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| Allgemeines Hier können Sie Ihre Fragen rund ums Münzensammeln stellen (die nicht durch untenstehende Kategorien abgedeckt werden !!!) |
09-07-2010, 09:10
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#1 (permalink)
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Erben und Missionare
Hunderte bis Tausende Anfragen haben uns in den letzten Jahren hier erreicht, die meist nach dem gleichen Prinzip laufen: Opa ist tot, ich hab seine Münzen geeerbt, was ist der Krempel wert?
Fast alle Anfragen können zur Zufriedenheit des Fragestellers beantwortet werden. Das finde ich SUPERKLASSE.
Immer wieder jedoch finden sich in den Antworten missionarische Aufrufe wie: "behalte die Münzen doch und nimm sie als Grundstock für Deine zukünftige Sammlung."
Warum müssen diese Leute missioniert werden? Es gibt genug Gründe, die dagegen sprechen.
1. Wer unser Hobby nicht teilt, hat andere Interessen. Es gibt sicherlich mehr Nicht-Münzensammler als Münzensammler.
2. Jeder Erbe, der Opa's Sammlung verkauft, bringt die Stücke zurück in den Kreislauf. Das gibt uns Sammlern die Chance, so manches seltene Stück in die eigene Sammlung zu integrieren.
3. Der Münzhandel lebt von solchen Erben.
4. Viele Erben brauchen das Geld. Wenn kein Interesse an der Sammlung besteht, liegt totes Kapital zu Hause.
5. Oft muss eine Erbschaft geteilt werden. Da bleibt kaum eine andere Möglichkeit, als das Erbe zu Geld zu machen.
6. Den verstorbenen juckt es nicht mehr. Sechs Fuß unter der Erde braucht man seine Sammlung nicht mehr. Wenn es mich erwischt, wird meine Sammlung sicher auch verhökert.
Ich lasse mir von anderen kein neues Hobby aufdrängen.
Sollte ich eines Tages unverhoffter Dinge eine Fingerhütchensammlung oder einen Haufen Käthe Kruse Puppen erben, mache ich diese ebenso zu Geld.
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09-07-2010, 13:00
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#3 (permalink)
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2. Jeder Erbe, der Opa's Sammlung verkauft, bringt die Stücke zurück in den Kreislauf. Das gibt uns Sammlern die Chance, so manches seltene Stück in die eigene Sammlung zu integrieren.
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Na ja, nicht selten hat Opa modernen Medaillenschrott gesammelt, von dem er dachte, dieser wäre etwas wert. Es liegt sicher nicht im Sinne der Münzsammler, solche Stücke wieder in den Kreislauf zurückzubringen.
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09-07-2010, 13:07
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#4 (permalink)
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Na ja, nicht selten hat Opa modernen Medaillenschrott gesammelt, von dem er dachte, dieser wäre etwas wert. Es liegt sicher nicht im Sinne der Münzsammler, solche Stücke wieder in den Kreislauf zurückzubringen.
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Bei solchen Sammlungen liest Du hier auch nie einen Missionierungsversuch.
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09-07-2010, 13:52
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#5 (permalink)
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Entscheidungsbaum
Vielleicht können wir solche Anfragen über fachliche Auskünfte hinaus standardmäßig mit einem Entscheidungsbaum ähnlich dem folgenden beantworten:
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"Selbst Lust aufs Münzensammeln? Ja -> behalten
nein ->
Jemand in der Umgebung mit Ambitionen zum Münzensammeln (Verwandte, Freunde, Nachbarn, KollegInnen)? Ja -> diese ansprechen
nein ->
Hatte der Verstorbene TauschpartnerInnen, die Interesse hegen könnten? Ja -> diese ansprechen
nein ->"
(weiter wie gehabt)
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Solch ein vorgeschalteter Entscheidungsbaum trägt sowohl zu Missionsversuchen Neigenden ein Stück weit Rechnung als auch Hinterbliebenen, die nicht missioniert werden möchten.
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09-07-2010, 15:55
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#6 (permalink)
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Hallo moppel65
Ich möchte kurz auf Deinen durchaus berechtigten Beitrag eingehen.
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Immer wieder jedoch finden sich in den Antworten missionarische Aufrufe wie: "behalte die Münzen doch und nimm sie als Grundstock für Deine zukünftige Sammlung."
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Es ist doch eigentlich ganz normal, wenn man versucht andere Leute für das eigene Hobby zu begeistern.
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Der Münzhandel lebt von solchen Erben.
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Das ist sicher richtig. Aber der Münzhandel könnte auch von neuen Sammlern profitieren.
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Den verstorbenen juckt es nicht mehr. Sechs Fuß unter der Erde braucht man seine Sammlung nicht mehr. Wenn es mich erwischt, wird meine Sammlung sicher auch verhökert.
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Auch da hast Du recht. Man sammelt erstmal für sich. Was später mit der Sammlung geschieht, da sollte man sich nicht den Kopf darüber zerbrechen.
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Ich lasse mir von anderen kein neues Hobby aufdrängen.
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Das macht doch auch keiner.
Aber es schadet doch nichts dem Erben dazu zu raten, noch ein paar Nächte darüber zu schlafen bevor er verkauft.
Wenn die Münzen mal weg sind, sind sie weg. Sollte später mal das Interesse für dieses Hobby entstehen (mit zunehmenden Alter wechseln oft die Interessen), müssen die Münzen wieder teuer eingekauft werden.
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09-07-2010, 16:14
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#7 (permalink)
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@Kempelen
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Es ist doch eigentlich ganz normal, wenn man versucht andere Leute für das eigene Hobby zu begeistern.
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Betrachte auch mal die andere Seite.
Ich zumindest wäre genervt und würde einem Fingerhütchensammler den Vogel zeigen, wenn er mir rät, ein solches Erbe zu behalten, weil ich vielleicht eines Tages Interesse an den Dingern hätte.
Wir müssen endlich mal begreifen, dass unser Hobby nicht jedermanns Hobby ist.
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09-07-2010, 16:22
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#8 (permalink)
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Im privaten Umfeld zögere ich nicht, den Fragesteller zum sofortigen Verkauf zu animieren.
Ich muss zugeben, dass diese Einstellung sich mit der Zeit entwickelt hat. Man braucht scheinbar eine Bestätigung für sich selbst, frei nach dem Motto: Je mehr Leite sammeln, desto mehr Bestätigung für mein eigenes handeln.
Selbstverständlich ist es schön, sich in einer großen Gemeinschaft zu befinden
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09-07-2010, 16:27
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#9 (permalink)
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@Kempelen
Betrachte auch mal die andere Seite.
Ich zumindest wäre genervt und würde einem Fingerhütchensammler den Vogel zeigen, wenn er mir rät, ein solches Erbe zu behalten, weil ich vielleicht eines Tages Interesse an den Dingern hätte.
Wir müssen endlich mal begreifen, dass unser Hobby nicht jedermanns Hobby ist.
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Hallo moppel65
Es ist doch nicht so, daß wir einen Erben/Fragesteller hier im Forum unter Druck setzen.
Er kann unsere Antwort lesen und wenn er will auch gleich wieder vergessen (ohne sich irgendwie rechtfertigen zu müssen).
Aber richtig ist auch : Erstmal sollte man die konkrete Anfrage möglichst korrekt beantworten. Dafür sind wir ja schließlich da  .
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09-07-2010, 16:31
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#10 (permalink)
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Im privaten Umfeld zögere ich nicht, den Fragesteller zum sofortigen Verkauf zu animieren.
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Hallo Raphael
Verkauf an Dich ?
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09-07-2010, 18:55
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#12 (permalink)
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Selbstverständlich ist es schön, sich in einer großen Gemeinschaft zu befinden 
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Grundsätzlich ja. Beim Sammeln ist mir das aber nicht so wichtig. Ich habe auch Sammelgebiete (außerhalb der Münzwelt), bei denen es nur wenige Sammler gibt. Und das hat etwas Positives: Die Sammlung ist lückenfrei, weil es kein Sammlerstück gibt, welches durch eine hohe Nachfrage preislich in astronomische Höhen gestiegen ist wie die "Grace Kelly".  Es mag sicher auch ein tolles Gefühl hat, wenn man ein paar höherpreisige Stücke in seiner Sammlung hat, aber das war für mich nie der entscheidende Faktor.
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23-07-2010, 10:53
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#14 (permalink)
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Also dann gleich mal was aus der Sicht eines "Betroffenen".
Bin ja nur aus Zufall auf euer Forum hier gestoßen.
Bei mir geht es halt darum, das eine Ansammlung von Münzen veräußert werden soll, weil irgendwie keiner von uns leider einen "Nutzen" darin sieht, diese noch länger in irgdenwelchen Kartons, Alben usw. aufzubewahren.
Natürlich finde ich das auch ein wenig schade, es ist aber hier kein wirklicher Zusammenhang zu irgendwas zu sehen (Jahrgangssätze, verschiedene Sondermünzen Sätze), sondern alles wild durcheinander ! Das Thema Münzensammeln finde ich z.B. schon interessant (und ich denke es geht einigen so), nur ich wüsste erstmal gar nicht, wo ich da einsteigen könnte (z. B. Dmark Sätze eines bestimmten Jahrgangs, usw.).
Also müsste ich jetzt ersteinmal in mühseliger Kleinarbeit oder mit eurer Hilfe das Chaos ordnen und einschätzen und dann noch fehlende Sachen versuchen, zu Organisieren.
Dann kommen noch verschiedene Prägeanstalten hinzu und sollen in die Sammlung auch eventuell "Fehlprägungen" mit einfliessen usw. usw.
So wie ich das sehe, ist es ein schönes Hobby für die Leute, die wirklich die Geduld und Zeit aufbringen, sich einzuarbeiten. Aber man muss auch eure Arbeit und Begeisterung (das ist bei jedem so) für das Hobby anerkennen. Dazu gehört auch manchmal ein leicht "missionarischer" Tonfall.
Meine Meinung ? Macht einfach so weiter, schreibt eventuell manchmal nicht so enthusiastisch von eurem Hobby und alles wird gut
Ich als super Laie fühle mich hier recht gut aufgehoben
PS: Ich meinerseits bin ein Leidenschaftlicher Lenkdrachenflieger und baue diese auch zum großteil selber. Wer mich mal in Wochenlanger Näharbeit "erwischt" wird von mir auch missionarisch empfangen. Wenn mein "Baby" dann seinen Jungfdernflug macht, sollte am besten Niemand in meiner Nähe sein. Wenn es mich dann noch gleich übern Acker zieht, ist eh Ende
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