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| Allgemeines Hier können Sie Ihre Fragen rund ums Münzensammeln stellen (die nicht durch untenstehende Kategorien abgedeckt werden !!!) |
27-12-2003, 18:12
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#1 (permalink)
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Mini-Quiz XXII: Redensart
woher kommt die Redensart: "Eulen nach Athen tragen"
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27-12-2003, 18:31
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#2 (permalink)
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Eulen nach Athen tragen
Etwas (mit Aufwand) wohin bringen wo es das im Überfluss gibt. (also ein fruchtloses / sinnloses Unterfangen) Der Hintergrund ist, dass die griechische Göttin (Pallas) Athene Schutzgöttin der nach ihr benannten Stadt Athens war. Eines ihrer Symbole war die Eule. Die Athener prägten ihr zu Ehren Eulen auf dir Rückseite ihrer Münzen. Daher die Folgerung, dass es in Athen wohl genug "Eulen" gibt. Ein anderes Beispiel hierfür ist auch: Wasser in den Rhein bringen. Im Französischen gibt es eine nettere Umschreibung: Emporter des femmes à Paris. Frauen nach Paris tragen.
Quelle: hier
Viele Grüsse
raro_
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27-12-2003, 21:47
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#7 (permalink)
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@ Raphael
Das stimmt zwar, aber es handelt sich um einen ganz konkreten, an einer bestimmten Stelle zu lesenden Satz. Wo?
Ralf
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27-12-2003, 22:54
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#10 (permalink)
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Original geschrieben von Ralf
"Das ist Wasser in den Rhein getragen." Dieses in meiner Heimat übliche Pendant zu den Eulen nach Athen bringt auch mich auf ein Rätsel. Woher stammt der Satz "Golden glänzen die Ufer des Rheins"?
Ralf
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Anscheinend wurde im Rhein im 18 Jhd Gold gewaschen und nachdem ein großer Teil des gefunden Goldes in Münzstätten abgeliefert werden musste und damit auch zum Teil für das Prägen von Münzen verwendet wurde, hat man auch auf der einen oder anderen Münze Bezug darauf genommen, woher das Gold stammt.
Auf den Dukaten aus den Jahren 1763, 1764, 1767 und 1778 ist die Inschrift, „Sic fulgent littora Rheni" (= So glänzen die Ufer des Rheins) zu lesen und außerdem eine Darstellung der Goldwäscherei und der Stadtansicht von Mannheim zu sehen.
Ich gebe zu, ich habe geschummelt und Google gefragt, sorry.
Trotzdem liebe Grüße,
Wolfgang
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28-12-2003, 12:51
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#12 (permalink)
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Original geschrieben von Hupler
Anscheinend wurde im Rhein im 18 Jhd Gold gewaschen und nachdem ein großer Teil des gefunden Goldes in Münzstätten abgeliefert werden musste und damit auch zum Teil für das Prägen von Münzen verwendet wurde, hat man auch auf der einen oder anderen Münze Bezug darauf genommen, woher das Gold stammt.
Auf den Dukaten aus den Jahren 1763, 1764, 1767 und 1778 ist die Inschrift, „Sic fulgent littora Rheni" (= So glänzen die Ufer des Rheins) zu lesen und außerdem eine Darstellung der Goldwäscherei und der Stadtansicht von Mannheim zu sehen.
Ich gebe zu, ich habe geschummelt und Google gefragt, sorry.
Trotzdem liebe Grüße,
Wolfgang
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Später, nach Errichtung der EC Erdölchemie in Dormagen wurde dort in großen Mengen Pyrit zur Weiterverarbeitung angeliefert. Da das Zeug leicht ist und schwimmt, fand man da in der Gegend auch immer reichlich davon am Ufer. Das ist dann die moderne Variante des Rheingoldes.
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28-12-2003, 14:45
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#14 (permalink)
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Original geschrieben von Ralf
Die Antwort ist richtig. Es handelt sich um die Umschrift der in Mannheim geprägten kurpfälzischen Rheingolddukaten. Sie zeigen in der Tat das Stadtbild von Mannheim mit seinem Residenzschloss. Leider wurde der größte Palast Europas niemals auf Münzen geprägt. Kennt jemand den Standort dieses Palastes? (Komme jetzt aber bitte keiner mit London, Paris, Versailles, Schönbrunn, Wien, St. Petersburg oder ähnlichen Provinzstädten mit kleinen Herrschervillen. Ich rede von einem richtigen Schloss, nicht von den Hütten, die Ludwig XIV. oder Peter d.Gr. sich bauen ließen. Die Seitenlänge des von mir gemeinten Häuschens ist mit anderthalb Kilometern zu veranschlagen; das ist natürlich nur das Hauptgebäude, die Nebenanlagen kommen noch hinzu. Das passt halt auf keine Münze. Da müsste man in Breitwand prägen.)
Ralf
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Kreml??
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28-12-2003, 19:23
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#15 (permalink)
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Leider nein. Der Kreml wurde nicht als ein Palast am Stück errichtet, sondern sozusagen tröpfchenweise als Stadtteil von Moskau, und das Berliner Schloss war einfach zu klein, als dass es der Herrscher, den ich meine, als ausreichend empfunden hätte. Das Schloss, an das ich denke, war ein einziges Bauprojekt, und sein Erbauer war weder König noch Kaiser. Auch wurde es weit entfernt von Städten der Größe von Moskau, Berlin usw. errichtet, denn sein Schöpfer regierte einen Zwergstaat von wenigen Zigtausend Untertanen.
Ralf
Geändert von Ralf (28-12-2003 um 19:27 Uhr)
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29-12-2003, 18:09
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#19 (permalink)
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... und Peking liegt nicht in Europa. Aber ein Urgroßneffe unseres Schlossherrn trug sich mit dem Gedanken, in Deutschland einen chinesischen Palast zu erbauen, in dem er mit chinesischem Hofzeremoniell residieren wollte. Daraus wurde nie was. Aber ein paar andere exotische Projekte konnte er verwirklichen, z.B. ein türkisches Schlösschen am Karwendel und einen byzantinischen Thronsaal in einer pseudomittelalterlichen Burg. Allerdings - wir suchen ja nicht den Urgroßneffen und seine Schlösser, sondern den Urgroßonkel und seinen Palast... Der Urgroßonkel jedenfalls, unser Schlossherr also, war der letzte im Mannheimer Schloss residierende Wittelsbacher, vom Rang her nicht mehr als der Herzog einer Kleinstadt mit Umgebung und wie gesagt der Erbauer des gigantischsten Schlosses der europäischen Geschichte. Wer in München ins Münzkabinett geht -und zwar vom Nationaltheater aus-, stolpert übrigens über ein lebensgroßes Denkmal des Bruders unseres Schlossbewohners. Der hatte den lustigen Namen "Pfalzgraf von Birkenfeld und Graf von Rappoltstein", den er dann doch lieber gegen den Namen "König von Baiern" auswechselte. Also mehr Tipps kann ich nicht geben, jetzt bliebe nur noch die Auflösung des Rätsels zu sagen.
Ralf
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30-12-2003, 00:53
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#22 (permalink)
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Mein Tip ... aber leider schon kaputt 
und der Bruder ist Maximilian I. Joseph, König von Bayern.
Gruß Andreas
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30-12-2003, 09:30
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#23 (permalink)
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Original geschrieben von Ralf
Nix Nymphenburg - viel zu klein...
[...]
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Jo mei...
Ich wollt's halt unbedingt wissen und da die Fassade
länger als die von Versailles ist...
...nix mehr nachgedacht und gleich geschrieben :O)
Wie auch immer, das Googeln nach der Lösung war
hochinteressant und hat Spass gemacht, vielen Dank.
lg
Wolfgang
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30-12-2003, 13:38
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#24 (permalink)
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@ likithos
Bravo!
So kaputt ist Dein völlig richtiger Tipp ja nicht gewesen. Ich hatte schließlich nur von "zwei Brücken" und der Pfalz geredet. Karl August und den Karlsberg selbst hatte ich gar nicht ausdrücklich genannt. Vielen Dank übrigens auch für Deinen Link. Die Baukosten beliefen sich damals übrigens auf 14 Millionen Gulden, was ein geradezu märchenhafter Betrag gewesen sein muss.
Zum Lohn für die richtige Lösung noch eine Anekdote. Wusstest Du, dass Maximilian Joseph aus Dankbarkeit für die Rettung seines Bruders einen Berg versetzt hat? Auf seiner Flucht vor den Franzosen wurde Karl August an der Eisenkehl aufgehalten, wo die Straße nach Mannheim über einen steilen Berg führte, den er mit seiner sperrigen Hofkutsche nicht bewältigen konnte. Die Bewohner der umliegenden Dörfer zerrten ihn mit seiner Karosse über den Berg, so dass er nach Mannheim entkommen konnte. Viel später besuchte Maximilian Joseph den Ort und versprach den Bewohnern der Dörfer auf beiden Seiten des Berges, ihnen aus Dankbarkeit in Vertretung seines inzwischen verstorbenen Bruders einen Wunsch zu erfüllen. Sie wünschten sich, der steile Berg zwischen den beiden Dörfern möge verschwinden. Der König ließ ihn abtragen, und noch heute lese ich auf dem Weg zur Arbeit die große Bronzetafel "Maximilian Joseph, v.G.G. König v. Baiern, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Franken u. Schwaben, ebnete dem Verkehre den Weg" - und damit auch mir, der ich nicht mehr über diesen Berg fahren muss. So weit meine ganz persönliche Verbundenheit mit Bayerns erstem König und seinem Bruder.
schöne Grüße
Ralf
Geändert von Ralf (30-12-2003 um 13:43 Uhr)
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