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26-10-2006, 20:07
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#1 (permalink)
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Pseudomünzen, Pseudostaaten und Kommerzprodukte
Immer wieder stossen wir auf neue Münzen, vorwiegend Gedenkmünzen und fragen uns dann „Münze? Medaille? Token?“ Oft lässt sich nicht nur die Münzeigenschaft bezweifeln, sondern auch die reale Existenz des Ausgabelandes. Alten Hasen sind natürlich die Schliche gewisser Altmetall-Recyclingfirmen (auch Münzhandelshäuser genannt) nichts Neues. Seien es nun M*M, G*de, B*N, Räppa, *mporium oder deutsche / amerikanische / belgische Großhändler, die dahinterstehen: Für den Neuling ist teilweise nur schwer einschätzbar, ob es hier nun um „richtige“ Münzen oder medaillenartige Gedenkprägungen handelt, die ihm überteuert untergejubelt werden sollen.
In den letzten Jahren werden sogar zunehmend neue Länder „erfunden“, um den Geprägen den Anschein der Legitimität zu geben. Leider muss man immer wieder feststellen, daß solche Gepräge (ungeprüft?) in den Münzkatalogen auftauchen. Somit wird ihnen der Anschein der Legitimität gegeben, um den Absatz zu verbessern.
Um in diesem Dschungel halbwegs durchzublicken, sollen in diesem Thread Pseudoausgaben bzw. Pseudostaaten listenmäßig zusammengefasst werden. Rein kommerzielle Ausgaben gehören meiner Ansicht nach ebenfalls mit rein, da manche Staaten wie z.B. Australien ihre Gedenkprägungen und/oder Anlagemünzen nur noch für Sammlerzwecke (also um Kohle zu machen) verausgaben.
Es soll ein allgemeiner Überblick entstehen, damit vor allem Neulinge nicht so leicht auf das kommerzielle Gelumpe hereinfallen, das „im Dienste der Sammler“ hergestellt und vertrieben wird. Ich stelle mir das als alphabetische Liste vor, in der jedes „verdächtige“ Ausgabeland kurz kommentiert wird. Einige habe ich mal nachfolgend als Beispiel und Diskussionsgrundlage vorgegeben. Im Vorfeld hat auch 112233 einige weitere Beispiele beigesteuert. Allerdings wird sich das Ganze auf Münzen (bzw. sogenannte) beschränken. Die kommerzielle Medaillenflut wird schließlich hier oft genug abgehandelt.
Es geht mir mit diesem Thread nicht darum, diese Produkte zu verteufeln, denn wem sie gefallen, der soll sie ruhig sammeln und seinen Spass daran haben! Es soll ja sogar Leute geben, die selbst WM´06-Münzuhren mit eingebauter Wertanzeige, Kameramünzen, Skulpturmünzen etc. als Kuriosität aufheben. Es sollte sich aber ein jeder darüber im Klaren sein, dass dieses ganze Zeug effektiv nur den Materialwert hat, für ernsthafte Sammler uninteressant und auf dem Zweitmarkt meistens nicht verkäuflich ist. Über diesen wichtigen Fakt klärt bekanntlich keine der Recyclingfirmen ihre Kunden auf, deshalb wird mancher Schrott tatsächlich sogar auf dem Zweitmarkt eine Zeit lang hoch gehandelt – bis halt genügend Leute wissen, DASS es sich um Schrott handelt...
Eure Vorschläge werden von mir immer wieder in diesen Beitrag eingearbeitet.
Gruß Razorback
P.S.: Ich würde mich über rege Beteiligung und Diskussion freuen, konstruktive Kritik ist ausdrücklich erwünscht.
Geändert von Razorback (31-10-2008 um 18:53 Uhr)
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26-10-2006, 20:09
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#2 (permalink)
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Und hier die Liste:
Abchasien
Abchasien ist eine im Süden des Kaukasus an das Schwarze Meer grenzende sogenannte "Republik", deren völkerrechtlicher Status international umstritten ist. Formell gehört das Gebiet zu Georgien, tatsächlich wird es von russischen Truppen und Separatisten kontrolliert. Die dort lebenden Abchasen geben dem Gebiet zwar seinen Namen, zu melden haben sie dort aber nicht viel. Kurz nach dem Einmarsch russischer Truppen in Georgien im Sommer 2008 erschienen Prägungen mit Nominal "Apsar". 1 Apsar soll angeblich 10 russische Rubel wert sein. Vermutlich handelt es sich hierbei um kreatives Altmetallrecycling zu Propagandazwecken.
Afrika
Für ein vereinigtes Afrika wurden von irgendwoher Phantasieprägungen mit Bezeichnung Afro herausgegeben. Näheres siehe Postings #19 und #25
Andorra
Unabhängig, offizielle Währung ist der Diner, allerdings wird dieser nur als Recheneinheit und für Gedenkmünzen benutzt und der tatsächliche Zahlungsverkehr in Euro abgewickelt. Sämtliche Prägungen werden nur für Sammlerzwecke hergestellt. Der 2002er Kleinmünzensatz erweckt den Anschein von Umlaufmünzen, nur hat wohl noch niemand in Andorra diese tatsächlich benutzt. Die neueste Grausamkeit besteht aus einem "kompletten Münzsatz" von viereckigen SCHACHmünzen, womit sich Andorra nun endgültig von ernsthaften Münzausgaben verabschiedet hat.
Antarktis (britisches Territorium)
Aufgrund der aufstrebenden Bevölkerungsentwicklung unter den Pinguinen verlangten diese nach eigenen Münzen... mittlerweile gibt es einige davon. Wohl offizielle britische Ausgaben, fragt sich nur wo man damit zahlen soll?
Atlantis, Königreich
"Wiederaufgetauchte" Phantasieprägungen aus dem untergegangenen Kontinent. Näheres siehe Postings #19 und #25
Australien
Eine Explosion der Münzstättenzeichen (5) und spezielle Händlerproduktionen (Känguruh 2007) erhöhen den Ausstoß bzw. verringern auch den vertrieblichen Aufwand. Der Sammler muss die Zeche bezahlen, bis er irgendwann genervt aussteigt.
Baker Island
Unbewohntes Atoll im Pazifik, von den USA im Rahmen des Guano Island Act im 19. Jhdt. annektiert, mittlerweile ein Schutzgebiet. Das einzige, was es dort gibt sind Vögel bzw. deren Exkremente. Dies lässt vermuten, dass die mit Datierung 2005 erschienene Pseudoprägung das Nominal in Guano wert ist.
Benin (ex Dahomey)
Der Silbersatz aus Dahomey hat mittlerweile Kultstatus, alle späteren Ausgaben aus Benin sind hingegen Sammlerprodukte (z.B. Saurier). Seit neuestem private Phantasie-Prägungen im Nominal Africa, siehe auch bei Burkina Faso
Biffeche
Ein kleines Pseudo-Königreich, idyllisch gelegen am Senegal River in der Sahel-Zone. Da gibt es wie bei Cabinda sogar eine eigene Homepage um zu beweisen, dass es existiert. Näheres siehe Posting #117
Burkina Faso (ex Obervolta)
Fehlt natürlich jedem Weltmünzsammler, da das Land noch nie eigene Münzen verausgabt hat. Seit Jahren produziert ein belgischer Münzhändler Phantasie"münzen" mit Nominal Africa und nennt sie frech 3000 Francs, 6000 Francs etc. - der Müll wird auch für andere Länder verausgabt, z.B. Benin (s.o.)
Cabinda
Provinz von Angola mit Unabhängigkeitsbestrebungen. Offizielle Währung ist der angolanische Kwanza, seit kurzem ist ein „Münzsatz“ mit Escudo-Nominalen im Angebot. Hierbei handelt es sich um privat fabrizierte Token ohne Zahlungskraft. Vielleicht sehen wir demnächst auch mal richtige Münzen in CFA-Franco. Bis auf weiteres kommen allerdings immer neue ulkige Formen und Bimetallgepräge zu stolzen Preisen daher. Nicht mal der KM traut sich, sie zu listen.
Cabo Dakhla
Von der geographischen Lage her wohl identisch mit Sahara (West), und genausowenig existent wie der andere Wüstenstaat. Chinesische Gedenkprägungen zur Erinnerung an die an Wüstenflöhen eingegangenen Conquistadores. Näheres siehe Posting #114
Canada
Canada hat mit dem Privy Mark Wahnsinn so manchen Komplettsammler zur Verzweiflung gebracht. Der Sammler muss tief in die Tasche greifen und noch mehr „Münzentypen“ sammeln.
Christiania
Autonomes Stadtviertel in Kopenhagen, Dänemark. Eigene "Münzwährung" ist der Løn, es werden jährlich neue Token ausgegeben, die vor Ort gegen dänische Kronen getauscht werden können. Vermutlich kommt der Erlös der dort lebenden Gemeinschaft in welcher Form auch immer zugute: Münzverkauf zur Finanzierung "öffentlicher Projekte".
Cook Islands
Gehören zu Neuseeland, besitzen aber interne Selbstverwaltung und eigene Umlaufmünzen. Im KM sind derzeit über 25 Seiten voll mit Gedenkprägungen zu allen möglichen geldbringenden Anlässen, fast alle ohne jeden Bezug zu den Inseln. Darüber hinaus existieren 1 Cent Fake-Münzen aus Aluminium (Year-of-the-monkey-Set sowie Captain Cook). Die Zahlungskraft der Gedenkprägungen dürfte mehr als fraglich sein. Zum 10. Todestag von Lady Diana kam 2007 eine besondere Scheußlichkeit heraus: Eine herzförmige 5-Dollar-"Münze" mit häßlichem Portrait und eingelegtem Edel?stein. Da solls einem nicht grausen...
Cuba
Cuba benötigt dringend Devisen. Deswegen produziert Cuba (wohl selbst?) Gedenkmünzen für den Sammlermarkt. Bunte Piraten und Piratinnen mit weit geöffneten Hemden springen durch die Karibik, wobei sie von farbigen WKII Flugzeugen verfolgt werden.
Esperanto-Verein
Es existieren diverse Phantasiemünzen mit Währungsbezeichnung Steloj. Näheres siehe Post #150.
Euro - Proben
Seit Einführung des Euro werden von privat für so ziemlich jedes Land der Erde Euro-Probesätze hergestellt, die irgendwo zwischen Falschmünzerei und missglückten Medaillen einzuordnen sind. Waren es anfangs noch eher witzige "Länder" wie Grönland, Aland etc., müssen mittlerweile auch schon afrikanische Staaten oder gar die Antarktis als Emittenten herhalten.
Frankreich
Wieviel Frankreich-Komplettsammler außer der MdP gibt es noch? Die MdP hat ein so kreatives Potenzial, dass sie unglaublich viele Sondermünzen, auch in Kleinstauflagen, prägen muss. Auch unschuldige Zeichentrick Katzen werden Opfer dieser Kreativität. Gott sei Dank können sich dann die Katzen bei Händlern erholen, da der Hype nur sehr, sehr kurzfristig war...
Galápagos-Inseln
Die Galápagos-Inseln liegen im Pazifischen Ozean, rund 1000 km westlich des südamerikanischen Staates Ecuador, zu dem sie gehören. Damit gilt dort die ecuadorianische Währung; seit 2000 ist das der US-Dollar. Ein 2008 erschienener "Münz"Satz mit Dollar-Nominalen ist allerdings ein privat initiiertes Phantasieprodukt und wertlos.
Ghana
Unabhängiger Staat, der gleich doppelt negativ auffällt: Zum einen durch eine Fake-Münze mit Nominal Cedi im "Year-of-the-monkey-Set" (komplettes Set ist ein unauthorisiertes Fake aus China); zum anderen durch Gedenk"münzen" mit Währungsbezeichnung Sika. Diese Münzen sind private Medaillen ohne Zahlungskraft und werden nur für Münzhandelshäuser produziert, die richtige Währung ist der Cedi = 100 Pesewas.
Gibraltar
Hier werden massenhaft Sondermünzen für den Export und Tourismus produziert. Ebenfalls werden oft die Motive der Umlaufmünzen geändert, damit möglichst viele Münzen das Land verlassen (siehe auch Isle of Man).
Gough Island
Bis auf eine Wetterstation unbewohnt, gehört zur britischen Kolonie St. Helena. Seit kurzem werden Gedenkmünzen für Sammler herausgegeben, die aber wohl immerhin offizielles Zahlungsmittel sind.
Isle of Man
Isle of Man ist Pobjoy-Land: Also prägen, was das Zeug hält!!! Hier werden massenhaft Sondermünzen für den Export und Tourismus produziert. Ebenfalls werden oft die Motive der Umlaufmünzen geändert, damit möglichst viele Münzen das Land verlassen (siehe auch Gibraltar).
Keeling-Cocos-Inseln
Australisches Territorium, offizielle Währung ist der australische Dollar, seit 2004 Prägung privater Phantasie-Token als lose Sätze oder als KMS, ohne Zahlungskraft. (Private Token bis 1977 kursierten tatsächlich auf der Insel)
Kongo (Kinshasa)
Politische Instabilität ist immer gut für den Münzsammlermarkt. Ausländische Händler entwerfen, produzieren und vertreiben sog. "Münzen". Tiermotive sind dabei sehr beliebt, ebenso ungewöhnliche Materialien wie Glas, Acryl oder Holz.
Korea - Nord
Abgesehen von diversen Gedenkprägungen existiert ein 2002er Fake-Satz us-amerikanischer Herkunft, Motive sind Transportmittel
Kurdistan
Manche nennen die 2003 erschienenen „Münzen“ (auch in Silber und Gold) Propaganda-Münzen. Die Propaganda entstand vermutlich im Kopf eines amerikanischen Geschäftsmannes. Zumindest sein Portemonnaie wurde durch diese Propaganda gefüllt. Wie es scheint, nicht ausreichend, denn nun ist ein kompletter "Kursmünzensatz" 2006 auf dem Markt. Sieht nett aus, ist teuer und ein Fake...
Liberia
Unabhängig, offizielle Währung ist der liberianische Dollar, es existieren eigene Umlaufmünzen, aber jegliche Gedenkprägung zumindest seit 1993 wird nur für Sammler hergestellt und am Tag der Ausgabe sofort außer Kurs gesetzt, also keine Zahlungskraft. Die Gedenkmünzen werden fast ausschließlich für den dt. und us-amerik. Sammlermarkt im Auftrag von Münzhandelshäusern geprägt und werden nicht im Ausgabeland ausgegeben. Pünktlich zu Weihnachten 2007 gabs sogar ne Tannenbaum-"Münze", die auf Knopfdruck leuchtet...
Malta, Knights of Malta – Order of St. John
Reines Phantasiegebilde, erfunden um die Prägungen als echte Ausgaben des Malteser-Ritterordens erscheinen zu lassen – private Medaillen ohne Zahlungskraft
Malteser Ritterorden (der echte)
Man sagt, dass man mit den Gedenkmünzen in zwei Häusern in Rom bezahlen kann. Aber in den Wechselstuben Roms sind sie mir noch nie untergekommen. Natürlich wird hier für den Sammlermarkt produziert. Der Vorteil: Die Erlöse kommen wohltätigen Zwecken zugute. Die Nominale Grani, Tari, Scudo etc. wurden jahrhundertelang vom Orden verwendet, die Münzprägung besitzt also eine lange Tradition, auch wenn der Orden seit über 200 Jahren kein Territorialstaat mehr ist.
Marshall Islands
Formell unabhängig, offizielle Währung ist der US-Dollar. Selbst der KM weist gleich zu Anfang auf "non-circulating collector coinage" hin. Dies bedeutet, sämtliche Prägungen sind nur für Sammler und damit reine Kommerzware. Auch hier ist die Zahlungskraft anzuzweifeln.
Midway Islands
Atoll mit 2 kleinen Inseln im Pazifik, von den USA 1867 annektiert, mittlerweile ein Schutzgebiet. Neben etwa 40 Bewohnern gibt es dort zigtausende Vögel. Dies lässt -wie bei Baker Island- vermuten, dass die mit Datierung 2005 erschienene Pseudoprägung das Nominal in Guano wert ist.
Mikronesien
zu den USA, aber innere Autonomie, offizielle Währung ist der US-Dollar, sämtliche Prägungen werden nur für Sammler hergestellt, Zahlungskraft mehr als fraglich, evtl. private Phantasieprägungen
Mond
Phantasieprägungen mit Bezeichnung Luna oder Lunar kommen vor. Das erste "Mondgeld" wurde 1969 von Helmut Diller gestaltet und in den Nennwerten 20, 40 Lunare in Silber sowie 50, 100, 250 Lunare in Gold beim Bayerischen Hauptmünzamt in München geprägt, hat also immerhin teils nicht unerheblichen Materialwert - mehr aber auch nicht. Näheres siehe auch Postings #19 und #25
Mongolei
Zentralasiatischer Staat mit eigenen Umlaufmünzen, Nominal Tugrik, Mehrzahl Togrok. Numismatisch bis auf einige Gedenkmünzen eher unauffällig, ist nun ein neuer Renner auf dem Markt: Eine 500 Togrog "Münze" 2007 mit Kennedy drauf, die sogar sprechen kann! Ich weiss leider nicht was sie erzählt, tippe aber auf "ich bin richtich wertfolll" oder etwas in der Art. ;-)
Nagorny-Karabach
Autonome Region der Armenier in Aserbaidschan, nicht anerkannt, keine eigene Währung, sämtliche Prägungen wurden nur für Sammlerzwecke erfunden und in den USA hergestellt – private Medaillen bzw. Token ohne Zahlungskraft
Nauru
Unabhängig, offizielle Währung ist der australische Dollar, keine eigenen Umlaufmünzen, sämtliche Prägungen nur "im Dienste der Sammler", Zahlungskraft sehr fraglich, Auftraggeber u.a. M*M
Nightingale Islands
Einige kleine unbewohnte Inseln, gehören zur britischen Kolonie St. Helena. Seit kurzem werden Gedenkmünzen für Sammler herausgegeben, die aber wohl immerhin offizielles Zahlungsmittel sind.
Niue
Korallenatoll im Pazifik mit etwas mehr als 2000 Einwohnern. Mit Neuseeland assoziiert, aber Selbstverwaltung. Offizielle Währung ist der neuseeländische Dollar. Praktisch keine der "von dort stammenden" Prägungen hat überhaupt einen Bezug zur Insel. Die ersten "Münzen" aus Niue zeigen Boris Becker und Steffi Graf und sind auch sonst unansehnliche Metallscheiben. Zahlungskraft sämtlicher Prägungen mehr als fraglich.
Nördliche Marianen-Inseln
zu den USA, aber innere Autonomie, offizielle Währung ist der US-Dollar, sämtliche Prägungen werden nur für Sammler hergestellt, Zahlungskraft fraglich
Nordamerikanische Union
Tja, der US-Dollar ist am Sinken... der Amero kommt. ;-) Näheres zu diesen Phantasiegeprägen siehe Post #150.
Palau
Unabhängig, offizielle Währung ist der US-Dollar, sämtliche Prägungen werden nur für Sammler hergestellt, Zahlungskraft fraglich
Privat-KMS (Euro)
Mit Einführung des Euro und der Herausgabe offizieller Kursmünzensätze kam der Trend auf, zu bestimmten Anlässen privat initiiterte Kursmünzensätze auszugeben. Diese wurden anfänglich mit staatlichen Stellen abgestimmt, mittlerweile kann sich aber jeder seine eigenen Kursmünzensätze produzieren lassen. Was als gelungene Ergänzung zu den offiziellen KMS begann, ist heute zu reiner Geschäftemacherei pervertiert. Die ersten Ausgaben werden derzeit noch relativ hoch gehandelt, spätere KMS erzielen auf dem Zweitmarkt nur mehr einen Bruchteil des Ausgabepreises mit Tendenz nach unten.
RAAM-Währung
Phantasiescheine und -münzen aus dem "Land des Globalen Weltfriedens". Obwohl dies ein sehr wünschenswertes Land wäre, ist diese Währung nur ein Gag.
Rapa Nui - die Osterinsel
Mitten im Pazifik gelegen und zu Chile gehörend, gab es dort zwar schon lange die berühmten Moai Steinskulpturen, aber nie eigene Münzen. Dies hat nun ein Privatmann geändert. Es existiert ein 2007er Fakesatz zu 1 bis 500 Pesos.
Sahara (West-)
Es existiert nur eine Exilregierung, das Land selbst ist von Marokko kassiert worden. Der 1992er "Umlauf"münzsatz ist massig anzutreffen, ebenso wie Gedenkprägungen. Früher vielleicht Propagandamünzen, heute nur noch Geldmacherei.
Sambia (bzw. Zambia)
Bilder von Euroscheinen auf grossen (silberplattierten) Kupfernickelmünzen... da soll es einem nicht grausen!?! Viele der anderen Gedenkprägungen scheinen vor allem für Briten produziert worden zu sein, aber diese Scheußlichkeit kam garantiert von einem deutschen Händler.
Seborga
Kleine Stadt in Italien, die eigene Token herausgibt, sog. Luigino. Hierbei handelt es sich um Spassmünzen bzw. Souvenirprägungen, die vor Ort Zahlungskraft haben aber deutlich über "Nominal" verkauft werden.
Somalia
Im Land herrschen seit 15 Jahren bürgerkriegsähnliche Zustände, Somaliland und Puntland haben sich abgespalten, aber nichtsdestotrotz werden fleißig Umlauf- und Gedenkmünzen produziert. Es fragt sich nur, von wem? Segelschiffe und chinesische Tierkreiszeichen sind wohl kaum traditionelle somalische Motive. Aber auch die Farbmünzen "Somali Wildlife" sind sicher nicht auf deren Mist gewachsen.
Somaliland
de facto unabhängig, aber nicht international anerkannt, offizielle Währung ist der Somaliland-Shilling, nur die 1-Shilling-Münze von 1994 ist eine echte Umlaufmünze, sämtliche anderen Prägungen nur für Sammler, Zahlungskraft fraglich
Spitzbergen
norwegisches Territorium, früher (1946, 1993,) Prägung russischer Token für dort lebende Bergleute, seit 1998 Prägung von Token und Medaillen (teilweise in Rubel) ohne Zahlungskraft
Stoltenhoff Island
Stoltenhoff Island ist eine unbewohnte Insel im Südatlantik. Sie gehört, wie die gesamte Inselgruppe Tristan da Cunha, zum Britischen Überseegebiet St. Helena. Nachdem für alle benachbarten Inseln (Gough, Nightingale, Tristan da Cunha) bereits Pseudomünzen "verausgabt" wurden, ist seit 2008 nun auch hierfür ein "Münz"Satz auf dem Markt. Schöne Schiffsmotive, aber nichts für ernsthafte MünzSammler.
Südgeorgien und die südlichen Sandwich-Inseln
Britisches Territorium in der Nähe der Antarktis, unbewohnt, gehört verwaltungsmässig zu den Falklandinseln. Es existieren einige Gedenkmünzen für Sammler, die aber wohl immerhin offizielles Zahlungsmittel sind (Falkland-Pfund).
Togo
Beliebtes Herkunftsland für allerlei Gedenkprägungen mit deutschen Motiven, exklusiv produziert für bzw. von B*N. Immerhin haben die Stücke einen teils nicht unerheblichen Silberwert. Für diesen sind sie auf dem Zweitmarkt auch zu haben.
Tokelau
Drei Korallenatolle im Pazifik mit zusammen nicht mal 1500 Einwohnern. Zu Neuseeland gehörig mit innerer Selbstverwaltung. Offizielle Währung ist der neuseeländische Dollar. Praktisch keine der "von dort stammenden" Prägungen hat überhaupt einen Bezug zur Insel, wie auch bei Niue. Zahlungskraft sämtlicher Prägungen mehr als fraglich.
Tristan da Cunha
Vulkanische Insel mit nicht einmal 300 Bewohnern, gehört zur britischen Kolonie St. Helena. Es existieren einige Gedenkmünzen für Sammler, die aber wohl immerhin offizielles Zahlungsmittel sind. Auf der Insel laufen Münzen aus St. Helena um (St.-Helena-Pfund). Zum 15.02.2008 wurde ein privat produzierter, aber offiziell authorisierter "Münz"satz herausgegeben. Die Stücke passen nicht ins britische System, obwohl sie 1:1 mit dem St.-Helena-Pfund tauschbar sind. Auf der Insel wird sie wohl nie jemand zu sehen kriegen, aber vielleicht ist das auch besser für die Insulaner. Näheres siehe Post #141
Turks and Caicos Inseln
Britische Kronkolonie, in der mit EC bzw. US-Dollar bezahlt wird. Seit 20 Jahren werden Gedenkprägungen mit Nominal Crown hergestellt, vermutlich primär für den britischen Sammlermarkt. Lediglich einige der ersten Ausgaben (siehe Posting #37) könnten für den Umlauf gedacht gewesen sein, zumal 1 Crown einen US-Dollar entspricht.
Tuvalu
Unabhängiger Staat, bestehend aus neun kleinen Inseln. Offizielle Währung ist der australische Dollar, es wurde jedoch bis 1985 ein eigener Umlaufmünzsatz (1 Ct. bis 1$ - Nominale wie Australien) herausgegeben. Alle späteren bzw. Gedenkprägungen haben größtenteils nicht einmal einen Bezug zu den Inseln, deren Zahlungskraft ist daher fraglich.
Uganda
Auch hier werden fleissig sogenannte Münzen produziert, in vielen verschiedenen Farben und Formen, auch Schumi ist mit dabei. Das meiste wiederum für britische Sammler. Besonders toll fand ich eine Gedenkausgabe zur Rückgabe Hongkongs an China mit Mao drauf. Lauter hochwertige Produkte, zumal das Kilo Kupfernickel bereits bei über 5 Euro angelangt ist...
Westarctica - Balleny Islands
Selbsternanntes Ein-Mann-Großherzogtum in der Antarktis. Es existieren Fantasiemünzen und Briefmarken.
Year-of-the-monkey-Set
Wie an anderer Stelle schon erwähnt, handelt es sich um einen kompletten Fake-Satz, der in China produziert wurde. Die einzelnen "Ausgabeländer" haben diese "Münzen" vermutlich nie authorisiert. Bilder siehe Posting #36.
Geändert von Razorback (31-10-2008 um 20:12 Uhr)
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26-10-2006, 21:10
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#6 (permalink)
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Christiania (Kopenhagen, Dänemark)
Es gibt auch einen offiziellen Umtauschkurs zur dänischen Krone/$/€. Man kann auch mit einem Løn in Christina bezahlen.
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Wenn ich mich nicht irre, ist der feste Wechselkurs 1 Løn = 50 kr. Bei meinem letztjährigen Besuch in Christiania ist mir allerdings nicht ein einziger Løn in die Finger gekommen. Ich habe mir aber sagen lassen, dass das Wechselgeld in dänischen Kronen gegeben wird.
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26-10-2006, 22:31
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#8 (permalink)
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Australien
...... spezielle Händlerproduktionen (Kookaburra 2007) .......
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Verstehe ich nicht? Preis liegt gering über dem Materialwert, ist doch besser als hohe Preise für Nichtedelmetalle zu zahlen
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26-10-2006, 22:38
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#9 (permalink)
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Australien
Eine Explosion der Münzstättenzeichen (5) und spezielle Händlerproduktionen (Kookaburra 2007) erhöhen den Ausstoß bzw. verringern auch den vertrieblichen Aufwand.
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Den Kookaburra gibt es ganz normal zu kaufen, die Gefälligkeitsprägung war das Känguruh in Silber.
Was ist mit den deutschen €10 Gedenkmünzen? In kleinen Geschäften mit älteren Besitzern bekommt man noch etwas dafür, aber geht mal in einen Supermarkt und versucht damit zu bezahlen. Die rufen die Polizei.
Gruß
9999
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26-10-2006, 23:30
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#11 (permalink)
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Die deutschen 10er fallen für mich schon alleine deshalb nicht hier rein, da man jederzeit Unmengen davon zum Nennwert bekommen kann - und diesen problemlos wieder ersetzt bekommt.
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gegen was ersetzt ?
Für mich sind die deutschen 10er echtes Geld. Einziges Problem ist die mangelhafte Aufklärung in der Bevölkerung, dass es sich um Geld handelt. Es ist sogar besseres Geld, als jenes welches jeder anstandslos akzeptiert, denn immerhin handelt es sich um eine Silberlegierung.
Ich bringe davon regelmäßig welche in Umlauf.
Bei San Marino meinte ich die Scudi-Ausgaben. Lire-Münzen fische ich selbst ab und an aus Kiloware oder bekomme welche sonstwo her.
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27-10-2006, 09:53
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#13 (permalink)
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....Habe den Fehler korrigiert. Die deutschen 10er fallen für mich schon alleine deshalb nicht hier rein, da man jederzeit Unmengen davon zum Nennwert bekommen kann - und diesen problemlos wieder ersetzt bekommt.
Gruß Razorback
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Aber die für Sammler ausgegeben "Glanzstücke" schon, denn deren überhöhten Ausgabepreis erzielt man durch Wiederverkauf auf Grund der hohen Auflage auch in hundert Jahren nicht.
Die normalen Umlauf 10er sind okay und sollte viel mehr unters Volk gebracht werden, wenn auch da der Materialwert nur ca. die Hälfte ist.
Grüße
von mir
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27-10-2006, 10:14
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#14 (permalink)
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Den Kookaburra gibt es ganz normal zu kaufen, die Gefälligkeitsprägung war das Känguruh in Silber.
...
Gruß
9999
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Dabei fällt mir, hatte ja immer schon vor zu fragen, was denn Herr schoen zum Känguruh in Silber von 2007 sagen wird? Phantasieprägung?
Bin auf eine Antwort gespannt
Mit den besten Grüßen
-ich-
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27-10-2006, 12:41
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#15 (permalink)
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Münze ist, was als Geld wirklich im Zahlungsverkehr vorkommt???
- Dann wäre ja aus den letzten 20 Jahren nur "Blech" sammelwürdig
- Was machen die Kursmünzen-Sammler mit Vatikan und Co?
Und was ist mit Schautalern aus dem 17. Jahrhundert, 10-fach Dukaten... und nicht zuletzt: Warem Eichbaum & Co wirklich UMLAUF-Münzen?
Sammelwürdig ist, was gefällt - eine andere Frage ist, ob es sich lohnt!
Das wiederum hängt vom
- Kaufpreis
- Auflage
- Metallwert
- Motiv
- Zahl der Sammler
und vor allem
- von VERÄNDERUNGEN in den Sammelgewohnheiten
ab.
Preisfrage: Was passiert, wenn morgen die Besitzer deutscher 200-Euro-Münzen beschließen würden, 4 von 5 Prägebuchstaben zu verkaufen, um auch französische Goldmünzen zu sammeln??
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27-10-2006, 12:53
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#16 (permalink)
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Mir fiele zu diesem Thema noch Seborga ein. Da gibts den Luigino als 'Währung'. Ich war mal dort und habe seither ein paar Münzen rumliegen...
In vielen Geschäften dort wurde laut Schild an der Tür der Luigino angenommen, da die Münzen aber weit über par verkauft wurden, habe ich es natürlich nicht versucht.
http://www.seborga.net/money/index.html
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27-10-2006, 16:38
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#19 (permalink)
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- Was machen die Kursmünzen-Sammler mit Vatikan und Co? 
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Lira Vatikanmünzen gab es selbstverständlich im Umlauf, über den Vatikan-Euro brauchen wir nicht weiter diskutieren.
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27-10-2006, 19:57
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#20 (permalink)
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@Taigawirbel
Interessanter Link, aber ich kann nur "Stoj - rucki wjerch!"  und sonst kein Russisch. Wenn Du eine Übersetzung liefern könntest, arbeite ich die drei Kandidaten gerne mit ein.
Gruß Razorback
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28-10-2006, 12:06
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#22 (permalink)
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Münze ist, was als Geld wirklich im Zahlungsverkehr vorkommt???
- Dann wäre ja aus den letzten 20 Jahren nur "Blech" sammelwürdig 
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Du bringst die Begriffe "Geld" und "sammelwürdig" durcheinander.
- Was machen die Kursmünzen-Sammler mit Vatikan und Co?
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Aufheben, verkloppen oder wegschmeißen. Was sie ihnen eben wert sind. Ob man sie als Sammlermünzen oder Kursmünzen einordnet, ist eine Frage des Gesichtspunkts. Nichts, worüber man lange streiten sollte.
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Sammelwürdig ist, was gefällt
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Kann man so sehen. Jedenfalls hat jeder einen gewissen Spielraum, seine eigenen Kriterien zu setzen.
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Preisfrage: Was passiert, wenn morgen die Besitzer deutscher 200-Euro-Münzen beschließen würden, 4 von 5 Prägebuchstaben zu verkaufen, um auch französische Goldmünzen zu sammeln??
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 Was denn ?
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30-10-2006, 22:04
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#23 (permalink)
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Zitat:
| Preisfrage: Was passiert, wenn morgen die Besitzer deutscher 200-Euro-Münzen beschließen würden, 4 von 5 Prägebuchstaben zu verkaufen, um auch französische Goldmünzen zu sammeln?? |
 Was denn ?
deutsche 200-Euro-Münzen fallen auf Metallwert + 5-10%
Französische Goldmünzen verdoppeln/vervielfachen sich im Wert
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31-10-2006, 21:27
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#24 (permalink)
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@Taigawirbel
Interessanter Link, aber ich kann nur "Stoj - rucki wjerch!"  und sonst kein Russisch. Wenn Du eine Übersetzung liefern könntest, arbeite ich die drei Kandidaten gerne mit ein.
Gruß Razorback
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Auf den Münzen steht ja alles in Deutsch oder Englisch, rechts daneben wird in der ersten Zeile jeweils das Nominal in kyrillisch wiederholt gefolgt vom Prägejahr. Darunter steht das Prägemetall. Bei den Mondmünzen geht es mit serebro (Silber) los, die 250 Lunare sind aus soloto (GOLD  ) und die unteren aus Kupfernickel (mjed ist Kupfer, das zweite Wort weiß ich nicht müßte aber sowas wie plattiert heißen, dann nikelem = Nickel in gebeugter Form, wenn ich mich recht erinnere der 5. Fall). Die Atlantismünzen sind aus Kupfer bzw. Silber, alle Afros sind aus latun = Messing.
Die Überschriften lauten "luna" = Mond, "atlantis koroljewstwo" = Königreich Atlantis, sowie "afrika (objedinjonnaja)" = geeintes oder vereinigtes Afrika.
Bei den Einzelinformationen ist noch Folgendes herauszukriegen: Die Lunare sind in München geprägt, der 20er ist aus 1 Unze Feinsilber, der 40er entsprechend 2 Unzen. Die 250 Goldlunare wiegen 1 Unze, ist aber aus 900er Gold. Von den Atlantis-Münzen wurden nur 200 Stück in Kupfer und 50 Stück in Silber geprägt, also streng limitierte Auflage mit entsprechendem Wertsteigerungspotential  . Bei den Afros steht nichts weiter Interessantes. Angaben zur Prägequalität(?) (medalnui, monetnoje - was immer das heißt) und zur Randbeschaffenheit (gladki = glatt und rubtschatui - ich tippe auf geriffelt bei den 5 Afros) sind auch noch dabei. Alle abgebildeten Metallscheiben haben lt. Vladimir eines gemeinsam: keine Nummer im KM  .
Ob Russisch, Englisch oder Deutsch, natürlich allesamt Phantasieschrott.
Gruß JensiS
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