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Alt 17-12-2003, 20:58   #1 (permalink)
 
Arrow Online-Steuerfahndung schnappt Schwarzhändler

http://www.ftd.de/tm/it/1071297914266.html?nv=lnen
hh1969 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-12-2003, 22:48   #2 (permalink)
 
wie mir ein Vögelchen

zwitscherte... hatte in den letzten Tagen auch (mind.) ein Münzenanbieter mit mehr als 1000 Bewertungen Besuch, der gar nicht eingeladen war... viel Spass bei der Nachversteuerung... schön, dass das alles so nachvollziehbar ist. An der Stelle auch schöne Grüsse an alle Goldeuroanbieter, die Goldeuros oberhalb der 180%-Grenze ohne MwSt verkaufen... :-)
Insider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-12-2003, 22:57   #3 (permalink)
 
Hallo! Ich möchte auch ein paar Zeilen zum Thema "Steuerhinziehung" schreiben:
EBAY ist einer der größten Schwarzhämdlermärkte weltweit. Es sind, nach meiner Meinung nach, von 100 % aller angemeldeten Mitglieder:
ca. 15 % gwerbliche Hänlder
ca. 85 % private Anbieter, wovon ca. 25 % Schwarzhändler sind, die große Umsätze erziehlen.
Ich habe auch "klein" mit 1+2 cent Münzen von 99/00 angefangen, eher aus Hobby als aus Gewinnabsicht. Mein Hobby entwickelte sich mehr und mehr, die eBay Umsätze stiegen. Da ich nicht als Schwarzmarkthändler und Steuerhinterzieher da stehen will, habe ich mich nun entschlossen, ein Gewerbe anzumelden und alle "alten Lasten" mit dem Finanzamt zu klären.
Um auf den Beitrag von hh1969 zurück zukommen: Ich denke, das nicht die meisten Schwarzmekrthändler, wenn aber doch schon einige, sich im Bereich "Münzen" tummeln. Es werden nach meiner nach viel größere Schwarzhändler in den Bereichen "Kleidun" und "Automobile etc." aktiv sein.



Liebe Grüße,
Michael
1cent ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-12-2003, 22:57   #4 (permalink)
 
Immer wieder diese Panikmache von Insider...

hier wurde schon so oft darüber gesprochen, daß fast jeder Forumsteilnehmer mittlerweile die Steuergesetze ( hinsichtlich Sammler/ Händler ) besser kennt als mancher Steuerberater

Für die meisten (~ Händler) dürfte der Kleinunternehmerstatus ausreichen, und dann ist eh Essig mit Gewerbe- und Umsatzsteuer

der Rest ist eben selbst Schuld, es wurde hier oft genug darüber diskutiert und informiert!
Sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-12-2003, 23:00   #5 (permalink)
 
Original geschrieben von 1cent
. Da ich nicht als Schwarzmarkthändler und Steuerhinterzieher da stehen will, habe ich mich nun entschlossen, ein Gewerbe anzumelden und alle "alten Lasten" mit dem Finanzamt zu klären.
Liebe Grüße,
Michael
Hallo Michael,

mich würde interessieren wie das Gewerbeamt eine Anmeldung eines 14-Jährigen als Münzhändler behandelt, halte uns bitte auf dem Laufenden.
Sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-12-2003, 23:06   #6 (permalink)
 
Original geschrieben von Sonja
Hallo Michael,

mich würde interessieren wie das Gewerbeamt eine Anmeldung eines 14-Jährigen als Münzhändler behandelt, halte uns bitte auf dem Laufenden.
Sachen gibt es, man glaubt es nicht.
siepie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-12-2003, 23:09   #7 (permalink)
 
Original geschrieben von Sonja
Hallo Michael,

mich würde interessieren wie das Gewerbeamt eine Anmeldung eines 14-Jährigen als Münzhändler behandelt, halte uns bitte auf dem Laufenden.
Hallo Sonja,

das ist alle eine Sache des Jegendamtes! Die müssen mir eine Geschäftsfähigkeit erteilen, dann kann ich off. ein Gewerbe anmelden. Antrag am Amtsgericht (Jugendamt) läuft!
1cent ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-12-2003, 23:59   #8 (permalink)
 
Zitat: "..........die meisten Steuerhinterzieher tummeln sich nach Angaben der Behörde aber im Internet bei Erotik, Klingeltönen......... "

Also keine Panik, obwohl..................................
Goldmünzen ham auch was erotisches an sich und klingeln so schön, wenn sie mal runterfallen

Geändert von tisso (18-12-2003 um 15:15 Uhr)
tisso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18-12-2003, 22:00   #9 (permalink)
 
ESt und nix anders...

Die zumeist hinterzogene Steuer ist die Einkommensteuer, die sich aus dem Unterschied zwischen An- und Verkaufskursen errechnet (Kosten etc. noch zu berücksichtigen)... und da dürften wohl viele schludern...hier sind die Grenzen so niedrig, dass diese von vielen überschritten werden dürften...bei ebay ist das auch in 10 Jahren noch nachvollziehbar.... und solange kann das Finanzamt auch zurückgehen...
Insider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 09:20   #10 (permalink)
 
Wieso Einkommensteuer und was für Grenzen?
chaoschemiker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 09:55   #11 (permalink)
 
Original geschrieben von chaoschemiker
Wieso Einkommensteuer und was für Grenzen?
Weil auf Einkommen, gleich welcher Art, Einkommenssteuer zu zahlen ist ....
hammerhai ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 16:44   #12 (permalink)
 
Original geschrieben von hammerhai
Weil auf Einkommen, gleich welcher Art, Einkommenssteuer zu zahlen ist ....
Je nachdem wieviel man verdient... wer Student ist und "nur" 10.000 Euro Gewinn pro Jahr nebenher erzielt zahlt keine Einkommensteuer.

Wer dagegen als Durchschnittsarbeitnehmer die selbe Summe bei Ebay verdient darf etwa 3.700 Euro Steuern zusätzlich an den Staat abdrücken.

Geändert von Snappy (19-12-2003 um 16:48 Uhr)
Snappy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 19:24   #13 (permalink)
 
Original geschrieben von 1cent
Hallo Sonja,

das ist alle eine Sache des Jegendamtes! Die müssen mir eine Geschäftsfähigkeit erteilen, dann kann ich off. ein Gewerbe anmelden. Antrag am Amtsgericht (Jugendamt) läuft!
Also soweit ich mich erinnere beträgt die Einkommensgrenze 2003 und 2004 7.428 €, wobei bei der Ermittlung
des Jahreseinkommens dann noch sämtliche Werbungskosten abgezogen werden können.

Sollte das Einkommen dann nur 1 cent drüber liegen, dürfen die Eltern 1.848 € Kindergeld zurückzahlen

Ergo "arbeitet" man in der Spanne von 7.428 € bis 9276 € erstmal umsonst, wobei dann zu beachten ist, dass
auf die 9276 € wiederum 14 % Einkommenssteuer zu zahlen sind.

Ich weiß zwar nich wie viel Kohle du so verdienst mit deinen Münzgeschäften... aber da solltest du vielleicht
doch noch mal abwägen ob sich das ganze Theater lohnt

Geändert von Seagram (19-12-2003 um 19:28 Uhr)
Seagram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 20:20   #14 (permalink)
 
Original geschrieben von Seagram
Also soweit ich mich erinnere beträgt die Einkommensgrenze 2003 und 2004 7.428 €, wobei bei der Ermittlung
des Jahreseinkommens dann noch sämtliche Werbungskosten abgezogen werden können.

Sollte das Einkommen dann nur 1 cent drüber liegen, dürfen die Eltern 1.848 € Kindergeld zurückzahlen

Ergo "arbeitet" man in der Spanne von 7.428 € bis 9276 € erstmal umsonst, wobei dann zu beachten ist, dass
auf die 9276 € wiederum 14 % Einkommenssteuer zu zahlen sind.

Ich weiß zwar nich wie viel Kohle du so verdienst mit deinen Münzgeschäften... aber da solltest du vielleicht
doch noch mal abwägen ob sich das ganze Theater lohnt
Die 7428 € sind aber netto gemeint. Also nach Abzug von Steuern (zur Verfügung stehendes Einkommen).
poerings ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 20:40   #15 (permalink)
 
Original geschrieben von poerings
Die 7428 € sind aber netto gemeint. Also nach Abzug von Steuern (zur Verfügung stehendes Einkommen).
Ist das Einkommen nicht bis zu dieser Grenze steuerfrei, also brutto = netto? ODer irre ich mich jetzt?!?
Seagram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 20:43   #16 (permalink)
 
Original geschrieben von Snappy
Je nachdem wieviel man verdient... wer Student ist und "nur" 10.000 Euro Gewinn pro Jahr nebenher erzielt zahlt keine Einkommensteuer.

Wer dagegen als Durchschnittsarbeitnehmer die selbe Summe bei Ebay verdient darf etwa 3.700 Euro Steuern zusätzlich an den Staat abdrücken.
Also die Freigrenze liegt bei 7428€ pro Jahr. Darübrt ist af jeden Fall auch noch das Kindergeld futsch, sofern es noch welches gibt. Außerdem ist das verdiente Geld bei Bafög_Antrag anzugeben, weil mittlerweile die Anträge mit dem FA abgeglichen werden.
hammerhai ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 20:44   #17 (permalink)
 
Original geschrieben von Seagram
Ist das Einkommen nicht bis zu dieser Grenze steuerfrei, also brutto = netto? ODer irre ich mich jetzt?!?
Logisch, wenn keine Steuern anfallen ist brutto = netto.
hammerhai ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 20:48   #18 (permalink)
 
Nächste wichtige Frage:

Wann verjährt denn Steuerhinterziehung ?
chaoschemiker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 20:50   #19 (permalink)
 
Original geschrieben von chaoschemiker
Nächste wichtige Frage:

Wann verjährt denn Steuerhinterziehung ?
Ich glaube nach 10 Jahren.
hammerhai ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 20:58   #20 (permalink)
 
Original geschrieben von chaoschemiker
Nächste wichtige Frage:

Wann verjährt denn Steuerhinterziehung ?

als Steuerflüchtling kann man ja nächstes Jahr seine nicht versteuerten Einkünfte mit 30 % (oder waren es 25 %) nachversteuern und bleibt straffrei
Seagram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-12-2003, 21:15   #21 (permalink)
 
Original geschrieben von Seagram
als Steuerflüchtling kann man ja nächstes Jahr seine nicht versteuerten Einkünfte mit 30 % (oder waren es 25 %) nachversteuern und bleibt straffrei
Wodurch sich die, die brav Ihre Steuern bezahlt haben sich zeimlich schwarz Ärgern werden.

Aber der Ehrliche ist halt immer der Dumme.



MfG
Stefan
Falcon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-12-2003, 18:19   #22 (permalink)
 
Steuerfahndung

Hi alle ,

Ich möchte an der Stelle keine Werbung für meine Berufsgruppe machen , würde aber manchen Forumsteilnehmer auf Grund der Beiträge dringendst raten u.U. einen Steuerberater zu konsultieren .
Die Gesamtproblematik kann hier nicht abschließend behandelt werden , da es immer ein individuelles Problem sein wird . Aber vielleicht als Hinweise : Bitte nicht die Bemessungsgrundlagen für Kindergeld ( verfügbares Einkommen ) und Einkommensteuer ( zu versteuerndes Einkommen / zvE ) durcheinander bringen , wobei ersteres sowieso erst ab dem 18.Lj. wichtig ist .
Student mit 10000 € Gewinn ( also gewerblich ) steuerfrei ? Wie hoch sind denn die Sonderausgaben ? Andere steuerlich relevante Einkünfte ? Das Kindergeld wäre hier weg . Bafög vielleicht auch . Aber wenn denn die 10000 auch netto sind wäre es ja ok.
Keine Umsatzsteuer bei Kleinunternehmerregelung ? Wenn auf einer Rechnung Umsatzsteuer ausgewiesen wird , ist diese auch fällig , auch bei z.B. 500€ Umsatz im Jahr .
Hobby oder Gewinnerzielungsabsicht ? Steuerfrei oder steuerpflichtig ? Die Rechtsauffassung der Finanzbehörden kann hier fließend sein , je nach deren Gewinn .
Im Übrigen werden auch Veräußerungsgewinne aus Privatvermögen besteuert . Theoretisch : 12,75€-Münze D 1998 für 13€ angeschafft , in 2003 für 25 € verkauft = 12€ Gewinn = steuerpflichtig , aber für 10€ verkauft = 3€ Verlust = nicht steuermindernd . Den unterschwelligen Betrugsverdacht , der jetzt bei diesem Beispiel aufkeimen könnte , lassen wir mal beiseite .
Das alles gilt wohlgemerkt nur bis zum 31.12.03 . Was dann kommt ...?
mfg
thomas-ke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-12-2003, 19:15   #23 (permalink)
 
Von mir aus können die Kleindealer ruhig weiter machen. Wo sonst hat man so günstige Ankaufsquellen wie bei den Direktbestell-Spekulanten
Aber wenn Leute mit Tausenden Bewertungspunkten und 10 verkauften Artikeln jeden Tag als Ebay-Privatverkäufer auftreten mit "Rücknahme ausgeschlossen wegen Privatverkauf" oder "Rechnung nicht möglich", dann geht mir die Hutschnur hoch. Unsereins darf auf jeden Umsatzeuro 7% abdrücken bzw. 16% auf die Differenz aus An- und Verkauf, und diese Säcke haben das als Sahnehäubchen.
Karsten72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-12-2003, 20:36   #24 (permalink)
 
Theoretisch : 12,75€-Münze D 1998 für 13€ angeschafft , in 2003 für 25 € verkauft = 12€ Gewinn = steuerpflichtig , aber für 10€ verkauft = 3€ Verlust = nicht steuermindernd . Den unterschwelligen Betrugsverdacht , der jetzt bei diesem Beispiel aufkeimen könnte , lassen wir mal beiseite .
Das ist zwar wohl korrekt aber trotzdem irgendwie echt "krank", einerseits weil ja die Münze im Normalfall von schon versteuerten Geld gekauft wurde, andererseits weil Verluste nicht gegengerechnet werden können.
Ich bin zwar nicht vertraut, wie das dann in Deutschland im einzelnen in der Praxis abläuft, aber wundern tät's mich bei einem so ungerechten System nicht, wenn dann vieles an der Steuer vorbeilaufen würde.

Weiß jemand zufällig wie hoch aktuell die höchste Steuerklasse in der USA besteuert wird ?

(Hohe) Steuern sind zwar natürlich ok und auch unvermeidlich, aber wenn dafür zu einem wesentlichen Teil die Langzeit-Privilegien eines (pragmatisierten) Beamtenheeres (der Status Quo in Österreich) finanziert werden, dann finde ich das weniger lustig.

Alexander

Geändert von alex11 (25-12-2003 um 20:40 Uhr)
alex11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-12-2003, 22:57   #25 (permalink)
 
Original geschrieben von Karsten72
Von mir aus können die Kleindealer ruhig weiter machen. Wo sonst hat man so günstige Ankaufsquellen wie bei den Direktbestell-Spekulanten
Aber wenn Leute mit Tausenden Bewertungspunkten und 10 verkauften Artikeln jeden Tag als Ebay-Privatverkäufer auftreten mit "Rücknahme ausgeschlossen wegen Privatverkauf" oder "Rechnung nicht möglich", dann geht mir die Hutschnur hoch. Unsereins darf auf jeden Umsatzeuro 7% abdrücken bzw. 16% auf die Differenz aus An- und Verkauf, und diese Säcke haben das als Sahnehäubchen.
Ich kann mich dem ganz und gar anschließen!
Wer hin und wieder mal Münzen verkauft um damit seine Sammlung zu vergrößern, soll dies von mir aus tun, der anderen Gruppe wünsche ich eine "geruhsame" Nacht beim denken an die Steuerfahndung.

MfG
Stefan
Falcon ist offline   Mit Zitat antworten
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