Per Google-Suche habe ich das gefunden
Fehlprägungen, Abarten und Varianten der Deutschen Münzen bis 2001
In einem link habe ich gelesen, dass es sich bei dem messingfarbenen Pfennig um eine Fehlerprägung handelt und nicht etwa um eine Vergoldung. Ich bitte darum auf ironische Antworten zu verzichten, ich bin Anfänger und habe auf Hilfen gehofft.
danke mfg
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Moin, Moin "gianni26",
diese von dir erhofften Hilfen wirst du nach meiner Einschätzung im Forum auch bekommen



!
M.E. sollte man aber auch ernste Themen immer mit einer gewissen Portion Humor


angehen, da dann Diskussionen in der Regel lockerer und angenehmer zu führen sind.
Vor dem Hintergrund der hier immer wieder gestellten Frage zu diesen ""vermaledeiten""

Stücken und der Tatsache, dass solche Stücke durch die Behandlung (Veränderung) tatsächlich "nichts mehr wert" sind, da sie von den Geldinstituten offiziell nicht mehr angenommen werden dürfen, ist die gemachte Aussage mitnichten "Ironie"



.
Ich habe mir den von dir genannten link angesehen und muss schreiben, dass er ohne konkrete Aussage - sprich Antwort - auf die Frage zu einer messing- oder goldfarbenen Münze ist - oder habe ich da etwas überlesen


!?? Sollte das der Fall sein, dann klär mich bitte auf !
Ich möchte dringendst empfehlen, die Inhalte der von D. Bake genannten links aufmerksam zu lesen und sich ein, im Hinblick auf den eigenen Fund unvoreingenommenes und wertefreies, Urteil daraus bilden.
Aus einer Anmerkung in einem der links von
"Medaille" zu diesem Thema vom 11.06.09 möchte ich hier einmal seine Frage und seine erste Anmerkung zur Kenntnis geben und diese vor dem Hintergrund meiner ca. 35 jährigen Sammelei von Fehlprägungen u.a. der DM-Währung und der dabei gemachten Erfahrungen,
die natürlich keinen Anspruch auf irgendein vollständiges Wissen um solche Stücke erheben soll und kann !!!!!, beantworten.
Frage an die Experten:
Gibt es überhaupt einen bekannten Fall für eine Messingprägung einer Pfennig-Münze oder auch in anderem Metall (außer Eisen)?
Es ist für mich schon verwunderlich, dass ausgerechnet Münzunkundige genau diese Sensation "zufällig" in Ihrem Besítz haben, während die gesamte Expertenschaft solche Stücke noch nie gesehen hat.
Gruß Medaille
Die Frage muss man für den "Neuling" differenziert behandeln.
Deshalb vorweg: Jegliche Art von "Gefälligkeits" Materialproben, von denen es ja "einige"
gibt, sind hier ausgenommen !
Bei der Argumentation muss m.E. aufgrund der in der Regel vorhandenen Unkundigkeit der solche Stücke (auch an Verlage von Münzenzeitschriften) Meldenden vor allem und unbedingt berücksichtigt werden, dass für eine Aufnahme in diese entsprechenden Listen von "Besonderheiten" weder eine Prüfung dieser Stücke durch den Verlag noch von einem Kundigen erforderlich ist - leider ! Das bedeutet, dass solche Listen letztlich keine zweifelsfreie Aussagekraft haben (können) und man sich nicht auf entsprechende Angaben beziehen kann !!
Ich erwähne diese in hohem Maße unvollständigen (normal, da nicht alles gemeldet wird) und teilweise mit eklatanten Fehlern


behafteten Aufstellungen, da sich immer wieder und gern auf so etwas bezogen wird.
Die Frage zielt eindeutig auf zufällig auf "anders gearteten" Ronden entstandene Fehlprägungen (FP), zu denen z.B. Gewichts-, Material-, Durchmesser- und Plattierungsunterschiede mit evtl. Begleiterscheinungen zählen (können).
Eine, wie hier angesprochene,
messingfarbene 1-Pfennig-Münze kann demnach sowohl
1. eine Prägung auf einer
Messingronde (ohne Magnetreaktion)
2. auf einer fehlplattierten üblichen Fe-Ronde (mit starker Magnetreaktion) sein, als auch eine
3. nachträgliche "Gelbfärbung" zur Ursache haben.
Zu 1.
Mir ist hier, selbstverständlich unter Einbeziehung der Sammlungen aller mir bekannter FP-Sammler, lediglich
ein Fall bekannt. Für meine Sammlung konnte ich die echte

FP eines 1 PF-Stückes auf einer gelbfarbenen Ronde erwerben.
Prägejahr: 1968
Prägestätte: D (München)
Gewicht: 2,74 g
Magnetreaktion: keine
Durchmesser: 16,5 mm - wie Soll, d.h., die Münze ist "dicker"
Aufgrund der Färbung und der fehlenden Magnetreaktion gehe ich von einer
Messingronde aus, die für eine in deutschen Prägestätten produzierte Auslandsmünze gedacht war und versehentlich in die (vermutlich) parallel ablaifende Produktion deutscher Nominale gelangte.
Prägungen mit diesen Ronden habe ich außerdem zu 5 PF 1968 der Prägestätten D und G (jeweils 2,76 g).
---> Um die Frage vollständig zu beantworten: Von 1982 F habe ich noch die Kenntnis von einer Prägung auf einer nicht auf einen Magneten reagierenden silberfarbenen Ronde aus vermutlich Cu/Ni mit einem Gewicht von 1,46 g.
Zu 2.
In den langen Jahren des Sammelns ist es mir leider nicht gelungen, auch nur ein einziges "echtes" Exemplar einer derartigen FP auf einer falsch plattierten Ronde zu 1, 2, 5 oder 10 Pfennig auf zu treiben !
Zu 3.
Diese Art der nachträglichen Verfärbung von PF-Münzen - sei es durch Vergoldung oder über Verfärbungen unter Anwendung anderer chemischer oder physikalischer "Methoden" - befinden sich gegenüber 1. und 2. "der Vollständigkeit halber in jeder ordentlichen"


FP-Sammlung.
Gemäß meiner Erfahrungen zu solchen Stücken kann ich (muss ich) die von "Lolo" genannte Wahrscheinlichkeit einer
nachträglichen "Gelbfärbung" solcher auftauchenden Münzen von mindestens


99,99% nur bestätigen.
Bezüglich der "Verwunderung" von "Medaille" - das geht mir ebenso


.
Beste Grüße
varukop