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Alt 20-07-2004, 19:34   #26 (permalink)
 
Hallo

Hat jetzt zwar nichts mit Münzen zu tun, aber dennoch....

Mir ist neulich auch etwas ähnliches , allerdings im Fahrrad Fachgeschäft passiert. Nach einer eingehenden Beratung mit einem sogenannten Fachverkäufer, habe Ich den guten Mann mal gefragt, ob er bis gestern noch Salami in der Wurstabteilung eines Supermarktes verkauft habe. Den daß was er mir gerade erzählt hat, war der absolut größte Schwachsinn, den Ich im meinem 2Raddasein erlebt habe.
Wohlgemerkt es gin um ein Fully in XT Komplettausstattung für knappe 1700 Euro.
Also liegt es nicht nur im Münzenbereich, Verkäufer kann sich heute eventuell ja schon jeder nennen, wen er mal 1 Stunde hinter der Kasse gestanden hat.

Gru0, Famole
Famole ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-07-2004, 23:04   #27 (permalink)
 
Es ist doch so: In allen Bereichen, in denen es wenige Geschäfte auf großer Fläche gibt, gibt es sog. Fachhändler, die arrogant, überheblich und unfreundlich daherkommen. Ich habe das in den Bereichen Angeln, Flug-Modellbau und Münzen erlebt. Vielleicht hege ich Vorurteile, aber es sind meistens die Alteingessesen, die in ihren tabakverräucherten Läden am liebsten jeden rausschmeissen, den sie nicht kennen.
Gen.Burghalter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-07-2004, 08:42   #28 (permalink)
 
Tut das gut, das alles hier zu lesen....

Ich meinte schon, es läge immer an meinen "merkwürdigen Wünschen", wenn ich im "Münzenfachhandel" u. a. beim Thema Zubehör das Gefühl hatte der letzte Ar*** zu sein.

Ich bin eigentlich auch der Meinung, das man den lokalen Münzenhändler (sofern er denn mit Ladengeschäft vorhanden ist....) nach Kräften unterstützen sollte und ziehe grundsätzlich ein persönliches Händler-/Kunde-Verhältnis der Anonymität des Internets oder des Versandhandels vor.

Aber, leider wird z. B. "hier am Ort" (Hannover) jeder Ansatz im Keim erstickt.

Lediglich 2 Händler mit richtigem Ladenlokal.

Einer davon müßte der Vater des Forum-Chefs sein.
Sehr nett, aber leider NULL Zubehör im Angebot......


Der andere, tja sagen wir mal so...es gibt ihn.....aber das wars auch schon mit positiv.

Beispiel: Tel. Anfrage (brauchte 'ne neue Münzenpinzette und Leuchtturm-Münzenboxen und wollte eben mal nicht bei ebucht....):

"Guten Tag, ich bräuchte eine neue Münzenpinzette und...... ....und da wurde ich auch schon "freundlichst" unterbrochen: "Von sowas halten wir gar nichts!!!" UND ES WURDE EINFACH AUFGELEGT!!!!

Kann es das wirklich sein?

FAZIT: Wieder auf zu ebucht. Anonym, aber da bekomme ich fast alles was ich benötige und dazu noch teilweise erheblicher günstiger. Keine "verqualmte Bude", keine Arroganz und Unfreundlichkeit.....


In diesem Sinne....


Gruß
Thorsten
ThorstenR ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-07-2004, 20:18   #29 (permalink)
 
Zum Schluss noch ein kleines Bonbon vom ortsansässigen Münzhändler (der auch mit Zahngold und ähnlichem handelt): „Guten Tag, haben Sie Optima-Münzalben von Leuchtturm im Angebot?“ Kurze, barsche Gegenfrage: “Wofür?“ Ich schaue den Mann eine Weile an und frage langsam sprechend: „Um Münzen darin unterzubringen?“ Das Gesicht wird immer ärgerlicher: „Was für Münzen?“ Ich habe das Spiel dann an diesem Punkt abgebrochen......
Wenn ich jetzt deine Adresse nicht kennen würde, würde ich glatt annehmen, du wohnst in Köln

Irgendwie kommt mir das bekannt vor....
poerings ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 11:56   #30 (permalink)
 
Hallo Gerd,

das Phänomen ist wohl offensichtlich nicht auf einzelne Regionen oder Berufszweige beschränkt – Servicewüste Deutschland kann man da nur sagen.

Was „meinen“ Händler betrifft, habe ich einen tiefenpsychologischen Erklärungsansatz: Der beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Ankauf von Hinterlassenschaften: Münzen, Briefmarken, Orden, Zahngold und ähnlich Unappetitlichem. Es ist ja eine unbestreitbare Tatsache, dass fast jeder, der von Oma eine alte Münze geerbt hat, der Meinung ist, einen wertvollen Schatz in Besitz zu haben (wobei der reelle Wert dem ideellen in der Regel weit hinterherhinkt), für den er beim Händler ordentlich abkassieren kann. Die Taktik dieses Händlers besteht nun darin, die angebotenen Stücke solange madig zu machen und den unwissenden Verkäufer solange mit dem eigenen "Fachwissen" zu blenden, bis der froh ist, für die Abnahme der Münzen nicht auch noch bezahlen zu müssen. Und dieses überhebliche Herummäkeln hat im Laufe der Zeit dazu geführt, dass er nicht mehr anders kann – er muss sich immer und überall so verhalten; quasi eine Art Selbstkonditionierung - das sogenannte "Kotzbrockensyndrom". Wäre ja durchaus denkbar – genauso denkbar wäre es, dass er einfach nur ein De** ist....

Ich habe es mir jedenfalls zur Angewohnheit gemacht, nicht mehr einfach nur Münzen bei einem Händler zu bestellen, ohne vorher mit dem Mann telefoniert zu haben. Dabei kann man verschiedene Dinge im Vorfeld schon mal abklären (Sympathie, Hilfsbereitschaft und Fachwissen zum Beispiel). Wir als Kunden haben ja einen großen Vorteil: wir können selber entscheiden, wem wir unser Geld in den Rachen werfen; und ich zahle mittlerweile lieber bei meinem Händler, bei dem der übrige Service stimmt, ein paar Euro mehr, als mich mit solchen Zeitgenossen, wie oben beschrieben, herumzuärgern.

Gibt es eigentlich einen Zusammenhang bezüglich des Sammelgebietes und der Freundlichkeit/Fachkenntnis von Händlern? Ich denke mal, dass ich mir als Verkäufer „alter“ Münzen ein gewisses Maß an Fachwissen aneignen muss – ob ich dieses dann auch auf nette Art und Weise rüberbringe ist eine andere Frage. Was „neue“ Münzen, also vornehmlich die Euros betrifft, habe ich den Eindruck, dass ein Großteil der Händler vornehmlich die Gewinnspannen im Auge hat und ansonsten mit dem Münzensammeln (außer dem auf seinem eigenen Konto) wenig am Hut hat. Wie sind da Eure Erfahrungen?

Viele Grüße aus der Servicewüste
(im wahrsten Sinne des Wortes – bei den heutigen Temperaturen..)

Andreas
B555andi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 12:04   #31 (permalink)
 
Ich denke, ein großes Problem ist auch, daß sich viele (nicht nur beim Münzenkauf) bei einem Fachhändler beraten lassen, danach (vielleicht) "danke" sagen, wieder gehen, und bei ebay oder dort kaufen, wo sie keine Beratung bekommen, und deshalb billiger kaufen können.
Dies sind nach meinen Informationen bereits bis zu 20% der Besucher eines Fachgeschäftes, die sich nichts dabei denken, so zu verfahren. Wenn nun ein Händler bei 20% seiner Besucher (es sind ja keine Kunden) die se Erfahrung gemacht hat, kann ich zum Teil verstehen, daß er erst einmal skeptisch ist.
Es ist ja auch hier im Forum so, daß die überwiegende Zahl der Mitglieder Schnäppchen machen wollen.
Wo soll aber der Service herkommen, wenn er nicht bezahjlt werden kann ?
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 13:23   #32 (permalink)
 
Ich denke, ein großes Problem ist auch, daß sich viele (nicht nur beim Münzenkauf) bei einem Fachhändler beraten lassen, danach (vielleicht) "danke" sagen, wieder gehen, und bei ebay oder dort kaufen, wo sie keine Beratung bekommen, und deshalb billiger kaufen können.
Dies sind nach meinen Informationen bereits bis zu 20% der Besucher eines Fachgeschäftes, die sich nichts dabei denken, so zu verfahren. Wenn nun ein Händler bei 20% seiner Besucher (es sind ja keine Kunden) die se Erfahrung gemacht hat, kann ich zum Teil verstehen, daß er erst einmal skeptisch ist.
Es ist ja auch hier im Forum so, daß die überwiegende Zahl der Mitglieder Schnäppchen machen wollen.
Wo soll aber der Service herkommen, wenn er nicht bezahjlt werden kann ?
Na, Dir liegen die Münzhändler aber doch ganz schön am Herzen...

Meine Theorie ist eher andersherum: vor der Ebay Zeit konnten es sich die Münzhändler leisten unfreundlich zu sein, weil es einfach keine Alternative gab. Denn woher sollte man sonst sein gesuchtes Germ. Museum bekommen, wenn nicht beim Händler? Oder noch viel wichtiger: wo sollte man sonst seine geerbeten Münzen verkaufen?
Diese Unfreundlichkeit lässt sich nun natürlich nicht mehr auf einen Schlag in Freundlichkeit verwandeln, obwohl es angesichts der Konkurrenz im Internet notwendig wäre.
joro_73 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 13:46   #33 (permalink)
 
Hallo Gerd,

das Phänomen ist wohl offensichtlich nicht auf einzelne Regionen oder Berufszweige beschränkt – Servicewüste Deutschland kann man da nur sagen.

Was „meinen“ Händler betrifft, habe ich einen tiefenpsychologischen Erklärungsansatz: Der beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Ankauf von Hinterlassenschaften: Münzen, Briefmarken, Orden, Zahngold und ähnlich Unappetitlichem. Es ist ja eine unbestreitbare Tatsache, dass fast jeder, der von Oma eine alte Münze geerbt hat, der Meinung ist, einen wertvollen Schatz in Besitz zu haben (wobei der reelle Wert dem ideellen in der Regel weit hinterherhinkt), für den er beim Händler ordentlich abkassieren kann. Die Taktik dieses Händlers besteht nun darin, die angebotenen Stücke solange madig zu machen und den unwissenden Verkäufer solange mit dem eigenen "Fachwissen" zu blenden, bis der froh ist, für die Abnahme der Münzen nicht auch noch bezahlen zu müssen. Und dieses überhebliche Herummäkeln hat im Laufe der Zeit dazu geführt, dass er nicht mehr anders kann – er muss sich immer und überall so verhalten; quasi eine Art Selbstkonditionierung - das sogenannte "Kotzbrockensyndrom". Wäre ja durchaus denkbar – genauso denkbar wäre es, dass er einfach nur ein De** ist....

Ich habe es mir jedenfalls zur Angewohnheit gemacht, nicht mehr einfach nur Münzen bei einem Händler zu bestellen, ohne vorher mit dem Mann telefoniert zu haben. Dabei kann man verschiedene Dinge im Vorfeld schon mal abklären (Sympathie, Hilfsbereitschaft und Fachwissen zum Beispiel). Wir als Kunden haben ja einen großen Vorteil: wir können selber entscheiden, wem wir unser Geld in den Rachen werfen; und ich zahle mittlerweile lieber bei meinem Händler, bei dem der übrige Service stimmt, ein paar Euro mehr, als mich mit solchen Zeitgenossen, wie oben beschrieben, herumzuärgern.

Gibt es eigentlich einen Zusammenhang bezüglich des Sammelgebietes und der Freundlichkeit/Fachkenntnis von Händlern? Ich denke mal, dass ich mir als Verkäufer „alter“ Münzen ein gewisses Maß an Fachwissen aneignen muss – ob ich dieses dann auch auf nette Art und Weise rüberbringe ist eine andere Frage. Was „neue“ Münzen, also vornehmlich die Euros betrifft, habe ich den Eindruck, dass ein Großteil der Händler vornehmlich die Gewinnspannen im Auge hat und ansonsten mit dem Münzensammeln (außer dem auf seinem eigenen Konto) wenig am Hut hat. Wie sind da Eure Erfahrungen?

Viele Grüße aus der Servicewüste
(im wahrsten Sinne des Wortes – bei den heutigen Temperaturen..)

Andreas

Du wohnst nicht zufällig in Frankfurt und sprichst von einem Münzhändler in der Leipziger Str. ? Deine Geschichte erinnert mich sehr an diesen Herrn. Ich glaube ich könnte ihm ein Museum in PP bringen und er würde es aufgrund schlechter Erhaltung nicht ankaufen. Ausserdem sind für ihn generell alle Münzen, die den Weg in seinen Laden finden, falsch.
Gen.Burghalter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 14:39   #34 (permalink)
 
Arrow Meine Beobachtungen ...

Meine Theorie ist eher andersherum: vor der Ebay Zeit konnten es sich die Münzhändler leisten unfreundlich zu sein, weil es einfach keine Alternative gab. ...
So sehe ich das auch.
Das Netz mit seinen Möglichkeiten sorgt endlich dafür, daß Sammler und Händler wieder über die gleiche Speerlänge verfügen.

Man kann es ja auch hier im Forum oft beobachten, daß dieser Interessenwettstreit entlang der gleitenden Skala
(Sammler - Sammlerhändler - Händlersammler - Händler - Produzent)
offen und heftig ausbricht. Teilweise wird Information portionsweise gestreut; werden Gerüchte gesät, und mit Klagen gedroht. Ich sehe hier die Verlotterung unserer Gesellschaft im Numismatischen Spiegel....

Ganz besonders belustigt mich mittlerweile zu sehen, wenn hier jemand gegen kritische Fernsehzuschauer und gegen den Direktbezug bei diversen Münzstätten nörgelt. Es entspräche wohl der Auffassung mancher "Geschäftsleute" besser, wenn sie die alleinige Hoheit über die Futternäpfe wieder erlangen könnten.
Tja, Pech gehabt, gell ?

Das Gute an einer Münze ist, daß es immer zwei Seiten gibt: will heißen, ich könnte auch vertrauenswürdige Händler bennenen. Die wiederum habe ich ausschließlich über das Web aufgetan. In die muffigen Ladenlokale irgendwelcher Sauertöpfe zu stolpern, wurde/habe ich mir abgewöhnt.

Grüße pcf

Geändert von Peter.c.fischer (22-07-2004 um 14:47 Uhr)
Peter.c.fischer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 14:47   #35 (permalink)
 
Na, Dir liegen die Münzhändler aber doch ganz schön am Herzen...
Nein, damit hat das nichts zu tun.
Es ist einfach so, daß ich so viele gute Erfahrungen gemacht habe.
Ich bestreite nicht, daß es auch andere Händler gibt. Ich habe auch einige im Sinn, die man sogar auf Börsen trifft, und die dann griesgrämig in den Tag und nicht freundlich in die Augen der Kunden schauen.

Aber ich weiß auch aus eigener Erfahrung (nicht aus dem Münzenhandel) daß viel Kunden auch meinen, sie seien Graf Rotz von der Backe, und sie könnten sich alles erlauben. Und hinterher beschweren sie sich, wenn sich ein Händler ihnen gegenüber (nicht naderen gegenüber) genau so benimmt.

Wie gesagt, auf beiden Seiten sind nicht alle so, aber einige.
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 15:13   #36 (permalink)
 
Ich sehe das ähnlich wie Hegele. Das ist aber kein spezielles Problem bei Münzenhändlern, das ist ein generelles Problem der kleineren Geschäfte / Händler. Viele Kunden lassen sich dort ausführlich beraten, entscheiden sich dann für einen Artikel und kaufen dann im billigeren Versandhandel oder im Großhandel, wo die Beratung oft mangelhaft ist.
Das entschuldigt zwar kundenunfreundliches Verhalten nicht, ist aber eine Erklärung. Mich würde es auch irgendwann nerven, wenn ein Kunde dann nach langer Beratung das Geschäft verläßt, um offensichtlich irgendwo das Gesuchte günstiger zu kaufen.
Genau das ist ja das Problem: Beratung ist ein Service, der auch Geld kostet (Arbeitszeit). Den muss man dann mit bezahlen. Bei eBay, im Versandhandel oder oft im Großhandel nicht, weil er schlicht nicht vorhanden ist. Der Kunde prellt der kleinen Händler in dem Fall schlicht um seinen Lohn. Das der dann sauer ist, ist m. E. verständlich. Leider erwischt es dann eben auch die "ordentliche" Kunden. Das ist schon schade. Man kann eigentlich nur die bewundern, die immer freundlich sind.

Ob das oben geschilderte Problem im Münzenhandel besonders gravierend ist, kann ich nicht beurteilen.
Ich kaufe auch selten bei kleineren Händlern, lasse mich aber dann auch nicht dort beraten. Das ist mir einfach zu doof. Man kann sich seine Informationen auch selber im Internet o. ä. besorgen. Da muss man aber Zeit investieren. Die meisten sind aber eben zu faul dazu und lassen sich dann eben beraten, ohne zu kaufen.

Euroman23
Euroman23 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 15:33   #37 (permalink)
 
Question Der Kunde prellt...

Beratung ist ein Service, der auch Geld kostet (Arbeitszeit). Den muss man dann mit bezahlen.
Das gilt sicher nicht für Gesülz und Für-Dumm-verkaufen-Gesalber.
Der Kunde prellt der kleinen Händler in dem Fall schlicht um seinen Lohn.
Nein. Die vorab beschriebene Spezies verdiente zumeist nämlich Prügel.
Man kann eigentlich nur die bewundern, die immer freundlich sind.
Ja.

Generell muß einem Kunden ja wohl zugestanden sein, eine objektive Meinung fällen zu dürfen - frei von Kaufzwängen. Wenn der Händler sein Angebot unpassend darstellt, ist das sein Wettbewerbsrisiko. (Wer vergütet bei der Submission leer ausgegangenen Baufirmen den Aufwand für Kalkulation und Angebotserstellung? Richtig: niemand.)

Der Kunde, und das ist ebenso selbstverständlich, ist natürlich nicht befreit von den Formen guten Umgangs.


Grüße pcf

Geändert von Peter.c.fischer (22-07-2004 um 15:56 Uhr)
Peter.c.fischer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 15:40   #38 (permalink)
 
Teilweise sind die Preisdifferenzen so gravierend, dass der Fachhandel sich nicht wundern muß. Konkretes Beispiel: Ich lasse mich in einem kleinen Fernsehgeschäft bezüglich eines Sony-Fernsehers beraten: Preis dort 5500 Euro
Zuhause stelle ich dann fest: Aha, ich kann ihn auch für 3700 Euro im Internet bestellen. Warum sollte ich also dem "Fachhändler" einen Stundenlohn von 3600 Euro ((5500-3700)x2) zahlen ?!!!
Gen.Burghalter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 16:14   #39 (permalink)
 
(Münz)-Händlerverhalten

Generell muß einem Kunden ja wohl zugestanden sein, eine objektive Meinung fällen zu dürfen - frei von Kaufzwängen. Wenn der Händler sein Angebot unpassend darstellt, ist das sein Wettbewerbsrisiko. (Wer vergütet bei der Submission leer ausgegangenen Baufirmen den Aufwand für Kalkulation und Angebotserstellung? Richtig: niemand.)
Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: jeder Händler, der etwas verkaufen will, braucht Kunden, um sein Ware an die/den Frau/Mann zu bringen und damit Geld zu v e r d i e n e n. Der Händler erbringt also eine Dienstleistung, nämlich indem er den Kunden über die Ware, die er ver- oder ankaufen möchte, berät. Klingt banal, aber trifft der Händler nicht den richtigen Ton gegenüber seinen Kunden, werden diese nichts bei Ihm kaufen - er wird mit seiner erbrachten "Leistung" also leer ausgehen.

Die einzige Chance des Händlers - er muß eine Kundenbeziehung aufbauen, etwas Besonderes bieten, damit der (potentielle) Kunde wieder zu Ihm zurück kommt, und dann das nächste Geschäft vielleicht doch bei Ihm macht.

Das Deutschland eine Service-Wüste ist, braucht man nicht mehr extra zu betonen , wohl aber, wie man an diesem Thread leider sehr schön sieht, daß einige/viele? Münzhändler Ihr Geschäft wohl noch viel besser (kundenfreundlicher) betreiben könnten.

Fazit für uns Kunden: Selektion ist angesagt. Ich gehe halt dorthin, wo ich für den Preis die beste Gesamtleistung bekomme!

Der Kunde, und das ist ebenso selbstverständlich, ist natürlich nicht befreit von den Formen guten Umgangs.
Wie wahr!! "Es gibt halt immer auch eine Kehrseite der Medaille"

In diesem Sinne "nicht schimpfen - nur wundern"


Gruß Jürgen
wildeju ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 16:30   #40 (permalink)
 
Generell muß einem Kunden ja wohl zugestanden sein, eine objektive Meinung fällen zu dürfen - frei von Kaufzwängen. Wenn der Händler sein Angebot unpassend darstellt, ist das sein Wettbewerbsrisiko.
Natürlich. Es spricht mit Sicherheit auch nichts dagegen, sich einfach mal generell zu informieren (auch über die Preisgestaltung), ohne was zu kaufen. Was ich meinte, sind Kunden, die in ein Geschäft kommen, z.B. sagen "ich will einen Fernseher etc. dieser Art kaufen, was können Sie empfehlen", sich dann stundenlang beraten lassen und dann doch gehen und woanders kaufen. Da bleibe ich bei meiner Meinung, das ist unfair.

Ich will mir z. B. demnächst eine Digicam zulegen, da ich auch auf's Geld schauen muss, kann ich die auch nicht im Fachhandel kaufen. Aber wenn ich das schon vorher weiß, muss ich mich doch dort nicht beraten lassen! Da muss ich mir eben die Arbeit machen, selber die Informationen zusammenzutragen und gehe dann zu Saturn, MM etc.

"Dummes Gesülze" und "für-dumm-verkaufen" sind ein anderes Problem. Da würde ich natürlich auch nicht kaufen. Ich kann deshalb den Ärger auch verstehen, würde mir auch so gehen. Man sollte aber auch die andere Seite sehen. Mir geht es um die vielen "Kleinen", die sich wirklich Mühe geben und gut beraten. Gibt es mit Sicherheit auch im Münzenhandel.

Euroman23
Euroman23 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2004, 17:29   #41 (permalink)
 
Derzeit mache ich mit einem Münzhändler überaus positive Erfahrungen,
dies wird sich auch in Zukunft für ihn auszahlen Es gab allerdings auch schon andere Fälle. Dort werde ich nichts mehr kaufen.

Münzhändler profitieren doch sicher im besonderen Masse von einem guten Vertrauensverhältnis, was zu treuer Stammkundschaft führt.
Und was besseres wie Stammkundschaft kann nicht passieren, das ist ein Selbstläufer. Wenn der Händler dann seine Stammkundschaft hat, welche ihm seinen Umsatz sichert - kann er es sich vielleicht leisten zu "selektivem Service" überzugehen...irgendwie würde mich das aber dennoch wundern.

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
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