Danke für Deine sehr ausführliche Begründung
Fehlprägungen bzw. Manipulationen sind eher weniger mein Gebiet (außer evtl. bei Kaiserreich  ).
Zuerst dachte ich, dass evtl. eine Rondenverwechslung vorliegen könnte. Aber das ist nicht möglich, da sonst kein Randstab (und erst recht nicht in der Form) da wäre. Habe ich das richtig verstanden? 
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Moin, Moin,
fast

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Die auf der Abb. sichtbare Form des "Randstabes" kann nur durch Manipulation entstehen, da die Rändeleisen bei einer normalen Prägung immer gerade Formen von Rand und Randstäben ergeben würden !
Möglichkeiten bei Rondenverwechslungen
1. Da meistens Ronden von geringerem Durchmesser zugeführt wurden (werden können, was durch die auf jedes Nominal abgestimmten Rondenzuführungsschächte bedingt ist), sind die Randstäbe nur teilweise entstanden - und zwar nur dort, wo die Ronde Kontakt mit dem Pägering bekommen hat. Das begründet sich über den auf Form und Masse der "Normalronden" eingestellten Prägedruck und dem daraus resultierenden, unvollständigen Materialfluss in die Vertiefungen des Systems. Dieser Fluss ist logischerweise dort am deutlichsten gestört, wo aufgrund einer zu kleinen Ronde kein Material vorliegt, das in die Randstabvertiefungen des Stempels fließen kann. Dieses Aussehen mit teilweise ausgeprägtem Randstab wird bei zu kleinen und bei der Prägung nicht mittig liegenden Ronden erzeugt.
Gelangt eine zu kleine Ronde zufällig mittig auf den Unterstempel, dann kann sich durch den Materialfluss eine gewisse, manchmal sogar recht gleichmäßig ausgeprägte, Randstab
andeutung ergeben. Die so entstehende Münze ist bei den Fällen mit fehlendem Kontakt zum Prägering über dadurch bedingten unkontrollierten Materialfluss immer unrund.
2. Bei der Zuführung von im Durchmesser stimmigen, aber z.B. zu dicken und darüber übergewichtigen, Ronden ergeben sich in der Regel auch normal ausgebildete Randstäbe.
3. Bei einer über die Toleranz in den Abmessungen der Ronden - Zuführungseinrichtung möglichen Zuführung von im Durchmesser
minimal größerer Ronden (Beispiel 5 PF Prägung auf 2 PF Ronde) ist die Echtheit über nicht "sauber" ausgebildete Randstäbe erkennbar. Das liegt daran, dass diese zu großen Ronden bei der Prägung nicht problemlos vom (den Außendurchmesser einer Münze ergebenden) Prägering "umschlossen" werden können, sondern erst über die Prägestempel in diesen hineingedrückt werden. Dadurch ist aber im Bereich des Prägerings kein ungestörter Materialfluss möglich, was dann diese leicht unvollständigen Randstäbe ergibt.
Falls Du gesteigertes Interesse an den verschiedenen Aussehen haben solltest, könnte ich, da entsprechendes Material vorhanden, Scans anfertigen und hier einstellen.
Beste Grüße
varukop