Wenn man übrigens von der Mondmünzenseite aus auf den roten Link links oben (da steht nasad = zurück) oder direkt hier "Vladimirs World Coins - List" klickt, kommt man auf eine Liste weiterer UNUSUAL COINS, viele davon auch schon in Razorbacks Liste. Wer kein Russisch kann (ich habe ja auch schon wieder fast alles vergessen) geschweige denn kyrillische Zeichen lesen (eigentlich nicht sehr schwer, da wie Latein ein Abkömmling der Griechischen Schrift,vieles ist identisch oder erschließt sich leicht), kann zumindest die Bilder ansehen.
Gruß
JensiS
P.S.: Hoffentlich mache ich jetzt nicht Razorbacks Bemühungen zunichte, aber Vladimir Andrejewitsch hat nicht nur bei den Pseudoprägungen sehr gute Arbeit geleistet, finde ich!
Unabhängig, offizielle Währung ist der Diner, allerdings wird dieser nur als Recheneinheit benutzt und der tatsächliche Zahlungsverkehr in Euro abgewickelt. Sämtliche Prägungen werden nur für Sammlerzwecke hergestellt. Der 2002er Kleinmünzensatz dürfte "made in USA" sein.
Der Diner ist die Währung nur für die Gedenkmünzen, er ist seit deren Ausgabe nie Recheneinheit gewesen. Der Satz von 2002 wurde in Kremnitz geprägt und von einem Händler in den USA vertrieben.
zu den USA, aber innere Autonomie, offizielle Währung ist der US-Dollar, sämtliche Prägungen werden nur für Sammler hergestellt, Zahlungskraft fraglich
Provinz von Angola mit Unabhängigkeitsbestrebungen. Offizielle Währung ist der angolanische Kwanza, seit kurzem ist ein „Münzsatz“ mit Escudo-Nominalen im Angebot. Hierbei handelt es sich um privat fabrizierte Token ohne Zahlungskraft.
Nachdem bisher nur der "falsche" Banco de Cabinda mit Fantasiemünzen in Erscheinung getreten ist, erwägt nun auch der "richtige" Banco Nacional de Cabinda eine Ausgabe von Münzen mit Wertangaben in CFA Francos.
Unabhängiger Staat, der gleich doppelt negativ auffällt: Zum einen durch eine Fake-Münze mit Nominal Cedi im "Year-of-the-monkey-Set" (komplettes Set ist ein Fake); zum anderen durch Gedenk"münzen" mit Währungsbezeichnung Sika. Diese Münzen sind private Medaillen ohne Zahlungskraft und werden nur für Münzhandelshäuser produziert, die richtige Währung ist der Cedi = 100 Pesewas.
Hier sollte man zur Ehrenrettung der Ghanaer zweierlei festhalten. Den Affensatz hat allem Anschein nach eine chinesische Fabrik produziert, ohne irgendwen in Ghana um Erlaubnis zu fragen. Und vielleicht ist es gar keine schlechte Idee der Bank of Ghana, den Cedi den wirklichen Münzen vorzubehalten und auf der Agenturware nur Nominalangaben in Sika zuzulassen ...
Die Scudis werden nicht mehr hergestellt, dürften aber rein zu Sammlerzwecken gemacht worden sein; die Nachfolgeprägungen in Euro könnten ein Kandidat sein?
Der Scudo ist gesetzliches Zahlungsmittel in San Marino im Gegenwert von 31.50 Euro. In der Lirezeit wurden die Scudi jeweils wenige Monate nach Ausgabe außer Kurs gesetzt, die Ausgaben seit 2002 hingegen sind immer noch gültig.
Ich habe sämtliche Sätze vorliegen. Die Alu- und Messingronden sind identisch, was auf ein und dieselbe Quelle hindeutet. Sind Sie sicher, dass Kremnitz die Andorraner produziert hat? Auftraggeber war jedenfalls in allen Fällen ein US-Amerikaner.
@joro_73
Die 1 Shilling Somaliland wurde schon von einem Bekannten in Eritrea auf Wühltischen gefunden und taucht gelegentlich in Kiloware auf, wurde also sicher dort ausgegeben und verwendet.
@JensiS
Die Amtssprache ist Deutsch. Ansonsten ist es doch ganz gut, die informative Site mit einzubinden. Hauptsache ist, dass die Infos korrekt sind.
Der chinesische Produzent des Affensatzes hat meiner Ansicht nach noch folgendes auf den Markt geworfen:
Andorra Kleinsatz 2002, Nordkorea Transportmittel-Satz, Nagorny-Karabach "Umlaufsatz", Somaliland "Umlaufgedenksatz"
Ich habe sämtliche Sätze vorliegen. Die Alu- und Messingronden sind identisch, was auf ein und dieselbe Quelle hindeutet. Sind Sie sicher, dass Kremnitz die Andorraner produziert hat? Auftraggeber war jedenfalls in allen Fällen ein US-Amerikaner.
David Laties von der Educational Coin Company hat viele Serien dieser Art in Kremnitz in Auftrag gegeben.
Der hier gezeigte Affensatz hat damit gar nichts zu tun. Er stammt aus einer mir nicht bekannten privaten chinesischen Prägeanstalt.
Britische Kronkolonie, in der mit EC bzw. US-Dollar bezahlt wird. Seit 20 Jahren werden Gedenkprägungen mit Nominal Crown hergestellt, vermutlich primär für den britischen Sammlermarkt. Lediglich der Crown 1969 und 1/2 Crown 1981 könnten für den Umlauf gedacht gewesen sein, zumal 1 Crown einen US-Dollar entspricht.
Die einzigen Münzen der Turks- und Caicos-Inseln, die als Umlaufmünzen durchgehen können, sind --
Donnerwetter, das sind alles hochkarätige Informationen. Ich hatte bisher keine Ahnung, wo dieses unechte Geld überall herkommt. Anscheinend ist der Münzenmarkt noch stärker von dem Zeug durchseucht als ich mir habe träumen lassen.
Turks and Caicos hatte ich auch schon in Kiloware gefunden, aber noch nie in richtiger Umlauferhaltung. Die ersten Ausgaben haben immerhin Bezug zu den Inseln, selbst wenn sie nur Gedenkmünzen sein sollten.
Uganda und Sambia haben bei ihren Gedenkmünzen den Bezug zum eigenen Land verloren (z.B. Münzen mit Abbildungen von den neuen Euro Scheinen). Es werden zwar keine Massen produziert, aber ich denke, dass für eine Aufnahme in der Liste reicht.
Ich nehm die beiden auf, sobald ich heute abend mal meine Kataloge durchgesehen habe.
Gerade die "streng limitierten" Auflagen machen diese "Münzen" höchst "selten". Davon abgesehen kalkuliert z.B. M*M durch Marktforschung, dass sich ca. 5000 Idioten finden werden, die den Mist tatsächlich kaufen und teuer zahlen werden. Also werden erstmal 3000 auf den Markt geworfen um kurzfristig den Preis auch auf dem Zweitmarkt halten zu können. Haut das hin, folgt der Rest nach. Stimmt das Marketing-Konzept nicht so ganz, tauchen bei "streng auf 5000 Sätzen weltweit limitierter Auflage" plötzlich z.B. Nr. 6906 auf...
Wer hat eigentlich die grossen "Vatikan-Münzsatz"-Münzen verbrochen?
Bei den Gedenkmünzen müßte man andersherum verfahren und die aufzählen, die wirkliche Münzen sind. Fast alle modernen Gedenkmünzen sind reiner Kommerznippes und haben mit Geldmünzen nichts zu tun. Das betrifft nicht nur die Scheinmünzen aus den Chaosstaaten. Da mischen auch die teilweise seriösen großen Münzprägestätten mit.
Ich sehe keine prinzipiellen Unterschiede zwischen diesen beiden Produkten:
Also würde ich die Münzenlisten entrümpeln: Raus mit allem, was kein Geld ist. Dafür die Gedenkmünzen notieren, die über die Banken ausgegeben werden und als Zahlungsmittel in Benutzung sind. Dänemark ist da für mich das Vorbild. Die Dänen haben nach meiner Kenntnis bisher jede Gedenkmünze über den Bankschalter in den Umlauf entlassen. Auch Rußland, Polen, Thailand produzieren regelmäßig Umlaufgedenkmünzen.
Ich sehe keine prinzipiellen Unterschiede zwischen diesen beiden Produkten.
Es gibt einen Unterschied. Die Katzen kann man nicht aufstellen.
Dänemark ist da für mich das Vorbild. Die Dänen haben nach meiner Kenntnis bisher jede Gedenkmünze über den Bankschalter in den Umlauf entlassen.
Dänemark auch nur noch insoweit, als es jedes Münzmotiv auch in einer Umlaufversion gibt (die Gedenkmünzen in Silber und Gold haben seit Andersen andere Durchmesser).
Dann muss auch noch Portugal als Vorbild gelten. Von jeder Gedenkmünze gab es bis vor kurzem eine Version zum Nennwert. Der diesjährige ¼ Euro in Gold tanzt da aus der Reihe.
Dänemark auch nur noch insoweit, als es jedes Münzmotiv auch in einer Umlaufversion gibt (die Gedenkmünzen in Silber und Gold haben seit Andersen andere Durchmesser).
Stimmt. Damit haben die Dänen ihre Tradition gebrochen. Hätten sie den Andersen Silberlingen ein Nominal von 200 kr und den Goldies eins von 2000 kr verpasst, wären diese bestimmt auch bei den Banken zum jeweiligen Nominalwert zu bekommen. Allerdings handelt es sich bei den angesprochenen Münzen nicht um echte Gedenkmünzen, sondern um eine Serie auf den 200. Geburtstag von H.C. Andersen.
Die wirklichen Gedenkmünzen in Silber werden nach wie vor an den Bankschaltern zum Nominalwert (200 kr) ausgegeben. Sie sind jedoch wegen der relativ geringen Auflage meist schon am Ausgabetag vergriffen.
Die wirklichen Gedenkmünzen in Silber werden nach wie vor an den Bankschaltern zum Nominalwert (200 kr) ausgegeben. Sie sind jedoch wegen der relativ geringen Auflage meist schon am Ausgabetag vergriffen.
Da macht es wenigstens noch Spaß, auf die Jagd zu gehen, anders als die schale Kaufroutine mit Abo, Bestellformular und "Abbuchung". Einmal hatte ich Glück und konnte eine 200 Kronen bryllup ergattern. Da war ich mächtig stolz.
Alle diese Stücke wurden bei der British Royal Mint hergestellt.
Auch wenn ich jetzt "meiner" Münzprägeanstalt einen reindrücke: Die prägen für Geld ziemlich alles. Die Royal Mint beliefert laut eigenen Angaben über 100 Staaten mit Geld, haben als erste die Bimetallmünzen in Massen produziert (nicht für GB) und stellt auch Medaillen und Schmuck her. Mich würde es nicht mal wundern, wenn auch grosse deutsche Münzhandelshäuser dort prägen lassen. Ich meinte sogar, das die Royal Mint sogar mal Euro-Münzen für irgendeinen Euro-Staat prägte, oder sogar noch prägt. Was sie jedoch definitiv nicht herstellt sind die Blechscheiben namens "Euro-Probe von ....."
Ach ja, hier der Links zur sehr versteckten Infoseite
Selbst wenn die Turks- und Caicos-Inseln auch die ersten kleinen Nominale nicht für den Umlauf herausgegeben haben sollten, sind sie doch sehr günstig zu bekommen und dienen als wunderbare Belegstücke für die Weltmünzsammlung. Meiner Meinung nach waren zumindest die 1/4 und 1/2 Crowns für den Umlauf gedacht, zumal sie von Grösse und Wert US-amerikanischen Münzen gleichen, die dort Kurs haben.
Die Liste habe ich eben um drei weitere Länder ergänzt: Niue, Tokelau und Tuvalu.