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| Allgemeines Hier können Sie Ihre Fragen rund ums Münzensammeln stellen (die nicht durch untenstehende Kategorien abgedeckt werden !!!) |
21-04-2010, 20:26
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#1 (permalink)
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Münzenprägungen vom Mittelalter bis Heute
Hallo Münzenfreunde,
Die Bücher über die neuesten Münzen wurden vor rund 200 Jahren "Münzbelustigungen" genannt.
Mit diesem kleinen Beitag möchte ich daran anknüpfen und der Sammlergemeinde einige Informationen zukommen lassen, wie von Damals bis Heute Münzen hergestellt wurden und welche Fehler dabei auftreten können, die heute unter dem allgemeinen Begriff "Fehlprägungen" geführt werden.
In der Talerzeit gab es auch schon Abweichungen von der Norm,
aber was waren die Ursachen ---> Eine Fehlprägung?
Erst letztens habe ich eine etwas größere Münze bekommen, bei der die Buchstaben der Umschrift etwas komisch aussehen, könnte das eine Fehlprägung sein?
Eine Erklärung wäre hier sehr hilfreich, damit man sie richtig einordnen kann.
Gruß diwidat
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21-04-2010, 20:58
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#2 (permalink)
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Ein Forumsmitglied schrieb mir, dass es möglicherweise Doppelsenkungen sein könnten.
Ein Anderer meinte, daß es Fälschungen sein könnten - verglichen mit seinen, sei aber kein richtiger Hinweis zu erkennen.
Um die Feststellung einer Fälschung ist es mir eigentlich dabei auch nicht gegangen, sondern eher um den Begriff "FEHLPRÄGUNG" bei alten Münzen zu klären.
Damals im 16. Jh. sind die Münzstempel fast komplett von Hand geschnitten worden (unter Verwendung einiger Punzen, die aber Eigentum des Stempelschneiders waren), daher gibt es oft diese "besoffenen" Buchstaben.
Die Münzen sind dann mit Ober- und Unterstempel auch noch von Hand geprägt worden. Bei den großen Schrötlingen konnte das aber nicht mit einem Schlag erfolgen, sondern es wurde mit vier bis fünf Schlägen (besonders in Sachsen??) das Bild des Stempels auf die Schrötlinge übertragen. Dazu schlug der Präger von verschiedenen Richtungen (Winkeln) auf den Oberstempel, ohne ihn zu verdrehen.
Bei den folgenden Münzen ist das sehr gut zu erkennen.
Die einzelnen Flächen kann man im Gegenlicht sehr gut unterscheiden. Bei der Pferdemünze sind die Flächen zusätzlich gekennzeichnet.
Die Doppel- oder Prellschläge erzeugen dabei dann auch Doppellinien und -Buchstaben. Also keine Fehlprägung, sondern einfach nur herstellungsbedingte Prägefehler.
Gruß diwidat
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21-04-2010, 21:08
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#3 (permalink)
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Hallo Münzfreunde,
mit der Prägung von Münzen habe ich mich schon eine ganze Weile beschäftigt. Wie prägten die Römer, die Münzer des Mittelalters, was lief in der Talerzeit, und was ist eine Prägung im Ring und warum sind die Sammler so scharf auf verprägte und verdorbenen Münzen der Gegenwart?
Im Mittelalter war das Silber noch besonders wertvoll. Für 10 Kilo Silber mußte ca.1 Kilo Gold bezahlt werden,
heute reichen ca. 158 Gramm Gold für die 10 Kilo Silber.
Entsprechend wurden auch die Silbermünzen gehandhabt. Bei der aufblühenden Wirtschaft im Mittelalter wurde aber viel Geld gebraucht.
Man sieht es am Herstellungsprozess der Pfennige und Heller.
(des Bild zeigt die Herstellung von Vierschlaghellern)
Auch größere Münzen wurden in den Münzstätten schon fast wie am Fließband hergestellt. Die dazu gehörigen Stempel haben aber noch keine Ähnlichkeit mit unseren heutigen Prägewerkzeugen.
Die Oberstempel wurden von Hand geführt und dann mit einem Hammer kräftig darauf geschlagen. -> Achtung Daumen einziehen
 -> Stempelpaar für die Prägung kleiner doppelseitiger Münzen
Die Hülsenprägung wurde bei den einseitigen Pfennigen und den größeren Brakteaten benutzt. Es gab dabei nur einen Stempel mit der Gravur, die Gegenseite war Leder, Holz oder andere uns unbekannte Materialien in einer Hülse.
Gruß diwidat
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21-04-2010, 21:18
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#4 (permalink)
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In Fortsetzung des obigen Artikels eine Darstellung der moderneren Münzenproduktion im 18. und 19. Jh.
Die Münzenprägung hat sich im Laufe der Zeit ständig weiter verbessert, einfach nur, um mit weniger Personal mehr Münzen produzieren zu können.
Das einfachste Werkzeug war die Prägezange, mit der man schnell und einfach kleinere Münzen in großen Mengen erzeugen konnte.
Die Sachsen Münzer mußten noch 4 -5 mal auf einen Talerschrötling schlagen, bevor er fertig gestellt war. Mit dem großen Balancier konnten die schweren Münzen aber mit einem Schlag gefertigt werden, was auch der Präge-Qualität zu Gute kam.
eine kleine, aber sehr effiziente Maschine war die Uhlhornsche Kniehebelpresse. Auf dieser Maschine wurden die Halbtaler und Gulden in großen Mengen hergestellt. In Berlin standen sie in langen Reihen, um den Münzenbedarf zu decken.
Kniehebel kommt daher daß die Kraft die auf den Stempel drückte mit einem Knickgelenk, ähnlich einem menschlichen Bein bei dem jemand auf die Kniescheibe drückt, erzeugt wird
das folgende Bild entspricht, bei aller künstlerischen Freiheit, der Installation der darauf folgenden Maschine in einer Münzstätte.
Diese Maschine von Thonnellier ist der große Bruder der Uhlhornschen Kniehebel Presse, mit wesentlich größerer Kraft und automatischer Rohlingszufuhr.
Die Prägung von Doppeltalern, die früher mit dem Balancier geprägt wurden, war auf dieser Maschine dann kein Problem mehr.
Diese Prägepressen arbeiteten anfangs noch ohne Prägering.
Die Rädelung (Blätter, Ranken, Riffelungen etc.) wurde manchmal sogar erst nach dem Prägen angebracht.
Gruß diwidat
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21-04-2010, 21:34
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#5 (permalink)
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Noch eine Runde Münzenprägung.
Mit der Einführung der Prägung im Ring hat sich das Aussehen der Münzen und die gesamte Prägetechnik verändert. Erstmals konnten hiermit Münzen (und Medaillen) mit definierten Durchmessern und vertieften Randschriften geprägt werden.
Für die Prägung im Ring mußte der Rohling entsprechend vorbereitet werden. Die aus der Zaine ausgestanzte Ronde wurde in der Rändelungsmaschine vom Rand her so angestaucht, dass am Rand ein starker Grat entstand, aus dem sich später das Randstäbchen bildet, in einem weiteren Arbeitsgang wurden sie mit der entsprechenden Randschrift versehen.
Randschrift-Münzen wurden dann in glatten Prägeringen geprägt, damit die Einprägung der Randschrift nicht wieder zerstört wurde. Münzen mit Riffelung werden in geriffelten Ringen geprägt, da man diese Riffelung nicht vorher anbringen kann.
Aus der Befestigung der Stempel kann man schon entnehmen, daß eine leichte Verwechselung von Ober- und Unterstempeln nicht möglich ist und auch nicht einfach zufällig entstehen kann, es ist immer eine entsprechende Manipulation dazu nötig.
Der Prägering wird so auf dem Maschinentisch befestigt, so daß der Ober- und Unterstempel in ihm zusammen treffen.
Bei der Prägung fährt der Oberstempel hoch, der Rohling wird in den Ring gelegt, der Oberstempel fährt herunter und beprägt den Rohling innerhalb des Ringes, dann fahren beide Stempel zusammen hoch und stoßen die fertige Münze aus.
Die Ansicht zeigt den Prägesaal von Karlsruhe in den 70er Jahren vor dem großen Umbau der Münzstätte.
Deutlich sind die Vorratsbehälter und die Rohlings-Zuführungen an den Maschinen zu erkennen. Eine falsch Rohling-Materialfarbe (z.B. gelb statt rot oder so) leuchtet hier schon von weitem und ist sofort zu erkennen.
Nach dem Umbau sind alle Maschinen mit Lärmschutzhauben versehen worden.
Der Ablauf der Münzenprägung und der Kontrollen nach der Prägung haben sich aber nicht geändert.
Für die Münzmanipulationen in den 70er Jahren in der Münze Karlsruhe sind die Beteiligten mit Gefängnis bestraft worden. Die Ausgangskontrolle hat daher an dieser Münzstätte einen besonders hohen Standard.
Gruß diwidat
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21-04-2010, 21:41
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#6 (permalink)
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Und nun noch die letzte Runde zur Münzenprägung, die Rändelung.
Im Laufe der Entwicklung, unser Geld von Hand herzustellen, hat sich die Gestaltung der Münzenränder auch mit verändert.
Ursprünglich wurden diese Metallscheiben mit Locheisen aus den Zainen heraus gehauen, auch geschrotet wie der Schmied sagt. Daher der Name Schrötling für das ungeprägte Stück Metall.
Bei den älteren Münzen ist dieses Verfahren noch an den scharfen Rändern zu erkennen.
Zur Verhinderung von Metallabtragungen vom Rand der Münzen (Münzen beschneiden), wurden die Ränder später mit einem Muster versehen. Da findet man Lorbeerzweige, Ketten von Ringen, Riffel schräg und senkrecht und was es sonst noch an endlos Mustern gab.
Die Sachsen z.B. haben ihre Münzen einfach rundherum behämmert.
Eine Justierung der Münzen am Rand war dann nicht mehr möglich, daher wurde auf der Fläche justiert, wovon in Bayern die Madonnen Taler ein gutes Beispiel abgeben.
Die Rändelung ist von Anfang an mit Maschinen vollzogen worden in denen ein Randeisen eingespannt war und die Münzen mit starkem Druck darauf abgerollt wurden.
Später hat man die Handkraft durch andere Antriebe ersetzt, die ein kontinuierliches Arbeiten erlaubten und weniger Personal benötigten.
Das Randeisen ist eine feststehende Prägeform mit einer Rille, in der die Randschrift graviert ist.
Verwechselungen der Randeisen kommen auf jeden Fall nicht vor, da bin ich sicher.
Eher werden mal die gerändelten Rohlinge (so heißen die Schrötlinge heute) an der falschen Prägemaschine abgesetzt, in der die Stempel für einen andern Münztypen montiert sind - da geschieht eine Verwechselung recht leicht, wenn man nicht aufpasst.
Die Stauchung des modernen Rohlings wird in einem Arbeitsgang ausgeführt und die Prägung der Randschrift in einem anderen.
Angetrieben von dem Treibrad wird der Rohling in den für seinen Rohdurchmesser zu engen Spalt zwischen Rad und Staucheisen gepresst und abgerollt, er verringert dabei seinen Durchmesser, das überschüssige Material erscheint als Randstauchung. Die Randschrift wird in einem weiteren Arbeitsgang über einem Randeisen eingepresst.
Ungenauigkeiten in diesem Zusammenspiel können zu fehlerhaften Randschriften führen.
Der aufgestauchte Rand (Grat) erscheint an der geprägten Münze später als Randstäbchen.
Da die Randschrift vor der Prägung angebracht wird, ist in statistischen 50% der Münzen die Randschrift von der Rückseite zu lesen.
Das ist KEINE Besonderheit, sonden ein ganz normaler Vorgang.
Jetzt ist die Reihenfolge der Bilder in der Gesamtdarstellung zwar nicht mehr ganz chronologisch, aber die geübten Betrachter in diesem Forum werden den Zusammenhang schon richtig erkennen können.
Die Darstellung der Prägetechniken von alters her ist für den Sammleranfänger gedacht, um sich ein Bild über die Herstellung der Münzen zu machen und welche Fehler dabei gemacht werden können, die nach allgemeiner Auffassung zu Fehlprägungen führen.
Fehlprägungen an alten Stücken bedingten eine Wertminderung, da die Sammler eher die perfekten Münzen bevorzugten.
Diese Betrachtung hat sich heute umgekehrt und den Markt verändert.
Gruß diwidat
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21-04-2010, 21:55
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#7 (permalink)
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Hallo diwidat,
vielen Dank für diesen wirklich sehr informativen Threat  .
Und  für Deine genauen Ausführungen und den sehr guten Bildern. Ich war noch nie in einer Prägestätte, hoffe aber, dass es dieses Jahr mal klappt mit einer Besichtigung.
Ich finde solche Beiträge gibt es hier einfach zuwenig...
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03-05-2010, 16:39
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#9 (permalink)
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Hallo ihr beiden -
jetz sind wir schon zu dritt, die sich für die Herstellung von Münzen interessieren.
Unsere anderen Kollegen suchen immer noch nach diesen kleinen Bläschen auf den Euros, um sich an einer vermeintlichen Fehlprägung zu erfreuen
Happy Hunting in the Wallet - wünscht diwidat
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03-05-2010, 20:00
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#12 (permalink)
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... jetz sind wir schon zu dritt, die sich für die Herstellung von Münzen interessieren...
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Es gibt sicherlich weitaus mehr Leute hier im Forum, die unter Numismatik etwas mehr verstehen als Pocken, Pickel und Bläschen auf Euromünzen zu suchen.
Die meisten davon haben sich einfach nur mit der Huldigung Deiner Beiträge zurückgehalten.
Von mir ein ganz dickes  für die Zusammenfassung. Tolle Bilder und den Text kurz genug gehalten, dass Lesefaulpelze auch bei der Sache bleiben.
Du, Dein Wissen und Deine Bereitschaft, dieses zu veröffentlichen sind eine Bereicherung für dieses Forum.
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03-05-2010, 20:19
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#13 (permalink)
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Es gibt sicherlich weitaus mehr Leute hier im Forum, die unter Numismatik etwas mehr verstehen als Pocken, Pickel und Bläschen auf Euromünzen zu suchen.
Die meisten davon haben sich einfach nur mit der Huldigung Deiner Beiträge zurückgehalten.
Von mir ein ganz dickes  für die Zusammenfassung. Tolle Bilder und den Text kurz genug gehalten, dass Lesefaulpelze auch bei der Sache bleiben.
Du, Dein Wissen und Deine Bereitschaft, dieses zu veröffentlichen sind eine Bereicherung für dieses Forum.
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Dem kann ich mich nur anschließen!
Super Beitrag
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03-05-2010, 20:42
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#14 (permalink)
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Nichts hält Dich davon ab, die von diwidat erstellten, hervorragenden Seiten auszudrucken, dann hast Du alles auf Papier - in einem Buch wirst Du dieses The,a so ausführlich bestimmt nicht finden.....
Gruß
corrado26
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Moin moin,
und genau das habe ich gemacht 
Vielen Dank für den interessanten Beitrag.
Gruß
Holger
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03-05-2010, 23:27
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#15 (permalink)
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Hallo ihr beiden -
jetz sind wir schon zu dritt, die sich für die Herstellung von Münzen interessieren.
Unsere anderen Kollegen suchen immer noch nach diesen kleinen Bläschen auf den Euros, um sich an einer vermeintlichen Fehlprägung zu erfreuen
Happy Hunting in the Wallet - wünscht diwidat
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Hey, da guck! Da kommen doch immer mehr Intressenten an der Münzherstellung zum Vorschein...
Wie wäre es denn, wenn man mal versuchen würde einen Besuch in einer Prägestätte zu organisieren? Wenn Interesse besteht könnte man das ja mit einem kleinen Treffen verbinden. Wenn hier im Forum jemand dazu Lust hätte fände ich so was vllt. interessanter als ein Treffen zu irgendeiner Münzbörse...  Dort sucht doch eh jeder nur nach dem, was ihm fehlt...
Aber so mal am Wochenende, einen kleinen Ausflug nach A, D, F, G oder J würde ich gerne mal machen. Oder zu einer alten Münzstätte aus dem Kaiserreich?
Sagt mal ob Ihr dazu Lust hättet...
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03-05-2010, 23:48
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#16 (permalink)
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..................
Aber so mal am Wochenende, einen kleinen Ausflug nach A, D, F, G oder J würde ich gerne mal machen. Oder zu einer alten Münzstätte aus dem Kaiserreich?
Sagt mal ob Ihr dazu Lust hättet...
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Zu A oder J hätte ich Lust  D, F und G sind leider ziemlich am anderen Ende der Republik.
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04-05-2010, 06:35
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#17 (permalink)
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Es gibt sicherlich weitaus mehr Leute hier im Forum, die unter Numismatik etwas mehr verstehen als Pocken, Pickel und Bläschen auf Euromünzen zu suchen.
D ie meisten davon haben sich einfach nur mit der Huldigung Deiner Beiträge zurückgehalten.
Von mir ein ganz dickes  für die Zusammenfassung. Tolle Bilder und den Text kurz genug gehalten, dass Lesefaulpelze auch bei der Sache bleiben.
Du, Dein Wissen und Deine Bereitschaft, dieses zu veröffentlichen sind eine Bereicherung für dieses Forum.
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Genau - ich finde es immer schade, dass dann viele andere Postings dazwischen sind. Vielleicht - ich glaube TH war es - der vor längerer Zeit ein Wiki vorschlug, um gerade solche Aufsätze festzuhalten. (ich habe mich damals leider nicht überzeugen lassen wollen)
Ich würde mich freuen, wenn Diwidat und andere Profis uns an ihrem weiterhin Wissen teilhaben lassen.
Jetzt habe ich den alten Wiki-Thread gefunden
Geändert von Michael S. (04-05-2010 um 18:34 Uhr)
Grund: Endlich gefunden
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27-09-2010, 05:22
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#18 (permalink)
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Hallo Münzenfreunde,
Die Bücher über die neuesten Münzen wurden vor rund 200 Jahren "Münzbelustigungen" genannt.
Mit diesem kleinen Beitag möchte ich daran anknüpfen und der Sammlergemeinde einige Informationen zukommen lassen, wie von Damals bis Heute Münzen hergestellt wurden und welche Fehler dabei auftreten können, die heute unter dem allgemeinen Begriff "Fehlprägungen" geführt werden.
In der Talerzeit gab es auch schon Abweichungen von der Norm,
aber was waren die Ursachen ---> Eine Fehlprägung?
Erst letztens habe ich eine etwas größere Münze bekommen, bei der die Buchstaben der Umschrift etwas komisch aussehen, könnte das eine Fehlprägung sein?
Anhang 42699
Anhang 42700
Eine Erklärung wäre hier sehr hilfreich, damit man sie richtig einordnen kann.
Gruß diwidat
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Wenn nur einzelne Buchstaben in einem Satz einen Doppelschlag haben,drängt sich mir die Frage auf,wurden alle Buchstaben einzeln auf die Münze Geprägt?
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28-09-2010, 10:38
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#19 (permalink)
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Münzprägung von "anno Dunnemal" bis Heute
Moin, Moin "diwidat",
Deinen Beitrag habe ich "damals" nicht gesehen (leider schaue ich nicht ständig nach allen aktuellen B.), denn sonst hätte auch ich als leidenschaftlicher und über den eigenen Tellerrand hinaus interessierter Sammler von u.a. Varianten, Stempelkopplungen und Fehlprägungen mich dazu gemeldet.
"Danke" für Deine Bemühungen hinsichlich der Ausführungen und Erläuterungen zur Entwicklung der Münzprägungen - auch von einem u.a. den "Ausschuss"   der deutschen Prägestätten sammelnden und sich (trotzdem   ) intensivst mit der Münzprägung Beschäftigenden.
Es ist bekannt, dass Abhandlungen zu dieser Thematik sowohl in Buchform als auch an den verschiedensten Stellen im Internet zu finden und somit nichts gundsätzlich Neues sind.
Aber wie auch hier, ist es oft sehr hilfreich für den sich ansonsten "nicht richtig"  damit Beschäftigenden (Neu)Sammler, wenn solche Stellen mit zusätzlichen Erläuterungen von sich intensiv damit Beschäftigenden vorgestellt werden.
Anmerkungen:
Du stelltest zu einer "älteren", hand geschlagenen Münze mit Mehrfachkonturen die Frage Fehlprägung - Ja oder Nein ?
Deine Aussage --- >>> Die Münzen sind dann mit Ober- und Unterstempel auch noch von Hand geprägt worden. Bei den großen Schrötlingen konnte das aber nicht mit einem Schlag erfolgen, sondern es wurde mit vier bis fünf Schlägen (besonders in Sachsen??) das Bild des Stempels auf die Schrötlinge übertragen. Dazu schlug der Präger von verschiedenen Richtungen (Winkeln) auf den Oberstempel, ohne ihn zu verdrehen.
Ich bin der Meinung, dass man bei dieser Art der (Hand)Münzenherstellung, bei der wie Du ja auch schreibst, immer mehrere Schläge zur Erreichung der gewünschten Relieftiefe /Klarheit des Münzbildes erforderlich waren, Mehrfachkonturen nicht als eine Fehlprägung, wie wir sie seit der maschinellen Herstellung kennen, an zu sehen ist. Von der Logik her stellt es wohl doch eher den Normalfall darstellt. Bei mehreren Schlägen einen per Hand aufgelegten Stempel zwischenzeitlich nicht zu verdrehen / bewegen erscheint mir doch sehr schwierig.
Gemäß meiner Erfahrungen würde ich das Aussehen der gezeigten Münze als "(partiell) mehrfach geschlagen" bezeichnen.
Zu Anhang 42716
>> Randschrift-Münzen wurden dann in glatten Prägeringen geprägt, damit die Einprägung der Randschrift nicht wieder zerstört wurde.
Der Euro zeigt, dass man durch einen entsprechend ermittelten Prägedruck auch in einem mit einer Struktur versehenen Ring prägen kann, ohne eine zuvor aufgerollte Rändelung komplett wieder zu zerstören.
>> Münzen mit Riffelung werden in geriffelten Ringen geprägt, da man diese Riffelung nicht vorher anbringen kann. <<
Man kann schon, nur wird sie dann bei der späteren Prägung je nach Prägedruck mehr oder weniger stark verschwinden - auf jeden Fall nicht die gewünschte Erhabenheit und Scharfkantigkeit aufweisen. Ein Beispiel sind die von Karlsruhe bekannten, teilweise auf älteren Münzen mit Riffelung geprägten, 2 PF-Stücke des Kaiserreichs mit mehr oder weniger deutlich verbliebenem "Riffelrand".
>> Aus der Befestigung der Stempel kann man schon entnehmen, daß eine leichte Verwechselung von Ober- und Unterstempeln nicht möglich ist und auch nicht einfach zufällig entstehen kann, es ist immer eine entsprechende Manipulation dazu nötig. <<
Nach von mir dazu vor einiger Zeit eingeholten Auskünften bei den Prägestätten sind heute die Stempel hinsichtlich ihrer Befestigungsvorrichtung identisch. Daraus würde resultieren, dass es über dieses Kriterium keinen festgelegten Ober- und Unterstempel mehr gibt. Somit sind Verwechslungen heute doch (leicht) möglich und es muss nicht unbedingt eine Manipulation vorliegen. Als Vorgabe existiert lediglich die Anweisung, den Stempel der Rückseite unten und den der Wertseite oben in den Prägestock einzubauen. Dass das nicht immer so geschieht, wird durch das Auftauchen von sowohl von der Wert- als auch von der Rückseite nur teilweise von im Prägestock unten befindlichen Ring geprägte Stücke aller Euro-Nominale belegt / dokumentiert.
Zu Anhang 42721
>> Eine falsch Rohling-Materialfarbe (z.B. gelb statt rot oder so) leuchtet hier schon von weitem und ist sofort zu erkennen. <<
Aber nur, wenn die entsprechende Ronde zufällig oben im Rondenbehälter, d.h., auf den übrigen, platziert ist. Da dieser Behälter nicht ständig unter visueller Kontrolle steht, erklären sich auch sehr einfach die vorkommenden Rondenverwechslungen.
Die Passage eines Dankesbeitrages (Nr. 12) zu Deinem Beitrag möchte ich als teilweise Betroffener - nach dem Motto: (auch leicht getretener Hund bellt (darf bellen)   - nicht unkommentiert lassen, da er m.E. sehr pauschal ist und (deshalb) doch "arg daneben liegt".
Beste Grüße
varukop
Geändert von Raphael (01-10-2010 um 18:11 Uhr)
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01-03-2011, 21:03
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#20 (permalink)
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Hier ein Filmchen, dass Teile der Produktion der Zweieurostücke ( am Beispiel von Mecklenburg Vorpommern ) zeigt.
natürlich sieht man nicht, wie die Pille in den Ring geschraubt wird, dafür wird auf ganz eindrucksvolle Weise die Stempelherstellung gezeigt:
YouTube - How Its Made - The 2 Euro Coin (?2)
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01-03-2011, 21:16
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#22 (permalink)
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Hier ein Filmchen, dass Teile der Produktion der Zweieurostücke ( am Beispiel von Mecklenburg Vorpommern ) zeigt.
natürlich sieht man nicht, wie die Pille in den Ring geschraubt wird, dafür wird auf ganz eindrucksvolle Weise die Stempelherstellung gezeigt:
YouTube - How Its Made - The 2 Euro Coin (?2)
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hier das fast selbe nochmal auf Deutsch
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01-03-2011, 21:37
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#23 (permalink)
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hier das fast selbe nochmal auf Deutsch
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Und sogar mit Keksreklame
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01-03-2011, 21:40
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#24 (permalink)
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Und sogar mit Keksreklame 
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hier das fast selbe nochmal auf Deutsch
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