Neben dem hier gezeigten 5DM Fontane habe ich noch zwei weitere, unverdächtige Fontane-Münzen.
Die Randschriften zeigen im Buchstabengrund unregelmäßige Erhöhungen. An den Rändelwerkzeugen sind das Dellen in der Oberfläche der Schrift.
Eine unverdächtige Münze zeigt in der Randschrift genau die gleichen Merkmale wie die hier von mir vorgestellte 5DM Fontane Münze. (Die andere "Unverdächtige" hat Dellen an anderen Stellen. Es sind also mindestens zwei Rändelwerkzeuge bei der Herstellung der Fontane-Münzen zum Einsatz gekommen.)
Die Untersuchung erfolgte mit einer Lupe mit 15-facher Vergrößerung. Bilder kann ich davon leider nicht machen. Da bräuchte ich eine Einrichtung wie
xylon.
Alle Münzen zeigen an der Oberfläche die gleichen scharfen Konturen. Deshalb und weil alle Abmessungen im Normbereich liegen UND weil zwei Randschriften absolut identisch sind gehe ich davon aus, dass diese 5DM Fontane Münze in der Prägestätte Karlsruhe mit den Original-Werkzeugen hergestellt wurde, also echt ist.
Wenn der Schrötling galvanisch behandelt wurde, dann vor der Prägung.
Für eingehende Materialuntersuchungen der abblätternden Schicht bzw. des Materials darunter fehlt mir leider die Gelegenheit.
Ich denke aber, dass es die richtige Legierung ist und die Walzhaut im Laufe der Zeit erst Blasen gebildet hat und dann anfing abzublättern. Warum das nicht bei vielen anderen Münzen passiert???
Das könnte auch die "Schwellungen" bei dem
Germanischen Museum erklären.
Nur: den Fontane habe ich gegen 5DM getauscht.
Ich finde es interessant, welche Schrötlingsfehler möglich sind.