durch die allgemeine Verunsicherung, die allenthalben durch das Forum schwappt, ist mir der Gedanke gekommen mir ein Mikroskop zu zulegen -
aber was? Die Bucht ist voll von Angeboten, von Digital (für 16,- Euro) hin bis zum Forschungsgerät für 2000,- Euro.
Meins sollte ganz besonders gut und auch augesprochen preiswert sein (Rentner sind keine Kängurus - wegen der großen Sprünge).
Die Wahl fiel auf ein gebrauchtes Stereo Gerät aus den 60er/70er Jahren der Fa. Zeiss Oberkochen unter der Marke Opton (zur Unterscheidung der Zeiss Jena (Ost))
Der Verkäufer schrieb, dass das Gerät (für 44,- Euro) mit Farbe angepinselt sei.
Das ist keine Hürde dachte ich mir, das kann man mit entsprechenden Mitteln entfernen.
Also, an die Arbeit und das gute Stück zerlegt (aufpassen, dass nichts verwechselt wird!) und die Farbe abgebeizt.
Jetzt sah es schon mal besser aus - fast wie im Urzustand.
Nun alles wieder zusammensetzen - es soll ja hinterher auch noch funktionieren. Keine Linsen ausbauen!, das geht mit Sicherheit in die Hose.
Die Prismen waren etwas beschlagen, da kam man aber mit einen Aceton getränkten Wattestab (Ohrenpopler) ran.
So sieht es schon mal wieder wie ein Mikroskop aus - und funktioniert auch so. Zur Aufbewahrung noch einen existierenden Kasten entsprechend umgebaut,
- jetzt kann ich mir meine 15 Rupienstücke mal ganz in Ruhe anschauen.
Vermeidbare Fehler:
Die Okulare haben eine Verstärkung von 16x und sind zusammen mit der schwächsten Verstärkung des Revolver Objektivs von 6x zu stark (Gesamtverstärkung = 96). Das Sehfeld engt sich ein auf etwas über 10 Millimeter - zu wenig für Münzen -> also neue Okulare kaufen (jetzt 6fach = 36fach [Okularvergrößerung mal Objektivvergrößerung] - ist auch noch etwas hoch). Normalerweise reicht 5 bis 20fache Verstärkung völlig aus.
Bei 200fach sieht man nur einzelne Buchstaben oder Teile davon auf der Münze!
Das Drehobjektiv (Revolver) hat 5 Vergrößerungen (6 / 10 / 16 / 25 und 40) alle zu hoch für meine Zwecke.
Um ein genau passendes Gerät zu erwerben (Ausstattung, Vergrößerung, Erhaltung und Preis) muss man den Markt schon gründlich studieren und sich ein paar Fachkenntnisse aneigen, genau wie beim Münzensammeln auch.
Gruß diwidat