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D-Mark Münzen (Bundesrepublik Deutschland) alle bundesdeutschen Münzen ab 1948-2001 , z.B. Kursmünzen [-Sätze], Goldmark, Gedenkmünzen etc.

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Alt 14-05-2011, 11:31   #1 (permalink)
 
50 Pfennig-Münze aus reinem Kupfer?

Guten Tag,

ich habe in meinen DM-Restbeständen eine 50Pfennig-Münze (1990 F) entdeckt, die merkwürdigerweise scheinbar aus reinem Kupfer (braun wie ein 2 Pfg-Stück) besteht. Es handelt sich nicht um eine Verunreinigung o.ä., die braune Materialfärbung ist gleichmäßig, auch an den Rändern (siehe angehängten Scan).
Können Sie mir weiterhelfen? Gab es bei den 50Pfg-Stücken Fehlprägungen, etc. auf anderen Metallen?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Information!
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Dateityp: jpg 50pfg.jpg (42,5 KB, 72x aufgerufen)
Sauerländer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-05-2011, 12:07   #2 (permalink)
 
Die Optik kommt mir bekannt vor. Solche Stücke waren immer mal wieder im Umlauf zu finden. Gewissheit zur Frage, ob nur die Oberfläche betroffen ist oder die gesamte Münze aus einem abweichenden Material besteht, ist mit nichtzerstörenden und mit zerstörenden Methoden zu erhalten:

- Stimmen Gewicht und magnetische Eigenschaften mit den Normwerten für 50-Pfennig-Stücke überein?

- Falls ja: einfach mal anritzen. Dann kommt normalerweise die übliche silberfarbene Legierung zum Vorschein.
Dirk Bake ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-05-2011, 12:50   #3 (permalink)
 
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- Stimmen Gewicht und magnetische Eigenschaften mit den Normwerten für 50-Pfennig-Stücke überein?

- Falls ja: einfach mal anritzen. Dann kommt normalerweise die übliche silberfarbene Legierung zum Vorschein.
Danke, Dirk, für die schnelle Antwort!
Die Münze ist unmagnetisch und wiegt ca. 4g, also die üblichen Normen der 50Pfg-Stücke.
Zum zweiten Schritt möchte ich noch nicht übergehen...

Weiß man denn, wie(so) es zu solch einer Verkupferung von einzelnen 50Pfg-Stücken kam?
Und hat dieses Stück einen besonderen Wert?

Danke vorab für weitere Informationen!
Sauerländer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-05-2011, 13:26   #4 (permalink)
 
Bei Cu/Ni-Münzen kenne ich solche Verfärbungen, wenn die Münze einer schwefelhaltigen Umgebung ausgesetzt war. Vielleicht hat die Münze längere Zeit in einem Misthaufen o.Ä. geruht.

Im Bild mein verfärbtes Exemplar einer jugolawischen Münze aus Neusilber.

Viele Grüße
Hermann
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Dateityp: jpg CuNi [800x600].jpg (75,5 KB, 34x aufgerufen)
hekuhn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-05-2011, 13:45   #5 (permalink)
 
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Die Münze ist unmagnetisch und wiegt ca. 4g, also die üblichen Normen der 50Pfg-Stücke.
...
A] Gab es bei den 50Pfg-Stücken Fehlprägungen, etc. auf anderen Metallen?
B] Weiß man denn, wie(so) es zu solch einer Verkupferung von einzelnen 50Pfg-Stücken kam?
C] Und hat dieses Stück einen besonderen Wert?

Moin, Moin,

vorweg:
Die 50 PF-Stücke (Cu/Ni-Legierung) unserer DM-Währung sind grundsätzlich ohne Magnetreaktion, wiegen entgegen Deiner Angabe aber nicht ca. 4, sondern nur ca.3,5 g !! Evtl. nochmals genaueres Gewicht mit 1 Nachkommastelle (Apotheke !?) bestimmen (lassen).
Ca. 4 g wiegt das 10 PF-Stück - bekanntlich mit starker Magnetreaktion.

zu A]
Ja ! Proben (Abschläge) auf anderen Metallen als Bleche ("Klippen") oder auch Ronden und Fehlprägungen auf artfremden bzw. auf artgleichen, aber falsch gewichtigen bzw. falschmagnetischen Ronden, sind bei allen Nominalen der DM-Währung entstanden und auch bekannt.
Die Fehlprägungen sind in erster Näherung in zwei große Gruppen einteilbar:
I) auf Ronden anderer DM-Nominale
II) auf Ronden von in deutschen Prägestätten geprägten ausländischen Münzen.

zu B]
1. Sollten sich die angegebenen ca. 4 g bestätigen, dann muss es sich um eine falschgewichtige Ronde - vermutlich Ausland - handeln.

2. Sollte sich bei der Nachmessung das normale Gewicht der 50er von ca. 3,5 g ergeben, dann ist die Münze wohl über eine Oberflächenverfärbung - über alle möglichen Einflüsse von außen leicht möglich ! - "leicht errötet" .
Es ist dann mit größter Wahrscheinlichkeit zu vermuten, dass über z.B. Chemikalien- bzw. Hitzeeinwirkung entweder Cu aus dem "Kristallgitter" der Legierung heraus gelöst und an die Oberfläche gelangt ist oder freies Cu auf die gleiche Art und Weise zu dieser farblichen Oberflächenveränderung geführt hat. Solche Stücke existieren von allen Nominalen, in deren Legierungen mehr oder weniger Cu enthalten ist.
Es handelt sich bei der abgebildeten Münze nach meiner Erfahrung auf keinen Fall um die "Verkupferung", die wir über Plattierung oder Galvanisierung kennen.

zu C]
Der Wert einer solchen Münze gemäß B] 1. - also eine Fehlprägung - hat für Spezialsammler mit Sicherheit einen, allerdings nicht pauschal nennbaren, "gewissen Wert" deutlich über dem Nominalwert.
Der Wert einer Münze gemäß B] 2. wäre dann ca. 0,25 Cent.

Beste Grüße
varukop ist offline   Mit Zitat antworten
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