Hallo zusammen,
Ich hab da mal ne Frage. Und zwar habe ich von meinem Vater eine Münzsammlung bekommen. In dieser befinden sich einige interessante
Münzen. U.a. Germ. Museum, Schiller, v.Baden, Eichendorff, Fichte incl. kompl. Anhang, 50 Pfennig 1950 G BDL, 5 DM 1958 J, 2 DM 1951 D-F-G-J.
Ist es möglich anhand von Fotos welche ich hier hochladen würde, eine Einschätzung der Erhaltung dieser Münzen abzugeben ? mögl. genau ?
Selbst komme ich aus der Schmuckbranche und weiß wie schwierig es ist
Schmuck auf Fotos zu bewerten. Mein Vater hat Buch geführt über seine Münzen, mit Wertangaben, daher ahne ich in etwa in welche Richtung es geht
Selber sehe ich den Unterschied zwischen sehr schön, vorzüglich usw. nicht.
Parallel dazu werde ich mich auch mal bei dem einen oder anderen Münzhändler erkundigen. Da ich aber nicht sicher bin ob ich dort eine Neutrale Bewertung bekomme, frage ich halt auch mal hier nach.
Ich denke nicht daran die Münzen zu verkaufen. Werde sie wohl behalten.
Je mehr ich mich nämlich mit der Materie Münzen beschäftige, merke ich
das ihr ein sehr interessantes Hobby habt. Wer weiß, vieleicht versuche ich sogar die wenigen kleinen Lücken dieser Sammlung zu stopfen ;-)
Aber ja doch, bei guten Bildern ist hier schon eine Einschätzung möglich. Wichtig ist, die Münze beidseitig hochzuladen, worauf auf Hintergrund zu verzichten ist. Sprich viel Münze, wenig Tisch
Am Besten eignet sich die Makrofunktion der Kamera, wobei nichtmal alle Megapixel ausgenutzt werden müssen, die Bilder werden dann mit mehreren Megabites einfach zu groß.
Auch prima sind Scans, wobei du beim Scannen die Münze "ausschneiden" solltest, damit wir auch hier die Münze sehen und nicht den Hintergrund
So, deine Liste liest sich für BRD-Sammler schonmal sehr gut, ich bin sicher, dass du hier von Einigen befriedigende Antworten erhälst !
Hmmm, die Auflösung der Scans hätte ruhig ein wenig größer sein können, um wirklich abschließend die Münzen bewerten zu können. Ich bevorzuge da immer eine Breite von etwa 650 Pixel.
Die Münze, die Du uns hier zeigst, gehören aus meiner Sicht, schon zu den Highlights einer Deutschland-Sammlung, daher würde ich dir raten, falls noch nicht vorhanden, dir von einem Sachverständigen eine Expertise für die 5,- 1958 J und dem 50 Pfenning 1950 G BDL anfertigen zu lassen(kostet zwar einiges, würde sich aber lohnen), dafür könntest du dir dann auch sicher sein, ein paar echte "Raritäten" der deutschen Neuzeit dein Eigen zu nennen.
EIN SUPER-GRUNDSTOCK UM WEITER ZU SAMMELN, BLEIB DABEI !!! und berichte hier.
hier mal meine Einschätzung der Stücke mit der Bitte an die Anderen, es zu korrigieren
Museum: vz-prf
Schiller: gutes vz
(auf den Scans hätte ich sie besser geschätzt als die germ. Museum, aber sind da kleine Macken neben dem Kopft im Feld?)
1958J : ss-vz
(großzügig geschätzt, es sind schon Umlaufspuren erkennbar)
50 Pf : vz
( ganz ganz tolles Stück, das wurde bestimmt sehr früh aus dem Umlaufmarkt entnommen. Leider mit kleinen Randfehlern und winzigen Macken auf der Rückseite)
hier mal meine Einschätzung der Stücke mit der Bitte an die Anderen, es zu korrigieren
Museum: vz-prf
Schiller: vz
(auf den Scans hätte ich sie besser geschätzt als die germ. Museum, aber sind da kleine Macken neben dem Kopft im Feld?)
1958J : ss-vz
(großzügig geschätzt, es sind schon Umlaufspuren erkennbar)
50 Pf : vz
( ganz ganz tolles Stück, das wurde bestimmt sehr früh aus dem Umlaufmarkt entnommen. Leider mit kleinen Randfehlern und winzigen Macken auf der Rückseite)
Bin ich in den 2,5 Jahren schon so penibel geworden ?
Ich würde alle Stücke auf SS einschätzen ... Dt. Musseum vielleicht SS-VZ ... aber die schwarzen Punkte machen wir Sorgen - also doch nur SS.
Wie Papa oder Linda (oder beide) - schon sagten ... mit diesen Stücken hast Du ein optimalen Einstieg in eine BRD Sammlung ... alle anderen Stücke lassen sich leicht und günstig beschaffen (ein paar Ausnahmen ausgenommen) - oft werden die Raritäten erst am Schluss beschafft und dann verliert mancher gerne die Lust ...
hier mal meine Einschätzung der Stücke mit der Bitte an die Anderen, es zu korrigieren
Museum: vz-prf
Schiller: gutes vz
(auf den Scans hätte ich sie besser geschätzt als die germ. Museum, aber sind da kleine Macken neben dem Kopft im Feld?)
1958J : ss-vz
(großzügig geschätzt, es sind schon Umlaufspuren erkennbar)
50 Pf : vz
( ganz ganz tolles Stück, das wurde bestimmt sehr früh aus dem Umlaufmarkt entnommen. Leider mit kleinen Randfehlern und winzigen Macken auf der Rückseite)
Moin, Moin!
@ "Kanisterkop"
Ich bin in Sachen Erhaltung auch eher ein strenger bis sehr strenger "Einstufer" gemäß Definitionen.
Deine Reaktion auf "anubix2" ---> Also dann hätte ich mich aber mal mal richtig verhauen, oje muss m.E. aber nicht sein !!
Mir ist nicht ganz klar, wie "anubix2" zu seiner Aussage "Ich würde alle Stücke auf ss einschätzen....." gekommen ist.
Deine Einschätzungen würde ich im Großen und Ganzen teilen. Nur den 50er hast Du m.E. eindeutig zu gut gesehen. Schau ihn Dir bitte nochmals richtig an. Das Stück zeigt keinerlei Prägeglanzreste und ich meine da auch Reinigungs- oder Glättungsspuren zu sehen (d.h. es sieht für ein ansonsten ss zur Vorsicht mahnend aus. Aber das "echt oder manipuliert" steht ja hier nicht primär zur Debatte) - und dann die deutlichen Kerben und Beschädigungen im Randstab - vor allem der Rs -, die Dir sicherlich entgangen sind !?
Meine Einschätzungen der Erhaltungsstufen als Sammler anhand dessen, was für mich auf den Abb. ersichtlich ist:
Museum: vz+ (aus Käufersicht) bis vz/pfr (aus Verkäufersicht)
Schiller: vz+
58 J: ss+
50G BDL: ss
Zu Deiner Aussage ---> ""großzügig geschätzt, es sind schon Umlaufspuren erkennbar"" möchte ich aus Sicht der Definitionen doch kurz Folgendes anmerken, da ich hier etwas falsche Vorstellungen bei Dir vermute :
Bei einer Münze mit der Erhaltung von z.B. ss-vz sind generell nicht SCHON Umlaufspuren erkennbar, sondern ihre Oberflächen "bestehen zum größten Teil aus Umlaufspuren". Deshalb sind sie ja nur noch in dieser Erhaltung an zu sehen.
Selbst Münzen in prägefrisch weisen (dürfen aufweisen) eine geringe Anzahl kleiner Kratzerchen über den Auffangbehälter oder den Umlauf auf.
Somit alle darunter liegenden Erhaltungen selbstverständlich auch - und zwar mit steigender Tendenz in der Anzahl je schlechter aussehend.
Nur die bei Münzen aus der "Normalprägung" so gut wie nicht existierende Erhaltung Stempelglanz darf diese Spuren nicht aufweisen !
@ "anubix2"
Zu Deiner Frage: "Bin ich in den 2,5 Jahren schon so penibel geworden ?" muss ich Dir eine Gegenfrage stellen.
Bist Du zu Deinen Einschätzungen tatsächlich "ganz neutral" oder aus Sicht eines Käufers (was fast an zu nehmen ist) gekommen ? .
@ "GoldUli"
Ich bin der Meinung, dass, wenn Du Dir die entsprechenden Forumsbeiträge zur Manipulationserkennung beim 58 J "intensiv zu Gemüte führst" und evtl. Unklarheiten hinterfragst, Du mit unserer Hilfe eine m.E. momentan unnötige Geldausgabe bei diesem Stück vermeiden kannst.
Außerdem trainiert das den "Umgang" hinsichtlich des Erkennens von Manipulationen und Fälschungen.
Beim 50er ist das deutlich problematischer, da die Manipulationen durch Zusammenfügen einer "halben" Wertseite 49 G und einer "halben" Rückseite 1950 über ein komplettes Glätten der Münze an den Nahtstellen nach "getaner Arbeit" oft sehr schwer, d.h., nur unter dem Mikroskop, erkennbar sind.
Bewertungen sind immer subjektiv. Ich persönlich würde die 5 DM-Stücke als vz bewerten. Obwohl nicht mein Sammelgebiet ist mit der Fünfziger nicht koscher. Die Randfehler sind klar. Das "Zusammenspiel" der einerseits "stumpf" wirkenden (fehlender Prägeglanz) andererseits scheinbar kratzerfreien Oberfläche ist mir nicht geheuer.
Ich habe das Forum und das Internet nach Erkennungsmerkmalen durchforstet. Der 5er hat 5 von 5 der mir nun bekannten Merkmale.
Beim 50er kann ich nicht sehen das manipuliert worden ist. Dazu muß ich sagen ich bin von Beruf Goldschmiedemeister mit nun fast 25 jähriger Berufserfahrung und habe eigentlich einen guten Blick für sowas. Könnte praktisch selber manipulieren und weiß welche Spuren diverse Arbeitschritte hinterlassen würden ( nicht das jetzt anfragen kommen ). Wenn 2 Hälften zusammengefügt worden wären müsste die Münze meiner Meinung nach auch einen Verlust im Durchmesser haben. Der passt bis auf´s Zehntel. Die Dicke ist zwar etwas dünner, stimmt aber mit Münzen gleichen Jahrgangs überein und das Gewicht stimmt auch bis auf´s Zehntelgramm. Gegen eine Manipulation spricht auch das mein Vater den 50er vor jahrzehnten aus seinem Portemonaie gefischt hat.
Ich werde ihn mir mal unter dem Mikroskop anschauen, dem einen
oder anderen Händler zeigen und ggf. von einem Sachverständigen eine Experise anfertigen lassen.
Wenn Papa den Fünfziger aus dem Portemonaie gefischt hat, müssten eigentlich mehr Umlaufspuren erkennbar sein. Ich denke, eine Expertise wäre hier angebracht. Trotzdem die Stücke sind eine tolle Grundlage für eine DM-Sammlung. Man könnte fast neidisch werden.
Also .... die Musseum hat Rost angesetzt (schwarze Flecken) - die sich nur schwer entfernen lassen. Die Schiller wurde poliert - der 5 DM 1958 und das 50 Pf BDL stammen sichtbar aus dem Umlauf .... vielleicht bin ich wirklich zu streng ... aber auch beim 3. mal anschauen ... würden die Stücke bei mir nur SS bekommen (Zwischenstufen +/- fast nahezu usw. gibts bei mir nicht).
Die Musseum ist aber trotzdem Super erhalten ... ohne die Flecken würde ich da auch ein VZ geben ... aber irgendwo muss mann eine Münze ohne Flecken - doch von einer mit Flecken unterscheiden ?!
UNC ist für mich ein "Perfektes Stück"
VZ ist für mich eine Bankfrische Münze mit minimalen Spuren.
SS ist alles zwischen VZ und S ...
S ist eine Münze bei der nicht mehr alle Details zu erkennen sind.
.. damit hat meine Einschätzung im SS Bereich natürlich einen sehr große Abdeckung im vergleich zu den anderen Bereichen.
Ich bin auch nicht zufrieden mit den Einteilungen ... ich fände eine Prozentangabe (100% = prägefrisch HGH - bis 0 Prozent = Schlechte "S") wesentlich besser - so könnte mann kleine Fehler besser Bewerten.
Des weiteren müsste die Bewertung für beide Seiten stattfinden ... den oft ist eine Seite besser als die andere ...
Eine 5 € HGH Münze aus Österreich wäre dann eine 100/100
die gleiche als Stgl. Münze (ebenfalls Bankfrisch) dann vielleicht eine 95/95 .. aber leider haben sich die Erhaltungsangaben nun mal so eingebürgert ....
PS: Für mich ist die Erhaltung nicht unbedingt an die Schöhheit einer Münze gekoppelt ... ich habe ein paar alte Mexikaner die nur ein SS bekommen aber duch die Patina - besser aussehen als wäre sie aus Stgl.
Auch das Alter wird bei mir berücksichtigt. Eine Silbermünze aus den 30er Jahren "braucht" eine Patina .. eine Silbermünze aus den 80er und 90er Jahren - eher nicht .. und eine Münze die erst 10 Jahre alt ist schon gar nicht !
Natürlich darf das jeder machen wie er will ... wenn ich so streng bin - hat das nur den Vorteil das meine Tauschpartner oft positiv von der Erhaltung überrascht sind.
Ach ja ... um auf die Gegenfrage zu antworten : Ich mache keine Untscheidung bei Erhaltung ob ich potentieller Käufer oder Verkäufer bewerte.
zum Beispiel bei DIHK Internet, Fachbereich Numismatik
Tipp: wenn Expertise, dann FOTO-Expertise, kostet zwar noch einmal ein Paar Euro mehr, ermöglicht aber beim Weiterverkauf an einen Sammler auch einen höheren Gewinn, da dieser die Münze mit der(im Normalfall, deutlich vergrößerten) Fotografie vergleichen kann.
Papa und Linda
pardon, finger waren schneller als das hirn,
besser du versuchst es im netz mit dem Suchbegriff "staatlich bestellte sachverständige" und wählst dann den Fachbereich Numismatik
Papa und Linda
"Eine Expertise für diese Stücke würde ich nicht machen. Die Stücke sind bekannt, eine Expertise wird beim Kauf nicht nachgefragt.
Für die Wertermittlung reicht es vergleichbare Stücke bei abgelaufenen Auktionen zu betrachten."
Entschuldigung, aber auch wenn ich noch nicht so lange wie Du hier in diesem Forum angemeldet bin und nicht den Status eines Super-Moderators habe,kann ich dir nur wiedersprechen
...gerade weil, diese Stücke und auch die meisten Fälschungsmerkmale so bekannt sind, sollte man eine solche Münze nicht ohne Expertise ankaufen, denn auch den Gruppen von Menschen, die uns Sammlern schaden wollen, sind diese Fälschungsmerkmale bekannt und so kann sich doch nur empfehlen eine Expertise mit allem "Schnick und Schnack",Klangprobe,Dichteprüfung machen zu lassen.
Papa und Linda
Entschuldigung, aber auch wenn ich noch nicht so lange wie Du hier in diesem Forum angemeldet bin und nicht den Status eines Super-Moderators habe,kann ich dir nur wiedersprechen
...gerade weil, diese Stücke und auch die meisten Fälschungsmerkmale so bekannt sind, sollte man eine solche Münze nicht ohne Expertise ankaufen, denn auch den Gruppen von Menschen, die uns Sammlern schaden wollen, sind diese Fälschungsmerkmale bekannt und so kann sich doch nur empfehlen eine Expertise mit allem "Schnick und Schnack",Klangprobe,Dichteprüfung machen zu lassen.
Papa und Linda
Wohin führt es, wenn man zu jeder halbwegs seltenen/wertvollen (BRD)-Münze eine Expertise braucht ?
Zumindest beim Kauf von einem seriösen Münzhändler sollte man darauf guten Gewissens verzichten können.
...gerade weil, diese Stücke und auch die meisten Fälschungsmerkmale so bekannt sind, sollte man eine solche Münze nicht ohne Expertise ankaufen, denn auch den Gruppen von Menschen, die uns Sammlern schaden wollen, sind diese Fälschungsmerkmale bekannt und so kann sich doch nur empfehlen eine Expertise mit allem "Schnick und Schnack",Klangprobe,Dichteprüfung machen zu lassen
Was du hier beschreibst, sind amerikanische Verhältnisse und diese werden in Europa hoffentlich nie Wirklichkeit!
Geslebt und zu Tode bewertet Nein danke.
[... auch als Moderator darf ich eine Meinung haben ]