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Alt 18-07-2011, 14:55   #4 (permalink)
Leitwolf
 
Ich bin zwar (auch) nur ein Finanz-Laie, aber habe trotzdem eine Meinung :

Was ist an diesem sog. "Haircut" so schlimm? Bleiben wir realistisch: Wie soll Griechenland seine horrenden Schulden jemals zurückzahlen können? Eine nennenswerte Industrie existiert nicht, eine eigene Währung mit Abwertungsmöglichkeit auch nicht (mehr). Der Tourismus wird die benötigten Millarden ebensowenig generieren wie die noch so härtesten Einschnitte beim "einfachen Mann".

Ich will nicht falsch verstanden werden. Jeder griechische Bürger muss zur finanziellen Gesundung beitragen und es tut wahrscheinlich verdammt weh, wenn man seine Mentalität von heute auf morgen ändern und auf liebgewonnene "Vergünstigungen" verzichten soll. Aber das alles wird nicht reichen. Sicherlich sind die Folgen eines Schuldenschnitts ein Stück weit unvorhersehbar. Aber auf diese Weise wird privaten Investoren vor Augen geführt, was es heißt, wenn sich ein Risiko realisiert. Wer hohe Zinsen möchte und ein höheres Risiko im Vergleich zu Bundesschatzbriefen eingeht, sollte nicht nach dem Motto verfahren dürfen: Am Ende hilft mir ja doch der Steuerzahler und "bürgt" quasi... Mich haben schon damals die Klagen im Zusammenhang mit der Rettung und dem Squeeze-Out bei der HRE erstaunt. Die Bank stand mit einem Bein im Abgrund und als der Staat mit seinen Millarden kam wollten einzelne davon auch noch direkt profitieren...

Das ist meine bescheidene Meinung.
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