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Alt 24-05-2005, 12:19   #1 (permalink)
 
Der Goldpreis fällt und fällt ...

In den letzten Wochen geht's scheinbar immer mehr bergab mit dem Goldpreis oder täusche ich mich da? Was sagen die Experten hier dazu, die immer zum Gold raten?
hcy.de ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-05-2005, 12:28   #2 (permalink)
 
In den letzten Wochen geht's scheinbar immer mehr bergab mit dem Goldpreis oder täusche ich mich da? Was sagen die Experten hier dazu, die immer zum Gold raten?
Schau mal auf den Euro-Preis, ich habe diesen in dem anderen Thread kürzlich schon gepostet:
http://www.emuenzen.de/forum/showpos...&postcount=183

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 09:00   #3 (permalink)
 
Also wenn ich zum Beispiel mal unter www.onvista.de auf Gold klicke und mir dann den 10-Jahres-Chart ansehe, dann würde ich bei ganz unbedarfter Sichtweise meinen, dass der Goldpreis eher gerade einen Höhenflug hat. Als Geldanlage kommt Gold daher für mich derzeit nicht in Frage.
Wildwechsel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 09:10   #4 (permalink)
 
[IMG]http://www.kitcone*****m/charts/metals/gold/2a-euro-us-5y-Large.gif[/IMG]
Sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 09:40   #5 (permalink)
 
Also wenn ich zum Beispiel mal unter www.onvista.de auf Gold klicke und mir dann den 10-Jahres-Chart ansehe, dann würde ich bei ganz unbedarfter Sichtweise meinen, dass der Goldpreis eher gerade einen Höhenflug hat. Als Geldanlage kommt Gold daher für mich derzeit nicht in Frage.
Höhenflug würde ich das nicht gerade nennen, zumindest nicht in €. Da der $ gegenüber dem € in den letzten Monaten sehr stark gefallen ist, frisiert das den entsprechenden $-Gold-Chart nach oben. Vergleiche kannst Du ja sehr schön an Sonja´s Chart erkennen.
Tisc1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 10:05   #6 (permalink)
 
Für mich spielt es überhaupt keine Rolle, ob Gold derzeit ein paar Dollar/Euro mehr oder weniger kostet - für mich ist es vielmehr DAS Werterhaltungsmittel überhaupt.
Außerdem ist Gold die weltweit einzige Währung, die sämtliche Währungs- oder Wirtschaftskrisen, Kriege oder sonstige Ereignisse überstanden hat, ohne groß an Wert zu verlieren.
Das war schon vor 5000 Jahren so und wird auch in Zukunft so sein.
Ich kann jedem nur raten, ein paar Unzen sicher zu Hause aufzubewahren und nicht groß darüber zu reden.
Als Spekulationsobjekt sind andere Dinge besser geeignet.
joham ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 10:11   #7 (permalink)
 
...dann werde ich mal meine ca. 1 Kg Katzengold (Pyrit) auf dem Flohmarkt verscherbeln und ein paar Gramm 999,99er echtes Gold in Mein Kopfkissen einnähen...
Ist eine gute Anlage-Möglichkeit mit dem Gold !!!
Rollenmops ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 13:01   #8 (permalink)
 
...
Als Spekulationsobjekt sind andere Dinge besser geeignet.
Und als Investitionsobjekt.
Dwimbor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 13:10   #9 (permalink)
 
Und als Investitionsobjekt.
Ja, mit der Einschränkung: unter den meisten Voraussetzungen. Es gibt Situationen (wie vielfach in der Geschichte passiert), für die gibt es kein besseres Wertmittel als Gold. Das ist nun mal nicht zu widerlegen, so sehr manche - vor allem Banker - das auch gerne möchten...

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 13:20   #10 (permalink)
 
Ja, mit der Einschränkung: unter den meisten Voraussetzungen. Es gibt Situationen (wie vielfach in der Geschichte passiert), für die gibt es kein besseres Wertmittel als Gold. Das ist nun mal nicht zu widerlegen, so sehr manche - vor allem Banker - das auch gerne möchten...

Gruss,
jeggy
Das mag sein, aber eine Investition soll ja gerade nicht nur als Werterhaltung dienen, sondern Erträge abwerfen. Das ist beim Gold phasenweise der Fall, so dass Spekulationen möglich sind.
Dwimbor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 13:49   #11 (permalink)
 
Ja, mit der Einschränkung: unter den meisten Voraussetzungen. Es gibt Situationen (wie vielfach in der Geschichte passiert), für die gibt es kein besseres Wertmittel als Gold. Das ist nun mal nicht zu widerlegen, so sehr manche - vor allem Banker - das auch gerne möchten...
Gruss,
jeggy
Genau.
Wie wäre es mit Anlage in Zigaretten oder Kaffee ? Dafür soll man im tausch nach dem letzten Krieg alles bekommen haben.
Oder aber mit Schweinen. Aber da braucht man so einen großen Stall.

Geändert von hegele (25-05-2005 um 14:11 Uhr)
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 13:52   #12 (permalink)
 
Genau.
Wie wäre es mit Anlage in Zigaretten oder Kaffee ? Dafür soll man im tausch nach dem letzten Krieg alles bekommen haben.
Oder aber mit Schweinen. Aber da braucht man so einen großen Stall.
Eben. Und Zigaretten werden ungeniessbar und Kaffee "verdunstet" oder schimmelt.

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 16:56   #13 (permalink)
 
Ob man in Gold investiert oder nicht, muss natürlich jeder selbst entscheiden.
Ich nenne mal ein paar Argumente:


Pro:

- Gold ist schon seit jahrtausenden wertstabil
- Gold ist weltweit aktzeptiert bzw. eintauschbar
- Gold ist anonym
- Die technische Analyse ist positiv
- Die politischen und wirtscahftlichen Rahmenbedingungen stehen momentan auch eher pro Gold
- Gold kennt keine Inflation
- Der Goldpreis ist durch Eingriffe der Notenbanken auf einen (zu) niedrigen Niveau


Kontra:

- Gold wirft keine Zinsen ab

Geändert von LordExcalibur (25-05-2005 um 17:02 Uhr)
LordExcalibur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 17:03   #14 (permalink)
 
Kontra:

- Gold wirft keine Zinsen ab
- Gold zieht magisch Diebe an
- Gold zieht magisch Frauen an
- Durch das Glänzen kann das Auge leiden
- Man braucht einen großen Tresor, wenn es sich lohnen soll.
- wenn man fliehen muss, kann man es nicht mitnehmen (es sei denn, man wirft es weg, dann kann man schneller rennen).

Geändert von hegele (25-05-2005 um 18:45 Uhr)
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 17:07   #15 (permalink)
 
- Gold zieht magisch Diebe an
- Gold zieht magisch Frauen an
- Durch das Glänzen kann das Auge leiden
- Man braucht einen großen Tresor, wenn es sich lohnen soll.
- wenn man fliehen muss, kann man es nicht mitnehmen (es sei denn, man wirft es weg, dann kann man schneller rennen).
Da ist sicherlich was dran, wobei auch ein kleiner Tresor voll Gold schon ausreichend ist. Schonmal gesehen wie klein ein Kilobarren ist?
LordExcalibur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 17:07   #16 (permalink)
 
Kontra: Von vielen Staaten wird heute noch Gold in Massen gehortet, da die Verantwortlichen die gleichen Gedanken haben, wie Du.
Wenn dieses Gold auf den Markt geworfen würde (Eichel dachte schon darüber nach), kann der einzigste wirklich große Verbraucher -> die Schmuckindustrie das alles nicht aufnehmen und der Wert fällt ins Bodenlose.
(Ich hätte doch gerne was davon ab)
diwidat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 17:10   #17 (permalink)
 
...Wenn dieses Gold auf den Markt geworfen würde (Eichel dachte schon darüber nach), ...
Was heißt "dachte"?! Schließlich gibt es seit 2001 in Deutschland wieder Goldmünzen.
Lolo! ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 17:11   #18 (permalink)
 
Kontra: Von vielen Staaten wird heute noch Gold in Massen gehortet, da die Verantwortlichen die gleichen Gedanken haben, wie Du.
Wenn dieses Gold auf den Markt geworfen würde (Eichel dachte schon darüber nach), kann der einzigste wirklich große Verbraucher -> die Schmuckindustrie das alles nicht aufnehmen und der Wert fällt ins Bodenlose.
(Ich hätte doch gerne was davon ab)
Dann antworte ich mal mit einer Gegenfrage:

Warum sollten die Staaten das Gold alles verkaufen?

Eichel hat übrigens keine Befugnis "unser" Gold zu verkaufen, das liegt einzig und allein in den Händen der BuBa.

Was heißt "dachte"?! Schließlich gibt es seit 2001 in Deutschland wieder Goldmünzen.
Das sind Peanuts.

Geändert von LordExcalibur (25-05-2005 um 17:16 Uhr)
LordExcalibur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 17:27   #19 (permalink)
 
Eichels Gold

Hi an alle...

@Lolo: Ich denke diwidat meinte die politische Diskussion große Teile der Goldreserven der Bundesbank zu verkaufen um damit irgendwelche Haushaltslöcher zu stopfen. Die paar Goldmünzen sind da wohl eher homöopathischer Natur...

@Hegele: Gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Deine Einwände nicht ganz ernst gemeint sind...

@Alle: Man sollte bedenken, dass schon seit Jahrhunderten Gold als BEIMISCHUNG zu einer ausgewogenen Geldanlage (zur Risikodiversifikation) gilt. Dabei sollte es (meiner Meinung nach) auch bleiben. Jeder muss für sich selber entscheiden, wie groß er das Risiko eines großen Chrash's einschätzt... oder wie große Hoffnungen er auf einen neuerlichen Aktien/Wertpapierboom hat.

Ich persönlich versuche zur Zeit ca. 15% meiner Anlagen in Edelmetallen (halte auch Silber für nicht uninteressant) anzulegen. Aber das ist natürlich ein rein subjektiver Wert. Ich halte das Risiko eines großen Crash's zwar auch für relativ unwahrscheinlich, aber nicht völlig unmöglich, daher habe ich diesen Wert auch in den letzten drei Jahren um 5% angehoben.

Es gibt bei der Frage der Goldanlage eine große Zahl an Untergangspropheten, deren Meinung ich für völlig überzogen halte, auch wenn ich manche Argumente für nicht "von der Hand weisbar" halte.

Also... jeder ist (und bleibt) seines Glückes (und Depots) Schmied...

Das natürlich jeder Banker lieber seine Aktienfonds etc. verkauft ist auch vollkommen klar. Schließlich versucht der Bäcker mir ja auch sein Brot zu verkaufen... wovon sollte er schließlich sonst leben...

Viele Grüße aus dem Münsterland,

Marco123456
marco123456 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 18:38   #20 (permalink)
 
Es gibt ein schönes Sprichwort:
Put 10 cents from every Dollar aside, and hope it doesn't work

Sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2005, 18:44   #21 (permalink)
 
........... Schonmal gesehen wie klein ein Kilobarren ist?
Ja, schon, aber bei vielen ist der kleine ja schon mit MÜnzen voll.

Geändert von hegele (25-05-2005 um 18:46 Uhr)
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26-05-2005, 13:23   #22 (permalink)
 
diwidat

Du machst einen entscheidenen Fehler in deiner Argumentation.
Man darf und kann das Gold der Zentralbanken nicht als einheitliche Menge nehmen. Niemals werden alle Staaten der Welt gleichzeitig als Goldverkäufer oder alle Staaten gleichzeitig als Goldkäufer auftreten. Während die westlichen Zentralbanken (außer die USA) gerade ihr Gold zu Billigpreisen verschleudern und somit die letzte echte Reserve die sie noch haben aufgeben, treten die asiatischen und muslimischen Staaten als Käufer auf.

Der Preis für Gold kann niemals ins bodenlose fallen.
Sobald der Goldpreis auf unter 190 Dollar fiele, könnten 90% der weltweiten Goldminen nicht mehr rentabel arbeiten und müßten ihre Produktion sofort einstellen. Das Gold der Zentralbanken ( welches sie zum Teil schon verliehen haben und gar nicht mehr wirklich besitzen ) würde nicht lange reichen um die dann gestiegene Nachfrage und die nicht mehr vorhandene Produktion auszugleichen.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26-05-2005, 13:26   #23 (permalink)
 
Sobald der Goldpreis erheblich sinkt, träte die Industrie ( gerade die Computer und Elektroindustrie ) auf den Plan und würde verstärkt Gold ( wegen der guten Leitfähigkeit usw.) einsetzen und somit auch nachfragen.
Das würde einen weiteren Nachfrageboom auslösen und die Preise wieder anziehen lassen.

Gold kann niemals nichts wert sein.
Papier hingegen kann das schon.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26-05-2005, 13:29   #24 (permalink)
 
Unser heutiges Geld ist ein von Politikern erschaffenes Kunstgeld welches von Politikern beliebig vermehrt werden kann. Kein Wunder das sie das auch tuen.

In dem 50 jährigen Bestehen der Mark hat die "stabilste Währung der Welt" 95% ihrer Kaufkraft verloren ( Quelle: Statistisches Bundesamt ).

Schön das immer noch so viele Menschen nur ihren Papierwerten vertrauen.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26-05-2005, 14:16   #25 (permalink)
 
1. Während die westlichen Zentralbanken (außer die USA) gerade ihr Gold zu Billigpreisen verschleudern und somit die letzte echte Reserve die sie noch haben aufgeben, treten die asiatischen und muslimischen Staaten als Käufer auf.

2. Der Preis für Gold kann niemals ins bodenlose fallen.
1.) Das Problem des Goldabflusses in den Orient hat es schon zu Zeiten der Lateinischen Währungsunion gegeben, die eine gleichwertige Doppelwährung aus Gold und Silber hatte. Das Gold und das Silber war über eine festgelegte Parität aneinander gekuppelt.
Bei Importkäufen aus dem Orient musste immer mit Gold bezahlt werden, was die Bestände stark schrumpfen ließ.
Exporte wurden dafür immer mit Silber bezahlt.

2.) unter Bodenlos meinte ich nicht "Boden los", sondern Preise im Bereich der Gestehungskosten.
Auch beobachtet man immer wieder, wenn der Preis fällt, strömt mehr metallisches Gold auf den Markt. Die Leute kaufen immer dann, wenn der Preis steigt.
diwidat ist offline   Mit Zitat antworten
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