Münzen
Werbung www.honscha.de

Zurück   Münzen / Euromünzen - Deutsches Münzenforum > Allgemeine Themen > Allgemeines

Allgemeines Hier können Sie Ihre Fragen rund ums Münzensammeln stellen (die nicht durch untenstehende Kategorien abgedeckt werden !!!)

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 23-03-2010, 09:40   #1 (permalink)
 
Münzensammler verar...?

Hallo zusammen,

muss mal eben was los werden, bzw. Fragen.

Ich schaue ja gerade die Sammlung von meinem Opa durch. Nun hat der Gute seiner Zeit sehr oft die EK Preise mit auf die Zertifikate geschrieben...

Jetzt hab ich hier eine Münze von der Hochzeit Charles und Lady Di. PP, alles top 28,28 Gr. Auflage: schlappe 250.000 Stck. EK:145 DM. Hat man meinen Opa da damals (1981) über den Tisch gezogen? oder wahren 28 Gramm Silber zu der Zeit mehr Wert als 20 DM???

Irgendwie scheint mir das alles nicht ganz sauber zu sein. Wenn ich mir dann noch die 5 Unzen Münzen aus Jamaica, Panama und sonstwo anschauen (über 200 DM /Stück Ende der 70er)... oh man.

Was meinst Ihr?
hpa195 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-03-2010, 09:53   #2 (permalink)
 
Das Forum ist voll mit solchen Sachverhalten wie dem Deinen. Die Antwort ist JA, er wurde über den Tisch gezogen, aber auch deshalb, weil er sich seinerseits nicht richtig kundig gemacht hatte. Das ist heute noch so, wenn du die Preise der einschlägigen Münzhandelshäusern mit den realen Marktpreisen vergleichst. Die sehr aggressive Werbung der Häuser mit gewaltigen Wertsteigerungspotenzialen, kommerziellen Münzschrottprägungen mit Kleinstauflagen und vielem mehr wird immer jemanden erreichen, der dieses glaubt und es kauft... leider! Rege dich nicht zu sehr auf, dein Opa hat dir etwas hinterlassen, woran er Spaß hatte und wofür er einstand, nur das sollte zählen !!!!
Kanisterkopp ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-03-2010, 10:08   #3 (permalink)
 
Hatte mir sowas schon gedacht. Schade ist halt, dass er uns was werthaltiges überlassen wollte. Aber die Wertsteigerung die durch das Material entstanden ist, wurde von Beginn an durch die hohen Einstandspreise kaputt gemacht. Naja... Spaß hatte er am Sammeln von Münzen, dass ist wohl war So gesehen war es keine Fehlinvestition
hpa195 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-03-2010, 10:36   #4 (permalink)
 
Hallo !

Zunächst gebe ich Kanisterkopp natürlich Recht ! Das alles ist hier auch schon ausgiebig diskutiert worden.

Grundsätzlich gilt es aber zu erkennen, daß eine Münze nicht nur nach dem Edelmetallgehalt, in Deinem Fall Silber, berechnet wird. Wichtig ist auch das Ausgabeland, das Wertnominal und vor allem die Auflage. Du schreibst leider nicht, aus welchem Land Deine Münze stammt. Ich vermute mal soetwas wie Panama, Liberia o.ä. exotische Länder? Solche Länderausgaben sucht eigentlich fast keiner, zumindestens nicht soviele Sammler, daß eine Auflage von 250.000 Aussichten auf Erfolg oder Wertsteigerung hat. Zumal ein Ereignis wie die Hochzeit Charles und Lady Di später kaum noch grosses Interesse finden. Man kann das auch bei den verschiedenen Sondermünzen zu den jeweiligen Olympiaden erkennen. Ist die Olympiade vorbei, sinkt meist auch das Interesse an den zugehörigen Münzen und damit der Wert.

Im letztgenannten Fall der Olympia-Münzen muss man allerdings die Goldmünzen zu den Spielen unterscheiden. Der Unterschied liegt aber am Goldgehalt, der in den letzten Jahren im Wert enorm gestiegen ist. Die Münze selbst ist also nicht im Wert gestiegen, sondern nur der Edelmetallgehalt !

Die Versprechungen oder Erwartungen, die Firmen, welche solche Ausgaben anbieten, sind eigentlich kaum oder nix wert. Aber viele Käufer, die kaum Erfahrung im Bereich Münzensammeln haben, glauben das halt. Das ist ungefähr so, wie wenn jemand eine Gewinnbenachrichtigung über einen Betrag X erhält und zu einer Kaffeefahrt "eingeladen" wird, wo dann der Gewinn ausgezahlt werden soll. Statt dem Gewinn/Bargeld bekommt man aber nur "preisreduzierte" Ware angeboten, die entweder Schrott oder total überteuert sind. Jeder Mensch in D sollte dies eigentlich mittlerweile wissen, aber wenn es nicht genug Opfer gäbe, würden es solche Kaffeefahrten auch nicht mehr geben. Es gibt sie aber noch reichlich.

Mach das Beste daraus und traure dem Ganzen nicht zuviel nach. Dein Opa hat Gutes gewollt, ist aber leider in die Falle gegangen.

Gruß,

Joshua

Geändert von joshua (23-03-2010 um 10:40 Uhr)
joshua ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-03-2010, 23:06   #5 (permalink)
 
Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

muss mal eben was los werden, bzw. Fragen.

Ich schaue ja gerade die Sammlung von meinem Opa durch. Nun hat der Gute seiner Zeit sehr oft die EK Preise mit auf die Zertifikate geschrieben...

Jetzt hab ich hier eine Münze von der Hochzeit Charles und Lady Di. PP, alles top 28,28 Gr. Auflage: schlappe 250.000 Stck. EK:145 DM. Hat man meinen Opa da damals (1981) über den Tisch gezogen? oder wahren 28 Gramm Silber zu der Zeit mehr Wert als 20 DM???

Irgendwie scheint mir das alles nicht ganz sauber zu sein. Wenn ich mir dann noch die 5 Unzen Münzen aus Jamaica, Panama und sonstwo anschauen (über 200 DM /Stück Ende der 70er)... oh man.

Was meinst Ihr?
Die Angebote solcher Händler liegen immer über dem jeweiligen Metallpreis. Aber die Stücke sind zur Zeit des Höhepunkts der von den Brüdern Hunt getriebenen Silberhausse angeschafft worden. 1980 kostete die Unze Silber ca. 50 US-Dollar und der Dollar war glaube ich auch noch teurer als heute. Das erklärt die Einkaufspreise. Kurz danach war das Spiel dann vorbei, der Silberpreis ist dramatisch eingebrochen und die damaligen Preise wurden bis heute nie wieder auch nur annähernd erreicht.
54321 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-03-2010, 23:54   #6 (permalink)
 
Beitrag anzeigen
...Die Antwort ist JA, er wurde über den Tisch gezogen, aber auch deshalb, weil er sich seinerseits nicht richtig kundig gemacht hatte. Das ist heute noch so, wenn du die Preise der einschlägigen Münzhandelshäusern mit den realen Marktpreisen vergleichst. ...
Ich glaube nicht, dass man die 70er-Jahre mit heute vergleichen kann.

Ich sammel seit den frühen 70er Jahren Münzen und konnte damals als Kind und Jugendlicher beim besten Willen keine korrekten Marktpreise erhalten. Die einzigen Preise, die ich einzuordnen versuchte, waren die Preise der hiesigen Münzhändler (die es seit einigen Jahren auch nicht mehr gibt) und die Preise im Schön-Katalog. Ich konnte damals nicht nachprüfen, ob Katalogpreise oder die Preise von den berüchtigten Münzhandelshäusern zu hoch angesetzt oder real waren. Ich musste auch viel Lehrgeld bezahlen.

Heute ist alles anders. Das Internet ermöglicht einem einen umfangreichen Vergleich, e-Bucht, viele E-Commerc-Händler, dieses Forum und so weiter. Wer sich heute nicht kundig macht, ist selber schuld! Doch damals war es viel viel schwieriger!

Seltengast grüßt!
Seltengast ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-03-2010, 09:28   #7 (permalink)
 
Beitrag anzeigen
Die Angebote solcher Händler liegen immer über dem jeweiligen Metallpreis. Aber die Stücke sind zur Zeit des Höhepunkts der von den Brüdern Hunt getriebenen Silberhausse angeschafft worden. 1980 kostete die Unze Silber ca. 50 US-Dollar und der Dollar war glaube ich auch noch teurer als heute. Das erklärt die Einkaufspreise. Kurz danach war das Spiel dann vorbei, der Silberpreis ist dramatisch eingebrochen und die damaligen Preise wurden bis heute nie wieder auch nur annähernd erreicht.
Ein interessanter Artikel zu den Spekulationen der Hunts:
Die Silberspekulation der Gebrüder Hunt (1973-1980) - zeitenwende.ch
joshua ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Was sind münzensammler Treffen Unregistriert Gästeforum 1 30-08-2009 09:41
Sternzeichen - Münzensammler ? George-Underwoo Plauderecke 19 28-05-2007 11:23
Gibt es noch reine Münzensammler? joro_73 Allgemeines 24 20-11-2003 11:00
versuchte Verar...... ? hh1969 Münzauktionen im Internet 12 29-06-2002 21:02


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 18:20 Uhr.