Hallo Rambo,
Du hast mich wirklich sehr skeptisch gemacht!
Ich habe deswegen die Münze auch noch mal auf einer sehr, sehr empfindlichen wage gewogen: 11,092 g (angegeben mit 11,111g) also nur 19mg drunter! Ich habe auch andere, sicher echte gewogen, die weit mehr nach unten abwichen.
Ich habe auch noch den genauen Durchmesser mit 28,2 mm gemessen (angegeben mit 28mm). Auch hier habe ich sicher echte, die auch etwas größer sind + 0,1-0,2 mm.
Ich habe folgenden Text bei JUNKER EDELMETALLE gefunden:
"Galvanos
Zur Herstellung eines Galvanos wird die Anode in einem Galvanischen Bad an das gewünschte Metall angeschlossen, meist Kupfer, welches sich nach Stromeinschaltung an der gegenüberliegenden Kathode niederschlägt. An der Kathode befindet sich die Negativform einer Münze aus Weißblech, die mit Graphit bestrichen ist. In dieser Form wächst nun ein Abdruck der positiven Münzseite. Um eine vollständige Kopie einer Münze zu erhalten, müssen die Rückseiten der Galvanos glatt geschliffen und aufeinander gelötet werden.
Daraus ergeben sich auch die Merkmale einer solchen Galvano-Münze: Das Gewicht ist meist zu schwer, die Münze zu dick, und es entsteht eine Nahtstelle beim zusammenfügen der Münzteile, „Rad“ genannt. Außerdem erkennt man ein Galvano am dumpfen Klang.
Galvanos sind eigentlich als Kopie von Münzen für Museen gedacht oder als Ersatz für ein fehlendes Stück in der Sammlung.
In der letzten Zeit kommen aber vielfach Galvanomünzen als Fälschung auf den Markt. Die Münzteile werden soweit abgeschliffen, dass sie zusammengesetzt in etwa das Gewicht eines Talers ausmachen, das sowieso eine Toleranz von 1/10 bis 5/10 hat. Stücke mit glattem Rand werden bevorzugt genommen, also Stücke zwischen 1500 und 1600. Die Fälschung wird noch versilbert mit der Legierung einer alten, beschädigten und deshalb günstigen Münze. Oft wird noch eine Patina darüber gelegt, um die Fälschung noch mehr wirken zu lassen. Es entsteht eine durchaus gefährliche Fälschung. Schwerere Galvanos werden oft zu 1 1/3 Talern erklärt, also auch noch zu einer teuren Rarität."
Also, habe ich mir auch den Rand genau angeschaut, und kann nicht die kleinste Naht/Linie am Riffelrand erkennen.
Schau Dir bitte mal die neuen, besseren Fotos an. Bei dem letzten vom Avers habe ich mal den Kontrast hochgedreht, um alle Unebenheiten zu erkennen. Die Stelle, die mir nicht so gut gefällt ist, wie gesagt, die kleine Erhebung unter dem I in Meiningen. Davor sind auch ganz feine Linien (Kratzer).... Wenn ich jetzt weiterspinne könnte man glauben, es ist wie ein Abdruck von feinen Fusseln... Dies könnte auch ein "Gekrissel" sein, welches beim abkühlen eines Gusses vorkommt. Somit wäre ich bei der nächsten Theorie: Ein Schleuderguss???
Vielleicht übertreiben wir ja jetzt einfach, und die echte Münze lacht sich schon einen....
Es sind übrigens alle im Forum eingeladen, sich zu dieser Sache zu äußern, DANKE!