Hab mal meine alte 4-fach Lupe ausgekramt, und es sind nur noch gewöhnliche Umlaufspuren ersichtlich. Die Kratzer sieht man wirklich erst ab 10-20-facher Vergrößerung.
Deshalb würde ich mich euch beiden nun auch anschließen, was die Herkunft der Kratzer betrifft.
@bionicdragon
Hi,
in den Preislisten von Franquinet sind auf der letzten Seite die Erhaltungen recht schlüssig erklärt. Dabei wird einem aber auch klar, daß es sehr fließende Übergänge gibt. Jeggy hats hier eigentlich in diesem Thread recht einleuchtend dargestellt. Vz ist dabei eine Erhaltung, die eigentlich schon sehr gut ist...das Stück war nur kurz im Umlauf und hat sehr geringe Umlaufspuren, wie der Name eben schon sagt...vorzüglich. Alles was sich längere Zeit im Geldbeutel aufgehalten hat ist dann sicher ss. Die einzelnen Abstufungen dazwischen sind auszumachen, wenn man mehrere Stücke der angenommen in etwa gleichen Erhaltung nebeneinanderlegt.
Das ist ne prima Methode, probiers mal, nimm Dir 5 Eineurostücke aus dem Geldbeutel...nehmen wir an alle sind ss...und jetzt differenziere...von ss, bis ss/vz oder sogar bei sehr guten Stücken vz. Da liegen nach Franquinets Erhaltungsskala 5!! Stufen dazwischen. Man braucht also schon ne gewisse Zeit um Gefühl für das Ganze zu bekommen, aber das klappt schon nach ner Weile. Eine Münze auf einem Foto ist schwierig zu bewerten, grad weil sie ja auch vergößert dargestellt ist.
Aber es ist keine Hexerei und zu lernen ist alles, ich versuch täglich zu lernen....das Forum ist schon ein guter Platz dazu, auch wenns manchmal etwas schroffe Auskünfte gibt...oder gar keine. ;-)
Grüsse
..macht sonst niemand mit?....bzw. gibts ne Auflösung?
...sollte Jeggys Einschätzung richtig sein, dann weiß ich wo meine Fehler liegen....ich bin mir aber nicht sicher ob er das Maß der Dinge ist, oder ob er etwas zu kritisch gradet.
....ich wollte erst bei Münze zwei bis vier einen viertel Punkt schwächer ansetzen, also ss-vz, vz+ und bankfrisch,aber man muß die Vergrößerung im Auge behalten.
Also, keiner bereit mit zu tippen ;-)
...ich finde die Geschichte interessant, mit diesen guten Fotos kann man sich schon rantasten.
Ich bin ganz bestimmt nicht das Mass aller Dinge, wie kommst du auf sowas?
Beim Einschätzen von Kupfernickel oder gar Nickel tu ich mich immer etwas schwer. Ich würde die Münzen eben so für mich so einschätzen...
...wie ich auf so was komme?....ganz einfach, weils sonst keine Antworten zu der Frage gab....vielleicht fürchten die Jungs sich alle vor Deinem vernichtenden Urteil ;-)
ich für mich, mach sowas gerne, weil ich eben üben kann, ich laß mich auch gerne verbessern, wenns sein muß....ich würde da auch gerne Meinungen und Begründungen hören, aber es tut sich nix.
Ich schätz Dich schon so ein, daß Du bei einer Erhaltungsfrage systematisch und analytisch vorgehst und auch versiert bist. Ich weiß eben nur nicht wie andere das sehen ob ihre Maßstäbe ähnlich sind...vielleicht sagt ja Siepie nochmal was dazu.
Grüsse
P.S. ..nicht das Maß ALLER Dinge....sondern das Maß DER Dinge ;-)
D - Keine Randfehler, das finde ich schon mal wichtig. Überall kleinere Kerben vom Umlauf. Sehr wenig bis gar kein Abrieb und auf dem Foto sieht es über dem Kopf des Adlers so aus, als sei noch viel vom Prägeglanz erhalten.
Stören tut nur der Dreck, aber der ist leicht zu entfernen. In sauberem Zustand würde ich sagen: ss - vz
F - Dellen am Rand. Überall kleinere Kerben vom Umlauf. Viel Abrieb auf dem Adler, sowie an den Grannen und den Trauben. Die Münze ist schön sauber, aber sowohl Adler als auch die Umschrift scheinen stark zu glänzen, was auf eine geputzte Münze hindeutet. Dehalb nur: ss
Bei starkem "Katzenglanz" sogar nur ss-
G - Viele kleine Kerben und Dellen am Rand. Alles an dieser Münze wirkt merkwürdig unscharf, als seien manche Konturen doppelt vorhanden. Besonders deutlich zu sehen am Auge und den Füßen des Adlers, sowie an manchen der Buchstaben. Das CHL von Deutschland, sowie die Jahreszahl auf der anderen Seite sehen schon komisch aus.
Eine Bewertung fällt mir sehr schwer, entweder ist es eine sehr schlechte Prägung, oder das Foto ist so schlecht oder gar manipuliert.
Unter Vorbehalt: vz-
J - Die schönste von den Vieren. Fast Makelloser Rand. Schöne scharfe Prägung. Nur einige wenige Kerben aber 2 ärgerliche lange Schrammen auf dem Adler bis zum Rand hin. Kaum Dreck.
Also: vz+ oder fast Bankfrisch.
....vielleicht fürchten die Jungs sich alle vor Deinem vernichtenden Urteil ;-)
Hehe, Jeggy bewertet immer sehr streng, aber das wusste ich ja schon. allerdings bei
fast unzirkuliert
für das G musste ich schmunzeln.
Ok, die beiden ersten sind ohne Zweifel nicht sehr gut, wobei ich die D-Münze etwas besser einstufe als die F-Münze (ss). Übrigens habe ich das F-Stück vor langer Zeit einmal von einem Forumsmitglied gekauft, als vz! Nun, man lernt dazu.
G - .... entweder ist es eine sehr schlechte Prägung, oder das Foto ist so schlecht oder gar manipuliert.
Unter Vorbehalt: vz-
Es hat mir sehr gefallen, dass Du "doppelt vorhandene Konturen" entdeckt hast, dass das Foto schlecht oder manipuliert sein soll kann ich definitiv ausschliessen. Ok, ich habe schon bessere gemacht.
Seht Euch die G-Münze nochmal an, ich habe das Foto in Originalgröße angehängt, denkt aber auch daran um wie viel kleiner die Münze im Original ist!
Ja, jetzt kann man noch mehr seltsame Dinge an dieser Münze erkennen.
Die Linien auf der Wertseite, waagerecht unter dem H und dem E, waagerecht von der unteren Ecke des K bis zum Rand und senkrecht zwischen dem R und dem K. Das war mir schon auf dem kleineren Bild aufgefallen, aber ich dachte an evt. Jpeg-Artefakte.
Dann der angefressen aussehende Perlenkranz auf beiden Seiten.
Die Plattgedrückten Weintrauben in der rechten Traube, 2 davon scheinen sogar eine Delle nach innen aufzuweisen.
Sehr deutlich jetzt die doppelten Konturen, merkwürdigerweise auf der rechten Hälfte der Münze sehr stark ausgeprägt, auf der linken Seite nur zu erahnen.
Ausnahme: die Füße des Adlers.
Ich bin sehr gespannt, wie so etwas zustande kommt, da habe ich nicht die geringste Idee was da passiert ist.
So gross scheinen mir die Stempelunterschiede nicht zu sein.
Was mir aufgefallen ist: Die linke Ähre berührt bei Namibias Stück eine Randperle, bei deinem Stück scheint mir das nicht der Fall zu sein...
Vielleicht wurde der bei Namibias Münze verwendete Stempel bereits öfter abgezogen, dann wachsen die Randperlen...
Udo, schau das du zum Treffen im November kommst. Dann können wir die Münzen 1 zu 1 vergleichen und das Ergebnis dann hier veröffentlichen. Jakob hat Recht, die linke Ähre reicht bis zu den Randperlen. Bei deinem Stück ist das nicht der Fall. Es muss sich da aber nicht um den gleichen Stempel handeln. Schließlich wurden von "G" 13.011.931 Stücke geprägt und sicherlich nicht alle mit dem gleichen Stempel.