Hallo Stephan,
eine gute Beschreibung, wie man Gussfälschungen erkennt, ist hier:
Google-Ergebnis für http://www.****************/images/182_c7d95554.jpg
Wenn Du dir dort Abb. 6 anschaust, die Buchstaben ähneln denen vom Delmatius. Auf Abb. 2 ist, zumindestens ansatzweise, auch die schrumpelige Oberfläche des Delmatius wiederzufinden.
Angehängt ist das Bild eines selbstgegossenen Silberklotzes mit Gussporen nur auf der Unterseite. Die Erstarrung ging unten so schnell, das die Gasblasen keine Zeit hatten, das Metall zu verlassen. In der Umgebung der Poren ist die runzlige Oberfläche deutlich ausgeprägt. Auf der Oberseite blieb das Metall länger heiß, hier konnte das Gas die Schmelze vor der Erstarrung verlassen. Die Verteilung der Poren ist daher nicht unbedingt Maßstab für echt oder falsch. Das bloße Auftreten von Poren allerdings ist ein fast sicheres Indiz für Guss.
Eventuell im Rohling enthaltene Poren werden beim Prägen zugedrückt, es entstehen Fließlinien.
Die Abwesenheit von Poren ist hingegen kein sicherer Hinweis auf Echtheit. Mein zweiter Anhang ist eine chinesische Münze, ca 1000 Jahre alt, es folgt ein altes Amulett. Beide wurden als Messingguss hergestellt und richtig gut gelungen.
Mein letztes Bild zeigt eine Münze, die ich in Formsand hineingedrückt hatte. Die Form wurde dann mit einer Kunststoffmasse ausgegossen. Die Form mit Metall porenfrei ausgegossen hätte wohl eine gar nicht so schlechte Fälschung geliefert.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass alle drei von Dir gezeigten Münzen schlecht gemachte Gussfälschungen sind. Ich würde sie zurückgeben.