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| Allgemeines Hier können Sie Ihre Fragen rund ums Münzensammeln stellen (die nicht durch untenstehende Kategorien abgedeckt werden !!!) |
27-08-2004, 20:16
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#2 (permalink)
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Siehe Bibel Matthäus (Kapitel 17, Vers 27)
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Auf daß aber wir sie nicht ärgern, so gehe hin an das Meer und wirf die Angel, und den ersten Fisch, der herauffährt, den nimm; und wenn du seinen Mund auftust, wirst du einen Stater finden; den nimm und gib für mich und dich.
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In biblischen Landen gab es einen Fisch, Musht genannt. Dieser Fisch wird ca. 15-18 cm lang, hat einen großen Kopf und eine Art Tasche unter seinem Maul. Der Musht nimmt Geldstücke und andere im Wasser blinkende Gegenstände auf und führt sie in dieser Tasche dann mit sich. Diese Fische sind nur schwer zu fangen und sind sehr selten, einige Fischer wurden reich durch den Fang eines Musht. Andere Fischer haben niemals einen gefangen. Münzen wurden oftmals zu Zeiten des Gebets in Gewässer geworfen, die Leute für heilig hielten. Der Musht nahm dann unter Umständen eine solche Münze vom Boden des Gewässers auf.
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27-08-2004, 20:38
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#4 (permalink)
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Ich vermute, dass irgendwo getrockneter Fisch als Währung verwendet wurde.
Ob sich bei diesem eine wertsteigernde Patina ausbildet, müsste man
testen, wer versuchts?
Gruss,
jeggy
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27-08-2004, 22:36
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#7 (permalink)
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Hallo Huehnerbla
Das Geld konnte man direkt angeln.
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Danke für die Geschichte über den Musht. Interessant!
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Keine Ursache.
Direkt angeln konnte man z.B. die Pfund-Fälschungen im Toplitzsee.
Oder sind bei der Frage eher vormünzliche Zahlungsmittel gemeint ?
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27-08-2004, 22:41
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#8 (permalink)
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Muscheln oder Schnecken ?
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Es wird wärmer
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Oder sind bei der Frage eher vormünzliche Zahlungsmittel gemeint ?
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und wärmer!
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27-08-2004, 23:00
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#9 (permalink)
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Es wird wärmer 
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In Island waren im 15 Jahrhundert getrocknete Fische übliches Zahlungsmittel.
Preisliste von 1420:
Lederschuhe (pro Paar): 4 Fische
Wein (pro Fass): 100 Fische
Butter (pro Fass): 120 Fische
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27-08-2004, 23:23
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#10 (permalink)
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Zwei Lösungsvorschläge
Lösung 1: Kauri-Muscheln in Afrika und in der Südsee.
Dazu folgender Text (Auszug entliehen aus www.gelon.de)
...
In Westafrika rechneten die Menschen über Jahrhunderte hinweg mit Kauri-Muscheln, die eigentlich Schnecken waren und unter der Bezeichnung "Diwarra" und "Tambu" noch heute in der Südsee Zahlungsmittel sind. Diese Muscheln waren in Südafrika als Zahlungsmittel anerkannt, weil sie selten waren und infolge dessen natürlich als wertvoll betrachtet wurden. Der Hamburger Reeder Adolph Jacob Hertz wollte sich Mitte des 19. Jahrhunderts dieses einfach strukturierte Tauschsystem zunutze machen: Der findige Kaufmann kaufte an der ostafrikanischen Küste Kauri-Muscheln zu günstigen Konditionen ein und tauschte diese an der westafrikanischen Küste zum achtfachen des Einkaufspreises. Ein satter Profit also - doch nicht von allzu langer Dauer. Denn nachdem auch andere Händler diese Form der Geldvermehrung für sich entdeckt hatten, wurde die Westküste Afrikas alsbald mit Kauri-Muscheln überschwemmt. Über 700.000 Säcke (!) mit Muschelgeld sollen fremde Kaufleute seinerzeit nach Westafrika gebracht haben - mit der Folge, dass es eines Tages zu viele Kauri-Muscheln gab. Diese wurden nicht mehr als wertvoll betrachtet, nirgends konnte man sie mehr eintauschen - das westafrikanische Währungssystem brach kurzerhand zusammen. Heute würde man ein solches Ereignis Inflation nennen...
Lösung 2: Tabua auf den Fidschi-Inseln
Zum anderen übernahmen auf den Fidschi-Inseln die Zähne des Pottwals (genannt Tabua) im Groben die Fuktion des heutigen Geldes, sie waren allerdings mehr Prestige-Objekt und ein wertvolles Geschenk denn ein Zahlungsmittel, was allerdings daran lag, dass es so etwas wie ein Zahlungsmittel überhaupt nicht gab.
Dazu zwei Bilder (auch an allen möglichen Stellen des Internet zusammengesammelt)

Tabua
Coin Set der Fiji-Inseln - Auf der 20 cent-Münze ist die/das Tabua abgebildet.
(Frage am Rande: Kümmert sich einer der Weltmünzsammler um Fiji/Fidschi? Sehen doch gar nicht so schlecht aus, die Dinger...)
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27-08-2004, 23:25
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#11 (permalink)
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Das hier?
...
gruß,
Sebas
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Schöne Geschichte, hat aber einen Haken. Gefundenes Bargeld geht an den Staat, nicht an den Finder.
Grund: Es wäre die legalste und einfachste Möglichkeit der Geldwäsche.
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28-08-2004, 00:21
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#13 (permalink)
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Tjo... was mir da so auf Anhieb einfällt sind die alten chinesischen Münzen.
Ich habe leider keine Bilder, weil sowas nur selten angeboten wird. Aber vielleicht wisst ihr ja, was ich meine.
GANZ GANZ GANZ füher... so irgendwo um 700 v.Chr. gab es dort auch Muschgeld. Eigentlich logisch. Naturalien waren ja bekanntlich früher ein Zeichen für Wohlstand und galten als Tauschobjekt, sprich Geld. (Eigentlich unvorstellbar in der Zeit der Plastikkarten, gelle??  )
Etwas später gab es aber dort das Fischgeld. Aber nein, kein echter Fisch. 
Die waren, glaube ich, aus Bronze. Also nicht direkt zum angeln, aber passt zu den bisherigen Geschichten.
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28-08-2004, 06:17
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#15 (permalink)
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Ich brösele die Sache mal auf:
Die Kauri-Schnecken werden mit belaubten Ästen geangelt. Die Äste mussten lediglich ins Wasser gehalten werden. ( Achtung! Deutsche Gewässer ungeeignet.  )
Die Verbreitung des Kauri-Geldes war schon sensationell, Afrika, Asien und Ozeanien.
Auch große Summen wurden Stück für Stück abgezählt, ein angestellter Zähler konnte 250-300.000 Stück am Tag schaffen.
Ja, die Gier der Europäer hat wohl die erste "Weltwährung" zunichte gemacht.
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28-08-2004, 21:46
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#16 (permalink)
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Schöne Geschichte, hat aber einen Haken. Gefundenes Bargeld geht an den Staat, nicht an den Finder.
Grund: Es wäre die legalste und einfachste Möglichkeit der Geldwäsche.
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Seit wann das denn? Vor ca. 20 Jahren hab ich mal einen einzelnen 100er gefunden, mitten auf einer Brücke in Bamberg. Das erschien mir zum Behalten doch etwas viel, also hin zur Polizei und abgegeben.
Längst vergessen, aber nach einem Jahr bekam ich einen Scheck über 97,xxDM (Verwaltungsgebühr oder sowas abgezogen).
Ist das heute anders?
Viele Grüsse
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29-08-2004, 19:52
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#17 (permalink)
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Hach... jetzt habe ich endlich wieder die Seite gefunden:
Primitivgeld
(unter Asien -> Tiergeld stehen sie dann. Unter Afrika -> Tiergeld findet man sie auch, aber ich meinte die chinesischen  )
Viel Spaß beim lesen.
Geändert von Janek.Schumann (29-08-2004 um 20:01 Uhr)
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