Münzprüfer und gleichzeitig Münzhändler? Was meint Ihr?
Was meint Ihr dazu? Ist es für Euch akzeptabel wenn ein bestellter Münzprüfer auch gleichzeitig einen Münzhandel betreibt, oder seht Ihr darin ein Problem?
Zum Beispiel ist es in den USA nicht erlaubt als Münzprüfer zu arbeiten, dabei Münzen zu bewerten und nebenbei auch noch als Händler zu arbeiten und Münzen anzukaufen und später zu verkaufen.
Die Frage ist, ob ein bestellter Münzprüfer von seiner Tätigkeit als Prüfer allein über die Runden kommt. Auf der anderen Seite benötigt er Fachwissen und Erfahrung, da liegt eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Numismatiker oder auch Münzhändler nahe.
Ich denke, dass wir die Verhältnisse in den USA, was den Prüfermarkt betrifft, nicht mit unseren in Deutschland vergleichen können.
Ich würde eher einen Blick zu den Philatelisten mit ihrem ausgeprägten Prüfwesen wagen. Obwohl dort sehr viel geprüft (lange Wartezeiten) und vermutlich auch ordentlich verdient wird, betreiben viele Prüfer "nebenbei" ein Briefmarkengeschäft.
Transparenz ist wichtig. Ein Prüfer, der laufend seine eigene Ware überbewertet, diskreditiert sich selbst.
Ich sehe das wie Andreas und halte das für kein wirkliches Problem.
Wäre einem Prüfer das Bestreiten seines Lebensunterhalts mit Handel untersagt,
würde er umso mehr, äh, sagen wir mal - von aussen nicht nachvollziehbaren - Einkommensmöglichkeiten nachgehen.
Ich sehe das auch so.
Wobei auch ich mich immer schwer tue, wenn ein Münzhändler und gleichzeitig amtl. anerkannter Sachverständige dann Münzen mit eigenen Expertisen verkauft. Es liegt wohl nahe, das diese dann zumindest neutral+ ausfallen.