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Alt 27-10-2009, 00:16   #1 (permalink)
 
Coin Grading-Agenturen fassen Fuß in Europa

Jeder hat sie bestimmt schon einmal gesehen, diese Kunststoffverkapselungen, mit der geprüften Münze darin.

Das System aus den USA ist sicherlich nicht schlecht, doch kann es sich auch in Europa durchsetzen? Viel besser ist die Frage, was können europäische Firmen konkret dagegenhalten? Sicher hat man sich auch hier schon so seine Gedanken gemacht und alles ist in den Kinderschuhen stecken geblieben. Bisher scheint es keine europäische Alternative zu geben. Allerdings gibt es schon eine Menge billige Nachahmer, welche dann den originalen Kapseln sehr ähnlich sind.

Auf der NUMISMATA in Berlin war eine Firma, welche für diese Art von Münzenprüfung und anschließender Aufbewahrung Werbung machte.

Meine Gedanken dazu: Auf dem ersten Blick nicht schlecht und auch sicher. Doch wie sieht es in der Verpackung aus? Was wurde für ein Plastik-Material benutzt und wie reagiert alles bei großen Temperaturschwankungen? Da sind noch einige Fragen offen. Ich verstehe schon das man da nicht alle Geheimnisse ausplaudert, doch auf was legt hier in Europa der Sammler Wert? Ich bleibe da dran und werde weiter berichten.

Das Foto zeigt ein Geschenk der Firma zur NUMISMATA in Berlin. Die Münze darin soll so verpackt sein, wie es auch zum Beispiel für eine Goldmünze gemacht wird. Na mal sehen. Ich habe diese Kapsel zuerst einmal heute in den Gefrierschrank bei -18 Grad verbannt. Morgen werde ich das gute Stück auf die Heizung legen. Mal sehen ob die Münze darin reagiert.

Gruß epareiner
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epareiner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 00:50   #2 (permalink)
 
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Mal sehen ob die Münze darin reagiert.
Da wird nichts passieren. Das ist harter Kunststoff ohne schädlichen Weichmacheranteil, entweder Polycarbonat oder Plexiglas.

Beide Sorten sind Lebensmittelecht, da dünstet nichts aus und kein Metall nimmt da Schaden.

Viel interessanter ist die Dichtigkeit dieser Verpackung, ist die Münze darin besser von der Luft abgeschlossen als in einer anständigen Kapsel? Wie sind die beiden Gehäusehälften miteinander verbunden, einfach zusammengesteckt, wie bei den ersten PP-Sätzen oder unlösbar ultraschallverschweißt?

Wenn sie verschweißt werden, geschieht das dann in Stickstoffatmosphäre, sodaß kein Sauerstoff an der Münze verbleibt, oder wird die normale, gerade zufällig vorhandene Raumluft mitsamt der Luftfeuchtigkeit mit eingeschweißt?

Oder wird da gar geklebt, womöglich mit Cyanacrylat, dessen Dämpfe dann innerhalb 10 Jahren aus jeder PP eine Kraterlandschaft machen?

Da ist noch reichlich Erklärungsbedarf bevor ich auch nur anfange mich für so etwas zu interessieren. Eine gute Verschweißung unter Schutzgas wäre allerdings ein gutes Argument für diese Art der Verpackung.

Die Größe müßte dann allerdings auch noch an den jeweiligen Münztyp angepasst werden, wer legt sich solche großen Kästen für eine Pfennig-Sammlung hin. Da müßte ich ja anbauen um das alles unterzubringen.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 12:35   #3 (permalink)
 
Muss denn wirklich jeder Mist, den die Amis fabrizieren, zu uns rüber schwappen?

Wird es in Zukunft so sein, dass man sich hier darüber streiten muss, ob eine Münze nun MS63, 64 oder 65 ist? Oder dürfen wir wenigstens unsere Erhaltungsgrade behalten?

Diese Agenturen haben in den USA im Durchschnitt nicht mal 4 Minuten Zeit, um eine Münze zu verarbeiten. Irgendein Mitarbeiter (Grader) gibt seine subjektive Meinung zu jeder Münze ab und verpackt sie für alle Zeiten in einer Hartplastikbox. Und dann glaubt fast alle Welt auf ewig dieser aus zeitlichen Gründen aus der Hüfte geschossenen Erhaltungsbewertung.

Nicht mit mir.
moppel65 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 12:46   #4 (permalink)
 
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Diese Agenturen haben in den USA im Durchschnitt nicht mal 4 Minuten Zeit, um eine Münze zu verarbeiten. Irgendein Mitarbeiter (Grader) gibt seine subjektive Meinung zu jeder Münze ab und verpackt sie für alle Zeiten in einer Hartplastikbox. Und dann glaubt fast alle Welt auf ewig dieser aus zeitlichen Gründen aus der Hüfte geschossenen Erhaltungsbewertung.

Deshalb werden sicherlich auch etliche Münzen wieder aus der Box geholt und noch mal zum graden geschickt.
Silbernumis ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 12:54   #5 (permalink)
 
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Da wird nichts passieren. Das ist harter Kunststoff ohne schädlichen Weichmacheranteil, entweder Polycarbonat oder Plexiglas......
Und ob da was passieren wird.

In 10 bis 15 Jahren seid ihr dann alle sehr viel "klüger" und um einige schöne, unbefleckte Münzen ärmer.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 13:12   #6 (permalink)
 
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... Viel besser ist die Frage, was können europäische Firmen konkret dagegenhalten? ...
Müssen sie nicht.

Teile voll die Meinung von moppel65!
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 13:12   #7 (permalink)
 
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... Viel besser ist die Frage, was können europäische Firmen konkret dagegenhalten? ...
Müssen sie nicht.
--------------------

Teile voll die Meinung von moppel65!
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 16:59   #8 (permalink)
 
Eine unabhängige von Sammlern als auch von Händlern akzeptierte Institution, deren Urteil bei Streitigkeiten über den Erhaltungszustand einer Münze anerkannt würde, hätte bei uns hier sicher auch alle Hände voll zu tun.

Das was diese Grader machen, zumindest bei den beiden großen Marktführern, das dürfte schon relativ professionell sein, bei der Einschätzung der Erhaltung. Das sind top geschulte Leute, die versuchen nach Standards und Schemata vorzugehen. Wahrscheinlich aber auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Zeitdruck, Tagesform, Streß....weis der Geier was da alles eine Rolle spielen kann.

Womit ich aber die größten Probleme hätte, das wäre diese mit dem Grading gleichzeitig mitgelieferte Echtheitsgarantie. Und da bin ich schon sehr skeptisch, bei einem anonymen Gutachter.

Da hätte ich dann schon lieber jemanden, den ich mir selbst aussuchen kann.

Außerdem sammelt man natürlich auch mit allen Sinnen. Und dazu gehört schließlich auch das Anfassen einer Münze. Z.B.das Fühlen von Metall, das Spüren der Schwere von Gold....das ist schon eine große Faszination, die "Schätze" auch tatsächlich anzufassen, wenns nicht grad eine PP ist.

Ich kenne einen Sammler historischer Golddollars. Der schickt jede "bessere" Münze nach Amerika zum Graden. Ich hab ihn mal gefragt, weshalb er diesen Zirkus veranstaltet. Er meint, wenn die Sammlung irgendwann einmal zum Verkauf stehen wird, dann wird er sie auch dort verauktionieren. Und dann braucht man für ein dortiges fachkundiges Publikum eben diese Nachweise.

Andere Länder, andere Sitten. Ich glaube nicht, daß sich dieses System bei uns durchsetzen wird.

Grüsse
Rex Danny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 17:26   #9 (permalink)
 
So spielt sich diese Geschichte wohl ab.

YouTube - PCGS Grading Process Video
Rex Danny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 17:35   #10 (permalink)
 
Ich bin auch der Meinung von moppel65, ich findes es schon ätzend die Münzen immer aus den Rähmchen zu befreien.

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jannys33 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 17:47   #11 (permalink)
 
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Andere Länder, andere Sitten. Ich glaube nicht, daß sich dieses System bei uns durchsetzen wird.
ich bin auch der meinung, dass das kein mensch braucht ........

stellt euch mal den ganzen plastikschrott bei jannys auf dem schreibtisch vor, die rähmchen reichen ja schon als resourcen-verschwendung
tom40 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 17:56   #12 (permalink)
 
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ich bin auch der meinung, dass das kein mensch braucht ........

stellt euch mal den ganzen plastikschrott bei jannys auf dem schreibtisch vor, die rähmchen reichen ja schon als resourcen-verschwendung
Schreibtisch? Da brauch ich wohl ne Werkbank um die Münze da raus zu bekommen.
jannys33 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 18:01   #13 (permalink)
 
Hallo Kay,
ich hoffe doch sehr das da keine Münzen von mir dabei waren
Ich halte dieses Grading ebenfalls für nicht nachahmenswert, stelle ich mir bei einem Tausch aüßerst hinderlich vor.
Gruß
Holger
coinsman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 18:09   #14 (permalink)
 
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Hallo Kay,
ich hoffe doch sehr das da keine Münzen von mir dabei waren
Ich halte dieses Grading ebenfalls für nicht nachahmenswert, stelle ich mir bei einem Tausch aüßerst hinderlich vor.
Gruß
Holger
Nö, noch nicht

Ich sammel freiliegend in BeBa oder Linder/Leuchtturmboxen
jannys33 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 19:24   #15 (permalink)
 
Nein danke

Hierüber wurde ja schon mal hier darüber diskutiert.

http://www.emuenzen.de/forum/allgeme...e-muenzen.html

Das dieses jetzt auch in Europa eingeführt wird lässt einen erschaudern.

Gruß
Lothar
Querenburger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 20:01   #16 (permalink)
 
Garantieren die wirklich die Echtheit in Sinne von Haftung? Glaube ich nicht. Einige Fälschungen lassen sich erst mit geknackten Gehäuse (=Garantieverlust) feststellen. Dieses System erinnert mich an einen Australier, der Krokodilbissversicherungen an Touristen für 10$ verkauft hat. Und die Leute sind dann im Fluss baden gegangen, da sie ja jetzt versichert und sicher waren.
112233 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 20:55   #17 (permalink)
 
Mr. Guth hat die Haftung für eine von seiner Firma gegradeten Münze in dem Interview mit dem Moneytrend garantiert.
Querenburger hat ja den Link in diesen Parallelthread gesetzt. Dort habe ich das auch schon einmal gepostet.
Und der Präsident von PCGS kann es sich meiner Meinung nach nicht leisten hier Blödsinn zu reden. Fragt mal den Händler eures Vertrauens ob er solch eine Garantie gibt, im nicht erkannten Fälschungsfall quasi den Preis einer echten Münze zu entschädigen. Da heißt es bestenfalls nach bestem Wissen und Gewissen.....dann schlafen die Kameraden auch gut.

Auf der anderen Seite, wer würde denn auf die Idee kommen eine Zweitexpertise anfertigen zu lassen und aus diesem Grund eine Kapsel knacken? Da müßte dann schon ein schwerwiegender Verdachtsmoment vorliegen. Ich weis nicht wie die Amis mit der ganzen Geschichte umgehen und ob es dort ab und zu zu solchen Haftungsfällen kommt. Anscheinend ist dieses System dort akzeptiert.

Ich kann nix damit anfangen. Sollte ich mir aber irgendwann einmal, auf einer Münzbörse, ein 20 Dollar Stück von PCGS in MS 68 gegradet, in solch einer Dose zulegen, einfach aus dem Grund, weil mir die Münze unheimlich gut gefällt. Dann wäre das für mich persönlich durchaus ein akzeptabler Einzelfall. Und in diesem für mich speziellen Einzelfall wäre es total hirnrissig diese Verpackung zu knacken.

Grüsse
Rex Danny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 21:11   #18 (permalink)
 
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................ Sollte ich mir aber irgendwann einmal, auf einer Münzbörse, ein 20 Dollar Stück von PCGS in MS 68 gegradet, in solch einer Dose zulegen, einfach aus dem Grund, weil mir die Münze unheimlich gut gefällt. Dann wäre das für mich persönlich durchaus ein akzeptabler Einzelfall. Und in diesem für mich speziellen Einzelfall wäre es total hirnrissig diese Verpackung zu knacken.

Grüsse
Aus heutiger Sicht würde ich ein solches Stück nicht kaufen, nicht mal einen Württemberger. Ich möchte auch den Rand der Münze sehen.
hegele ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 21:18   #19 (permalink)
 
...natürlich muß das jeder für sich selbst entscheiden und bei einer nicht amerikanischen Münze würde ich da auch die Finger davon lassen.

Aber bei Dollars...könnte ich es mir im Einzelfall, bei absoluter Top-Erhaltung und von einer der großen seriösen Gradingfirmen bewertet vorstellen.

Grüsse
Rex Danny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 21:21   #20 (permalink)
 
Hallo,

ob sinnvoll oder nicht - darüber lässt sich streiten. Ich selbst habe schon mehrere PCGS Kapseln geknackt um die Münzen in die Sammlung einzugliedern.
Gesehen habe ich schon Münzen im NGC Halter-frisch gegradet nur war eine andere drin als draufstand! Wenn ihr google & co. bemüht findet ihr bei der Suche nach Fälschungen einige Seiten wo man nachlesen kann wie in China gefälschte NGC oder PCGS Halter zu erkennen sind....

Viel Spaß mit einer Garantie - ich denke im Zweifelsfall war das Geld rausgeschmissen und ersetzt wird nichts - es sei denn ihr zerrt den Verein vor ein amerikanisches Gericht und könnt nachweisen das der Halter 100% echt war.

Nur weil die Amerikaner die Wandertauben ausgerottet haben müssen wir jetzt nicht Störche jagen...

in diesem Sinne

Grüße
pingu
pingu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 21:31   #21 (permalink)
 
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Und ob da was passieren wird.

In 10 bis 15 Jahren seid ihr dann alle sehr viel "klüger" und um einige schöne, unbefleckte Münzen ärmer.
Das ist mir jetzt aber ein bischen "dünne", erläutere deine Befürchtungen doch bitte mal etwas detailierter.

Wenn du dieser Verpackung schädlichen Einfluß auf Metall zuschreibst, müßte das gleiche ja auch für handelsübliche Kapseln gelten. Davon habe ich aber noch nie etwas gehört.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 22:01   #22 (permalink)
 
Rex Du hast Recht bei PCGS:

"In the event the purchaser of a PCGS graded coin believes that the coin has been overgraded with respect to such standards and procedures, or is non-authentic, he may submit such coin to PCGS through the PCGS "Guarantee Resubmission" procedures and PCGS will re-examine coin to determine the coin's grade and authenticity.
If the grade determined under such "Guarantee Resubmission" procedures is lower than the grade originally assigned to the coin, or if the coin is found to be misattributed, non-authentic, PCGS shall pay the current market value for the coin in question at the originally assigned grade, or at the owner of the coin's option, the difference between the current market value for the coin in question at the newly established grade and the current market value of the coin in question at the grade originally assigned. PCGS will also refund the regrading fee and postage and insurance costs incurred by the coin owner in sending the coin to PCGS. It is understood that PCGS will be the sole determiner of the current market value of the coin and that current market value is defined as dealer replacement value, i.e. the price a dealer would most likely have to pay to replace the coin."

http://www.pcgs.com/guarantee.chtml

Das Problem: Du darfst die Münze nicht entnehmen (z.B. für eine Randanalyse), sondern musst das Ganze zu PCGS schicken.
(Coins Removed From PCGS Holders. The PCGS Guarantee does not apply to coins removed from PCGS holders. There are no exceptions to this policy. You remove a coin from a PCGS holder at your risk. Dann gibt es noch andere Ausschlüsse: z.B: Changes in a coin's numismatic status.)

Eine Hemmschwelle das Ding zu knacken, ist damit gegeben.
112233 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-10-2009, 22:54   #23 (permalink)
 
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Eine Hemmschwelle das Ding zu knacken, ist damit gegeben.
Hemmschwelle? Hab ich dabei nicht. Höchstens Angst, bei der Öffnung die Münze zu beschädigen.
moppel65 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28-10-2009, 09:32   #24 (permalink)
 
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ich bin auch der meinung, dass das kein mensch braucht.
Sehr richtig.

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Garantieren die wirklich die Echtheit in Sinne von Haftung? Glaube ich nicht.
Ich vermute mal, eine irgendwie geartete Garantie wird sich nur auf den Erhaltungsgrad beziehen können. Und aus den USA mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung mit solchen Slabs ist zu hören, dass neben der Erhaltungsgradangabe auch der Name der Grading Company und der Zeitpunkt der Einlieferung eine Rolle spielt, damit sich das spätere Wiedervorlegen und Neuverslabben (mit einer höheren Erhaltungsgradangabe) auch wirklich lohnt.

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Außerdem sammelt man natürlich auch mit allen Sinnen. Und dazu gehört schließlich auch das Anfassen einer Münze. Z.B. das Fühlen von Metall, das Spüren der Schwere von Gold.... das ist schon eine große Faszination, die "Schätze" auch tatsächlich anzufassen, wenns nicht grad eine PP ist.
Hinzu kommt, dass die Verpackung wichtige Prüfungen zur Echtheitsbestätigung (Klangprobe, Wägung, Materialfeststellung und dergleichen) verhindert, selbst beim Erhaltungsgrad lässt sich oft nicht mehr genau feststellen, ob nun der Kunststoffrahmen oder die Münze verkratzt ist, ob etwaige Haarlinien auf der Münze erhaben (Stempelpolitur) oder vertieft sind (Putzspuren). Durch die erste Generation der Slabs hindurch war das Fotografieren der Münze noch einigermaßen möglich, allerdings war der Rand (Echtheitsmerkmal!) vollständig verdeckt. Beim jetzigen Fabrikat ist der Rand einsehbar, dafür sind Bilder aufgrund der Kunststoffzungen nun für die meisten Zwecke unbrauchbar. Der einzige Sinn dieser Verpackung mit "garantiertem" Erhaltungsgrad ist die Börsentauglichkeit, damit diese Münzen nach Gattung (unbesehen!) wie Wertpapiere durch Investoren gehandelt werden können. Für einen Sammler, der seine Münze vorher in Augenschein nehmen will, ist das nichts.
schoen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28-10-2009, 13:28   #25 (permalink)
 
Vielen Dank für Eure Meinungen.

Also sollte nach Eurer Meinung hier alles so bleiben wie es ist. Na ja, hier fehlt offenbar das Vertrauen an einer unabhängigen Gesellschaft, welche mit ihren Gutachtern entscheidet was man da für eine Münze eingeliefert hat. Eventuell ist da auch von Seiten der Anbieter noch zu wenig bekannt.

Dieses Grading ist ja auch nur für seltene und teure Münzen zweckmäßig und angebracht. Gerade bei deutschen Goldmünzen aus der Kaiserzeit und davor, fliegen doch öfters Falsifikate auf. Keiner hatte vorher an der Echtheit gezweifelt und plötzlich wird diese Münze als falsch bewertet. Die Fälscher bekommen also ihre Stücke immer besser hin, das steht nun einmal fest. Händler und Sammler könnten sich somit besser gegen Falsifikate schützen.

Eines ist allerdings Fakt, wenn sich die verkapselte Münze als Fälschung herausstellen sollte, bekommt man von der Gesellschaft, welche die Münze als echt befunden hat, den Marktwert einer echten Münze zurück. Es besteht auch eine Ankaufsgarantie zum Marktpreis. Dieses sollte man auch beachten.

Ich denke ein unabhängiger Prüfdienst für Europa ist bestimmt nicht schlecht, denn was mit einer einheitlichen Währung geht, sollte auch beim Sammlerschutz funktionieren. Ein Muster wie in der Philatelie wäre mal schon ein Anfang. Nun muss man ja nicht dazu die Kriterien aus den USA übernehmen, sondern eher eigene entwickeln.

Nun einmal Hand aufs Herz, wenn Ihr auf einer Messe an einem Stand, für einen guten Preis, ein 20-Mark-Stück, Königreich Sachsen, 1913 E, in VZ angeboten bekommt und das gleiche Stück wird zum gleichen Preis an einem anderen Stand von einer Firma, bewertet und verkapselt angeboten, wo würdet Ihr dann zugreifen?

Übrigens, eine solche verkapselte Münze ist dort in der Firma registriert, man kann also überprüfen was man da kaufen will!

Mein Stück hat die Kälte und dann die plötzliche Wärme überstanden. Die Kunststoffverkapselung ist natürlich sofort außen angelaufen, allerdings ist an der Halterung innen und der Münze, nichts angelaufen oder beschlagen. Inzwischen hat die Kapsel wieder Zimmertemperatur erreicht und bisher konnte ich keine Veränderungen feststellen. Heute werde ich das gute Stück dem Wasser ausliefern und es wird 24 Stunden im Wasser bleiben. Mal sehen ob dort Wasser in die Kapsel dringt.

Gruß epareiner
epareiner ist offline   Mit Zitat antworten
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