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D-Mark Münzen (Bundesrepublik Deutschland) alle bundesdeutschen Münzen ab 1948-2001 , z.B. Kursmünzen [-Sätze], Goldmark, Gedenkmünzen etc.

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  • 1 Post By varukop

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Alt 03-09-2011, 20:43   #1 (permalink)
 
Frage zu einer 50Pfg. BDL J 1949 s. Abb. !!

Hallo in die DM Runde.
Habe heute versch. DM und Pfg. Münzen aus dem Umlauf erhalten.
Meine Fragen zu der 50Pfg. BDL J ohne Jahreszahl, s. Abb. Links !
Die rechte Münze ist als Verleich dargestellt !!

1) Auf der RS der Münze fehlt die Jahreszahl 1949 , kam dies häufiger vor?

2)Ausserdem ist ein leicht gepreßter Materialüberschuß
auf der Rs der Münze zu beobachten! Kommt dieses Merkmal bei dieser Münze häufig vor?
Maße und Gewicht:
Ohne Jahreszahl: Münz Dm: 1,95 mm; Stärke der Münze: 15,5 mm;
Mit Feinwaage - Gewicht:3,50 - 3,55gramm; Nicht Magnetisch !

Diese Maße und das Gewicht trifft auch auf die rechte Abb. zu !!

Ist dies eine Fehlprägung oder ?

Hier sind alle Experten gefragt !!!

http://www.emuenzen.de/forum/members...icture4197.jpg

Danke für die Kommentare,
Gruß
bremen_1
bremen_1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-09-2011, 22:20   #2 (permalink)
 
Hallo masaa,

eine fehlende Jahreszahl kann zwei Ursachen haben: sie ist von Anfang an nicht auf dem Prägestempel vorhanden, oder es wird wird durch einen gefüllten Stempel verursacht. Ersteres ist nach der entsprechenden Veröffentlichung für die Ausgabe von 50 Pf-Stücken (BGBl. I S. 323) nicht erlaubt. Da auch teilweise verstümmelte Jahreszahlen relativ häufig vorkommen, halte ich letzteres für wahrscheinlicher.

Einen "leicht gepressten Materialüberschuss" kann ich nicht erkennen. Ein Materialüberschuss würde eine falsche Ronde in der Prägemaschine implizieren, danach sieht es aber nicht aus. Möglicherweise ist der Stempel einfach nur gebraucht.

JPN
navada51 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-09-2011, 12:20   #3 (permalink)
 
Auch ich vermute, dass beide zur Diskussion gestellten Merkmale beim Prägen entstanden sind. Dass bei gar nicht so wenigen 50-Pfennig-Stücken 1949 die Jz teilweise oder völlig fehlt, ist bekannt und wird meist wie bereits skizziert auf durch inkompressibles Material zugesetzte Vertiefungen des Prägestempels zurückgeführt. Die erhabene Fläche rechts neben dem Bäumchen könnte auf eine partiell vom Prägestempel abgeplatzte Chromschicht zurückgehen. Übrigens Gratulation zu den Fotos, die offenbar aus der Zukunft zurückgekommen sind.

Möglicherweise äußern sich noch weitere Fehlprägungs-ExpertInnen, wenn diese Anfrage in den entsprechenden Bereich verschoben wird.
Dirk Bake ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-09-2011, 22:13   #4 (permalink)
 
50Pfg. BDL J 1949 --- ohne Jz, mit "flachem Material"

Moin, Moin,

--- ja, diese Art von beim Prägen entstehender Abweichung über eine fehlerhafte, d.h., partiell bis komplett zugesetzte Prägematrize ---> dadurch bedingt "fehlerhafte" Prägung --- wird grundsätzlich zu den Fehlprägungen gerechnet.


--- Von den beiden von "navada51" genannten Möglichkeiten des Fehlens der Jz (und / oder evtl. fehlendes Mz bzw. auch weiterer Münzbildteile) ist das Zusetzen mit Öl oder mit Metallabrieb/Öl als Gemisch eindeutig zu favorisieren.
Eine beim Prägen auf der Prägematrize fehlende Jz würde ein zwar nicht aus zu schließendes, aber über doch eklatante Nachlässigkeit entstandenes, Versehen darstellen.
Eine weitere Möglichkeit wäre das Anfertigen von Proben zu Prüfzwecken vor der Anbringung z.B. der Jz.
Solche Stücke wurden / werden, wenn überhaupt, dann aber nicht in den hiervon bisher aufgetauchten "größeren Stückzahlen" angefertigt und - außer ebenfalls durch Versehen - in Umlauf gebracht .

Des Weiteren deuten die bisher bekannt gewordenen unterschiedlich "verstümmelten" Jz der BDL-Münzen doch eindeutig auf das immer wieder erfolgte Zusetzen der Stempelvertiefungen beim Prägen - auch der gesamten Jz - hin.
Man darf nicht vergessen, dass 1948 und 1949 noch die "alten" Prägemaschinen eingesetzt wurden - und die waren im Bereich der sich bewegenden Mechanik wohl doch schon arg mitgenommen und hatten einen größeren Zwischenraum im Bereich der Führung der Stempelhalterungen, so dass dort "einiges" an Öl auf die Stempel (vor allem auf den Unterstempel) gelangen und deren Vertiefungen zusetzen konnte.

Folgende Jz-Abweichungen von 1949 liegen mir vor:
D: ohne; _ 9(4)9; 1 _ _ _
F: ohne; _ _ 49; 1 _ 49; 19 _ 9; _ 949; 19 _ _; 194 _
G: bisher Fehlanzeige
J: ohne; _ _ 4 9; 1_ _ _; _ 949; 19 _ _; _ _ _ 9; _ 9 _ _ ; _ _ (4)9; 19 _ 9; 194 _

( ): nur angedeutet, aber ohne Lupe gerade noch sichtbar
zusätzlich (ohne Mz): _ _ _ 9

Von diesen Abweichungen sind nach meinen Erkenntnissen die Versionen "ohne Jz" jeweils die mir am häufigsten "in die Finger gekommene" Form der Jz-Abweichungen.

--- Ich würde den angegebenen, "leicht gepressten", Materialüberschuss, der allerdings keinen (Gewichts)Überschuss darstellt (darstellen muss), wie Dirk B. als "flache" Materialfläche, die durch einen entsprechenden partiellen Chromausbruch entstanden ist, interpretieren.

Kombinationen von Jz- Abweichungen (fehlend oder verstümmelt) mit irgendwelchem gegenüber dem Münzgrund erhabenerem "Material" - egal ob durch einen Chromausbruch, Stempelausbruch, Stempelriss oder Stempelbruch verursacht - sind natürlich über den bekannten Zufall immer und in großer Zahl möglich. Das hängt dann vor allem davon ab, wie optimal die Stempel zu dem entsprechenden Zeitpunkt der "öligen Maschinenschwäche" gearbeitet waren.

Auch solche (Kombinations)Beispiele können in einer Sammlung selbstverständlich auch oder zusätzlich "nett" aussehen, sollten aber auf keinen Fall über bewertet werden, denn es gibt m.E. im Bereich der Fehlprägungen Interessanteres !

Deshalb kann ich persönlich die Frage nach dem "kommt diese Kombination öfter vor ?" nicht beantworten.

Generell ist dazu noch anzumerken, dass ein solches "öfter vorkommen" vor allem davon abhängt, ob der verursachende Ausbuch ein einmaliges Ausbrechen war (das ergibt dann unter der Voraussetzung, dass nichts aussortiert wurde, viele gleichartige Stücke) oder er sich im Prägeverlauf ständig vergrößert hat (das ergibt wahrscheinlich nur jeweils wenige Exemplare verschiedenster Chrom- oder sonstiger Ausbrüche).
Postuliert man zu Letzterem ein sich nach jeder geprägten Münze minimal veränderndes Chomausbruchsbild, dann entstehen dabei viele "unikatige" Münzen mit Chromausbrüchen.

Also --- viel Spaß bei der Suche !

Beste Grüße
varukop
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