Gold, Palladium und Silber ergibt sich derzeit folgende Rangfolge:
erstens: Palladium
zweitens: Silber
drittens: Gold
viertens: Platin
(1) Silber war anfang der 90er halb so teuer wie heute, wohingegen der Goldpreis damals ähnlich hoch war, wie heute. Anfang der 90er hätte man für 1 kg Gold etwa 80 bis 100 kg Silber bekommen können.
(2) Zu Beginn der 80er Jahre, als das Silber 2.800 DM je Kilo kostete, war Gold nur etwa 20 mal so teuer wie Silber.
(3) Mitte der 90er dann, waren Gold und Platin annähernd gleich hoch bewertet.
(4) Anfang dieses Jahrhunderts hingegen waren, wenn auch nur für kurze Zeit, Platin und Palladium ungefähr gleich hoch bewertet. Derzeit ist Platin etwa vier bis fünfmal höher bewertet als Palladuim.
Diese Bewertungsunterschiede zeigen in beeindruckender Art und Weise, daß man auch mit Edelmetallen langfristig hohe (reale) Vermögenszuwächse erzielen kann. Ohne jemals völlig devestiert zu sein.
Unter Steuer- und Risikoaspekten (Geldentwertung, Insolvenzrisiken bei Aktien und Anleiheemmitenten, Besteuerung von Zinsen und kurzfristigen Veräußerungsgewinnen) fährt man hier, substanziell betrachtet, selbst unter Berücksichtigung von 30 Prozent Transaktionsverlusten (Mehrwertsteuer, An- und Verkaufsspesen) sicherlich nicht schlechter als mit anderen Vermögensanlagen, bei denen Steuern und Provisionen auch auf durch Inflation aufgefressene absolute Geldzuwächse gezahlt werden.