hallo lieber sammler.
da ich noch neue in diesem hobby bin, würde es mich interressieren wie das so ist münzen zu sammeln. habe zwar schon vieles gelesen aber vorstellen kann ich es mir nur schwer. deswegen wollte ich mal nachfragen ob es darüber dokus gibt und wo ich es mir beschaffen kann.
danke im vorraus
Du bist seit 11/2009 hier registriert ... also nehme ich an das Du auch seit mindestens (pi * daumen) einem halben Jahr sammelst ... und du weisst noch nicht wie das ist ?
Hier die Antwort : Schön ist es !
Oder was meinst Du ? Kannst Du dich etwas genauer Ausdrücken ? ... dann können wir sicher genauer Antworten !
ok da habe ich mich falsch ausgedrückt.
ist klar das es schön ist sonst würde ich es nicht machen^^. es geht mir um die anregung, wie man etwas gestalten kann. habe was das angeht nicht so viel fantasie. zbsp waren bei mir zuerst 20 münzen in einer hülle. habe dann mal irgwo gesehen das es sowas wie beschriftungsetiketen gibt und dann habe ich nur 10 münzen und jeweils eine kärtchen. das hat mir sehr gut gefallen, weil vorher war es irgwie überfüllt(mein empfinden) und jetzt nicht mehr. oder das mit der grainchen sammlung, waren teilweise gute ideen auf die ich nie kommen würde!
ich will jetzt keine ideen klauen oder jmnd nach ahmen es ist nur interesssant für mich wie jeder so sammelt.
und die algemeine info über die münzbörsen, was für leute das so sind halt diesen fler. tut mir leid ich weiß nicht wie ich das erklären soll.
S: bei youtube gibt da so ne doku RUNDE SACHE oder so, ist aber halt kostenpflichtig
ok - ich denke jetzt weiss ich (ungefähr) worauf du hinaus willst ...
Also ich habe mir (gott sei dank) gleich am Anfang überlegt wie ich meine Sammlung aufbewaren will - mein ersten Album war ein Leutturm Album mit den durchsichtigen treifen , in die mann die Münzen einschiebt.
Das hat mir gleich zu Begin nicht gefallen - weil es billig aussieht und eben auf einer Seite immer nur gleichgroße Münzen aufbewahrt werden können.
Ich habe mich dann für das Sammeln in Rähmchen entschieden (aus Kostengründen für Importa entschieden -> weil hier das Album 2 € Billiger kommt als bei Leutturm -> auch das würde ich heute anders machen!).
Bei A4 Alben bekomme ich so auf eine Album Seite 20 Münzen - in (fast) jeder Größe. Mit Leer-Rähmchen kennzeichne ich den Begin eines neuen Landes - dafür drucke ich mir Aufkleber - mit Flagge und Landesname und beklebe damit die Leer-Rähmchen.
Die einzelnen Rähmchen beschrifte ich nicht - das gefällt mir einfach nicht - wenn ich wissen will ob ich eine Münze habe oder nicht - schaue ich in meine Datenbank. (Ausnahme Thailand - die musste ich beschriften weil ich sonst keinen Überblick habe).
Ein paar andere Münz-"Arten" bewahre ich in Koffern auf. Mit etwa 10 € - 15 € pro Koffer sind diese auch nicht teurer als ein Album ...
Beispiele : meine 12 Heller Münzen aus Aachen - da ich diese gerne mal in der Hand habe ... oder die 2 € Münzen - weil ich diese gekapselt aufbewahre ... oder meine Euro-Silbermünzen ...
Dubletten -> sind in Polybeutel -> Gruppiert in Nominale -> dann in größeren Beutel Gruppiert nach Ländern. -> Das ganze dann in einem viel zu kleinen Koffer.
Zu bearbeitende Münzen -> (also nicht erfasste Münzen) ... die Liegen in Koffern - Dosen - Beuteln - Büchsen - Schubladen - Kartons - Briefumschlägen und Videokassettenhüllen überall im Haus herum .... ... jedesmal wenn ich ein Kissen hochhebe finde ich einen Schatz !
das ist so die info die ich brauche bw in einer doku sehen will.
dieser betrag, der von raphael gepostet wurde, dort sehe ich keine bilder bzw. links. normal?
Es gibt von der Firma "Safe" sehr hochwertig gearbeitete Münzkästen : die sogenannten BEBA-Kästen.
Es gibt eine kleine Ausführung mit 8 Schubladen und eine größere mit 10 Schubladen.
Diese Schubladen kannst Du in verschiedenen Größen/Facheinteilungen kaufen (z.B. 10x10 Fächer, 8x8 Fächer usw.). Somit kannst Du individuell den für Dich sinnvollen Münzkasten zusammenstellen.
Komplett kostet ein solcher Kasten zwar ca. 140.00 Euro, aber Du bekommst eine Riesenmenge an Münzen hinein.
das ist so die info die ich brauche bw in einer doku sehen will.
dieser betrag, der von raphael gepostet wurde, dort sehe ich keine bilder bzw. links. normal?
Im Quelltext der Seite sieht man, dass sich die Bilder in den Beiträgen auf Servern außerhalb des Forums befunden haben müssen und zwischenzeitlich wohl wieder entfernt wurden (der Thread ist sieben Jahre alt). Ab Seite 4 sieht man die Bilder noch.
Aber (für mich) haben alle eines gemeinsam. Werden sie in Standardmünzordner, -boxen, -schatullen usw. von Versandhäuser (Leuchtturm,Lindner etc.) verfrachtet, wirken sie gewöhnlich. Egal wie "edel" die Boxen sind. Für mich wirkt das billig.
Für mich sind Münzboxen einfach praktisch.
Was soll es denn sein? Selbstgebauter Schrank aus edelstem Wurzelholz, unter jeder Münze ein selbstgehäkeltes Deckchen aus feinstem Zwirn???
Es ist schon so : Manchmal ist die Verpackung wertvoller als der Inhalt .
Wenn ein paar Neuerwerbungen zusammengekommen sind, scanne ich sie ein und baue mit powerpoint ein Kärtchen dazu, das in ein Fach der Münzbox passt. Der Ausdruck wird laminiert, ausgeschnitten, und kommt in das Fach neben der Münze.
Bei meinen alten amerikanischen Münzen kann ich so die in der Box nicht sichtbare Gegenseite präsentieren. Bei den alten Chinesen erleichtert es spürbar die Rücksortierung, sollten meine 14-jährigen Neffen über die Sammlung herfallen und Villa Kunterbunt hinterlassen.
Für den Zweck sind die Münzboxen einfach genial. Auch wenn sie zugegebenermaßen billig aussehen.
eine OT-Anmerkung für hekuhn (nicht auf die Füße getreten fühlen...):
Es handelt sich bei deinem abgebildeten Stück (sehr schön übrigens) um einen An-Yang-Spaten. Das Stück ist etwa von 350 - 250 BC umgelaufen, nicht wie auf dem Schlid angegeben. Aus der Zeit 1122BC sind bisher "nur" Kauri-Muscheln und deren Substitute nachgewiesen. Messer und Spatenmünzen so wie Ant-Nose/Ghost-Face-Money entwickelten sich erst später (ab ca. 850-800BC).
---> neuer Zettel...
Wenn ich sie dann aber präsentiere (für 5% Ihres Daseins), dann sollte es dem Wert der Münzen angemessen sein.
Hallo Tobi,
im Prinzip gebe ich Dir ja recht. Die Idee mit dem Nähkästchen finde ich kreativ und edel.
Ich sammle seit über 30 Jahren und es hat sich mengenmäßig sehr viel angesammelt. Die teuren Stücke ruhen in der Bank. Münzen mit geringem materiellen Wert schätze ich genauso wie die Teuren. Auch die preiswerten und die im mittleren Preisbereich will ich sauber sortiert griffbereit zur Hand haben.
Mein Platzangebot ist allerdings begrenzt. Ich stehe also vor der Notwendigkeit, viele Münzen geordnet auf möglichst kleinem Raum unterzubringen. Münzboxen und Münzkoffer bieten sich dafür einfach an.
Hallo pingu,
(nicht auf die Füße getreten fühlen...):
In der Beziehung trag ich Stahlkappenschuhe, sehe ich locker.
Du hast aus Deiner Sicht heraus natürlich recht, die Jahresangabe ist zu großzügig.
Die, die meine Sammlung gelegentlich zu sehen bekommen, kennen sich mit Münzen überhaupt nicht aus. Und die alten Chinesen erscheinen diesen Betrachtern besonders interessant. Würde ich eine genaue Zuordnung auf diese Zettel schreiben, es wäre nur verwirrend. Diesen Betrachtern ist es gleichgültig, ob so ein Spaten 800 BC oder 250 BC umgelaufen war. Würde ich auf meinen Zettel schreiben:
"Uralt, ein gutes Stück vor Jesu Christi hergestellt"
es würde für diesen speziellen Betrachterkreis vollkommen ausreichen.
Aus unserer jeweiligen Betrachtungsweis haben wir also beide recht.
Im Bild zeige ich mal Beispiele für Kauri-Muscheln, Ghost-Face-Money und eine Messermünze. 2 der Ghost-Face-Stücke sind Fälschungen.
Als Leckerli angehängt das Zertifikat der Spatenmünze aus Beitrag 17. Der Vorbesitzer gab es mir mit. Ob man dort wirklich alte Chinesen kaufen sollte???
das sind aber echt interessante münzen bzw. währungen^^
Es ist hochspannendes Primitivgeld aus der Zeit, bevor es Münzen gab, so wie wir sie gewohnt sind. Praktisch Tauschartikel mit festgelegtem Wert.
In China machten die Gehäuse von Kaurimuscheln den Anfang. Da sie nicht unbegrenzt und nicht überall zur Verfügung standen, schuf man Nachbildungen aus Knochen, gebranntem Ton und aus Metall.
Das Geistergesicht-Geld läßt bis heute viele Fragen offen. Die Stücke sehen aus wie das Gesicht eines Geistes, in Wirklichkeit sind es chinesische Schriftzeichen, deren Bedeutung unklar ist. Diese Stücke wurden vielfach als Grabbeigaben gefunden. Ob sie eher rituellen Charakter hatten oder hauptsächlich Geld darstellten, wer kann es sagen.
Später wurden Spaten, Messer, Fische in Miniaturform und vielen Typen aus Metall gegossen und als Tauschartikel benutzt.
Irgendwann zwischen 300 und 200 v. Chr. tauchten dann die ersten Münzen auf, gegossen mit einem viereckigem Loch in der Mitte.
Unten eine frühe Münze Yi-Huo, das bedeutet "ein Messer" (seitenverkehrt dargestellt, müßte um 180° gedreht werden). Man begann also, das Primitivgeld symbolisch durch Münzen zu ersetzen. Daneben ein "Ban-Liang", 1/2 Liang. Daneben ein "Wu-Shu, 5 shu. Dieser Münztyp wurde von 118 v. Chr. bis 617 n.Chr. hergestellt, wobei die Münzen immer kleiner wurden.
Etwa um Christi Geburt regierte Kaiser Wang Mang, der mit mehreren Münzreformen und insgesamt unglücklicher Politik China ruinierte. Unter seiner Herrschaft wurden wieder Spatenmünzen ausgegeben.
In der Tang-Dynastie tauchen ab 618 n. Chr. dann die ersten Käsch-Münzen auf, die vom Typ her bis Anfang des 20. Jahrhunderts hergestellt wurden.
Die frühe chinesische Münzgeschichte ist tatsächlich viel komplexer, als ich hier stark vereinfachend darstellen kann.
Hallo Hermann,
obwohl alle Welt die Viecher als Kaurimuscheln bezeichnet, ist dies falsch. Sie gehören zur Klasse der Schnecken (Gastropoda). Richtig ist also Kaurischnecke.
@hekuhn: am anfang an, bevor ich angefangen hab zusammeln, habe ich mich dafür sehr interessiert, jedoch die preise haben mich abgeschrekt. die römischen bzw. griechischen finde ich auch sehr interessant. aber teilweise schwer zu erkennen.
Es ist hochspannendes Primitivgeld aus der Zeit, bevor es Münzen gab, so wie wir sie gewohnt sind. Praktisch Tauschartikel mit festgelegtem Wert...
Wieso nennt man das eigentlich Primitivgeld, wenn der Wert als Tauschartikel - wie bei Münzen und Geldscheine auch - festgelegt ist?
Geht es hier um die Art der Herstellung? Okay, eine Muschel scheint ja in der Herstellung nichts zu kosten, aber Messer- sowie Spatenmünzen sind ja in der Herstellung auch nicht gerade unaufwändig.
Wo wird die Grenze von Primitiv- zu modernen Geld gezogen? Ist die Form entscheidend? Ist der Mensch erst mit runden Münzen aus der Zeit des Primitivgeldes herausgetreten (wobei in Japan noch sehr spät rechteckige Shu-Münzen geprägt wurden, primitiv sind die gewiss nicht...)?
Wieso nennt man das eigentlich Primitivgeld, wenn der Wert als Tauschartikel - wie bei Münzen und Geldscheine auch - festgelegt ist?
Ich sehe 3 Unterschiede:
Primitivgeld sind realle Gegenstände oder stilisierte Nachbildungen davon.
Primitivgeld kann von jedem hergestellt und in Umlauf gebracht werden.
Und, was für mich das Entscheidende ist, Primitivgeld verändert seinen Wert je nach Region.
Kaurischnecken sind Meeresbewohner, an der Küste waren sie am wenigsten wert. Je entfernter von der Küste, desto höher stieg ihr Wert. Bei einer Münze wird ein Nominalwert festgelegt, der sich nicht verändert.
Im nahen Luxembourg kostet mein Drehtabak nur halb so viel als hier in Deutschland. In Bezug auf diesen Tabak ist ein Euro in Luxembourg doppelt so viel wert. Um aus einem Eurostück Primitivgeld zu machen, müsste ich nach Grenzübertritt die Wertangabe entfernen und müsste auch mit selbstgebauten Eurostücken bezahlen können.
ich glaube das die Bezeichnung Primitivgeld sehr unglücklich gewählt ist und im eigentlichen Sinn auch nicht zutreffend ist. Diese Zahlungsmittel waren alles andere als primitiv!
Im Bereich Asien wäre wohl eher "frühzeitliche Zahlungsmittel" angebracht. Allgemein wäre aber eher "nebenmünzliche Zahlungsmittel" zutreffender, so würden Token, Manillen, Glasperlengeld etc.etc.etc. gleich mit abgedeckt.