Ich bin Sammler u.a. deutscher Münzen, komme aus NRW und bin seit heute neu hier im deutschen Münzenforum.
Da es mich momentan sehr interessiert, möchte ich gleich mal zu obigem Thema eine kleine Diskussion anstoßen.
Beim Stöbern im Sortiment diverser Händler habe ich gesehen, daß auch ab und an die Vorprodukte diverser Gepräge, also Rohlinge und Ronden, je nach Bearbeitungsgrad, angeboten werden.
Nun spiele ich mit dem Gedanken, mir jeweils einen kompletten Satz solcher Ronden zuzulegen. Sozusagen als Eingang zu einer gepflegten Sammlung ein Satz Münzen "blanko".
Da naturgemäß das Angebot recht knapp ist, bewegen sich auch die Preise weit ab vom späteren Nennwert. Im Vergleich zu den Preisen diverser Kleinstaat-Euros aber immer noch moderat.
Bei Ronden und Rohlingen z.B. des deutschen Kaiserreiches oder der Bundesdeutschen Mark habe ich durchaus Verständnis für die hohen Preise. Beim Euro jedoch fange ich an, mich leicht zu sträuben.
Wenn ich nicht falsch informiert bin, werden die Ronden von "zivilen" Firmen produziert und an die Prägeanstalten geliefert. Und es sind doch erst die Stempel einer staatlichen Prägestätte, welche aus einem wertlosen Metallplättchen ein offizielles Zahlungsmittel machen und dieses unter gesetzlichen Schutz stellen.
Also handelt es sich meiner Meinung nach, etwas übertrieben formuliert, doch nur um teuren Metall-Schrott!
Welcher Meinung seid Ihr? Besteht bei Euch Nachfrage? Muss man sowas haben, gehört sowas überhaupt in eine Sammlung, und zu welchem Preis?
Wie auch immer, ich bin bereit, die Marktüblichen "Schrottpreise" für einen Satz DM- und Euroronden zu zahlen, wenn es dann aber auch was länger dauert, bis ich alle komplett habe. Weil es mir Freude macht.
@Raphael: Nein, Verprägungen reizen mich gar nicht. Ja, als Beiwerk für eine Sammlung recht teuer. Aber wie gesagt: Im Vergleich zu den Summen die z.B. für einen Satz Vati oder Monaco hingeblättert werden müssen, geradezu erfrischend preiswert.
@michel008: Danke für das Angebot. Aber leider habe ich keinen deutschen Gold- 100er.
@mesodor39 & michel008: 10€-Münze? Wie sieht die denn aus? Hatte noch nie eine im Portemonnaie!;-)
Wenn ich nicht falsch informiert bin, werden die Ronden von "zivilen" Firmen produziert und an die Prägeanstalten geliefert. Und es sind doch erst die Stempel einer staatlichen Prägestätte, welche aus einem wertlosen Metallplättchen ein offizielles Zahlungsmittel machen und dieses unter gesetzlichen Schutz stellen.
Also handelt es sich meiner Meinung nach, etwas übertrieben formuliert, doch nur um teuren Metall-Schrott!
Da bist Du falsch informiert. Ronden werden wie fertiges Geld behandelt, sie sind also kein Schrott. Die Ronde hat schon alle Eigenschaften einer fertigen Münze, Gewicht, Magnetkern usw. Damit sind sie Automatenfähig und zum bezahlen geeignet. Ich weiß aus Gesprächen mit den Herstellern auf Messen, das dieser einer sehr strengen Kontrolle unterliegen und fast wie Prägeanstalten behandelt werden. Deshalb gibt es diese Ronden auch nicht im Überfluß und an jeder Ecke.
Da bist Du falsch informiert. Ronden werden wie fertiges Geld behandelt, sie sind also kein Schrott. Die Ronde hat schon alle Eigenschaften einer fertigen Münze, Gewicht, Magnetkern usw. Damit sind sie Automatenfähig und zum bezahlen geeignet. Ich weiß aus Gesprächen mit den Herstellern auf Messen, das dieser einer sehr strengen Kontrolle unterliegen und fast wie Prägeanstalten behandelt werden. Deshalb gibt es diese Ronden auch nicht im Überfluß und an jeder Ecke.
Das mag sein, ich weis von einem Automatenaufsteller, das eine Zeitlang massig 1€ Ronden in seinen Automaten zu finden waren.
Hallo,
ob man seiner Sammlung gewisse Vorprodukte von Münzen hinzufügt, muss - wie das nun mal so ist - jeder für sich entscheiden. Wichtig ist dabei die Vorstellung hinsichtlich des beabsichtigten Umfangs und Aussehens der Sammlung (Blick in die Geldbörse aber auch nicht ganz vergessen!). Die Erweiterung einer ansonsten ja recht "sterilen" Kursmünzensamlung durch Rohlinge, Ronden (mit und ohne Rändelung), Zainbleche usw. usw. belebt diese in gewisser Weise deutlich (nicht nur meine Einschätzung!). Aber wie geschrieben: (Fast) reine Geschmacksfrage !
Vor dem Erwerb dieser Produkte sollte man sich möglichst gut informieren und nicht gleich beim "erst besten" Händler das Geld lassen.
DM-Währung:
Bis auf die Gedenkmünzenronden und die Ronden zum Max Planck bzw. zum ehemaligen Silberfünfer (J 387) sind die Ronden nicht so selten wie es anfangs erscheinen mag. Sammler dieser Vorprodukte haben oft Dubletten, die m.E. dann in der Regel auch günstiger zu haben sind als Stücke beim Händler.
Generell:
Wann wird ein "Metallplättchen" zum offiziellen Zahlungsmittel ?
Die "Metallplättchen" - die Rohlinge - und deren gestauchte Form -die Ronden - werden von der Industrie für die Prägestätten hergestellt. Für Nominale ohne Rändelung waren / sind diese Ronden dann gebrauchsfertig für die Prägung. Eine für verschiedene Nominale vorgesehene Rändelung wurde / wird in einem separaten Arbeitsschritt vor dem Prägen in der Prägestätte auf die entsprechenden Ronden aufgerollt.
Gemäß Auskunft der Prägestätten werden Ronden ohne Rändelung erst nach dem Prägen zu Zahlungsmitteln, Ronden mit Rändelung aber bereits nach Anbringung dieser Rändelung.
Es gibt auch einen Euro-Ronden Satz des Rondenherstellers KME aus Osnabrück. Dieser wurde anlässlich eines Besuches von Europaabgeordneten in der Firma ausgegeben. Leider weis ich das Jahr nicht mehr aber es war vor 2002 glaub ich.
Die 1 Cent - 50 Cent Ronden wurden in der Mitte leicht angebohrt. Anscheinend um irgenteine Weiterverwendung zu unterbinden.
Die 1€ und 2€ Ronden sind noch in Einzelteilen. Die zwei Euroronde weist auch keine Randschrift auf.
Die Ronden sind in einer schönen Schatulle verpackt, mit Infos über Gewicht, Außmaße und Zusammensetzung.
Ich weis jetzt werden viele sagen weil sie angebohrt sind, sind sie wertlos. Aber mir gefallen sie, es ist ja irgentwie der einzig "offizielle" Eurorondensatz den es gibt.