Münzen
Werbung www.honscha.de

Zurück   Münzen / Euromünzen - Deutsches Münzenforum > Allgemeine Themen > Allgemeines

Allgemeines Hier können Sie Ihre Fragen rund ums Münzensammeln stellen (die nicht durch untenstehende Kategorien abgedeckt werden !!!)

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 06-08-2004, 15:35   #1 (permalink)
 
Gold ist Freiheit

Gold ist wirtschaftliche Freiheit

Gold ist Weltgeld. In allen Staaten, Kulturen; bei allen Völkern der Welt ist Gold seit Jahrtausenden als Zahlungsmittel akzeptiert.
Keine Regierung kann Gold entwerten (wie z.B. Papiergeld) oder beliebig vermehren.

Gold ist beliebig teilbar und an keinen festen Ort gebunden (wie z.B. Immobilien).

Auch wenn durch verschiedene kurzfristige wirtschaftliche Faktoren der Goldpreis schwankt wird Gold immer seinen Wert behalten.

Der Staat hat auch in unserem Land die Möglichkeit die Vermögensverhätnisse zu überprüfen.
Giro- und Sparkonten, Aktiendepots, Lebensversicherungen oder Immobilien. Alles ist nachvollziehbar.
Ich habe in Deutschland noch die Möglichkeit Gold MWST - frei und anonym zu kaufen ( WOHLGEMERKT VÖLLIG LEGAL!!!).

Warum soll ich also nicht einen Teil meines Vermögens in Sicherheit bringen und Gold kaufen?
Egal ob Inflation oder Deflation, Gold behält seinen Wert. Keiner kann nachvollziehen wo mein Kapital ist. Es ist anonym angelegt und in Sicherheit. Gold wird weltweit und rund um die Uhr gehandelt. Gold ist Geld.

Wer das einmal verstanden hat wird in Gold das sehen was es wirklich ist. Nicht irgendein Investment sondern ein Stück Freiheit und Sicherheit.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-08-2004, 15:39   #2 (permalink)
 
In allen Staaten, Kulturen; bei allen Völkern der Welt ist Gold seit Jahrtausenden als Zahlungsmittel akzeptiert.
Zumindest hier irrst Du gewaltig. Es gab Kulturen, die zwar Gold kannten, dieses aber nur zur Schmuckherstellung verwendetet. Es war Ihnen ansonsten wertlos.
Bis die Spanier kamen, da war es dann vorbei mit dem Frieden ums Gold. Alles eine Sache der Kultur.
mifrjoar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-08-2004, 15:41   #3 (permalink)
 
Für die Azteken (wenn du die meinst) war Gold das Sinnbild der Sonne und sehr wertvoll.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-08-2004, 15:46   #4 (permalink)
 
"Das Gold der Könige überdauerte unbeschadet die Jahrtausende. Kultgegenstände und Münzen berichten vom Leben, Wirken und der Kultur der Völker. Gold bedeutet Beständigkeit in einer sich ständig wandelnden Welt. Gold ist Zeuge der Geschichte aller Hochkulturen. Schon immer galt es als Symbol für Wohlstand, Reichtum und Macht der Herrscher der Welt.. Gleichgültig ob es einem Gott oder einem weltlichen Herrscher galt: Gold wurde verwandt um zu opfern, zu huldigen, zu ehren und nicht zuletzt um zu schmücken."
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-08-2004, 15:59   #5 (permalink)
 
Für die Azteken (wenn du die meinst) war Gold das Sinnbild der Sonne und sehr wertvoll.
Das ist nur bedingt richtig, weil nur Herscher es besitzen durften, sprich es hatte keinen materiellen Wert für den man sich was kaufen konnte.
Was den ganzen Rest betrifft, will ich aber nicht widersprechen
maudry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-08-2004, 19:00   #6 (permalink)
 
Talking Annonymer Goldkauf

@Goldnase: ich dachte, genau wie Sie, bis vor drei Tagen auch, man könne hierzulande noch Gold in beliebigen Mengen legal annonym kaufen und verkaufen. Doch weit gefehlt:

Gilt für Bahreinzahlungen eine Meldegrenze von 15.000 EUR, so sind es beim Edelmetallkauf 5.000 EUR, d.h. ab Bahrverkäufen, die ca. 450 g Feingold übersteigen werden Ihre Daten dem Staat gemeldet - da ist nichts mehr mit Annonymität. Kaufen Sie irgendwo, wo Sie unbekannt sind, so fällt Ihnen das auf, weil Sie aufgefordert werden, sich auszuweisen. Kaufen Sie bei Ihrer Hausbank, so kann es sein, daß Sie noch nicht einmal erfahren, daß Sie gemeldet werden: Ihr Guthaben wird als Auszahlung verbucht und der Goldkauf dementsprechend als Bahreinzahlung. So wird aus legal erworbenem Sparguthaben scheinbar unkontrolliertes Vermögen und der (ehrliche) Sparer kann sich so auch noch dem Anfangsverdacht ausgesetzt sehen, Schwarzgeld bei Seite geschafft zu haben (also immer alle Kontoauszüge und Quittungen sorgfältig aufbewahren!). Läuft es direkt vom Konto, so werden auch diese Daten bei Kreditinstituten gespeichert und sind noch lange Zeit verfügbar. Unser Staat wird schon wissen, warum er wissen will, welcher Brüger selbst Kleinstmengen an Gold besitzt und warum er bei Lappengeld (Banknoten) nicht so genau hinschaut. Und auch wenn sich unsere Regierung Vergleiche mit noch nicht allzualter Geschichte immer wieder aufs hefstigste verbittet: Ende der 30er Jahre gabs schonmal eine Goldabgabepflicht. Und die damalige Regierung war zweifelsfrei ein Verbrecherregim.

Merke: Erst werden die Bürger beogen, bespitzelt und betrogen und zuletzt auch noch bestohlen. Und warum das alles: Im Gegensatz zu Lappengeld kann man Gold eben nicht beliebig erzeugen. Das wissen selbst als demokratische Politiker getarnte Kommunisten und Antidemokraten. Und für alle die es nicht glauben wollen; das Prinzip ist immer das selbe: selbst ein Kleinkrimineller, der eine Bank oder einen Supermarkt berauben möchte, der bespitzelt erst einmal sein Ziel, um zu erahren, wann und wo es sich am meisten lohnt......


Und warum das alles:


Zitat von Goldnase:

Gold ist wirtschaftliche Freiheit

Gold ist Weltgeld. In allen Staaten, Kulturen; bei allen Völkern der Welt ist Gold seit Jahrtausenden als Zahlungsmittel akzeptiert.
Keine Regierung kann Gold entwerten (wie z.B. Papiergeld) oder beliebig vermehren.

Gold ist beliebig teilbar und an keinen festen Ort gebunden (wie z.B. Immobilien
)
.

Unsere derzeitige Regierung möchte eben KEINE wirtschaftlich unabhängigen Bürger. Eben weil es scheinbar alles verkappte Neider, Gleichmacher, Linkssozialisten und Kommunisten sind, geben die wohl erst Ruhe, wenn GLEICHHEIT herrscht. Gleichheit bedeutet, daß (fast) alle NICHTS mehr haben und es (fast) allen Bürgern gleich besch.... geht, etwas gleichere Politiker ausgenommen, aber das war zu guten, alten DDR-Zeiten auch schon so.

Mit Bürgerrechten, Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Bürger hat unsere derzeitige Regierung rein garnichts mehr im Sinne. Darüber können auch Schröders und Fischers Sonntagsgeschwafel nicht hinweg täuschen - allein an ihrer Vergangenheit und ihren Taten soll und kann man sie messen!

Immer öfter, so habe zumindest ich den Eindruck, befinden wir uns mehr und mehr in Richtung Spitzelstaat, also in Richtung von Zuständen, wie sie in der DDR geherrscht haben.


Zurück zum Gold, dessen Häufigkeit und dessen Wert in Falle einer globalen Goldwährung (die so mangels Masse niemals funktionieren könnte):
Angenommen es existieren weltweit 200.000 Tonnen Gold, das wäre dann bei einer Weltbevölkerung von ca. 6 Mrd. Menschen, natürlich rein statistisch betrachtet, etwa 33 g je Kopf. Führt man sich vor Augen, daß davon eine Menge in Form vom Schmuck, Zahnkronen, Lötverbindungen in Elektrogeräten aller Art usw. gebunden und daher für Währungszwecke nicht verfügbar ist,
so ist der Wert des verbleibenden Goldes noch höher anzusetzen. Andere Annahmen gehen "nur" von einer halb so großen Menge, 100.000 t aus - irgendwo dazwischen liegt vielleicht die Wahrheit.

Aber bei so einer geringen pro-Kopf-Goldmenge ist auch die individuelle Freiheit und die wirtschaftliche Unabhängigkeit recht eingeschränkt:

Noch allerdings ist der Besitz von Gold erlaubt. Jedoch: Einer Regierung, die selbst die Spargroschen und Ausbildungsversicherungen von Kindern antastet, ist je nach Stimmung und Finanzlage jede mögliche und unmögliche Gesetzesänderung zuzutrauen. Dabei würde eine massive Bekämpfung der Schwarzarbeit, der bandenmäßig organisierten illegalen Beschäftigung und eine Enteignung der Hintermänner (=Zerschlagung der bandenmäßigen Strukturen) völlig ausreichen - und die Abgaben wären infolge höheren Beschäftigungsgrades niedriger und auch unser Staat wäre nachhaltig saniert. Das aber möchte man in Berlin scheinbar nicht, denn die derzeitigen Zustände werden de facto geduldet und tragen dazu bei, ein Klima der Verunsicherung zu schaffen, Massenelend zu erzeugen und ob nun gewollt oder ungewollt so den Nährboden dafür zu schaffen, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu Gunsten einer anderen Regierungsform zu beseitigen.

Gut, daß ich Fehlprägungen sammel!. Das sind kaputte Münzen, die nur von wenigen, exzentrischen Sammlern, wie ich einer bin, gesammelt werden - für Kommunisten und machtgeile Antidemokraten gleichermaßen uninteressant! Ausgenommen hiervon sollten aber offenkundige Gefälligkeitsprägungen sein - das jedoch scheint dem Staat, ganz im Gegensatz zum Goldbesitz seiner Bürger, aber erstaunlich wenig zu interessieren
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07-08-2004, 23:16   #7 (permalink)
 
Allen spitzfindigen Einwänden zum Trotz kann ich Goldnase nur zustimmen. Jeder einzelne Satz ist richtig.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 08:08   #8 (permalink)
 
Exclamation

Keiner kann nachvollziehen wo mein Kapital ist.
Diesen Punkt möchte ich mal besonders hervorheben, denn der wird in Zukunft immer wichtiger werden, wenn man sich jetzt bereits die Diskussion um das Arbeitslosengeld 2 anschaut.

Es wird bereits von verstärkten Versicherungskündigungen und Bankschließfacheröffnungen berichtet...
hh1969 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 09:42   #9 (permalink)
 
... und, wie ich in der Zeitung lese, hat auch das Interesse an Aktien deutlich nachgelassen. Wer will schon fürs Alter sparen, nur damit er dann im Falle einer - überaus wahrscheinlichen - Arbeitslosigkeit enteignet wird ?

So kann man zu Goldnases Liste vom Segen des Goldes getrost noch einen Punkt hinzufügen: Gold dämpft den Übermut der Regierenden.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 09:54   #10 (permalink)
 
Ich kann Goldnases Argumenten zum größten Teil zustimmen.

Einen Nachteil hat Gold: Es wirft keine Zinsen ab.
Tom 064 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 10:06   #11 (permalink)
 
Ich kann Goldnases Argumenten zum größten Teil zustimmen.

Einen Nachteil hat Gold: Es wirft keine Zinsen ab.
Naja... die Zinsen ergeben sich ja durch den steigenden Goldpreis!
Seagram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 10:24   #12 (permalink)
 
Nein, das ist keine Verzinsung sondern "nur" ein Kursgewinn. Es gibt keine regelmäßige Dividende auf meine Anlage. Mein Kapital wird nur durch eine Prognose auf steigende Kurse "verzinst" oder auch nicht.

Trotzdem halte ich Gold für eine gute Anlage, es beruhigt ungemein, wenn man es hat.
Tom 064 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 10:28   #13 (permalink)
 
Nein, das ist keine Verzinsung sondern "nur" ein Kursgewinn. Es gibt keine regelmäßige Dividende auf meine Anlage. Mein Kapital wird nur durch eine Prognose auf steigende Kurse "verzinst" oder auch nicht.

Trotzdem halte ich Gold für eine gute Anlage, es beruhigt ungemein, wenn man es hat.
Ja... ich hätte vielleicht "Zinsen" schreiben sollen

Auch gebe ich Goldnase recht...
Gold ist eine sichere Anlage und mit ein wenig Geschick auf 100 % anonym
Seagram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 10:30   #14 (permalink)
 
Naja... die Zinsen ergeben sich ja durch den steigenden Goldpreis!
Mindestens kann man sagen, daß Gold nicht durch durch die Inflation entwertet wird wie das Bargeld in der Matratze. Mit etwas Geschick (und Glück) kann man sogar einen kleinen Wertzuwachs herausschlagen, indem man Gold in Münzenform kauft. Ob man den Gewinn nun "Zinsen" nennt oder nicht, ist sachlich unerheblich.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 10:40   #15 (permalink)
 
Grundsätzlich stimme ich Goldnase auch zu.

Aber wieviel Sicherheit habe ich mit ein paar (und seien es auch ein paar mehr) Goldmünzen oder Goldbärrchen ?
Wenn mir etwas passiert, wenn ich meine Arbeit verliere, wenn ich tun und lassen möchte, was ich will, dann nützt mir Gold wie alles andere auch nur dann, wenn ich so viel habe, daß ich mir auch ohne Arbeit meinen Lebensstandard halten kann.
Wenn ich nur so viel habe, um den nächsten Monat zu überstehen, welche und wieviel Sicherheit habe ich dann ?
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 10:49   #16 (permalink)
 
Mit etwas Geschick (und Glück) kann man sogar einen kleinen Wertzuwachs herausschlagen, indem man Gold in Münzenform kauft. Ob man den Gewinn nun "Zinsen" nennt oder nicht, ist sachlich unerheblich.

Ja.. das meinte ich ja auch mit Geschick.
Gold in Form von Münzen, die Nahe am derzeitigen Goldpreis zu erwerben sind, ist vermutlich die Anlageform der Zukunft.
Einfach zu bekommen, einfach auch wieder zu verkaufen und es gibt keinen Existenznachweis.

Mehr darf man ja mittlerweile nich mehr schreiben... hier sitzen ja Leute die jedes Wort auf die Goldwaage legen und mit dem Gesetze drohen...

keine Lust mich wegen Beihilfe zur Erschleichung von AG II in x-Fällen schuldig zu machen
Seagram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 12:51   #17 (permalink)
 
Wenn Papiergeld weniger wert wird, wer soll einem dann das Gold abkaufen - Gold wird also auch weniger wert bzw. "nutzlos" wie Papiergeld werden. Oder denk ich falsch?
Wagner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 13:13   #18 (permalink)
 
Talking Zinsen fürs Gold / Verzinsungsmodelle

@tom064: Gold wirft keine Zinsen ab - na und?. Ich stelle Ihnen nun mal eine sehr ketzerische Frage: Wer würde denn ernsthaft daran denken, die Rettungsbote eines Luxusliners mit passagieren zu besetzen und diese das Schiff ziehen zu lassen um Diesel zu sparen.....

Sicherheit hat nun mal ihren Preis. Und Sicherheit ist solange entbehrlich, wie nichts passiert. Wenn aber etwas geschehen ist, so haben Sie sich entweder abgesichert oder nicht. Auch keine mir bekannte Versicherung der Welt würde einen Versicherungsfall absichern, der bereits eingetreten ist......

Soviel dazu.

Nun zu den Geldanlagemöglichkeiten:

Derjenige, der sein Geld in Forderungen oder Unternehmensanteilen anlegt geht RISIKEN ein, um Erträge zu erwirtschaften.

Selbst derjenige, der seine Investments sorgfältig auswählt, läuft Gefahr alles oder beinahe alles zu verlieren, was er investiert hat. Wer beispielsweise hätte vermutet, daß die WCM-AG, deren Aktie schon einmal bei über 40 Euro stand und die Ende 2001 / Anfang 2002 noch bei über 10 Euro stand, bis auf etwa einen Euro fallen würde?. In Anbetracht der Tatsache, daß mehrere Bankanalysten unabhängig voneinander Netto-Vermögenswerte in einer Größenordnung von 10 bis 15 EUR je Anteilsschein attestierten, war ein derartiges Dessaster als wenig wahrscheinlich einzuschätzen - zumal ein Investitionsschwerpunkt deutsche Immobilien waren (und noch sind).

Ähnlich verhielt es sich mit der damals (noch und bereits langjährig) profitablen TV-Loonland-AG, deren Anteilschein bereits von 200 EUR auf unter 10 EUR gefallen war, wobei lt. Bilanz damals Eigenmittel von ca. 14 EUR je Anteilsschein vorhanden waren - Aktueller Börsenkurs derzeit unter 2 EUR und die Firma macht nun auch bereits im dritten Jahr Verluste....

Eine Unze Gold ist und bleibt eine Unze Gold - soviel ist gewiss. Und auf wie auch immer geartete üppige Renditeerwartungen und Renditeversprechungen von wen auch immer gebe ich nicht mehr viel. Und die zwei oder drei Prozent Rendite bei angeblich "todsicheren" Anlagen werden mit Inflationsrisiken erkauft - für mich keine wirklich seriöse Perspektive. Dann kommen noch Staat und demnächst vielleicht auch noch die Sozialversicherungen daher und möchten von der mageren Ausbeute ihren Teil haben und zum Schluß hat man so noch drauf gezahlt - trotz vier bis fünf prozentiger Zinsgutschrift.

Sein Geld, das muß jeder selbst verdienen. Der Versuch, diese Aufgabe auf Dritte abzuwälzen geht oftmals schief. Ebenso muß jeder selbst dafür sorgen, daß der Wert dessen, was er erwirtschaftet hat aber was er nicht sofort / demnächst aufbrauchen möchte, nicht allzuviel verliert. Auch hier ist wieder jeder auf sich selbst gestellt. Und natürlich sollte neimand meinen, daß allein eine Goldanlage das Allheilmittel sei.

Wenn es stimmt, daß allein das Geldvermögen der deutschen Haushalte eine Größenordnung von 2.000 bis 3.000 Mrd. EUR besitzt, und dann feststellen muß, daß 100.000 t Gold einen Gegenwert von etwa 1.000 Mrd. EUR haben, d.h. würden die deutschen Haushalte ein Drittel (oder bei 200.000 t zwei Drittel) ihrer Ersparnisse nehmen, so könnten sie damit bei derzeitigem Kurs die gesamten Welt-Goldvorräte erwerben.

Nun sind wir Deutschen aber nicht alleine in der Welt: Frankreich, England, Japan und die USA sind ebenfalls sehr reiche Länder und bei weiten micht die einzigsten. Auch in kleinen und kleinsten Staaten wie der Schweiz, den Niederlanden aber auch Monaco, den Kanalinseln, einigen Steuerparadiesen in der Karibik und selbst in Luxemburg dürften riesigste Vermögen geparkt sein, die sich zum Teil jeder Kontrolle entzogen haben.


@hegele:
Wenn Sie Ihren Job verlieren, ansonsten aber nichts schlimmes passiert, so helfen Ihnen ein paar Unzen Gold auch nicht weiter.

Was würde wohl geschehen wenn, warum auch immer, der wenig wahrscheinliche Fall eintreten würde, daß Vertrauensgeld nicht mehr akzeptiert werden würde?. Unsere Weltwirtschaft würde zusammenbrechen. Die wirtschaftliche Leistung (Wertschöpfung und Produktivität) würde sehr stark sinken, ebenso unser Lebensstandard. Treibstoff würde sehr teuer werden und so Maschinenarbeit zugunsten Handarbeit zurückgedrängt werden. Außenhandel wäre dann staatlich oder international organisierter Tauschhandel, wobei Differenzen sehr wahrscheinlich in Edelmetallen ausgeglichen werden würden. Die Banken würden großteils geschlossen werden müssen, allein Hypothekarkredite wären noch finanzierbar und vertretbar. Dann wären, wi enoch vor 150 Jahren, bereits ein paar kleine Silbermünzen richtig was wert und ein Goldstück, sei es nun eine Unze oder ein Bruchteil davon könnte sehr schnell Wochen-, Monats oder gar Jahressalär werden. Wie bereits zu Kaisers Zeiten würden Hypotheken in Edelmetall eingetragen werden und für ein bis 2 Kilo Gold gäbe es dann mindestens ein luxeriöses Einfamilienhaus wenn nicht gar ein Mietshaus zu kaufen. Allerdings würde eine solche Goldmenge dann einer ode rmehrerer Lebenssparleistungen entsprechen.

Besser würde es bei einem solchen Szenario wohl niemanden gehen; diejenigen aber, die alles in Anleihen und Sparguthaben investiert hätten würden in einem solchen Fall alles verloren haben. Edelmetallbesitzer könnten sich zumindest damit trösten, einen relativ großen Teil ihrer erbrachten Wirtschaftsleistung (rüber)gerettet zu haben.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 13:40   #19 (permalink)
 
Ich mache mir Gedanken über die nach derzeitigem Wissensstand begrenzte
Menge des Goldes: Dass bei steigendem Goldpreis die Forschung in Sachen
alternative Goldgewinnung natürlich Auftrieb bekommt, sollte ja jedem klar sein.

Wer weiss, ob sich nicht entgegen des aktuellen Wissensstandes nicht
doch noch Möglichkeiten öffnen z.B. mittels genmanipulierter
Mikroben, welche man im Meer im grossen Stil ansiedelt,
sinnvoll an Meerwassergold zu gelangen...

Ansonsten gebe ich meinen Vorrednern zur Relevanz des Goldes,
insbesondere im Rahmen eines Fiat-Money-Crashs, recht.

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 14:21   #20 (permalink)
 
Kann hier Goldnase auch nur beipflichten. Aber ich moechte noch folgendes zu Bedenken geben:

Bewahrt man sein Gold in einem Bankschliessfach auf, so sehe ich das auch nicht als so sicher an. Da koennte der Staat naemlich durchaus ran, entweder direkt ueber die Bank oder macht mit dir einen sehr kurzfristigen Termin aus, damit unter behoerdlicher Aufsicht der Inhalt des Schliessfachs kontrolliert werden kann. Liegt da "tonnenweise" Gold drin, bekommt man vielleicht kein Arbeitslosengeld, keine Sozialhilfe oder sogar Rente (wer weiss, was uns noch in den Jahren, die kommen werden noch erwartet...).

Die Miete fuer ein Bankschliessfach wird doch mit Sicherheit vom Girokonto abgebucht (meistens jaehrlich) und ist somit nachvollziehbar, sollte man auch nur die Kontoauszuege den Behoeren bei sozialen Anspruechen vorlegen muessen. Dann sehen die auch noch schoen deine Goldkaeufe, deren Rechnungen du bezahlt hast (egal ob Onlinehaendler, Ebay oder wo auch immer). Daher bin ich auch der Meinung, Rechnungen fuer Goldkaeufe nie unter Angabe der Artikel bezahlen (wie oft bei Ebay ueblich "z.B. Gold Panda 1 Unze").

Aber Gold zu Hause lagern? - Klar kann man es durchaus so gut verstecken, dass Einbrecher entweder gar nichts oder nur einen Teil davon finden. Aber wenn die Bude abbrennt?
Geht wohl ueber Hausratversicherung und das Gold muss in einem Tresor gelagert werden, nehme ich mal an. Aber auch hier ist wieder das Problem gegeben, dass du fremden Leuten (in diesem Fall die Versicherungsgesellschaft) offenlegen musst, dass du Gold besitzt (Menge lassen wir mal aussen vor).

Egal wie es jeder fuer sich entscheidet, einen Rat kann ich nur jedem geben:
Moeglichst wenigen Leuten von Euren "Gold Reserven" erzaehlen.

Gold ist uebrigens gar nicht selten auf der Erde. Gibt es fast ueberall, theoretisch sogar im eigenen Garten. Nur wer filtert z.B. 10 Tonnen Erde fuer 1 Gramm Gold um? - Sprich gleich, lohnt sich einfach nicht. Daher wird ja auch nur dort Gold gefoerdert, wo der Aufwand geringer ist, wie z.B. in Suedafrika.

Wuerde mich ueber weitere Anregungen bezueglich meines Postings sehr freuen.


Gruss Impaler

Geändert von Impaler (08-08-2004 um 14:23 Uhr)
Impaler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 14:24   #21 (permalink)
 
Wenn Papiergeld weniger wert wird, wer soll einem dann das Gold abkaufen - Gold wird also auch weniger wert bzw. "nutzlos" wie Papiergeld werden. Oder denk ich falsch?
Papier/Buchgeld kann beliebig vermehrt werden, Gold nicht.
Schau dir das mal an. Das sollte für sich sprechen.

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 15:29   #22 (permalink)
 
Man kann sich immer die unglaublichsten Extreme ausdenken, aber beim Gold als Sparform geht es einfach nur im Wahrscheinlichkeiten und plausible Annahmen. Da sieht es eben so aus, daß Gold seit Jahrtausenden seinen Wert ungefähr behalten hat, auch und gerade in den großen wirtschaftlichen Katastrophen. Wer nach den Weltkriegen oder während des Kommunismus noch etwas Gold zuzusetzen hatte, war fein raus, und in Argentinen vor 10 Jahren (ungefähr) war es genauso.

Daß man mit einem Schächtelchen voller Goldmünzen keine komplette Altersversorgung finzanzieren kann, ist klar. Wer soviel Bargeld zu verstecken hat, verfügt seit jeher über andere Möglichkeiten. Deswegen würden ein paar gerettete Spargroschen der kleinen Leute aber nicht wertlos, im Gegenteil.

Solange die Leute die Möglichkeit haben, ihre Ersparnisse - unter Verzicht auf Zinsgewinne - vor dem Staat in Sicherheit zu bringen, kann die Regierung es mit Steuern und Vermögensenteignungen nicht übertreiben. Momentan heißt das, daß die schlichte Existenz des Goldes die Position derer stärkt, die dem normalen Sparer eine unantastbare Eigenvorsorge (Riester-Rente ?) zugestehen wollen. Das kann man durchaus in der Formel "Gold ist Freiheit und Sicherheit" zusammenfassen.

Natürlich kann niemand wissen, ob man Gold eines Tages billig wird gewinnen können. Versucht wird es schon immer, deshalb ist es nicht wahrscheinlich, daß so etwas über Nacht geschehen wird. Viel größer ist die Gefahr, daß der Staat seine riesigen Schulden gegenüber dem Bürger durch Entwertung aller Papiere und Versorgungsanrechte loszuwerden versucht. Wie will er das Problem eigentlich anders lösen ?

Geändert von Dieter Taube (08-08-2004 um 15:35 Uhr)
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 20:42   #23 (permalink)
 
Verkauf bei Banken?

Hallo. Jetzt würde mich auch interessieren, ob jede Bank jede Goldmünze zurücknimmt oder nicht? Nimmt zB eine normale, kleine "Dorf-Bank" den Goldscudi aus San Marino zurück, um nur ein Beispiel zu nennen, oder muss das schon "Anlegergold" sein?

Und gibt es als Anlage eigentlich einen Unterschied ob man 20 Mark Nachprägungen vom Kaiserreich kauft oder sollte man eher zB zu Wiener Philharmonikern (die ja Anlagegold sind) greifen? Oder sind überhaupt Goldbarren die beste Lösung?

Preislich kann es ja keinen Unterschied geben, Gold ist ja Gold, oder sind Barren billiger als Münzen?

Gruß
Christian
Wagner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 20:55   #24 (permalink)
 
Werdet ihr auch an Gold festhalten, wenn die Preise deutlich fallen? Oder gibt es für den Goldpreis nur eine Richtung?
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-08-2004, 21:09   #25 (permalink)
 
Werdet ihr auch an Gold festhalten, wenn die Preise deutlich fallen? Oder gibt es für den Goldpreis nur eine Richtung?
eigentlich auf lange Sicht gesehen... nur eine Richtung!

Stell dir einfach mal vor.. jeder Chinese hat in 30 Jahren ein Goldkettchen
Seagram ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 11:05 Uhr.