18-04-2012, 16:04
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#33 (permalink)
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Da die modernen europäischen Münzen der letzten 600 Jahre sehr gut erfasst und katalogisiert sind, findet man hierbei nicht so häufig wertvolle Raritäten. Oftmals wird der Handelspreis hierbei von geschätzten Katalogangaben beinflusst.Die Leute sammeln also nur, was sie im Katalog nachschlagen können.
Betrachtet man aber mal das bisher nicht abschließbare Sammelgebiet der Antike und Mittelalter, besonders im Raum Zentralasien, kann man täglich auf sehr seltene Stücke stoßen.
Einziges Problem: Sie sind noch unbekannt. Und daher wurden sie nie katalogisiert. Oftmals landen sie dann sogar für ein paar Cent in Mischlots.
Sehr oft entdecken Archäologen bisher unbekannte Fürstentümer oder sogar ganze Königreiche. Dazu beispielsweise ein Hort Münzen, die nie zuvor im Handel waren( wenn, dann unbewußt, denn es gibt ja die Raubgräber, die gemischte Lots unbestimmt überall seit Jahren billigst anbieten, ohne sich über die Herkunft Gedanken zu machen).
Diese Münzen sind eventuell ( wie kürzlich in einem Fall bei mir) nur 3-7 Tage nach Prägung im Umlauf gewesen. Danach wurde die Stadt von Eroberer für hunderte von Jahren aus der Geschichte ausgelöscht.
Es können auch einfach nur ein paar unscheinbare kleine Gegenstempel sein, die plötzlich aus einem 1 Euro-Byzanzfollis eine Münze mit 200 Euro Höchstgebot machen ( Stichwort: Münzen aus dem Mardin Hoard).Hierbei wurden bestimmt hunderte von Münzen als Schrott billig entsorgt, weil man sich nur nach den Katalogen gerichtet und die verkrusteten" Beulen" in der Münze als zukorrodierte Löcher vorschnell beurteilte. Auf diese Weise kam ich an 70 sehr wertvolle Stücke aus dem original Mardin Schatz mit mehr als 10 verschiedenen Stempeln für gerade mal 80 Euro.- Gekauft als "low quality coins"
Bei solchen Münzen kann dann in einer Auktion von 1 Euro aufwärts wirklich alles passieren. Und derjenige, der solche wertvollen Münzen erkennt, macht auch bei 1000 Euro Höchstgebot wohl noch ein Schnäppchen.
Soetwas nenne ich heutzutage absolute Raritäten ;-)
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