Mir ist in Frankreich schon häufiger aufgefallen, dass auf einer Rechnung der Betrag zusätzlich immer noch in franz. Francs aufgeführt wird, einschließlich Umrechnung.
Was ist da los? Gesetzliche Vorgabe, Nostalgiedenken oder tun sich die Franzosen beim Umrechnen immer noch schwer?
Mir ist in Frankreich schon häufiger aufgefallen, dass auf einer Rechnung der Betrag zusätzlich immer noch in franz. Francs aufgeführt wird, einschließlich Umrechnung.
Was ist da los? Gesetzliche Vorgabe, Nostalgiedenken oder tun sich die Franzosen beim Umrechnen immer noch schwer?
Viele Grüße
Hermann
Mich hat der Schlag getroffen, als im Laden die (Franc)Summe ohne Währungsangabe gesagt bekommen habe! Dabei habe ich nur Kleinigkeiten gekauft.
Diese nostalgieträchtige Unsitte ist wohl weit in Frankreich verbreitet.
Ob es bei uns noch zu finden wäre? (vor ca. 3 Jahren war es noch der Fall)
Ich kaufe öfter "auf der anderen Seite des Rheines" ein und mir ist dort im Supermarkt auch schon aufgefallen, dass nicht nur auf Kassenbelegen, sondern auch auf den Kassendisplays und den Preisauszeichnungen der Waren immer zusätzlich der Francbetrag aufgeführt wird. In Anbetracht des französischen Nationalstolzes hat es mich allerdings auch nie gewundert. Wird wohl eine ähnliche gesetzliche Vorgabe sein wie bei der Radiomusik: Die dortige Quotenregelung schreibt ja den Sendern seit 1994 unter anderem auch vor, dass mindestens 40 % der Musik französischsprachig und 60 % europäischen Ursprunges sein muss.
Gerade bei wikipedia unter dem Stichwort "Französischer Franc" gefunden:
"1958 wurde die Einführung des Nouveau Franc (NF) zum 1. Januar 1960 verfügt. Der NF, seit 1963 offiziell nur noch Franc (F) genannt, besaß den Gegenwert von 100 alten Francs (anciens francs). Die alten Franc-Münzen konnten als Centimes weiter verwendet werden. In der Alltagssprache blieb die Angabe in alten Francs noch über Jahrzehnte gebräuchlich. Bis heute (2010) werden noch in den meisten Supermärkten Frankreichs die Preise neben Euro auch in Francs angegeben. Die Bevölkerung sagt zum Euro-Cent weiterhin Centime."
Ein traditionsbewusstes Volk diese Franzosen. Wahrscheinlich trauern sie ihrer alten Währung noch stärker nach als wir der DM.
Waren das noch gute alte Zeiten. Hier im Dreiländereck hatte ich DM, französische, belgische und Luxembourger Francs im gleichen Geldbeutel. Beim Besuch von Belgien musste man aufpassen. Die Luxembourger Francs waren in Belgien zwar gültiges Zahlungsmittel, wurden jedoch häufig nicht angenommen.
Und irgendwie war das alles überhaupt kein Problem.
... Wird wohl eine ähnliche gesetzliche Vorgabe sein wie bei der Radiomusik: Die dortige Quotenregelung schreibt ja den Sendern seit 1994 unter anderem auch vor, dass mindestens 40 % der Musik französischsprachig und 60 % europäischen Ursprunges sein muss.
Steht auf den französischen Münzen nicht "Liberte"?
Das erinnert mich an DDR-Zeiten. Da waren öffentlich auch mindestens 60% aus den Ostblockländern vorgeschrieben und im Rest war Platz für die wirkliche Musik. Wobei ich mitlerweile auch gerne wieder mal was von den 60% höre. Da sieht mans wieder. Der Zwang versauts...