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Alt 03-01-2004, 18:01   #1 (permalink)
 
Warum sind wir nur so sicher und so arrogant?

Ich habe heute eine Reportage in 3sat gesehen, die sich mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch in Argentinien vor ungefähr einem Jahr befasste.

Es war keine hochtrabende Wirtschaftsanalyse sondern ein Bericht über die Schicksale von Menschen die alles verloren haben.

Praktisch über Nacht verlor das Geld 90% seines Wertes und die Leute konnte über ihr Geld, welches sie auf Konten bei der Bank hatten nicht mehr frei verfügen.

Die Bilder von den Menschen die ins Elend gestürzt wurden waren unterlegt mit den Versprechen der Politiker, dass das Geld sicher sei und die Situation gar nicht so schlimm.

Ich glaube wir Deutschen sind nach fast 60 Jahren Aufschwung und Frieden einfach zu selbstsicher und arrogant geworden und so sind viele der Meinung das uns das hier nicht passieren kann.

Ich schlafe auf jeden Fall ruhiger mit der Gewißheit einen Teil meines Vermögens in solide Sachwerte und dazu zähle ich auch gute Münzen, investiert zu haben.

Ich sammle bestimmt nicht nur aus finanziellen Gründen oder aus wirtschaftlichem Interesse Münzen.
Meiner Meinung nach haben wir Münzsammler mit unserem schönen und vielseitigen Hobby aber die Möglichkeit beides miteinander zu verbinden und mit einer numismatisch wertvollen Sammlung sein Geld gleichzeitig werterhaltend anzulegen.

Geändert von Goldnase (03-01-2004 um 18:04 Uhr)
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 18:16   #2 (permalink)
 
Eine numismatisch wertvolle Sammlung ist aber nur so lange auch im wirklichen Leben wertvoll, wie es Leute gibt, die bereit sind, dafür etwas anderes herzugeben, sei es Bargeld oder Brot und Butter.

Wenn so etwas passiert wie in Argentinien hilft dir die numismatisch wertvolle Sammlung auf Anhieb nicht viel weiter. Dann geht es erst einmal darum, die Alltagsbedürfnisse abzudecken (=Essen und Kleidung). Der Wert von Sammlermünzen (auch von solchen aus Gold) dürfte in dieser Phase gering sein. Erst wenn es danach wieder aufwärts geht und die Leute sich wieder um Luxus kümmern können, gewinnen auch die Münzen wieder an Wert. Dann hast du zumindest während des Zusammenbruchs nichts verloren.
poerings ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 18:26   #3 (permalink)
 
Das stimmt nur bedingt.

Gold aber auch andere Sachwerte waren in Phasen des Zusammenbruchs viel Wert.

Es ist doch gerade das bezeichnende, dass in solchen Phasen LUXUSGÜTER die Funktion der normalen Währung übernehmen.

......auch nach dem 2.Weltkrieg konnte man weder Zigaretten noch Seidenstrumpfhosen essen und trotzdem waren sie als Ersatzwährung und Tauschobjekt beliebt und anerkannt.


Ich wollte aber auch keine großmächtige Diskussion entfachen, sondern lediglich einen Denkanstoß geben.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 18:41   #4 (permalink)
 
braucht man gar nicht...

in ein Entwicklungsland wie Argentinien zu gehen...das gibts auch in Japan.... in Japan gab es im abgelaufenen Jahr nahezu 10 Bankenpleiten. Nachdem in Japan vor 2 Jahren die Garantie für die Einlagen erneut gesenkt worden ist, gab es viele, die richtig Geld verloren haben. Japaner kaufen deshalb wie blöde Sachwerte, vor allen Dingen Goldmünzen. In einer Zeitung stand, dass alleine in 2003 über 105.000 Wiener Philharmoniker in Japan verkauft worden sind.
Insider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 18:43   #5 (permalink)
 
Original geschrieben von Goldnase
Gold aber auch andere Sachwerte waren in Phasen des Zusammenbruchs viel Wert.

Es ist doch gerade das bezeichnende, dass in solchen Phasen LUXUSGÜTER die Funktion der normalen Währung übernehmen.

......auch nach dem 2.Weltkrieg konnte man weder Zigaretten noch Seidenstrumpfhosen essen und trotzdem waren sie als Ersatzwährung und Tauschobjekt beliebt und anerkannt.
Ich habe diesbezüglich von meiner Großmutter gelernt, dass ein einfaches Stück Seife oder eine Konservendose (Inhalt egal) um einiges mehr wert war als eine Goldmünze!
Wer Seife und Konserven (oder Lebensmittel generell) in rauhen Mengen hatte, hatte nach dem Krieg auch jede Menge Gold!
galaxy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 18:49   #6 (permalink)
 
Genau.

Dann flüchte mal mit 1000 Konserven und 500 Seifestücken oder mit 20 Krügerränder ( gab's damals noch nicht, nur als Beispiel).

Außerdem konnte man auch nach dem Krieg für Gold Sachen kaufen.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 18:52   #7 (permalink)
 
Re: braucht man gar nicht...

Original geschrieben von Insider
in ein Entwicklungsland wie Argentinien zu gehen...das gibts auch in Japan.... in Japan gab es im abgelaufenen Jahr nahezu 10 Bankenpleiten. Nachdem in Japan vor 2 Jahren die Garantie für die Einlagen erneut gesenkt worden ist, gab es viele, die richtig Geld verloren haben. Japaner kaufen deshalb wie blöde Sachwerte, vor allen Dingen Goldmünzen. In einer Zeitung stand, dass alleine in 2003 über 105.000 Wiener Philharmoniker in Japan verkauft worden sind.
Wobei man eine Bankenpleitewelle nicht mit einem Krieg oder einer Hungersnot vergleichen darf.
hegele ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 19:01   #8 (permalink)
 
Original geschrieben von Goldnase
Genau.
Dann flüchte mal mit 1000 Konserven und 500 Seifestücken oder mit 20 Krügerränder ( gab's damals noch nicht, nur als Beispiel).
Außerdem konnte man auch nach dem Krieg für Gold Sachen kaufen.
....auch nur ein Denkanstoß (gesetz der Fall....)

Goldnase flüchtet mit 50 Krügerrand
Imbissrudi flüchtet mit 50 Stangen Zigaretten

Frage: wer steht sich besser
imbissrudi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 19:07   #9 (permalink)
 
Original geschrieben von imbissrudi
....auch nur ein Denkanstoß (gesetz der Fall....)

Goldnase flüchtet mit 50 Krügerrand
Imbissrudi flüchtet mit 50 Stangen Zigaretten

Frage: wer steht sich besser
Da kann sich das flüchten ja nur für Rudi lohnen!!!

Denn was will ich mit nem Krügerrand wenn mei Lung Pfeift ???
euro-snapper ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 19:10   #10 (permalink)
 
Nach heutigem Kurs entsprechen 50 Krügerrand ca. 500 Stangen Marlboro.
malte71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 19:15   #11 (permalink)
 
Original geschrieben von Goldnase
Das stimmt nur bedingt.

Gold aber auch andere Sachwerte waren in Phasen des Zusammenbruchs viel Wert.

Es ist doch gerade das bezeichnende, dass in solchen Phasen LUXUSGÜTER die Funktion der normalen Währung übernehmen.

......auch nach dem 2.Weltkrieg konnte man weder Zigaretten noch Seidenstrumpfhosen essen und trotzdem waren sie als Ersatzwährung und Tauschobjekt beliebt und anerkannt.


Ich wollte aber auch keine großmächtige Diskussion entfachen, sondern lediglich einen Denkanstoß geben.
Ich sagte doch:
Essen und Kleidung

Nicht Luxusgüter übernehmen die Funktion der normalen Währung, sondern Bedarfsartikel.

Eine Goldmünze ist nur dann etwas wert, wenn es jemanden gibt, der dir dafür etwas zu essen geben kann. Wenn dieser jemand dir für dein Gold noch etwas von seinem Essen abgeben kann, hat er vernünftigerweise Sachen gebunkert, die etwas wert sind. Nach der Krise hat er Gold und während der Krise ist er nicht hungrig gewesen. Du hast nachher nichts mehr und bist so lange nicht hungrig gewesen, wie dein Gold gereicht hat.

Wenn man selbst eventuell nicht genug zu Essen hat, um die Krise zu überstehen, tauscht man sein Essen auch nicht gegen Gold.
poerings ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 19:16   #12 (permalink)
 
Original geschrieben von imbissrudi
....auch nur ein Denkanstoß (gesetz der Fall....)

Goldnase flüchtet mit 50 Krügerrand
Imbissrudi flüchtet mit 50 Stangen Zigaretten

Frage: wer steht sich besser
Rudi, ich komm' mit dir mit
poerings ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 19:37   #13 (permalink)
 
Original geschrieben von poerings
Wenn man selbst eventuell nicht genug zu Essen hat, um die Krise zu überstehen, tauscht man sein Essen auch nicht gegen Gold.
Genau das wollte ich mit meinem Beitrag sagen!
Aber es gibt ja immer einige... naja, ihr wißt schon
galaxy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 19:39   #14 (permalink)
 
Hallo,

ich war beruflich während des Krieges in (Ex-) Jugoslawien von 1993 bis 1995 in Bosnien, genauer in Tuzla.
von 04/93 bis 02/94 bekriegten sich dort auch Moslems und Kroaten, was zur Folge hatte, dass der moslemische Teil Bosniens isoliert bzw. umzingelt war.
Die Preise für Grundnahrungsmittel und Treibstoff stiegen in utopische Höhen.
Beispiel (Zahlen vom Januar 1994):
1 kg Mehl 25 DM
1 kg Zucker 50 DM
1 kg Kaffee 200 DM
1 l Öl 50 DM
1 Schachtel Marlboro 25 DM
1 l Diesel (schlechte Qualität mit Wasser und Trafoöl) 35 DM
1 l Benzin (sah aus wie Coca-Cola) 50 DM

"Luxusgüter" kosteten fast gar nix:

Videorekorder 10 DM
Fernseher 20 DM
ein Auto konnte man gegen einen Sack (50kg) Mehl tauschen.

Viele gut situierte Bürger der Stadt hatten wunderschöne Wohnungen, tolle Klamotten, Auto. Sie verdienten vor dem Krieg sehr gut. Während des Krieges schrumpfte ihr Lohn auf ca. 3 DM monatlich, was sie aber auch nur mit einigen Monaten Verspätung bekamen. Nur zu Essen hatten sie fast nichts.

Reich war zu der Zeit, der entweder Reserven hatte, wie z.B. 10.000 l Heizöl im Erdtank, was einen Gegenwert von 350.000 DM hatte, oder ohne Skrupel schmuggelte. Auf der anderen Seite der Front kostete eine Schachtel Marlboro ca. 1,50 DM in Tuzla ca. 25 DM, das ist das 16-fache. Da wurden schnell aus Kriegsgegnern Handelsleute.
Reich wurden nach dem Krieg Leute, die während des Krieges für billiges Geld Sachen (technische Geräte, Autos etc) aufkauften und nach dem Krieg sehr teuer verkauften.

Diese Erfahrung zeigte mir, dass fast alle Werte und Preise nur imaginär sind und meist durch Angebot und Nachfrage geregelt werden. Auch bei Gold oder Münzen.

Auf den Strassen und auf den Märkten konnte man Gold (als Schmuck oder manchmal auch Münzen) sehr billig kaufen. Die Nachfrage war allerdings bescheiden. Die Preise waren so weit unten, weil der Zugang zu Gebieten, wo der offizielle Kurs gilt, nicht möglich war.


Viele Grüsse

raro_

Fazit: Besser 50 Stangen Zigaretten
raro_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 19:51   #15 (permalink)
 
.........es gibt ja immer einige die alles besser wissen.

Vielen Dank galaxy.


Es gibt aber auch genug Leute die keine Ahnung haben und überall mitreden.


Gold wird immer weltweit gehandelt.
Hätten die Argentinier ihr Geld in Gold, Immobilien oder andere Sachwerte investiert und nicht in Aktien oder auf Sparbüchern wären sie jetzt nicht arm.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 20:06   #16 (permalink)
 
Original geschrieben von Goldnase
.........es gibt ja immer einige die alles besser wissen.

Vielen Dank galaxy.


Es gibt aber auch genug Leute die keine Ahnung haben und überall mitreden.


Gold wird immer weltweit gehandelt.
Hätten die Argentinier ihr Geld in Gold, Immobilien oder andere Sachwerte investiert und nicht in Aktien oder auf Sparbüchern wären sie jetzt nicht arm.
Zum einen, das "...besser wissen" kommt von Dir, nicht von mir!
Es ging nicht darum was praktischer ist, wenn man sich auf der Flucht befindet, sondern darum, was in solchen Zeiten mehr wert ist!

Zum zweiten zähle ich mich nicht zu denjenigen, die überall mitreden obwohl sie keine Ahnung haben...

und zum dritten: natürlich wird Gold immer und weltweit gehandelt, man kann es aber nicht essen!
galaxy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 20:26   #17 (permalink)
 
im Wald...

Wir wünschen allen, die auf der Flucht Seife und Zigaretten im Wald vergraben haben, viel Spass beim Ausgraben.... das Gold dürfte wohl auch nach der Rückkehr aus Russland so schwer sein wie vorher....Zigaretten und Seife sind aber schon in den Blättern.... die Erfahrung hat ja auch der Oetker-Entführer gemacht, der Hundertmarkscheine vergraben hatte und nach dem Gefängnisaufenthalt wieder ausgraben wollte.... daraus war trotz guter Verpackung schöne Blumenerde geworden... :-))
Insider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 20:41   #18 (permalink)
 
Re: im Wald...

Original geschrieben von Insider
Wir wünschen allen, die auf der Flucht Seife und Zigaretten im Wald vergraben haben, viel Spass beim Ausgraben....
Oje, jetzt wird´s ja ganz dramatisch!
Btw, wer ist denn wir
galaxy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 20:45   #19 (permalink)
 
obelix

"Wir" erschliesst sich dem geneigten Asterix-Leser als Pluaralis Majestates... :-) oder Majestetix... :-)
Insider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 20:48   #20 (permalink)
 
Re: obelix

Original geschrieben von Insider
"Wir" erschliesst sich dem geneigten Asterix-Leser als Pluaralis Majestates... :-) oder Majestetix... :-)
Aha, dann seid ihr wohl im falschen Film
galaxy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 21:31   #21 (permalink)
 
Das war doch...

...jetzt wenigstens mal witzig.... (obgleich man natürlich "ihr" auch hätte groß (oder gross?) schreiben können.... :-) )
Insider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-01-2004, 23:30   #22 (permalink)
 
Rudi, ich komm' mit dir mit
Hey Gerd, Du alter Nichtraucher,
ich sagte Zigaretten und nicht Würstchen
imbissrudi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-01-2004, 09:12   #23 (permalink)
 
Mögen wir noch weitere 60 Jahre ohne Krise leben

Ich sammle bestimmt nicht nur aus finanziellen Gründen oder aus wirtschaftlichem Interesse Münzen.
Meiner Meinung nach haben wir Münzsammler mit unserem schönen und vielseitigen Hobby aber die Möglichkeit beides miteinander zu verbinden und mit einer numismatisch wertvollen Sammlung sein Geld gleichzeitig werterhaltend anzulegen.
Es gibt wohl viele Möglichkeiten eine Krise besser zu überstehen. Ebenso gibt es viele arten von Krisen.

Ich persönlich habe ja nur eine erlebt und die nur bedingt. Da war ich 6 Jahre. Und das war die Erdölkrise Anfang 1973 (denke ich).

1. Aber meine Eltern haben den 2 Weltkrieg mitgemacht.
Da war der gut dran der Lebensmittel hatte. Oder diese selbst produzierte. Da werden wohl viele Bauern Ihre Lebensmittel gegen Gold hergegeben haben. Da war aber der Goldkurs sicher Regional nicht sehr hoch.

2. Politische Krise.
Hätte man ein paar Jahre vorher Hals über Kopf aus Österreich/Deutschland fliehen müssen, einige Goldmünzen sind da sicher leicht zu transportieren und hätte so mache Tür geöffnet. Auch da ist der Goldkurs sicher nicht so gut gewesen.

3.Witrschaftskriese.
Wie in Deutschland in den 30er Jahren. Da kann man von seiner Münzsammlung auch eine Zeit lang leben. Wobei immer Angebot und Nachfrage den Preis machen.

3. Inflation.
Gold hat keine Inflation. Da meine ich Hyperinflation, durch die das Geld wertlos wird. Aber Kursschwankungen. 1980 hatte eine Unze 612 US Dollar gekostet, 1999 278 US Dollar.

Es kommt halt auf die Mischung seinen Vermögens an. Anleihen, Aktien, Immobilein, Gold-Münzen.
Wobei Immobilein sicher am praktischsten sind, sofern es seine eigen 4 Wände sind. Eine Münzensammlung aber sicher am schönsten anzusehen ist.
Charlie-Brown ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-01-2004, 13:44   #24 (permalink)
 
Hey Gerd, Du alter Nichtraucher,
ich sagte Zigaretten und nicht Würstchen
Nichtraucher
Ich glaube, das wüsst' ich
poerings ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-01-2004, 16:18   #25 (permalink)
 
zur Werthaltigkeit von Gold noch eine kleine Geschichte von mir:
Mein Vater war Zahnarzt, der ab Januar 1946 seinen Beruf wieder ausübte, ich war da gerade mal 1 1/2 Jahre alt und wir lebten in der Amerikanischen Zone. Seine Hauptkundschaft waren amerikanische Soldaten, die sich Goldbrücken/Zähne machen lassen wollten. Da die DEGUSSA noch nicht wieder arbeitete, Gold also nicht im Handel zur Verfügung stand, bat mein Vater die US-Soldaten, doch Gold zu besorgen. Das taten die. Sie brachten Armbanduhren mit, Goldmünzen en masse, Schmuck und vieles mehr, alles Sachen, die sie woanders konfisziert hatten. Die besten Stücke hat mein Vater behalten und das andere Zeug eingeschmolzen.
Aus Erzählungen meiner Mutter weiß ich aber auch, daß damals die Bauern sehr viel Gold und andere Luxusgegenstände besaßen: Die Leute aus der Stadt, die zum "Hamstern" auf's Land fahren oder besser gesagt laufen mussten, tauschten ihre Wertsachen - Teppiche, Pelzmäntel, Schmuck, Sammlungen, Porzellan etc. - gegen Butter, Mehl und Fleisch oder Kartoffeln ein..........
Gruß
corrado26
corrado26 ist offline   Mit Zitat antworten
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