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Alt 22-07-2003, 22:24   #1 (permalink)
 
Wie entferne ich Zaponlack

Hallo liebe Münzfreunde,

sicher kann mir jemand einen Tip geben, wie ich an besten Zaponlack von Silbermünzen entferne, ohne die Münze zu ruinieren.

mfg Peter
mlance01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-07-2003, 00:20   #2 (permalink)
 
Die üblichen Haushalts-Lösungsmittel: Waschbenzin, Terpentin, Nitroverdünnung und Aceton können dem Silber nichts anhaben. Einfach ausprobieren.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-07-2003, 08:55   #3 (permalink)
 
Es gibt auch von verschiedenen Firmen (z.B. von Lindner) extra Entferner für Zapponlack.

Da ich selber aber keine Erfahrungen damit gemacht habe, kann ich dir keinen besonderen empfehlen.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-07-2003, 20:07   #4 (permalink)
 
Isopropanol, also reiner Alkohol, geht auch gut.

Gruß Hoinzje
Hoinzje ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-07-2003, 20:19   #5 (permalink)
 
Original geschrieben von Hoinzje
Isopropanol, also reiner Alkohol, geht auch gut.

Gruß Hoinzje

Ääähm, sogenannter "reiner Alkohol" wäre Äthanol.

Isopropanol ist zwar auch ein Alkohol, ist aber von der Kohlenstoffkette her etwas länger. Das kann Einfluss auf die Fähigkeit zum Lösen des Lacks haben. Deshalb lieber ausdrücklich Isopropanol bestellen.
poerings ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-07-2003, 20:21   #6 (permalink)
 
Original geschrieben von Hoinzje
Isopropanol, also reiner Alkohol, geht auch gut.

Gruß Hoinzje
Ist aber leider teuer. Aceton ist meiner Meinung nach das Beste. Riecht auch besser wie Waschbenzin oder Terpentin.

Gruß

Michael
namibia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-07-2003, 07:29   #7 (permalink)
 
Original geschrieben von poerings
Ääähm, sogenannter "reiner Alkohol" wäre Äthanol.
Isopropanol ist auch ein reiner Alkohol, Ethanol (Äthanol) ist doch trinkbarer Alkohol.
Jons3000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-07-2003, 10:46   #8 (permalink)
 
Original geschrieben von Jons3000


Ethanol (Äthanol) ist doch trinkbarer Alkohol.

dann solltet ihr in doch nicht zum Münzreinigen verschwenden
tisso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-07-2003, 18:04   #9 (permalink)
 
Mir wird vom Geruch des Acetons immer Kotzübel.

Gruß Hoinzje
Hoinzje ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-07-2003, 18:49   #10 (permalink)
 
Original geschrieben von Hoinzje
Mir wird vom Geruch des Acetons immer Kotzübel.

Gruß Hoinzje
Jo, nach Möglichkeit sollte man von dem ganzen Zeugs überhaupt nichts einatmen. Also, wann immer es geht im Freien arbeiten.

Gruß

Michael
namibia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-07-2003, 19:32   #11 (permalink)
 
Ich komme durch Aceton-Dämpfe

Original geschrieben von namibia
Jo, nach Möglichkeit sollte man von dem ganzen Zeugs überhaupt nichts einatmen. Also, wann immer es geht im Freien arbeiten.

Gruß

Michael
immer gut drauf. Nein im Ernst, Aceton ist eigentlich nicht gesundheitsschädlich, aber in hohen Konzentrationen sollte man das Einatmen dann doch vermeiden.

P.S: Ganz prima läßt sich der Zapon-Lack mit einem Bunsenbrenner entfernen!

Gruß Olaf
olafhess ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-07-2003, 20:17   #12 (permalink)
 
Re: Ich komme durch Aceton-Dämpfe

Original geschrieben von olafhess
P.S: Ganz prima läßt sich der Zapon-Lack mit einem Bunsenbrenner entfernen!

Gruß Olaf
Schabst du den Lack mit dem Fuß oder der Düse runter?
poerings ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-07-2003, 01:31   #13 (permalink)
 
Re: Ich komme durch Aceton-Dämpfe

Original geschrieben von olafhess
Ganz prima läßt sich der Zapon-Lack mit einem Bunsenbrenner entfernen!
Eine naheliegende Methode. Bei alten lackierten Fenstern macht man es schließlich genauso.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-07-2003, 01:32   #14 (permalink)
 
Re: Re: Ich komme durch Aceton-Dämpfe

Original geschrieben von poerings
Schabst du den Lack mit dem Fuß oder der Düse runter?
Ich puste die Kohlenstoffreste mit einem Fön runter.

Gruß Olaf
olafhess ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-07-2003, 01:34   #15 (permalink)
 
Talking Dieter

Original geschrieben von Dieter Taube
Eine naheliegende Methode. Bei alten lackierten Fenstern macht man es schließlich genauso.
Eben, eben, was für Fenster gut ist, kann für Münzen nicht schlecht sein. Wenn man den Ruß noch tüchtig mit einer Drahtbürste wegschrubbt, werden die Teile prima.

Gruß olaf
olafhess ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09-08-2003, 20:04   #16 (permalink)
 
Ich hätte noch einen Acetylen-Brenner, der rußt nicht so... Und außerdem kriegst Du damit auch den "24-Karat-Vergoldungs-Lack" runter...

Gruß!
Münzer
Münzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09-08-2003, 20:55   #17 (permalink)
 
Original geschrieben von Münzer

Und außerdem kriegst Du damit auch den "24-Karat-Vergoldungs-Lack" runter...
Um Gotteswillen, der ist doch gerade das Wertvolle !
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-08-2003, 07:05   #18 (permalink)
 
Original geschrieben von namibia
Jo, nach Möglichkeit sollte man von dem ganzen Zeugs überhaupt nichts einatmen. Also, wann immer es geht im Freien arbeiten.
Am besten im Sandkasten. Da kann man die Münze auch gleich trockenreiben...


Gruß,

Euromartin
Euromartin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-07-2009, 17:33   #20 (permalink)
 
Da ich das Problem Zaponlack entfernen gerade mit ein paar 20-Mark-Stücken aus dem Kaiserreich habe, habe ich den Uraltbeitrag rausgekramt und möchte ihn um einen Beitrag aus einem Ordenssammlerforum ergänzen, der sich allgemein mit dem Thema Konservierung beschäftigt, evtl ist das ja auch hier von Interesse. Der zitierte Beitrag stammt aus einen Leserbrief an eine Ordenssammlerzeitschrift von einem Dr. Linke, Chemiker im österreichischen Bundesdenkmalamt. Er ist täglich mit Fragen der Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken (auch Militaria/Orden) befasst:

...
Die Empfehlung eines Überzuges mit Klarlack ist aus konservatorischer Sicht nicht mehr vertretbar und längst überholt. Die in den 60er und 70er Jahren in der Numismatik weit verbreiteten Methoden der Behandlung mit Epoxidharzen oder Zaponlacken zeigt bereits nach wenigen Jahrzehnten die ersten
"Erfolge": Erstens ist die Applikation von Epoxidharzlacken irreversibel,
d.h. die Lacke lassen sich nicht mehr entfernen lassen und zweitens gilben diese Lacke und zwar unabhängig davon ob sie an Licht oder in Dunkelheit aufbewahrt werden. Zusätzlich zeigen diese Lacke beim Altern die Bildung von Kraklees. Diese Frühschwundrisse (ähnlich der Oberfläche auf einem Gemälde) lassen Luftsauerstoff und in der Luft enthaltene Schadgase an die Metalloberfläche treten und dort spinnennetzartige Anlaufzonen entstehen.
Ich habe leider kein Bild bei der Hand, sie können sich aber sicher leicht
vorstellen wie toll diese gegilbten Überzüge mit den dunklen Rissen auf den Medaillen und Münzen aussehen.

In den 70er und 80er Jahren ist man dann auf Zaponlack - einem
Zellulosenitratester - umgestiegen, der den Vorteil hat alkohlolöslich zu
sein. Was allerdings nicht beachtet worden ist: Zellulosenitrat spaltet beim Altern Salpetersäure und salpetrige Säure ab, die über die Jahre zu
Korrosionserscheinungen an den Metalloberflächen führen. Seit ca. 20 Jahren verwendet man im Museumsbereich keine Lacke mehr um Metalle vor Oxidation zu schützen.

Ein Alternative bilden heute mikrokristalline (d.h. säure- und esterfreie) Wachse, die mit weicher Bürste oder Pinsel (gelöst in Testbenzin) auf gefährdete Objekte aufgetragen werden können. Diese synthetischen Wachse sind jederzeit rückstandslos und schonend vom Metall wieder zu lösen, glänzen nicht, bilden keine Frühschwundrisse aus und gilben auch nicht.

...
Lord Vetinari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-07-2009, 19:07   #21 (permalink)
 
Beitrag anzeigen
...
Ein Alternative bilden heute mikrokristalline (d.h. säure- und esterfreie) Wachse, die mit weicher Bürste oder Pinsel (gelöst in Testbenzin) auf gefährdete Objekte aufgetragen werden können. Diese synthetischen Wachse sind jederzeit rückstandslos und schonend vom Metall wieder zu lösen, glänzen nicht, bilden keine Frühschwundrisse aus und gilben auch nicht.[/COLOR]
...
Okay. Und den Haken an DIESER Methode findet man dann auch erst nach 20 - 30 Jahren heraus.
Lolo! ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13-09-2009, 09:09   #22 (permalink)
 
Zaponlack

Hallo zusammen !

Das Lösungsmittel Aceton kenne ich von berufswegen "recht gut" und verwende es u.a. auch für das grundsätzliche Entfernen von Altlacken (wie z.B. Zaponlack) auf erworbenen Münzen, da es problemlos und schnell geht und es den verschiedensten Münzmetallen nicht schadet.
Da dazu jeweils nur geringe Mengen erforderlich sind und man dabei seinen ""Rüssel"" ja nicht direkt in das Gefäß hängt (hängen sollte!), ist diese in der Regel kurzzeitige Anwendung bei überlegter Handhabung unkritisch (auch in Räumen).
Zur "Gefährlichkeit" von Aceton (Wikipedia):
Toxikologie
Auf der Haut verursacht es Trockenheit, da es sie entfettet. Deshalb sollte man betroffene Stellen nach Kontakt mit Aceton etwas einfetten. Inhalation größerer Dosen erzeugt Bronchialreizung, Müdigkeit und Kopfschmerz. Sehr hohe Dosen wirken narkotisch.

Wegen des Entfettungseffektes sind bei Langzeitanwendung sicherheitshalber entsprechende Schutzhandschuhe und / oder Spezialpinzette mit Teflonspitzen zu verwenden.

Der "reine Alkohol" Ethanol funktioniert nach meiner Erfahrung nicht bzw. nicht besonders (evtl. bin ich da etwas ungeduldig !?) - den "reinen Alkohol" Isopropanol habe ich wegen optimaler Acetonerfahrung noch nicht getestet.

Im üblichen Sprachgebrauch wird übrigens der Begriff "reiner Alkohol" nach meiner Erfahrung nur in Verbindung mit dem Ethanol (alt: Äthanol) gebraucht.

Grüße
varukop
varukop ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-09-2009, 23:46   #23 (permalink)
 
[quote]
Beitrag anzeigen
Hallo zusammen !

Das Lösungsmittel Aceton kenne ich von berufswegen "recht gut"
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da haben sich die Mitarbeiter in unseren Labors damit die Hände gewaschen. Ist heutzutage natürlich nicht mehr denkbar...

schöne Grüße

Martin
Altersvorsorge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-09-2009, 09:56   #24 (permalink)
 
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Ein Alternative bilden heute mikrokristalline (d.h. säure- und esterfreie) Wachse, die mit weicher Bürste oder Pinsel (gelöst in Testbenzin) auf gefährdete Objekte aufgetragen werden können. Diese synthetischen Wachse sind jederzeit rückstandslos und schonend vom Metall wieder zu lösen, glänzen nicht, bilden keine Frühschwundrisse aus und gilben auch nicht.

...
Diwidat, hast du das gesehen? Wasser auf unsere Mühlen!

Spart euch bei allen Arten von Lacken das experimentieren mit unterschiedlichen Lösemitteln und nehmt gleich Aceton. Das wirkt schnell und zuverlässig und man weiß woran man ist.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
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