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D-Mark Münzen (Bundesrepublik Deutschland) alle bundesdeutschen Münzen ab 1948-2001 , z.B. Kursmünzen [-Sätze], Goldmark, Gedenkmünzen etc.

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Alt 10-03-2005, 17:03   #1 (permalink)
 
5DM Fontane, sehr merkwürdig

Ich habe eine 5DM Fontane Münze, die auf der Kopfseite ganz normal aussieht (bis auf ein paar winzige Erhebungen im Wort FONTANE) und auf der Adlerseite auf fast der gesamten Randschrift Erhebungen hat (ähnlich dem Germanischen Museum in diesem Thread ) und stellenweise eine abgeblätterte Schicht.

Im Bereich DEU von DEUTSCHLAND ist vom Rand her ein Stück Schicht abgeblättert, dann kommt ein Stück normale Oberfläche verfärbt und dann normale Oberfläche.
Die Randschrift sieht im Vergleich völlig ok aus.
Daten:
Durchmesser 29,03mm
Gewicht 11,20g
Dicke über Randstab gemessen 2,08 - 2,12mm
Dicke in der Mitte 1,82mm

Was meint die Community hierzu?
(Ich habe frühestens in drei Tagen wieder Zeit zu antworten.)
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg DSC00200a.JPG (318,5 KB, 45x aufgerufen)
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Dateityp: jpg DSC00210a.JPG (555,8 KB, 55x aufgerufen)
brdmünzen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-03-2005, 18:41   #2 (permalink)
 
Bitte mal das Gewicht ermitteln und Bilder der Randschrift. Dann kan man mehr sagen.


Gruss

Michael
namibia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-03-2005, 22:05   #3 (permalink)
 
@namibia

Gewicht steht oben.
Oder meinst Du das spezifische Gewicht? Das ist 9,65g/cm³.
Sieht etwas niedriger aus als normal, liegt aber in der Fehlertoleranz, wenn man nur eine Waage mit bestenfalls ±0,01g Genauigkeit zur Verfügung hat.

Ein Foto vom Rand habe ich, allerdings nicht so besonders. Da muss ich noch ein bisschen mit Blende und Beleuchtung/Belichtung experimentieren.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg DSC00202a.JPG (70,4 KB, 29x aufgerufen)
brdmünzen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-03-2005, 22:29   #4 (permalink)
 
Spontan fällt mir da "Galvano" ein. Aber wer macht sowas bei einem solchen Stück? Das ist doch aufwendig...

Da die Schicht aber sehr dünn aussieht, ist vielleicht nur eine Versilberung. Aber auch da...warum? Ein Experimentierstück?

Geändert von jeggy (10-03-2005 um 22:56 Uhr)
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-03-2005, 05:30   #5 (permalink)
 
Guten Morgen
Also der Hals sieht mir doch sehr "blättrig aus, auch unterhalb der 5 sieht es etwas blättrig aus. Daher meine Vermutung, entweder Lochfrass oder nachträgliche Bearbeitung.

Gruß, Famole
Famole ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-03-2005, 07:29   #6 (permalink)
 
Das erinnert mich an das 2 DM "Ähren" Stück, dass ich Dir - Famole - gegeben habe. Auch da macht es den Anschein, dass (jetzt wirds laienhaft) der obere, silbrige Belag fehlt, bzw. abgeblättert ist bzw. reagiert hat. Sieht aus wie Patina, ist aber keine.


Hier nochmal ein Bild mit einem Vergleichsstück. Leider nicht in Großaufnahme.

Hier nochmal das Bild
Tom 064 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-03-2005, 19:05   #7 (permalink)
 
Irgendwas ist da faul. Eine Legierung 625/375 ist für sich homogen. Wenn da was oberflächlich "abblättert" kann das eigentlich nur nachträglich aufgebracht worden sein. Wurde die Oberfläche der Münze vorher nicht ordentlich gereinigt, ist es normal, dass sich die aufgebrachte Schicht irgendwann ablöst.


Gruss Michael
namibia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-03-2005, 19:37   #8 (permalink)
 
Wurde die Oberfläche der Münze vorher nicht ordentlich gereinigt, ist es normal, dass sich die aufgebrachte Schicht irgendwann ablöst.


Den Eindruck, das die Münze galvanisch behandelt wurde hatte ich im ersten Moment auch. Oder ist es nur Silberbronze.


herrnbrodt
Herrnbrodt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-03-2005, 18:33   #9 (permalink)
 
Lightbulb

Neben dem hier gezeigten 5DM Fontane habe ich noch zwei weitere, unverdächtige Fontane-Münzen.

Die Randschriften zeigen im Buchstabengrund unregelmäßige Erhöhungen. An den Rändelwerkzeugen sind das Dellen in der Oberfläche der Schrift.

Eine unverdächtige Münze zeigt in der Randschrift genau die gleichen Merkmale wie die hier von mir vorgestellte 5DM Fontane Münze. (Die andere "Unverdächtige" hat Dellen an anderen Stellen. Es sind also mindestens zwei Rändelwerkzeuge bei der Herstellung der Fontane-Münzen zum Einsatz gekommen.)
Die Untersuchung erfolgte mit einer Lupe mit 15-facher Vergrößerung. Bilder kann ich davon leider nicht machen. Da bräuchte ich eine Einrichtung wie xylon.

Alle Münzen zeigen an der Oberfläche die gleichen scharfen Konturen. Deshalb und weil alle Abmessungen im Normbereich liegen UND weil zwei Randschriften absolut identisch sind gehe ich davon aus, dass diese 5DM Fontane Münze in der Prägestätte Karlsruhe mit den Original-Werkzeugen hergestellt wurde, also echt ist.

Wenn der Schrötling galvanisch behandelt wurde, dann vor der Prägung.
Für eingehende Materialuntersuchungen der abblätternden Schicht bzw. des Materials darunter fehlt mir leider die Gelegenheit.
Ich denke aber, dass es die richtige Legierung ist und die Walzhaut im Laufe der Zeit erst Blasen gebildet hat und dann anfing abzublättern. Warum das nicht bei vielen anderen Münzen passiert???
Das könnte auch die "Schwellungen" bei dem Germanischen Museum erklären.
Nur: den Fontane habe ich gegen 5DM getauscht.

Ich finde es interessant, welche Schrötlingsfehler möglich sind.
brdmünzen ist offline   Mit Zitat antworten