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| D-Mark Münzen (Bundesrepublik Deutschland) alle bundesdeutschen Münzen ab 1948-2001 , z.B. Kursmünzen [-Sätze], Goldmark, Gedenkmünzen etc. |
08-02-2011, 08:15
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#1 (permalink)
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5 DM Schiller 1955; wo verkaufen ?
Hallo,
habe eine 5 DM-Münze von 1955. 150. Todestag von Schiller.
Würde sie sehr gern verkaufen für einen guten Preis.
Vier verschiedene Händler boten mir 50 Euro, 80 Euro, 100 Euro und 150 Euro. Sie warnten auch davor, zu lange zu warten, da der Preis falle.
Wie kann ich es über das Internet am besten anstellen, diese Münze zu verkaufen.
LG
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08-02-2011, 08:26
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#2 (permalink)
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Wie kann ich es über das Internet am besten anstellen, diese Münze zu verkaufen.
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hallo,
schon mal was von ebay gehört?
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10-02-2011, 20:24
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#5 (permalink)
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Zum Thema "Preisentwicklung der ersten Vier" möchte ich folgenden Leserbrief aus einer Münzzeitschrift von 1978 wiedergeben :
"Jetzt grassiert es wieder, das Museum-Fieber oder vollständig Schiller-, Markgraf- und Eichendorff-Fieber. Alle drei bis vier Jahre wird ein Teil der Sammlergemeinde von dieser Epidemie ( ) gepackt. Die ersten Symptome finden ihren Ausdruck in grossformatigen Kaufgesuch-Anzeigen mit ständig steigenden Preisangeboten, so daß man den Eindruck haben könnte, alle Welt dürste förmlich nach diesen vier Gedenkmünzen der Bundesrepublik und ihren PP-Versionen. Es muss wohl etwas Außerordentliches sein mit diesen Stücken. Manche Händler und fast alle Neusammler bekommen glänzende Augen, wenn das Gespräch auf diese Preisgipfelstürmer kommt, dabei hat die Sache doch viel mehr mit Psychologie als mit Mathematik zu tun. Von Voreiligen wird dieses Phänomen mit einer rasch ansteigenden Sammlerzahl und der daraus folgenden Nachfrage-Preis-Automatik abgetan; aber so recht überzeugend klingt das nicht. Gegen die Behauptung von den rasch steigenden Sammlerzahlen sind doch erhebliche Bedenken angebracht. Wenn diese Zahlen wirklich so rasch in die Höhe gehen, dann müsste das Preisgefüge auf breiterer Front in Bewegung geraten. Nun ist es doch so, daß die Zahl der Sammler eher stagnierend ist, auf manchen Gebieten sogar leicht zurückgegangen ist. So doll waren die Besucherzahlen und die Umsätze auf den letzten Münzbörsen nun auch wieder nicht. Wer ist nun an den ersten vier 5 DM-Stücken der Bund-Serie so leidenschaftlich interessiert ?
Wer sich einmal umhört, wird bald feststellen, daß es fast ausschließlich Neusammler sind, die ihrem neuen Hobby erst wenige Wochen frönen, die möglichst schnell rückwärts sammelnd alle Stücke erwerben wollen, die bis heute ausgegeben sind. Wer kennt eigentlich nicht diese Leidenschaft der ersten jungen Liebe zu den Münzen ? Da hört und sieht man nichts mehr anderes und kommt sich besonders schlau vor ( ). Da hat man nur den einzig sehnlichen Wunsch, zu besitzen - koste es was es wolle. In dieser Zeit des ersten Überschwangs hat schon mancher sein Sparbuch restlos geplündert, da wird dann nicht mehr gehandelt und abgewartet, sondern drauflosgekauft auf Teufel komm raus ! Manchem Neusammler hängt anscheindend die Seligkeit davon ab. Nun, Seligkeit ist wichtig - muss sein ! Also sei ihnen das teure Vergnügen gegönnt.
Leider ist diese leidenschaftliche Liebe zu den Münzen bei sehr vielen nur ein Strohfeuer. Ist der erste Rausch verflogen und wieder Nüchternheit eingekehrt, springen viele leider wieder ab. Die teuer erworbenen Stücke werden mit Verlust verkauft, und das numismatische Abenteuer ist damit beendet. Doch zum Glück läuft die Geschichte nicht immer so ab. Bei manchen entwickelt sich mit der Zeit ein wirkliches Interesse für die verschiedensten Gebiete der Münzenkunde. Kataloge werden angeschafft, eine oder mehrere Fachzeitschriften gehalten, und die Liebe gilt den wirklich seltenen Stücken, denn von absolut selten kann man ja auch bei den Bund-Gedenkausgaben nicht reden, auch nicht bei den ersten vier mit jeweils 200 000 Stück, die nicht durch Kriege und Völkerwanderung dezimiert, also mehr oder weniger alle vorhanden sind. Ein Vergleich mit Auflagenhöhe und Marktpreisen früherer Gedenkausgaben kann manchmal ganz ernüchternd wirken. Für den BRD-Schiller werden zum Beispiel heute bereits über 1000 DM gefordert. Schiller gibt es jedoch auch als 5 Mark-Stück von 1934, Auflage nur 100 000 im "Grossdeutschen Reich", davon existieren heute noch höchstens 50 000 Exemplare, also müsste nach den Gesetzen der Logik der 4-mal seltenere Schiller von 1934 ein Vielfaches des Bund-Schiller kosten. Doch kann man ihn bereits für die Hälfte haben .....
....Was werden wohl die zurzeit so gesuchten Stücke in dreissig oder vierzig Jahren wert sein, wenn sie sich in die Reihe der mit Zeitabstand betrachteten Münzen begeben müssen ? Was kostet heute eine Gedenkmünze zu Kaisers Zeiten, zum Beispiel 3 Mark 1911, Jahrhundertfeier Uni Breslau, Auflage 400 000, abzüglich 50 % Verlust = 200 000, in vorzüglicher Erhaltung ? Ganze 115 DM.
Hoffentlich haben die Erben der heutigen stolzen Besitzer auch noch soviel Freude an den "Fieberlingen".
Es ist doch immer wieder interessant, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen...
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10-02-2011, 20:33
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#6 (permalink)
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Was werden wohl die zurzeit so gesuchten Stücke in dreissig oder vierzig Jahren wert sein, wenn sie sich in die Reihe der mit Zeitabstand betrachteten Münzen begeben müssen ?
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Welch Weitblick!!
Doch die Freude daran hat man, und das garantiere ich euch allen, auch noch, wenn es den Schiller zum Nominal gäbe!!!
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