Hallo zusammen
Mir ist aufgefallen, dass bei Silbermünzen (Kaiserreich - DM) der Beginn von Patina entweder am äußersten Rand der Münze, z.B die Umschrift, oder am Motivrand, zB Herrscherkopf Kaiserreich, ausgeht. Gibt es dafür eine Begründung?
Desweiteren ist bei vielen Münzen die Patina nicht gleichmäßig. Ich vermute das liegt an der ungleichen Verteilung der Legierungsanteile in der Münze. Aber sicheres weiß ich nicht.
Kann mich jemand erhellen oder hat Informationen wo etwas über Patinabildung steht? Ich habe auch schon die Suchfunktion benutzt aber wurde leider nicht fündig.
Bilder habe ich leider nicht, da ich Patina nicht gerade schön finde und deshalb entferne ich sie. Außer ich sehe wie die Patina, über Jahre ,langsam auf meine Münze wächst Das Auge genießt halt mit.
Der einfachste Grund warum die Patina am Rand anfängt ist wohl der, dass die Stücke am Rand angefaßt werden und durch feuchte Hände (Schweiß) es chemische Reaktion gibt bzw andere Faktoren sind auch Luftfeuchtigkeit und Aufbewahrungort.
Was das entfernen von Patina angeht streiten sich die Geister... bei Kaiserreichmünzen gibt es für mich nichts genialeres als Regenbogenpatinas oder verschiedenste Patinafärbungen und einen Riesen Vorteil haben diese, sollte doch mal unter der Patina ein kleiner Kratzer aus der Herstellung sein, sieht man den nicht und was über 100 Jahre gewachsen ist, sollte man nicht in 10 Sekunden mit den _( ! )_ wieder einreißen .
Die Schweißbildung ist natürlich eine Möglichkeit.
Gegen eine gleichmäßige Patina kann auch ich schlecht was sagen. Aber leider ist bei vielen Münzen die Patina sehr ungleichmäßig und dadurch hässlich. Bei PP Münzen ist das wieder anders. Da gehe ich nicht ran. Allerdings kaufe ich sie dann auch nicht.
Aber was soll ich machen. Wenn ich zwei Münzen sehe, mit und ohne Patina, zieht es mich immer wieder zu der "reinen" sprich ohne Patina Münze. Is so.
Die Patina kommt ja nur durch die Feuchtigkeit, wenn sie unregelmäßig ist dann wurde die Münze an verschiedenen Stellen unterschiedlich stark angegegriffen.
Auf den erhabenen Stellen fängt es oft alleine schon an, weil irgendwann mal jemand mit den Finger draufgegriffen hat und am Anfang sieht es naja aus und nach Hundert Jahren vielleicht mal so:
Erst mal Dank für die Bilder.
Hier kann man gut sehen, dass die Patina auf der rechten Seite wesentlich stärker ausgeprägt ist.
Hmm, aber mal ehrlich, schön finde ich das nicht.
Und wenn ich mir dein Avatarbild ansehe bzw deine Raritäten deiner Münzsammlung, sehe ich auch kein Stück mit Patina.
Ich habe diese Frage zwar schon in einem anderen Thread gestellt, da sie aber dort bisher unbeantwortet blieb und auch hier in dieses Thema passt, stelle ich sie einfach auch hier noch einmal. Und zwar habe ich mir mehrere verschiedene PP-Sätze der Euro-Länder zugelegt. Da diese ja erst seit 1999 geprägt wurden und somit maximal 10 Jahre alt sind, sehen fast alle Münzen noch aus wie neu. Es gibt nur eine einzige Münze, die angelaufen ist. Und zwar ist das die 1-Euro-Münze von Spanien 2002. Ich muss dazu sagen, dass ich den KMS erst vor wenigen Monaten gekauft habe und die Münze zu diesem Zeitpunkt schon so aussah. Nun möchte ich gern wissen, ob es sich bei diesem Anlaufen auch um sogenannte Patina handelt oder hat das damit gar nichts zu tun? Und woran könnte es liegen, dass nur diese eine Münze betroffen ist? Wäre eine falsche Lagerung des Vorbesitzers und eine undichte Kapsel eine mögliche Ursache?
So, ich habe jetzt mal ein extrem Beispiel gefunden in dem man die Patina an der Umschrift erkennen kann. Das Beispiel habe hier aus dem Forum kopiert.
Ob das am Anfassen liegt kann ich mir nicht vorstellen.
Und wieso gleichmäßig am Rand und nicht an den erhabenen Motivstellen?
Das mit der Patina an der Umschrift habe ich schon mehrere Male gesehen.
Wenn eine Münze offen liegt, beginnt die Patinabildung zunächst gleichmäßig. Handschweiß, allgemein Feuchtigkeit wirkt begünstigend. An Stellen hoher Oberfläche, z,B. Kratzern wächst die Patina schneller. Als Resultat erhält man eine fleckige, unregelmäßige Patina, so wie von beulermaennlein vorgezeigt.
Anders, wenn eine Münze so verpackt wird, dass nur ganz allmählich ganz wenig Luft herankommt. Etwa wenn man eine Münzkapsel aus 2 Teilstücken verschiedener Hersteller zusammensetzt und sie schließt nicht richtig. In dem Fall wächst die Patina von außen nach innen.
Ich kann ein schönes Beispiel zeigen. Die Münze besitzt einen hohen Rand und lag offen auf einem Münztablett in einem Münzkoffer, selten geöffnet. Der Rand dichtet die unten liegende Seite der Münze ab, jedoch nicht komplett. Die eindringende Luft wird zuerst dort verbraucht wo sie als erstes hinkommt, nämlich am Rand. Die Mitte der Münze wird dadurch deutlich langsamer patiniert. Gelgentlich umgedreht findet sich der Effekt auf beiden Seiten der Münze.
Regenbogenfarben, so wie bei dieser Münze, beruhen auf Interferenz. Die Patina besteht aus kleinen Kristallen. Wachsen sie langsam, werden sie geometrisch sehr regelmäßig ausgebildet. Bei einer gewissen (sehr geringen) Dicke der Kristallschicht kann es vorkommen, das Licht von der Oberfläche der Kristalle reflektiert wird und gleichzeitig Licht ein Stück weit ins Innere der Kristalle eindringt und dann erst reflektiert wird. Das Licht aus dem Inneren der Kristalle hat einen etwas längeren Weg zurückgelegt. Eine Lichtwelle kann man sich vorstellen als regelmäßige Abfolge von Hügeln und Tälern. Treffen zwei Lichtwellen so aufeinander, dass ein Hügel der einen Welle mit einem Tal der anderen Welle zusammentrifft, so erfolgt Auslöschung. Da unser weißes Licht eine Mischfarbe darstellt und nun ein Bestandteil dieser Mischfarbe ausgelöscht ist, erscheint das Restlicht farbig. Im Falle der Patina hängt also das Auftreten des Regenbogeneffektes davon ab, wie das Licht aus dem Kristallinneren und der Oberfläche vom Abstand her gegeneinander verschoben sind.
Demzufolge kann man solche Regenbogenfarben also künstlich züchten und sind in meinen Augen nichts, wofür ich zusätzliches Geld ausgeben würde.
Bei einem Stück Eisen erhält man solche Farben auf die Schnelle, wenn man es richtig heftig gegen einen Schleifstein presst, das kann jeder selbst ausprobieren.
Mit Silber,Kupfer usw. sollte man auch auf die Schnelle einen Regenbogen erzeugen können, indem man eine geeignete "Anlaßbehandlung" durchführt. Ich hab es nicht ausprobiert, müßte jedoch schon mit dem Hilfsmittel Backofen funktionieren.