10-05-2011, 09:40
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#6 (permalink)
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Also, ich habe beim näheren Betrachten eher den Eindruck, als gehöre der unterschiedliche Glanz zum (bewussten) künstlerischen Ausdruck. Anders kann ich mir echt nicht erklären, warum z.B. das "Brandenburger Tor" von 1991 stets matt gebürstet aussieht - der "Deutsche Widerstand" von 1994 hingegen überall wie ein Spiegel glänzt (wohlgemerkt: Es handelt sich nicht um die "Spiegelglanz"-Ausführung!)
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Moin, Moin,
so habe ich es auch interpretiert und mein "Versuch" des Aufbaus einer matten und einer glänzenden Sammlung bezieht sich auf diese "Umlaufstücke".
Das dabei teilweise evtl. nur eine Ausführung zu finden ist, sollte mein "fast" ebenfalls mit ausdrücken.
Ob diese Stücke nun matt oder glänzend ausfallen, hat meines Wissens eher nichts mit einem künstlerischen Ausdruck zu tun, sondern resultiert tatsächlich aus anderen Gegebenheiten - die ich teilweise schon erwähnt habe.
Wie eine Münze nach dem Prägen aussieht, hängt neben den üblichen Rondenvorbehandlungen noch von den verschiedenst möglichen Beschaffenheiten der Stempeloberflächen und auch dem Prägedruck ab.
Nur bei den über die speziellen Verfahren "Spiegelglanz" oder "PP" hergestellten Münzen wird bei der Stempelvorbereitung bewusst eine künstlerische Vorgabe zur Erreichung eines gewollten bestimmten Eindrucks umgesetzt.
Bei den "normalen" Münzen ist das eher unwichtig und ergibt sich "so oder so". Bei den Kursmünzen (meine Erfahrung bei der DM) kann man häufig anhand eines typischen Aussehens schon sagen, aus welcher Prägestätte eine Münze kommt.
Beispiel DM-Kursmünzensätze:
Während die D-Sätze komplett glänzend hergestellt worden sind, zeigen die der anderen Prägestätten eher ein PP-ähnliches Aussehen mit dem Wechsel zwischen matt (meist die kompletten erhabenen Reliefs) und glänzend (Münzgrund).
Auf meine diesbezügliche Frage an den Leiter des bayerischen Hauptmünzamtes erhielt ich ein gewisses "Schmunzeln", das ich, durch Nachfrage bestätigt, insofern richtig interpretiert habe, dass man hier einen eigenen, "prägestättenspezifischen", Weg bezüglich des Aussehens gegangen ist (eindeutig ohne Bezug zu evtl. möglichen Vorstellungen des Künstlers!).
Die Antwort auf die ergänzende Frage zum Grund des Aussehens "matt" und / oder "glänzend" der "normalen" Gedenkmünzen bestätigte meine Vermutung der mehr oder weniger zufälligen Entstehung, d.h., auf jeden Fall ohne Bezug zu einer künstlerischen Vorgabe.
Eine gewisse Bestätigung dieser Aussage und der Entstehungsgründe ergibt sich auch über das Aussehen von Ronden der verschiedenen Motive.
Die von mir bisher gesehenen Stücke des 10 DM "Widerstand" waren allesamt glänzend.
Auch die in meiner Sammlung befindliche Ronde und sämtliche weitere "durch meine Hände gegangenen" Ronden (6 Stück) dieses Motivs zeigten über ihre Vorbehandlung in der Prägestätte bereits (eher unüblich) stark glänzendes Aussehen !
Beste Grüße
varukop
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