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| Allgemeines Hier können Sie Ihre Fragen rund ums Münzensammeln stellen (die nicht durch untenstehende Kategorien abgedeckt werden !!!) |
07-02-2010, 19:54
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#1 (permalink)
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Erstabschlag - Definition
Wie definiert Ihr den Begriff " Erstabschlag " ?
Laut Jaeger handelt es sich um die ersten 100 - 150 Exemplare ( heute auch mehr ), die mit einem neuen Stempelpaar geprägt wurden.
Einem Händler zufolge würde der Begriff hingegen allgemein auf Exemplare von überdurchschnittlich guter Qualität bezogen und in Deutschland allgemein so gebraucht.
Was meint Ihr ?
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07-02-2010, 20:00
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#2 (permalink)
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Wie definiert Ihr den Begriff " Erstabschlag " ?
Laut Jaeger handelt es sich um die ersten 100 - 150 Exemplare ( heute auch mehr ), die mit einem neuen Stempelpaar geprägt wurden.
Einem Händler zufolge würde der Begriff hingegen allgemein auf Exemplare von überdurchschnittlich guter Qualität bezogen und in deutschland allgemein so gebraucht.
Was meint Ihr ?
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Ich würde die Definition von Kurt Jaeger als richtig ansehen. "Überdurchschnittliche Qualität" ist als Definition etwas schwammig.
Ein "Erstabschlag" sollte durchaus wörtlich genommen und als außergewöhnlich gute Qualität angesehen werden.
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07-02-2010, 20:06
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#3 (permalink)
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Ich würde die Definition von Kurt Jaeger als richtig ansehen. "Überdurchschnittliche Qualität" ist als Definition etwas schwammig.
Ein "Erstabschlag" sollte durchaus wörtlich genommen und als außergewöhnlich gute Qualität angesehen werden.
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Nicht wahr ? Ich fand das auch etwas wenig konkret. Hat mich überrascht, da es sich um einen in jeder Hinsicht seriösen Händler handelt. Man kann natürlich sagen, dass ein EA notgedrungen von überschnittlicher Qualität ist, aber ich war immer der Ansicht, dass Jaegers Definitionen Hand und Fuss haben.
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07-02-2010, 20:31
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#6 (permalink)
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Ich glaube nicht, dass man nach 50 oder noch mehr Jahren noch hundertprozentig feststellen kann, ob es sich bei einer Münze tatsächlich um eine der ersten 150 Münzen der Prägung handelt oder ob es nur eine wirklich gute Erhaltung ist. Bei einem Erstabschlag sollten ja wohl messerscharfe Kanten, Konturen und Ränder zu sehen sein.
Ich hab auch einige als Erstabschläge gekaufte oder ersteigerte Münzen in meiner Sammlung, aber die Kanten und Konturen sehen auch unter dem Mikroskop unterschiedlich ausgeprägt aus.
Insofern könnte es schon sein, dass als EA angebotene Stücke eben nur überdurchschnittlich gut erhaltene Stücke sind.
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Ein berechtigter Einwand. Völlige Gewissheit wird man nur haben, wenn wärend der Prägung protokolliert wird und die EA - Stücke anschliessend gesondert verpackt werden - was natürlich bei für den Umlauf bestimmten Kursmünzen völlig illusorisch ist.
Der Händler meinte weiterhin, dass die Definition "EA = überdurchschnittlich gut erhalten" in Deutschland allgemein verbreitet sei.
Die Engländer haben es mit " early strike " leichter, die Skandinavier mit " prakteksemplar " auch, beide Begriffe legen sich nicht auf eine bestimmte Anzahl geprägter Münzen fest. Letztendendes ist es ja auch wurscht, ob eine schöne Münze Nr 149, 150 oder 151 war. Die Erhaltung zählt.
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07-02-2010, 20:33
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#7 (permalink)
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Alles was nicht fast wie PP aussieht ist kein Erstabschlag.
Gruß
9999
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Gute Definition.
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07-02-2010, 21:18
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#10 (permalink)
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Deswegen meine ich, muss man sehr vorsichtig sein, wenn man so etwas kauft. Ich bin nicht sicher, ob wirklich alles ein EA ist, was als EA verkauft wird.
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Ja, die Betrüger werden immer dreister und haben leider auch immer mehr Erfolg. Sie können halt fest mit der Uninformiertheit ihrer Kunden rechnen.
Die wenigen Erstabschläge die ich besitze habe ich bei Herrn F. oder von privat über ebay gekauft. Damit fahre ich bisher sehr gut.
Neben einer normalen Stempelglanzmünze sehen diese Münzen aus wie eine PP, nur wenn sie direkt neben einer echten PP liegen, sieht man den Unterschied. Aber auch nur dann, wenn beide Münzen ohne Patina vorliegen. Mit Patina verschwimmen die Unterschiede bis zur Unkenntlichkeit.
Gruß
9999
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07-02-2010, 21:58
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#14 (permalink)
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Dieses sollte zum Beispiel ein Erstabschlag sein
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Ist es meiner Meinung nach nicht. Aber das mag auch an der Beleuchtung liegen, die macht unheimlich viel aus.
Vor knapp 2 Jahren ging es hier schon einmal um EA, da habe ich einen Planck-EA mit 2 unterschiedlichen Arten von Beleuchtung fotografiert und nur auf dem zweiten Bild erkennt man, daß es ein EA ist:
http://www.emuenzen.de/forum/d-mark-...tml#post546813
Weiter oben in dem Thread auch ein EA von 10Pf 1950, aber das Bild kennst du ja wahrscheinlich schon.
Zu den anderen Münzen von dir kann ich nichts sagen, mit so alten Schätzen kenne ich mich ja nun garnicht aus.
Gruß
9999
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08-02-2010, 01:26
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#15 (permalink)
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Um es auf die Spitze zu treiben
Als die Dinger noch keiner wollte habe ich die Sterlingsilber-Ausgaben von 10-Mark-Gedenkmünzen in "Spiegelglanz" massenweise zwischen 5,50 und 6 Euro je Stück gekauft.....
und glaubt es oder glaubt es nicht: darunter sind Stücke, die von frischen Stempeln geprägt wurden und solche, die von abgenutzten Stempeln stammten....
Selbst bei den Spiegelglanzmünzen.
Von einer besonderen Qualität kann man dort nicht sprechen, nur von einem etwas anderen Herstellungsverfahren mit polierten Ronden, teilmattierten Stempeln und etwas mehr Prägedruck, wobei letzterer stets zu Lasten der Qualität der Randschrift geht....
und ja: die meisten "Erstabschläge" sind gar keine.....
Mit dem Begriff wird richtig Schindluder getrieben.
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08-02-2010, 01:34
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#16 (permalink)
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10-Mark-Gedenkmünzen in "Spiegelglanz"
darunter sind Stücke, die von frischen Stempeln geprägt wurden und solche, die von abgenutzten Stempeln stammten....
Selbst bei den Spiegelglanzmünzen.
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Ja, das habe ich auch schon beobachtet. Davon habe ich ja auch ein Körbchen voll.
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und ja: die meisten "Erstabschläge" sind gar keine.....
Mit dem Begriff wird richtig Schindluder getrieben.
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Wie ist denn deine Definition? Würdest du auch sagen, daß ein EA annähernd wie eine PP aussehen muß?
Und wie war das früher, also sagen wir mal vor 1871?
Gruß
9999
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