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Hallo Kronerogore,
entschuldige, aber ich kann den bewussten Buchstaben nicht in meinen Sonderzeichen finden. Nun, ich werde versuchen Dir das Sammeln von Münzen in der DDR etwas deutlicher zu machen. Zuerst will ich Dir Deine Fragen beantworten. Die Kollegen bitte ich mich zu berichtigen, wenn etwas aus Ihrer Sicht, oder in einer anderen Region, anders gewesen ist.
Ja, es gab Münzenhändler und es gab auch einen Münzenkatalog. "Banknoten und Münzen der DDR"
Reichsmünzen wurden nicht offiziell gesammelt eher im Untergrund. Es wurde aber gesammelt! Dieses galt auch für Briefmarken aus dieser Zeit.
Ältere Münzen wurden natürlich auch gesammelt, doch die Leute vom Antikhandel hatten ihre Augen überall und man konnte da leicht Schwierigkeiten bekommen.
Viele der Gedenkmünzen aus Neusilber zu 5 Mark, 10- und 20-Mark waren auch oft im Umlauf zu finden, Silbermünzen aber nicht. Es kam schon vor, dass man in den Betrieben auf Feiern, einige dieser normalen Stücke verschenkte. Für Numismatiker die in einer Kulturbundgruppe organisiert sein mussten, bestand die Chance eine der begehrten Silbermünzen zu bekommen. Es gab dort dann Wartelisten in die man sich als organisiertes Mitglied eintragen konnte, dann brauchte man Geduld und Glück, bei einer undurchsichtigen Vergabepraxis. Bekam man eine Münze zugeteilt, erfolgte die Ausgabe zum Nominalwert. Eine Mark musste man dann zusätzlich für das Etui und für die Verwaltungskosten bezahlen. Es gab auch Münzgutscheine, dieses ist allerdings ein anderes Kapitel.
Wer allerdings die richtigen Devisen in der Tasche hatte konnte dieses alles umgehen und zu überhöhten Preisen in den Intershops, besonders in Berlin diese Münzen und auch KMS sowie Medaillen kaufen.
Alle zur Ausgabe geplanten Gedenkmünzen wurden in der Tagespresse in Wort und Bild vorgestellt und es wurde ein Gesetz erlassen.
Na klar, es gab auch Interessenten für Falschgeld und es wurde auch welches hergestellt. Einen Schwarzmarkt für Münzen gab es auch, war aber nicht jedem bekannt.
Grüße von epareiner
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