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D-Mark Münzen (Bundesrepublik Deutschland) alle bundesdeutschen Münzen ab 1948-2001 , z.B. Kursmünzen [-Sätze], Goldmark, Gedenkmünzen etc.

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Alt 31-05-2010, 13:41   #1 (permalink)
 
5 DM Polierte Platte Gedenkmünzen?

Hallo alle zusammen.
Habe vor kurzem einige 5 DM Gedenkmünzen in PP gekauft. Die neueren (ab Mercator) sind ja eingeschweißt in Folie bzw. Noppenfolie.
Allerdings sind auch ein paar ältere dabei, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie PP oder nur Stempelglanz sind, da sie nicht eingeschweißt sind.
Daher meine Fragen:
1. Kann mir jemand anhand der Fotos Auskunft über die Prägeart geben?
2. Wie kann man (vor allem bei älteren nicht mehr so glänzenden Münzen) unterscheiden, ob sie PP oder nur St sind?
3. Wurden die 5 DM Gedenkmünzen in PP schon immer eingeschweißt oder wurden die ersten anders ausgegeben?

Vielen Dank schon im Vorraus,
lg, mral24
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mral24 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31-05-2010, 13:55   #2 (permalink)
 
Hallo mral24,

ich habe die DM 5Er PP ab Dürer .
Die sind alle in der Noppenfolie !

Gruß
Mannie
Mannie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31-05-2010, 17:32   #3 (permalink)
 
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Hallo mral24,

ich habe die DM 5Er PP ab Dürer .
Die sind alle in der Noppenfolie !

Gruß
Mannie
ja ab Dürer sind meine auch alle in Noppenfolie,
Mercator ist in so eine andere Folie eingeschweißt,
aber die davor hab ich alle ohne Folie oder Kapsel gekauft.

Darum wollt ich auch wissen ob jemand weiß, wie die alle ursprünglich ausgeliefert wurden.

lg, mral24
mral24 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-06-2010, 00:53   #4 (permalink)
 
kann mir hier keiner sagen, ob die PP sind oder nicht oder ist das anhand von Fotos nicht zu beantworten?
Gruß, mral24
mral24 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-06-2010, 08:37   #5 (permalink)
 
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kann mir hier keiner sagen, ob die PP sind oder nicht oder ist das anhand von Fotos nicht zu beantworten?
Gruß, mral24

Moin, Moin,

es ist anhand von Fotos immer schwierig eindeutige Aussagen zu machen, deshalb vermute ich hier auch nur einmal, dass es sich aufgrund bisher von mir in Händen gehaltenen entsprechenden Stücken in PP beim Humboldt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um ein solches Exemplar handelt.
Beim Leibniz ist das aufgrund seiner "Beschlagenheit" (entstanden durch die bisherige Aufbewahrung in Weichmacherumgebung) deutlich schwieriger zu beurteilen. Man kann es aufgrund der m.E. vorliegenden scharfen Prägung nur vermuten.

Anmerkung / Tipp:
Bei beiden Stücken sind stellenweise beginnende, aber schon deutliche Grün(span)verfärbungen zu sehen, die schnellstmöglich entfernt werden müssen, damit die PP-Oberflächen nicht weiter und massiver - und vor allem irreparabel - zerstört werden. Bei Grünspan handelt es sich um eine Verbindung mit Cu-Beteiligung. Dabei wird durch (Rest)Chemikalien aus der Herstellung von nicht weichmacherfreien Verpackungen Cu aus der Ag/Cu-Legierung herausgelöst und ergibt dadurch ab einem bestimmten Stadium in der glänzenden Oberfläche der PP-Prägungen deutlich sichtbare matte Stellen.
Das heißt dann im Klartext: "PP-Charakter Ade" !!
Gleichzeitig wird dadurch selbstverständlich der Wert dieser speziell für Sammler geprägten Münzen entscheidend reduziert (bei auflagestarken Prägungen im Extremfall bis Nominalwert !)

Eine schädigungsfreie Reinigung, die auch dem PP-Charakter nichts anhaben kann, ist z.B. die des Tauchens in einem sauberen Ag-Reinigungsbad mit darauf folgendem, intensivem Spülen unter fließendem handwarmem Wasser und - zur Vermeidung von Wasserflecken - vorsichtigem Abtupfen * verbleibender Wasserreste auf einem bereits häufig gewaschenen Baumwollhandtuch ist aus dem oben genanten Grund bei grüngefärbten Stücken grundsätzlich zu empfehlen !
* Es dürfen dabei aber auf keinen Fall die PP-Oberfläche zerstörende mechanische Kratz-, Polier- Reibe- und Scheuerbewegungen auf der Münze vorgenommen werden !!!!!

Will man diesen letzten, vor allem für im Umgang mit PP-Münzen Unerfahrene !, Schritt vermeiden, dann spült man nach der Vorspülung die Münze mit destilliertem, d.h., salzfreiem, Wasser nach und läßt sie dann bei geringstmöglichem Kontakt (z.B. aufrecht stehend oder waagerecht in einem Kuntstoffwinkel liegend) an der Luft trocknen. Dadurch werden hässliche Wasserflecken auf einer Münze ebenfalls vermieden.


Weitere Empfehlungen zu Durchführungen / Vorgehensweisen von Münzenreinigungen (auch anderer Metalle / Legierungen) sind meines Wissens im Forum schon des Öfteren von erfahrenen PP-Sammlern diskutiert und auch beschrieben worden.

M. E. in diesem Zusammenhang immer wichtig:
Bezüglich grün gefärbter Münzen in sogenannter ORIGINALverpackung muss immer wieder betont werden, dass man sich als PP-Sammler früh(recht)zeitig entscheiden muss, ob man einwandfreie Münzen oder einwandfreies Verpackungsmaterial sammeln möchte.
Das bedeutet bei den in "falschem" Verpackungsmaterial ausgelieferten und sich grünfärbenden Stücken
"einwandfreie PP-Münzen in nicht originaler Verpackung"
oder
"Nicht mehr - PP-Münzen in ORIGINALverpackung"
zu sammeln !!!

Grüße
varukop

Geändert von varukop (02-06-2010 um 08:52 Uhr) Grund: Korr. + Ergänzung
varukop ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-06-2010, 14:35   #6 (permalink)
 
Vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort.
Die Münzen wurden tatsächlich zuvor in einem (anscheinend nicht weichmacherfreien) Münzalbum gelagert. Mittlerweile habe ich einige der Münzen ohne Noppenfolienverpackung zum Schutz gekapselt.

Zum Thema einwandfreie Münzen oder einwandfreies Verpackungsmaterial:
Was ist finanziell gesehen sinnvoller, also bei welcher "Sammelart" bleibt der finanzielle Wert der Münzen auch in Zukunft "hoch"?
Gruß, mral24
mral24 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-06-2010, 17:02   #7 (permalink)
 
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Vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort.
Die Münzen wurden tatsächlich zuvor in einem (anscheinend nicht weichmacherfreien) Münzalbum gelagert. Mittlerweile habe ich einige der Münzen ohne Noppenfolienverpackung zum Schutz gekapselt.

Zum Thema einwandfreie Münzen oder einwandfreies Verpackungsmaterial:
Was ist finanziell gesehen sinnvoller, also bei welcher "Sammelart" bleibt der finanzielle Wert der Münzen auch in Zukunft "hoch"?
Gruß, mral24
Moin, Moin,

die Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten, denn egal wie ich die PP-Stücke aufbewahrt habe und wie sie nach Jahren dadurch aussehen (oder nicht ), muss ich bei einem Verkauf nur genau den Sammler / Interessenten mit den identischen Vorstellungen dazu suchen / finden.
Da es ja beide "Spezies" gibt und wohl auch weiterhin geben wird, ist hierzu also kein allgemeingültiger Rat erforderlich. D.h., gundsätzlich wie immer in solchen Fällen: "Jeder nach seinem Gusto".

Von der Numismatik aus betrachtet, ist es m.E. jedoch nicht nur sehr fragwürdig, sondern eigentlich unvernünftig, Münzen in einer sie - und bei den PP's ihren Prägecharakter - zerstörende Verpackung zu belassen und zu sammeln, nur um sagen zu können "ORIGINALverpackt" !!

Aus Sicht der Münzen und der (hoffentlich) folgenden Sammlergenerationen ist nur zu hoffen, dass möglichst viele Sammler (und andere Aufbewahrer) sich bei ersten Anzeichen von Grünfärbungen für das Auspacken entscheiden und somit bei Erfordernis grundsätzlich die "Bewahrung von Erhaltungen" vor die "Unversehrtheit von Verpackungen" setzen !!!

Beste Grüße
varukop
varukop ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-06-2010, 17:39   #8 (permalink)
 
Vielen Dank für die Antwort.
Gerade habe ich in einem anderen Forum gelesen, dass die Noppenfolien ab Dürer weichmacherfrei sind, somit erübrigt sich dann das Auspacken und Kapseln. Tatsächlich sind bei diesen Münzen bei mir auch keine Grünverfärbungen zu sehen, sie sind lediglich ein wenig angelaufen, was aber anscheinend normal ist bei PP mit der Zeit.
Und bei den in weichmacherhaltiger Folie verpackten Münzen (zum Glück nur 2 Stück) muss ich mal schauen. Vorerst lass ich sie lieber mal drin, bis ich einen Münzhändler befragt habe, der sich die dann auch persönlich anschauen kann. Zur Zeit sehen die aber auch noch sehr gut aus, nur eine hat ganz leichte Verfärbungen, die andere ist davor noch verschont geblieben.

Gruß, mral24
mral24 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-06-2010, 22:46   #9 (permalink)
 
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Vielen Dank für die Antwort.
Gerade habe ich in einem anderen Forum gelesen, dass die Noppenfolien ab Dürer weichmacherfrei sind, somit erübrigt sich dann das Auspacken und Kapseln. Tatsächlich sind bei diesen Münzen bei mir auch keine Grünverfärbungen zu sehen, sie sind lediglich ein wenig angelaufen, was aber anscheinend normal ist bei PP mit der Zeit.
Und bei den in weichmacherhaltiger Folie verpackten Münzen (zum Glück nur 2 Stück) muss ich mal schauen. Vorerst lass ich sie lieber mal drin, bis ich einen Münzhändler befragt habe, der sich die dann auch persönlich anschauen kann. Zur Zeit sehen die aber auch noch sehr gut aus, nur eine hat ganz leichte Verfärbungen, die andere ist davor noch verschont geblieben.

Gruß, mral24

Moin, Moin "mral24",

um Missverständnissen und Verärgernissen vor zu beugen, möchte ich nochmals auf das von mir doch eigentlich unmissverständlich angesprochene Auspacken eingehen.

Meine Aussagen und Einschätzungen beziehen sich - wie auch eindeutig geschrieben - lediglich auf bereits grün angelaufene Münzen - agal ob gering oder stark -, nicht, wie aus deinen Zeilen evtl. interpretierbar, auf alle verpackten Münzen !!!!!

Noch etwas - Das Anlaufen (Verschmieren), das du erwähnst, hat nichts mit Münzen speziell in PP etwas zu tun, sondern mit dem "eingepackt sein" von Münzen oder anderen Metallgegenständen allgemein. Dieses wird gefördert, wenn verpackte Materialien, wie hier z.B. Metall, immer wieder unterschiedlichen Temperaturen und auch Luftfeuchtigkeiten ausgesetzt werden !

Gruß
varukop
varukop ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-06-2010, 18:30   #10 (permalink)
 
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Moin, Moin "mral24",

um Missverständnissen und Verärgernissen vor zu beugen, möchte ich nochmals auf das von mir doch eigentlich unmissverständlich angesprochene Auspacken eingehen.

Meine Aussagen und Einschätzungen beziehen sich - wie auch eindeutig geschrieben - lediglich auf bereits grün angelaufene Münzen - agal ob gering oder stark -, nicht, wie aus deinen Zeilen evtl. interpretierbar, auf alle verpackten Münzen !!!!!

Noch etwas - Das Anlaufen (Verschmieren), das du erwähnst, hat nichts mit Münzen speziell in PP etwas zu tun, sondern mit dem "eingepackt sein" von Münzen oder anderen Metallgegenständen allgemein. Dieses wird gefördert, wenn verpackte Materialien, wie hier z.B. Metall, immer wieder unterschiedlichen Temperaturen und auch Luftfeuchtigkeiten ausgesetzt werden !

Gruß
varukop
Keine Angst, habe dass auch so verstanden, wie Du das gemeint hast, vielleicht habe ich mich nur etwas unpräzise ausgedrückt.
Ich werde schon nicht unüberlegt die Münzen auspacken, unter anderem weil ich mich auch dazu entschieden habe, sie (soweit möglich) originalverpackt zu sammeln. Die Originalverpackung ist sicher auch ein "Echtheitsbeweis" für PP (z.B. für evtl. Verkauf,...)
Gruß, mral24
mral24 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-06-2010, 23:51   #11 (permalink)
 
Kurzinfo:

Mir liegt eine schriftliche Auskunft der Ausgabestelle vor: Die Fichte PP ist "lose" ausgegeben worden, d.h. ALLE eingepackten FichtePPmünzen sind ausnahmslos von Privat verpackt worden und daher die Qualität fraglich. Ich würde JEDE solcher Münzen grundsätzlich auspacken und adäquat wieder verpacken und lagern. Varukop hat in Allem Recht !
NIEMALS PP-Stücke irgendwie anfassen, putzen, reiben etc. - ich gehe sogar noch weiter als daß ich bereits die Tuchberührung vermeiden würde und das Trocknen nach Münzbad mit Preßluft empfehle, die pustet alles weg. Notfalls mit Atemstoß. Man denke an Tröpfchen in der Rändelung; hier kann man die Münze umsichtig auf Küchenpapier aufsetzen (also mit dem Rand) und leicht drücken.

Gleiches gilt für die dt. Euro-Goldstücke, die bereits aus der Kapsel genommen und irgendwo gelagert wurden- zB in den samtartig beschichteten Schatullen.
Ich habe neulich ein Stück als original-unausgepackt ersteigert, das unter dem Auflichtmikroskop Dutzende rote Fasern zeigte und auch leicht, also minimal, berieben war. Ich nehme daher, Gold ist ja noch weicher als Silber, niemals ein Tuch. Und niemals heißt wirklich NIEMALS !
Jede so bewischte/berührte Münze ist "hin", und bei Gold-PP über 500 Euro Wert hören m.E. jeglicher "Spaß" und lockere Sicht der Dinge auch auf, wenn man so ein Stück dem nächsten bei ebay noch als "Original" anbieten will.
mfg
xylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-06-2010, 01:46   #12 (permalink)
 
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... dt. Euro-Goldstücke ... bei Gold-PP über 500 Euro Wert ... noch als "Original" anbieten will.
Welche deutschen Euro-Goldstücke gibt es in PP?

Wieso sollte eine originale, also echte Münze durch Bewischen oder Berühren ihre Eigenschaft als "Originalmünze" verlieren? Ein -auch minderer- Erhaltungsgrad oder subjektive Sammel-un-würdigkeit hat doch nichts mit der Originalität einer Münze zu tun.
Davon zu unterscheiden ist das Fehlen eines ggf. zugesicherten Zustandes, was m.E. doch etwas ganz anderes ist.
Löwenherz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-06-2010, 12:36   #13 (permalink)
 
@ xylon,
danke für Deine Info.
Weißt Du vielleicht auch, wie die Münzen von Leibniz bis Fontane ausgegeben wurden? Lose oder in Folie verschweißt? Mir liegen diese nämlich lose vor.
mral24 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2010, 15:59   #14 (permalink)
 
@ Julius Caesar,
vielen Dank für Deine Infos.
Dann wurden die 5er vor Fontane (natürlich angenommen, dass Leibniz und Humbolt nicht verschweißt waren) einfach in etwas Seidenpapier eingewickelt herausgegeben, oder?
Aus heutiger Sicht sehr schade um die schönen PP Münzen.
mral24 ist offline   Mit Zitat antworten
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