Moin, Moin,
meine Anmerkungen jeweils im entsprechenden Text.
Beste Grüße
varukop
1. @ Diwidat
Diesen Wandel kann man aber nicht den Händlern anlasten,
die bewerten immer noch so, wie der Herr Jaeger es in seinen Katalogen beschrieben hat.
-------> Leider trifft das
m.E eher weniger zu. Ich habe bei den Händlerauslagen und den an den Münzen stehenden Bewertungen fast immer den Eindruck, dass sehr viele Händler die Definitionen der Erhaltungen - gerade die hier erwähnten nach Kurt Jaeger - nicht kennen (wollen?)

, oder sie bewusst falsch auslegen

?
2.
Diwidat , wenn wir uns darauf einigen können dass die heutigen Bewertungen objektiver und damit sammlerfreundlicher sind , wäre ich schon zufrieden. Egal ob man nun Händlern oder Kunden dafür verantwortlich macht...man ist eben dank I-Net besser informiert !  Den Fichte halte ich ausserdem für eine sehr schwierig einzuschätzende Münze. Kleine Randfehler scheinen eher die Regel zu sein. Die glatte, reliefarme Vorderseite lässt kleineste Kratzer viel mehr hervortreten.
Gibt es davon überhaupt "echte" St. Exemplare ?  V.G.
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Wenn man die Definition der Erhaltung Stgl nach K.J. genau liest, dann muss man eindeutig sagen: Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht !!
Aber das trifft eindeutig nicht speziell auf den Fichte zu, sondern auf alles Angebotene, denn Stücke in St. sind grundsätzlich absolut rar, wenn nicht in den meisten Fällen unbeschaffbar.
Manche Münzen sind aufgrund ihres Reliefs in Verbindung mit den Freiflächen hinsichtlich Beschädigungen anfälliger als andere.
Das als stgl, stgl fein, stgl feiner bis stgl feinst 
(wer das anbietet hat sich die Definitionen nie "zu Gemüte" geführt, denn St. ist lt. Bescheibung bereits das "Non Plus Ultra" aus der Herstellung der Normalprägungen und eine Steigerung ist im Grunde gar nicht mehr möglich.) Angebotenes ist fast nie als solches einzustufen. In der Regel sind diese Stücke dann als prf (bfr) und besser, d.h., evtl. pfr/stgl oder von mir aus auch noch fast stgl !
Ich bin der Meinung, dass hier gern etwas mit in die Erhaltungsangabe einbezogen wird, das dem Sammler Falsches suggeriert.
Diese Steigerungen von stgl mit "fein" usw. beziehen sich in der Regel nur !! auf besonders augenfällig und zugegebenermaßen zusätzlich schön an zu sehenden (Stempel)Glanz vom Prägen (seidig, seidenmatt, seidig glänzend - da bleibt kein Wunsch offen
) - der muss aber nicht zwangsläufig zur Erhaltung stgl führen !!!
Was nützt mir ein seidiger Glanz, wenn die angeblich stgl-Münze Kratzer(chen) aufweist - ich aber den Preis für stgl + zu zahlen habe ??
Das sind eindeutig "zwei verschiedene Paar Schuhe", wird aber leider häufig "in einen Topf geworfen".
Diese Zusatzprädikate kann man auch den pfr Münzen zuordnen - stgl werden sie dadurch aber eben auch noch lange nicht
.
3. @ hegele
Ich würde die Münze ohne Deine Beschreibung mit Sicherheit als berieben einstufen. Aber Du sagst ja, sie sei nicht geputzt, insofern liegt es wohl nur am Bild, vor allem am Bild Fichte 2 zwischen 3 und 6 Uhr
-------> Genau so habe ich bei der Betrachtung der Abb. auch gedacht.
Alle vier Abb. zeigen ein paar solcher "Reibespuren". Ich kann nur hoffen, dass es sich nur um entfernbare Riefen im "Schmier" auf den Stücken handelt und nicht um Kratzer im Metall.
Anmerkung: Die Aussage "nicht geputz" kann man nur machen, wenn man die Münze eigenhändig von der Bank geholt und entsprechend behandelt hat. Ansonsten kann man höchstens sagen: "
Ich habe sie nie geputzt" !
Wollte noch schreiben, dass mir in diesem Fall Fichte besser gefällt als Buche !!