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Alt 06-10-2004, 18:03   #1 (permalink)
 
Medaillen- und Gedenkprägungen

Hallo. Wie sieht es gesetzlich aus für Medaillen- und Gedenkprägungen: Wie bzw. müssen sie sich überhaupt von "normalen" Umlaufmünzen und Gedenkmünzen unterscheiden? Dürfen, mal angenommen die Deutsche Mark gäbe es noch, Medaillen als Nominale zB 50 Pfennig haben?

Was wäre sonst ein Grund dass es zB eine 1 Mark Kaiserreich Münze mit dem Nominale 1 Mark, den normalen Bild- und Kopfseiten, reelles Ausgabejahr, die Münze aber nicht silbern sondern ein anderes Metall hat, als dass es eine Medaille ist, oder?

Gruß
Christian
Wagner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-10-2004, 18:11   #2 (permalink)
 
Auf einer Medaille darf selbstverständlich kein Nominal stehen.

Gültiges Umlaufgeld zu fälschen oder nachzuprägen ist eine Straftat. Nicht mehr gültige Zahlungsmittel nachzuprägen ist ein Ordnungswidrigkeit.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-10-2004, 18:51   #3 (permalink)
 
Es gab ja sogar Probleme mit Spass-Geldscheinen, wie z.B. '300 Euro Schein' o.ä.
malte71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-10-2004, 18:54   #4 (permalink)
 
Gültiges Umlaufgeld zu fälschen oder nachzuprägen ist eine Straftat. Nicht mehr gültige Zahlungsmittel nachzuprägen ist ein Ordnungswidrigkeit.
Somit bleibt eigentlich nur mehr übrig, dass es sich um eine Probeprägung handelt, da wie normale Münze nur anderes Metall, oder?

Gruß
Christian
Wagner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-10-2004, 19:14   #5 (permalink)
 
Was hast du denn genau für eine Münze? Stell doch mal ein Bild ein.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-10-2004, 19:35   #6 (permalink)
 
Smile

Hallo. Es handelt sich um eine 20 Lire San Marino 1933 die mir meine Freundin ersteigert hat. Der Verkäufer vermutete auch, dass es sich eventuell um eine Probeprägung oder so handeln könnte bzw. dass es mal ein Schmuckstück ähnlich einer Brosche gewesen sein könnte.



Das klang irgendwie interessant, deshalb hat mir auch meine Freundin die Münze ersteigert

Die Münze ist nicht silber sondern ein anderes Metall oder aus Blech, aber es steht eine reele Jahreszahl drauf, Ausgabeland San Marino, 20 Lire, Abbildung auch laut Schön-Katalog, nur das Zeichen der Prägeanstalt (R für Rom) und der Perlkreis zum Rand hin fehlen.

Ich find die "Münze" sehr schön jedoch würde mich jetzt auch interessieren ob es eine Probeprägung oder eine Medaille ist (was auch nicht schlimm wäre

Gruß
Christian



Edit: Hier ein Bild einer anderen 20 Lire Münze 1933 (Münze in ST) zum Vergleich; (NICHT meine!)


Geändert von Wagner (06-10-2004 um 19:50 Uhr)
Wagner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-10-2004, 19:44   #7 (permalink)
 
@Wagner:
Glückwunsch, mein KM sagt dazu unter Provas San Marino:

Pr9 1933 20 Lire KM#11 USD 200

und die KM#11 ist die abgebildete Münze.

Bei Münzen mit Prägestättenkennzeichnung R steht das dabei, und hier fehlt die Angabe, also ein Hinweis, das Du wirklich eine der Proben hast. Auflage steht nicht dabei
mifrjoar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-10-2004, 19:53   #8 (permalink)
 
@Wagner:
Glückwunsch, mein KM sagt dazu unter Provas San Marino:

Pr9 1933 20 Lire KM#11 USD 200

und die KM#11 ist die abgebildete Münze.

Bei Münzen mit Prägestättenkennzeichnung R steht das dabei, und hier fehlt die Angabe, also ein Hinweis, das Du wirklich eine der Proben hast. Auflage steht nicht dabei
Also ist es doch eine Probe? Wie ist es dann möglich, dass das R für die Prägestätte fehlt, sowie die beiden Namen unter den Federn auf der Burgmauer auch nicht angegeben sind? Werden Probeprägungen nicht mit dem originalen, später verwendeten Prägestempel geprägt? Wird da dann nach dem Probeprägen eine neuer Stempel geschnitten (das würde ja Unmengen an Geld kosten)?

Gruß
Christian
Wagner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-10-2004, 20:05   #9 (permalink)
 
Also ist es doch eine Probe? Wie ist es dann möglich, dass das R für die Prägestätte fehlt, sowie die beiden Namen unter den Federn auf der Burgmauer auch nicht angegeben sind? Werden Probeprägungen nicht mit dem originalen, später verwendeten Prägestempel geprägt? Wird da dann nach dem Probeprägen eine neuer Stempel geschnitten (das würde ja Unmengen an Geld kosten)?

Gruß
Christian
Eine Probe ist es meiner Meinung nach ohne Zweifel.
Die fehlenden Merkmale lassen doch darauf schließen, das der Probenzweck erfüllt wurde. Die probe hat nicht gefallen, die Arbeit (Stempel schneiden) musste geändert werden. Bis der Entwurf gefällt.
Ja, sowas kostet Geld. Ist aber normal, wenn man keine fehlerhaften Münzen produzieren möchte. Man arbeitet aber bei Massenmünzen (Umlaufgeld) ja mit einer Urpatritze, von der dann (fast) beliebig viele Stempel kopiert werden können.
mifrjoar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-10-2004, 20:12   #10 (permalink)
 
Ok, klingt plausibel

Danke für die Informationen bzw. Hilfe.

Gruß
Christian
Wagner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-10-2004, 21:32   #11 (permalink)
 
Hallo Christian,

die Medaille/Probe ist sicherlich in einer Brosche gewesen. Wenn ich mir das Bild mit dem "Typen" anschaue, dann sieht man bei 12, 4 und 8 Uhr typische Broschierspuren. Das müßte man dann beim Wert berücksichtigen, falls es wirklich eine Probe sein sollte.

Gruß

Michael
namibia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07-10-2004, 08:41   #12 (permalink)
 
Hallo Christian,

die Medaille/Probe ist sicherlich in einer Brosche gewesen. Wenn ich mir das Bild mit dem "Typen" anschaue, dann sieht man bei 12, 4 und 8 Uhr typische Broschierspuren. Das müßte man dann beim Wert berücksichtigen, falls es wirklich eine Probe sein sollte.

Gruß

Michael
Hallo, ja, leider war das Stück mal ein "Schmuckstück" (Brosche oder ähnliches). Wenn man den Rand betrachtet, sieht man auch, dass daran leicht geschliffen wurde.

Gruß
Christian
Wagner ist offline   Mit Zitat antworten