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Alt 27-01-2012, 10:59   #16 (permalink)
four9fine
 
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Nun sind Münzen etwas "farbechter" und nicht ganz so empfindlich wie altdeutsche Briefmarken - ein ungutes Gefühl bleibt in jedem Fall.
Da möchte ich dir teilweise widersprechen.

Daß Briefmarken aus Papier sich über die Jahrzehnte zersetzen, wenn das Papier aus Holz hergestellt wurde, ist sowieso jedem klar. Nur Hanfpapier trotzt dem Zahn der Zeit auch Jahrhundertelang, wie man an alten Gutenberg-Bibeln schön sehen kann. Aber bei Papier aus Holz ist eben viel zu viel Säure drin, die die Struktur von innen heraus zerstört.

Münzen aus unedlen Metallen sind aber auch nicht farbecht und verändern ihr Aussehen sogar viel schneller als Druckfarbe. Eine Messingmünze verliert ihre ursprüngliche Farbe innerhalb weniger Wochen, wenn Schadstoffe an ihre Oberfläche gelangen und eine Zinkmünze wird inerhalb weniger Tage dunkelgrau.

Nur weil Münzsammler für sich definieren, daß das eine "natürliche" Patina und sogar erstrebenswert sei, macht es die Tatsache ja nicht besser. Das könnten die Briefmarkensammler angesichts verblaßter Farben und bröckelndem Papier ja auch für sich reklamieren und würden mit Recht Hohngelächter ernten.

Gruß
9999
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