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| Allgemeines Hier können Sie Ihre Fragen rund ums Münzensammeln stellen (die nicht durch untenstehende Kategorien abgedeckt werden !!!) |
30-04-2010, 13:49
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#1 (permalink)
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Was ist eigentlich so schlimm daran, Sammlungen auseinanderzureißen?
Im Forum ist immer mal wieder zu lesen, wie schlimm es ist, dass einmalige Sammlungen in Teilen verkauft werden.
Ich finde, dass das eigentlich ein ganz normaler Vorgang ist.
Das Sammlerherz blutet, wenn die eigene Sammlung, in der soviel eigenes Herzblut geflossen ist, zerrissen wird. Das eigene Werk und damit ein Stück des eigenen Selbst wird damit zerstört. Wenn das anderen passiert, kann man es empathisch nachempfinden.
Diese Zerstörung betrifft aber genau genommen nur die eigene Zusammenstellung der Münzen. Die Münzen geraten durch den Verkauf meist in andere Sammlerhände, die ihre neuen Schätze genauso sorgfältig pflegen wie man selbst. Durch das "Zerreißen" bestehender Sammlungen entstehen wieder neue oder vielleicht sogar vollständigere Sammlungen. Gerade dieses Entstehen von Neuem macht doch überhaupt das Münzsammeln so interessant.
Im Prinzip sind meiner Meinung nach vollständige Sammlungen langweilig (wobei es wohl so etwas höchstens für kleinere Sammelgebiete gibt), weil es einfach nichts mehr zu ergänzen gibt. Vollständige Sammlungen sind vielleicht das Ziel, aber der Spaß liegt doch viel mehr auf dem Weg dahin.
Abgeschlossene Sammlungsteile - wie für mich z.B. die 10 DM-Münzen - schaue ich mir viel seltener an als die Sammlungsteile, bei denen noch größere Lücken vorhanden sind.
Was habe ich nach meinem Tod davon, dass meine Sammlung so erhalten bleibt wie sie ist. Vielleicht wird mein Sohn das Münzsammeln für sich entdecken. Dann wird er die Sammlung aber nach seinen Vorstellungen fortführen. Oder er wird sie verkaufen. Dann soll er aber einen guten Preis erzielen, und da rate ich ihm schon jetzt, die wertigen Münzen einzeln zu verkaufen.
Sich von Teilen seiner Sammlung zu trennen hat etwas vom "Loslassen". Es ist irgendwie ähnlich wie das "Loslassen" der eigenen Kinder, die ihren eigenen Weg gehen.
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01-05-2010, 15:16
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#3 (permalink)
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Als WeMü Sammler bin ich kurioserweise bestrebt Teilgebiete abzuschließen, um eine bessere Übersicht zu haben. Jedes Land hat zum Ende hin einen Spannungsbogen: Wann erwische ich die letzten zwei Stücke? Werde ich mich durchringen das letzte teure Stück doch zu beschaffen?
Es ist schön das letzte Stück in den Händen zu halten, sich an dem Bild zu erfreuen und gleichzeitig Tschüß zu sagen.
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Abgeschlossene Sammlungsteile - wie für mich z.B. die 10 DM-Münzen - schaue ich mir viel seltener an als die Sammlungsteile, bei denen noch größere Lücken vorhanden sind.
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Dagegen unternehme ich was: Bilder der besonderen Stücke oder einer kompletten Sammlung kann man auf vielfältige Weise sich etwas näher bringen: Digitaler Bilderrahmen, als Desktophintergrund, Beamer  usw...
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02-05-2010, 18:08
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#4 (permalink)
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Dagegen unternehme ich was: Bilder der besonderen Stücke oder einer kompletten Sammlung kann man auf vielfältige Weise sich etwas näher bringen: Digitaler Bilderrahmen
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Coole Idee mit dem Digitalen Bilderrahmen. Ic glaube, das probier ich mal aus.....ok, das einzige, was mir fehlt, ist ein abgeschlossenes Sammelgebiet. Bis auf Eritrea bin ich nirgendswo komplett
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08-05-2010, 14:17
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#6 (permalink)
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nix komplett
... aber wenn ich jetzt Teile meiner kleinen Sammlung verkaufen müsste um z. B. Schulden zu bezahlen, dann wüsste ich nicht, welche Münzen ich loslassen würde.
Die Münzen, die am meisten Geld einbringen? Oder lieber doch Münzen, die ich leichter wieder beschaffen könnte? ... und dann müsste ich davon mehr abgegeben als von den seltenen.
Ein paar wenige, dafür aber derbe Lücken oder eine Schweizer Käsesammlung?
Davon abgesehen - ich würde sofort alles hergeben, wenn ich ansonsten nicht klar kommen würde. Das Sammeln und die Sammlung sind Hobby bei mir - nicht Lebensinhalt.
Und wenn meine Sammlung mich überleben wird, dann dürfen sich meine Erben freuen - sie haben nix dazu beigetragen und bekommen einen Batzen Münzen
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08-05-2010, 15:29
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#7 (permalink)
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....ich persönlich konnte und werde es nie so richtig nachvollziehen können, weshalb die Komplettheit einer Sammlung angestrebt werden soll.
...wahrscheinlich liegt darin das Wesen und auch der Sinn des "richtigen Sammelns" begründet...ich weis es nicht. Und von daher bin ich eventuell auch gar kein richtiger Sammler.
Zum Münzen sammeln, wenn mans so nennen kann, bin ich eigentlich durch den Umstand gekommen, daß ich festgestellt habe, daß ich mich beim Blättern in Auktionskatalogen oder Münzzeitschriften unglaublich gut entspannen konnte. Ich mußte die tollen Münzen, die da zu sehen waren gar nicht unbedingt besitzen. Es reichte sich die anzusehen....zu sehen wie sie bewertet waren, welche Ergebnisse sie erzielten...ich konnte dabei toll relaxen.
Natürlich kauft man sich dann auch das ein oder andere Stück, aber es gibt soviele interessante Sammelgebiete und auch Münzen, daß ich nie irgendetwas fortlaufend oder umfassend besitzen wollte. Einige Stücke von hier ein paar von dort...so etwas finde ich wesentlich interessanter, als die große Komplettsammlung....und man braucht sich selbst keinen Druck zu machen.
Aber wie schon eingangs erwähnt, ich bin wahrscheinlich kein richtiger Sammler. ;-)
Grüsse
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08-05-2010, 22:20
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#9 (permalink)
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In den beiden Jahren vor seinem Tod hat mein Vater seine Sammlungen selbst "zerissen" und ettliche Regalmeter an diejenigen verteilt, von denen er wußte, daß sie Spaß daran haben würden. Auf Fragen, was wir mit seinen Münzen und Briefmarken machen sollen, wenn er selbst ein "abgeschlossenes Sammelgebiet" sein wird, hat er zeitlebens immer wieder gesagt: Er hätte jetzt seinen Spaß und was wir nach ihm damit machen, sei ihm egal. Nicht das ich ihm das abgenommen hätte, schließlich hat er seit dem 7. Lebensjahr "Entspannung und Spass" gesammelt. Aber für nach dem Tod hatte er eindeutig andere Präferenzen.
Übrig geblieben ist immer noch ein Raum voller "Entspannung und Spaß". Nun bin ich zerissen !
Denn wenn ich sehe, was da allein an Münzen aus dem Dritten Reich und der DM-Zeit vorhanden ist, viele Jahre und Buchstaben weitgehend komplett, werde ich gewollt oder ungewollt "sein Werk" zerstören. Natürlich könnte ich zB den 2 DM und den 5 DM Umlaufmünzen je zwei Lindner Münzboxen spendieren und ihnen darin ein ehrendes Andenken bewahren. Ich tendiere aber eher dazu, nach Typen zu sammeln und somit würden viele Münzen als Doppelte rausfliegen ,soweit ich im Einzelfall keine Absonderheiten erkennen kann.
Auch wenn er sagte "wie es euch beliebt", ist es nicht irgend ein "beliebiger 70 kg Ebay-Posten", den ich da bekomme habe. Das einzige Sammelkriterium, daß ich von ihm für Münzen kenne ist "Entspannung und Spass". Und "sein Werk" werde ich wohl weiterführen: Genau in diesem Sinne, aber anders.
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08-05-2010, 23:31
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#10 (permalink)
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Ich glaube nicht, dass ich jemals komplett werde, mir geht es auch eher darum, " numismatische Zusammenhänge " , wie ich das nenne,herzustellen, als Kataloggebiete stur Nummer für Nummer aufzukaufen. Mein Lieblingstableau besteht aus einem Siegestaler, ein paar schönen Markstücken der jahre 1873 - 1916 und ein paar Notmünzen und Kriegsprägungen aus dem 1. Weltkrieg . Motto : Aufstieg und Fall des Kaiserreichs. Abschluss : der Weimarer Alutaler. Im Prinzip kann man hier immer wieder was ändern, Stücke austauschen, erweitern, verkleiner, aber abgeschlossen wird so eine Sammlung nie werden, dadurch bleibt sie lebendig.
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