13-08-2004, 14:28
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#2 (permalink)
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Hallo Zuckerschnute,
Um 1760
(in der Porzellanmanufaktur Hoechst)
Monatseinkommen eines Direktors 33 1/3 Gulden
Kontrolleurs 16 2/3 Gulden
Blumenmalers 30-35 Gulden
Farbenherstellers 20 Gulden
Lehrjungen 5 Gulden
Tagelöhners 8 Gulden
So, und das hat man dafür bekommen :
1 Herrschaftsmahlzeit 36-48 Kreuzer
1 Dienermahlzeit 12 Kreuzer
1 Wochenmiete in einer guten Herberge 45 Kreuzer
1 Tages-Stallmiete für ein Pferd 1 Kreuzer
1 Tagesmiete für eine Kutsche 4 1/2 Gulden
Holztransport aus dem Wald in die Stadt 2 Gulden
Dem Ganzen legen wir jetzt den Umrechnungskurs der rheinischen
Goldwährung aus dem 16 Jhrd zu Grunde ( 1 Gulden = 20 Schillinge + Information 1 Schilling 2 Sechser, + 1 Gulden = Sechzig Kreuzer ),
Daraus ergibt sich die Umrechnung = 1 Gulden = 40 Sechslinge
1 Kreuzer= 1,5 Sechslinge
Also musste man zahlen :
1 Herrschaftsmahlzeit 54-72 Sechslinge
1 Dienermahlzeit 18 Sechslinge
1 Wochenmiete in einer guten Herberge 67 1/2 Sechslinge
1 Tages-Stallmiete für ein Pferd 1,5 Sechslinge
1 Tagesmiete für eine Kutsche 180 Sechslinge
Holztransport aus dem Wald in die Stadt 80 Sechslinge
Ausserdem gab es in verschiedenen Städte Tore,
an denen an Wegzoll von einem Sechsling gezahlt werden musste, um die Strecke passieren zu dürfen.
Wer einen Brandstifter anzeigt hat, erhielt eine Belohnung von 75 Gulden,
also 3000 Sechslinge.
Diese Preise sind etwas ungenau, da ich noch keinen Umrechnungs-
wert aus dem 17 Jhrd gefunden habe.
Schilling kommt von den altrömischen Währungseinheiten
Solidus oder Siliqua oder vom althochdeutschen
scellan (klingen) bzw vom gotischen scildus ( Schild ).
Geprägt wurde zu dieser Zeit mit dem sogenannten "Balancier",
der auf den Bildern abgebildet ist.
Auf gar keinen Fall Putzen oder säubern.
Das würde den Charakter dieser alten Münze vernichten.
Geändert von Don_Carleone (13-08-2004 um 18:08 Uhr)
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