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| Allgemeines Hier können Sie Ihre Fragen rund ums Münzensammeln stellen (die nicht durch untenstehende Kategorien abgedeckt werden !!!) |
08-08-2004, 21:20
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#26 (permalink)
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Hallo. Jetzt würde mich auch interessieren, ob jede Bank jede Goldmünze zurücknimmt oder nicht? Nimmt zB eine normale, kleine "Dorf-Bank" den Goldscudi aus San Marino zurück, um nur ein Beispiel zu nennen, oder muss das schon "Anlegergold" sein?
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Wie sollte sie denn ? Wer in der Welt kennt schon Goldscudi aus San Marino ?
Eine Bank muß natürlich prüfen, ob das Gold ist, was Du anschleppst und es macht selbstverständlich einen Unterschied, ob man reines Gold in gemünzter Form hinbringt oder minderhaltige Legierungen, die erst noch Kosten in der Scheideanstalt verursachen.
Ich weiß von Banken in kleinen Städten, die von ihnen bekannten Kunden Standard-Goldmünzen annehmen und nach Rückruf in der Goldabteilung ihrer Zentrale den aktuellen Ankaufspreis sofort auszahlen. Wie sonst die Gepflogenheiten sind, wird Goldnase erzählen können.
Ein Vorteil der Goldmünzen gegenüber Barren besteht darin, daß es viele Leute gibt, die die Echtheit auch ohne aufwendige Analysemethoden beurteilen können. Wir könnten doch zum Beispiel alle den 100er Goldeuro oder einen Willi2 Reichsgold soweit einschätzen, daß wir ihn von einem Bekannten oder sogar bei Ibeh kaufen würden. Bei einem Goldbarren würde ich mir das nicht zutrauen und bei einer exotischen Goldmünze auch nicht.
Leicht und mit geringem Abschlag verkäuflich werden demnach nur die global oder europäisch bekannten Handelsgold-Münzen sein. Zwischen denen würde ich mich entscheiden.
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08-08-2004, 21:31
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#27 (permalink)
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eigentlich auf lange Sicht gesehen... nur eine Richtung!
Stell dir einfach mal vor.. jeder Chinese hat in 30 Jahren ein Goldkettchen 
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Ja, das denke ich auch. Die Kaufkraft so gigantischer Länder wie China oder Indien steigt und damit auch die Goldnachfrage. Mit dem Goldpreis wird zwar auch die Förderung ansteigen, aber immer erst als Folge des vorher angestiegenen Goldpreises.
Als Resultat erwarte ich, daß der Goldpreis ungefähr mit der Inflation mitgeht. Ich habe zwar Null Ahnung davon, aber die Experten können auch nicht besser in die Zukunft sehen.
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08-08-2004, 23:30
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#28 (permalink)
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Das der Goldpreis mal astronomisch in den Keller geht, kann ich mir nicht vorstellen, glaube ich auch nicht. Ich uebertreibe jetzt mal ganz bewusst zwecks Verdeutlichung: Wuerde die Unze Gold auf einmal 30 Euro kosten, so wuerden sich viele mit Gold eindecken, was die Finanzen hergeben. Der Markt waere leergefegt, kein Gold mehr da. - Der Goldpreis wuerde daher wieder ansteigen.
Gaebe es eine Inflation, unser Geld ist nichts mehr wert, wuerde wohl Gold wieder als Zahlungsmittel eingesetzt werden (Silber evtl. wohl auch). - Was auch sonst, wenn das Geld nix wert ist
Wer nur zu diesem Zweck Gold anglegt, sollte auf Sammlermuenzen wie Monaco / Vatikan Goldmuenzen verzichten, eher zu bekannten Bullionmuenzen, wie Kruegerrand, Maple Leaf, Gold Eagle etc. zurueckgreifen. Kennen sogar Leute, die mit Muenzen nie etwas zu tun hatten und nimmt jeder an, als z.B. einen Gold Scudi San Marino, von dem wohl die groesste Anteil der Bevoelkerung / Geschaeftsleute noch nie etwas gehoert haben, geschweige ueberhaupt zu Gesicht bekommen.
Oder ein 400 Euro Goldstueck aus Spanien nutzt mir dann auch nicht mehr viel, wenn der Euro nichts mehr wert sein sollte. - Der Goldwert liegt heute weit unter dem Nennwert in Hoehe von 400 Euro.
Als Kapitalanlage wuerde ich moderne Gold Euros nicht gerade empfehlen, da diese zum grossen Teil vom Sammlerwert abhaengig sind. Im Extremfall bekommt man nur den Goldpreis, der weit unter dem Anschaffungspreis liegen duerfte. Ausnahme sind die Gold Euros, die ohnehin jetzt schon nahe am Materialwert gehandelt werden, wie z.B. die deutschen 100er Goldeuros oder Philharmonikers.
Doch eigentlich ist das hier ja ein Sammlerforum und ich habe hier schon oft gesagt, wer Goldmuenzen sammelt, die nahe am Goldpreis in der Anschaffung liegen, macht in jedem Fall nichts falsch. Alles andere sind wirklich nur Sammlermuenzen zum Sammlerwert /-Preis und dem sollte sich jeder Sammler bewusst sein. Vor allem, wenn die Nachfrage sinkt und er niemals auch nur den annaehrenden Anschaffungspreiss wieder erhalten wird.
Ich bin doch der Meinung, man kann Gold durchaus auch als zusaetzliche Altersvorsorge verwenden. Es sei denn, man hat spaeter halt das Problem sich von nichts zu trennen und bleibt auf seinem Gold sitzen und nimmt es sogar noch mit ins Grab.
Schaut euch doch z.B. mal diese privaten Rentenversicherungen. Da musst du schon dreissig Jahre lang Monat fuer Monat viel einzahlen, damit sich die monatliche Rente ueberhaupt lohnt. Hoert sich heute vielleicht toll an, wenn du z.B. ab 65 Jahre jeden Monat 500 Euro von der Allianz bekommst. Aber was werden die 500 Euro dann noch wert sein, wofuer du Jahrzehnte so viel eingezahlt hast?
Makaber, aber die Versicherungsgesellschaften schliessen mit dir eine Wette ab. Naemlich das du frueh stirbst und die weniger auszahlen muessen, als du eingezahlt hast. Ich moechte behaupten, in den meisten Faellen gewinnt die Versicherung auch diese Wette.
Es gibt jede Menge Moeglichkeiten der Altersvorsorge, sollte nur mal als Beispiel dienen. Bedenkt dabei aber immer, in 30 Jahren wirst du fuer den Euro nicht mehr so viel bekommen wie heute. Wird leider viel zu oft vergessen.
Gruss Impaler
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09-08-2004, 15:52
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#29 (permalink)
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Goldkauf
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Kann hier Goldnase auch nur beipflichten. Aber ich moechte noch folgendes zu Bedenken geben:
Bewahrt man sein Gold in einem Bankschliessfach auf, so sehe ich das auch nicht als so sicher an. Da koennte der Staat naemlich durchaus ran, entweder direkt ueber die Bank oder macht mit dir einen sehr kurzfristigen Termin aus, damit unter behoerdlicher Aufsicht der Inhalt des Schliessfachs kontrolliert werden kann. Liegt da "tonnenweise" Gold drin, bekommt man vielleicht kein Arbeitslosengeld, keine Sozialhilfe oder sogar Rente (wer weiss, was uns noch in den Jahren, die kommen werden noch erwartet...).
Die Miete fuer ein Bankschliessfach wird doch mit Sicherheit vom Girokonto abgebucht (meistens jaehrlich) und ist somit nachvollziehbar, sollte man auch nur die Kontoauszuege den Behoeren bei sozialen Anspruechen vorlegen muessen. Dann sehen die auch noch schoen deine Goldkaeufe, deren Rechnungen du bezahlt hast (egal ob Onlinehaendler, Ebay oder wo auch immer). Daher bin ich auch der Meinung, Rechnungen fuer Goldkaeufe nie unter Angabe der Artikel bezahlen (wie oft bei Ebay ueblich "z.B. Gold Panda 1 Unze").
Aber Gold zu Hause lagern? - Klar kann man es durchaus so gut verstecken, dass Einbrecher entweder gar nichts oder nur einen Teil davon finden. Aber wenn die Bude abbrennt?
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@Impaler: Es gibt die Möglichkeit, Gold auch in Ladengeschäften und auf Münzenbörsen zu kaufen. Bleibt man dabei unter der Menge von 5.000 EUR je Geschäft, muß man sich als Käufer auch nicht ausweisen.
Was die Lagerung im Banksave angeht, so gebe ich Ihnen Recht. Notfalls, d.h. wenn man Angst vor der Kontrolle des Saveinhaltes hat, würde es auch ein Save im Ausland mit zugehörigem ausländischen Belastungskonto tun.
Sofern Ihre Wohnung abbrennt, brauchen Sie sich um Goldmünzen ohne hohen Sammlerwert (Bankware) nicht zu sorgen: Gold verbrennt nicht - es schmilzt lediglich. Sie brauchen also nur die Klumpen im Schutt zu suchen und z.B. bei der Degussa einschmelzen und reinigen zu lassen. Abbrennen und den Schutt durchwühlen, das war früher eine beliebte Plünderungsmethode, auch Brandschatzen genannt. Brandschatzen hatte zudem den Vorteil, daß man bei Holzbehausungen sicher gehen konnte, KEIN Versteck übersehen zu haben  
Größere Mengen Goldes würde ich nicht zu Hause lagern; die Gefahr eines Raubes / Diebstahls schätze ich momenten sehr viel höher ein, als das staatliche Einkassieren von Bankschließfächern. Schließlich leben wir noch in einem Rechtsstaat.
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09-08-2004, 15:59
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#30 (permalink)
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Größere Mengen Goldes würde ich nicht zu Hause lagern; die Gefahr eines Raubes / Diebstahls schätze ich momenten sehr viel höher ein, als das staatliche Einkassieren von Bankschließfächern.
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Das stimmt im Allgemeinen - und ich wünschte, das wäre speziell mein Problem  .
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12-08-2004, 16:03
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#31 (permalink)
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Silber?
interessanter Thread ...
Gilt das von Goldnase gesagte eigentlich analog auf für Silber? Es gibt ja nicht wenige, die gerade beim Silberpreis noch eine starke Aufwärtsentwicklung erwarten. Wenn die hier beschworenen Szenarien eintreten sollten ist es vielleicht auch nicht verkehrt etwas "Kleingeld" in Silber zu haben um über den nächsten Tag zu kommen (wenn ich für 'ne Unze Gold gleich ein halbes Haus kriegen sollte...).
Wie ist da Eure Meinung?
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12-08-2004, 19:15
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#32 (permalink)
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Silber
@hcy.de: ganz im Gegensatz zum Gold führt Silber ehr ein Schattendasein - jedoch eines, daß es irgendwann und unverhofft einmal ganz gewaltig in sich haben könnte. Meinen ersten Silberbarren hatte ich mit 14 Jahren, 1978 für 430 DM gekauft und kurz darauf für 640 DM wieder abgestoßen - ein super Geschäft, so dachte ich doch weit gefehlt: 1980 war das Kilo mal, den Gebrüdern Hunt sein dank, 2.800 DM wert. Von da an gings bis ca. 180 DM bergab, das war dann Anfang der 90er-Jahre.
Ganz im Gegensatz zum Gold reden wir beim Silber nicht über Gewinnerwartungen von vielleicht 10 bis 50 Prozent sondern über deutlich gewaltigere Größenordnungen, die durchaus einmal 500 Prozent oder mehr betragen könnten. Allerdings können die Verluste hier auch herber ausfallen.
Irgendwann einmal hatte sich auch Warren Buffet an Silber versucht - für mich ein Indiz dafür, daß da durchaus Musik drinn sein könnte.
Interessant sind auch die (schwankenden) Gold-Silber-Relationen, die erfahrungsgemäß, d.h. in den letzten 25 Jahren von etwa 1:20 bis 1:100 pendelten.
Gab es bis Anfang der 90er Jahre eine Überproduktion bzw. riesige Lagerbestände, so ist dies nun - ganz im Gegensatz zu den Zentralbank-Goldreserven kaum noch der Fall.
Diese internationelen Zentralbank-Goldreserven sind es auch, die den Goldmarkt bis auf weiteres tot machen: Was z.B. würde die amerikanische Notenbank tun, wenn der Goldpreis ab ginge wie Schmitz Katz?. Spätestens in Regionen um die 1.000 bis 1.500 Dollar je Unze würde die Fed Gold (z.B. über den Terminmarkt) verkaufen, was das Zeug hält. Der hierdurch ausgelöste Angebotsüberhang würde die Preise einbrechen lassen und die Kaufoptionen würden somit nicht eingelöst werden. Am Ende bliebe das Gold dort, wo es war. Nur das zu locker sitzende Geld der Spekulanten, das wäre dann bei der Fed. Und der Dollar wäre wieder ein wenig stabiler.....
Bei Silber, Platin oder Palladium würden solche Spielchen (auch Leerverkäufe) nicht funktionieren: Hier wissen die Marktteilnehmer ganz genau, daß kaum physisches Material vorhanden sein dürfte, um Kurse zu drücken.
Andererseits ist die Gewinnung speziell von Gold meist mit schlimmen Umweltschäden verbunden. Unter diesem Aspekt könnte man etwaigen Abitrage-Aktivitäten der Zentralbanken sogar noch was positives abgewinnen.
Sehr viel Silber ist vor allem in niedrigpreisigen Münzen (die meisten Silber 5- und 10-DM-Münzen fallen darunter) gebunden, wobei z.B. die amerikanischen Silber-Dollar-Anlagemünzen nur geprägt wurden, um Reserven marktschonend aufzulösen. Silberpreise von einem Euro das Gramm oder mehr würden daher auch nur sehr kurze Zeit Bestand haben - genau so lange, bis sich genügend Silbermünzen und sonstige Silber-Gegenstände in den Schmelzöfen der Degussa und ihrer Marktbegleiter eingefunden hätte um das erforderliche Silber-Überangebot zu erzeugen.
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12-08-2004, 20:05
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#33 (permalink)
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interessanter Thread ...
Gilt das von Goldnase gesagte eigentlich analog auf für Silber? Es gibt ja nicht wenige, die gerade beim Silberpreis noch eine starke Aufwärtsentwicklung erwarten. Wenn die hier beschworenen Szenarien eintreten sollten ist es vielleicht auch nicht verkehrt etwas "Kleingeld" in Silber zu haben um über den nächsten Tag zu kommen (wenn ich für 'ne Unze Gold gleich ein halbes Haus kriegen sollte...).
Wie ist da Eure Meinung?
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Also einen Optionsscheinkauf auf Silber (Call bis 7,5-8 $) bei einem Kurs von 5-5,50 $ - Laufzeit ca. 12 Monate - könnte sich evtl. als rentabel erweisen
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13-08-2004, 10:57
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#35 (permalink)
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Ich habe hier noch eine interessante Seite, die sich gegen Goldanlagen ausspricht. Im Falle einer Deflation soll es sehr schlecht für Gold aussehen.
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[...]Gold - keine absolut sichere Geldanlage
Vielfach wird heute angenommen, daß Gold eine "absolut sichere" Geldanlage wäre. Genau wie vor drei Jahren für Investments in Aktien geworben wurde, wird nun weltweit für ein Engagement in Gold geworben. In Japan sind bereits landesweite Seminare und ganzseitige Werbeanzeigen in den Zeitungen erschienen, begleitet mit Werbespots im Fernsehen, welche die Leute ins Gold locken sollen. Dies allein sollte bereits skeptisch stimmen, da nie für irgendetwas Werbung gemacht wird, womit die Menschen wirklich Geld gewinnen könnten.
Tatsächlich ist Gold nur in einer Inflation von Nutzen, in einer Deflation verliert es (wie alle anderen Metalle auch) an Wert. Das Szenario für den kommenden Crash sieht dann folgendermaßen aus:
Ein Crash erschüttert das Vertrauen der Menschen in die Märkte. Jeder ist deshalb bestrebt seine Ersparnisse so schnell wie möglich nach Hause zu holen (bevor die Banken bankrott gehen). Weil damit Geld in der Wirtschaft fehlt, steigt der Geldwert, bzw. fällen die Preise für alle Waren. Geld wird also wertvoller. Schnell merken die Goldbesitzer, daß sie eigentlich Geld bräuchten um die täglichen Einkäufe zu tätigen. Sie erkennen, daß an der Kasse der Kaufhäuser zwar Bargeld mit Handkuß genommen, Gold jedoch nicht akzepiert wird. Infolgedessen sind sie dazu gezwungen Gold zu jedem Preis zu verkaufen. Da dies dann im großen Stil geschieht, fällt der Goldpreis plötzlich und das Edelmetall verliert seinen Glanz.
Gold ist damit zwar zur Risikostreuung zu empfehlen, keinesfalls jedoch als ausschließliche Geldanlage.
[...]
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13-08-2004, 11:04
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#36 (permalink)
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Ein Kilo Gold oder Silber bleibt ein Kilo. Ein Optionsschein wird hingegen bei sich nicht oder wenig änderndem Marktumfeld täglich weniger wert und am Ende ist er dann verfallen also wertlos. Es sei denn, der Käufer hatte ausnahmsweise mal hellseherische Fähigkeiten.
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Ein Optionsschein ist nicht unbedingt eine Wette, wenn man ihn richtig einsetzt, kann man sich billig gegen fallende Kurse absichern. So auch beim Goldpreis. Der steigende Wert der OS fängt den Kursverlust auf, ein Kursanstieg bringt dagegen nur einen minimalen Verlust durch die OS mit sich. So kompensieren sich die Werte von OS und Underlying (z.B.) gegenseitig bzw. bei starken Schwankungen macht man sogar noch Gewinn.
Für den Fall eines sich wenig ändernden Marktumfelds gibt es sogenannte Korridor-Optionsscheine, bei denen sich der Wert des Underlyings in einer bestimmten Range bewegen muss. Oder es gibt scheine, bei denen gibt es Prämien, für jeden Tag, an dem sich ein Schein über oder unter einer bestimmten Preisgrenze des Underlyings hält.
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13-08-2004, 15:00
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#38 (permalink)
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Goldwährung und OS-Käufe
@supersonek: Die Geldgeschichte ist auch die Geschichte der stetigen Verringerung des Geldwertes. Wurden früher schrittweise Gewicht und / oder Feingehalt reduziert, so steigt heute die Jährliche Geldmenge und zwar deutlich stärker als die Produktivität und das wirtschaftliche Wachstum.
Eine deflationäre Entwicklung kann daher nur für einen zeitlich eng begrenzten Abschnitt Bestand haben und ist somit KEIN ernsthaftes Argument gegen eine teilweise Anlage von Spargeldern in Edelmetallen. Unter teilweise verstehe ich eine Größenordnung von 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens - alles darüber hinausgehende würde ich als spekulativ und damit als vielleicht zu riskant ansehen.
Vielmehr ist es so, daß sich der Wert des Papiergeldes immer mehr dem Papierwert annähert. Mal geschieht dies schneller, mal weniger schnell.
Interessante Seiten im Internet gibt es viele; vieles, was man im Internet findet ist aber auch totaler Unfug und entbehrt oftmals jeder Grundlage.
Daß eine Goldwährung (Goldstandard) bei den derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnissen absoluter Unfug wäre und daß ein solches Vorhaben nicht realisiert werden könnte, ohne daß die Weltwirtschaft zusammenbrechen würde, das ergibt sich bereits aus der hierfür viel zu geringen Pro-Kopf-Goldmenge.
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, daß es uns allen viel schlechter gehen würde, wenn der auf den Sparkonten befindlichen Geldmenge eine nach derzeitigen Kursen adäquate Goldmenge gegenüberstehen würde. Wahrscheinlich wären in diesem Fall die Sparguthaben sehr viel niedriger und die Anzahl der (stets umweltbelastenden) Goldminen um das 10- bis 100-fache höher.
Wenn die Menschen schon (oftmals ohne Sinn und Verstand) sparen, was das Zeug hält, so ist es doch besser, sie sparen beliebig vermehrbares Vertrauensgeld als schwer zu gewinnendes Edelmetall    .
Der beste Philosoph ist schließlich immer noch der, der unbeschwert genießt und sein erarbeitetes Geld auch schnell wieder ausgibt und so den bestmöglichen Gegenwert dafür erhält. Gäbe es mehr gute Philosophen, ginge es unserer Wirtschaft besser. Ginge es der Wirtschaft gut, so hätten die Menschen mehr Zukunftsvertrauen und würden demzufolge weniger angstsparen, sondern vielleicht mehr in ihre Zukunft und in ihren Nachwuchs investieren anstatt an die ach so bittere Altersarmut zu denken. Wäre dem so, müßte auch die Geldmenge nicht dauernd steigen, sodaß das umlaufende Geld langfristig betrachtet wertstabiler wäre, weil dem Geldvermögen ausreichend Waren und Dienstleistungen gegenüberständen.
Selbstverständlich kann man mit OS Geld verdienen, denn für jede denkbare Entwicklung gibt es das passende Zertifikat. Es kann aber auch anders kommen, was dann auch meist der Fall ist    .
Gesetzliche Voraussetzung für den Erwerb von Optionen ist die TERMINGESCHÄFTSFÄHIGKEIT. Dazu bedarf es einer Belehrung durch das Kreditinstitut sowie des Studiums von Unterlagen, aus denen hervorgeht, welche Spielarten von Termingeschäften es gibt und welche Risiken damit verbunden sind.
In der Regel ist es so, daß die Geschäfte von Anfang an so ungünstig für den Privatanlager sind, daß in der Mehrzahl aller Fälle der Emmitent des OS das bessere Ende für sich behält. Wäre dem anders, würde es irgendwann keine Emmitenten mehr geben, denn die leben, ganz im Gegensatz zum Privatanleger, vom OS-Handel.
Warentermin- und Optionsgeschäfte sind nach meinem Dafürhalten nur dann sinnvoll, wenn man die Basiswerte auch tatsächlich benötigt und bereit ist, es sich etwas kosten zu lassen die derzeitigen Preise zu sichern. Dies macht beispielsweise dann Sinn, wenn man Aufträge hat, die noch nicht abgearbeitet sind bzw. die lange Durchlaufzeiten haben oder eine konstante Nachfrage besteht, die zu bedienen ist.
Als Spekulationsinstrument für Privatanleger hingegen sind OS meist ungeeignet. Genau deswegen sind auch Termingeschäfte mit nicht termingeschäftsfähigen Anlegern sittenwidrig.
Setzt man OS ein, um Kurssicherung zu betreiben, so ist das eigene Depot wohl zu unausgewogen bzw. viel zu risikolastig. Anstelle der OS-Kurssicherung wäre vielleicht eine vernünftige Diversifikation sinvoller und langfristig um ein vielfaches preiswerter.
Nur gut, daß es noch keine OS auf Münzen und / oder Sammelgebiete gibt.
Aber vielleicht kommt das ja noch. Mit den immer noch bei mir befindlichen 270 Dezentrierungen deutscher Euro-Umlaufmünzen könnte ich dann herrlich OS-Handel betreiben - Vierteljährlich 5 bis 10 Prozent vom Basiswert oder, sollten die Kurse wirklich enmal steigen eben den ca. 25 Prozent über dem derzeitigen "Marktwert liegenden Kaufpreis, zu dem der OS-Inhaber die Dinger von mir am Verfallstag kaufen kann......
Auch ließen sich dann, analog zu den Scheinen auf Aktien- oder Länderindices herrliche FP-Derivate, bestehend aus beispielsweise einigen Dezentrierungen, einem Zainende, wenigen Spiegeleiern und einer Rondenverwechselung kreieren, mit denen man einzelne Segmente abdecken könnte.
Wie wäre es mit einem Call auf das Kaiserreich, bestehend aus 1/1000 folgender Basis-Werte umfassend die drei Mark Friedrich dem Weisen von 1918, der Bayernhochzeit, den 20 Mark Neu-Guinea, 5 Stücke 15-Rupien 1916 T aus DOA und der Mark 1873 C in PP - oder einem Put aufs "Germanische Museum"?
Im Grunde genommen wären derlei Derivate genau so sinnvoll oder unsinnig wie OS auf andere Waren oder Aktien - oder liege ich hier falsch?.
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13-08-2004, 15:15
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#39 (permalink)
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Im Grunde genommen wären derlei Derivate genau so sinnvoll oder unsinnig wie OS auf andere Waren oder Aktien - oder liege ich hier falsch?.
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Dann guck mal unter www.bluevex.de.
Da sind alle möglichen Wetten als handelbare Derivate emittiert. Genauso könnte man da den Goldpreis. Ebay durchscnittspreis vom Monaco PP 2004 in einem jahr oder Germanisches Museum handeln.
Schreib denen doch mal eine email
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14-08-2004, 07:49
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#40 (permalink)
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@supersonek: interessante Seite.
Interessant ist der ständige Versuch der Börsenteilnehmer, über den Ausgang zukünftiger Ereignisse, deren Ausgang wenig gewiss oder ungewiss ist, abzustimmen. Aufschlußreich ist auch, daß solche Seiten existieren können - denn das ist der Beweis, daß sehr viele Teilnehmer nichts dazu lernen oder aber immer wieder neue hinzukommen, die ihr Lehrgeld zahlen.
Logisch ist auch, daß die der Abstimmung zu Grunde liegenden Ereignisse allesamt in naher Zukunft statt finden werden. Über zeitlich noch weit entfernte Ereignisse abzustimmen hätte auch wenig Unterhaltungswert.
Um auf das Thema "Goldanlage" zurück zu kommen, sehe ich die Goldanlage oder Edelmetallanlage ehr als eine begrenzt wahrnehmbare Chance einer unabwendbaren Entwicklung, durch Erwerb mobiler Realwerte dem Geldwertverlust zumindest teilweise ausweichen zu können.
Und ganz im Gegensatz zu den Sportwetten, deren Ausgang (Extremfälle ausgenommen) stets ungewiss ist, kann man den Geldwertverlust mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrschenlichkeit qualitativ vorhersagen. Quantitative und zeitlich exakt fixierte Aussagen wiederum wären hingegen nichts anderes als die meisten Sportwetten und OS-Wetten: der Versuch die Zukunft zu erraten.
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