05-02-2012, 19:01
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#7 (permalink)
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Adenauer und Heuss wirklich erst ab 1972 in PP ?
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Adenauer und Heuss gibt es erst ab 1972 in PP (Spiegelglanz).
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Moin Moin,
diese Aussage stimmt "nicht ganz" .
"Joshua" hat mit seiner Anmerkung
"....... aber manchmal erlebt man halt etwas unerwartetes ! Manchmal kennt man halt nicht alles"
zwar hinsichtlich 1970 D nicht den heutigen Kenntnisstand getroffen, aber allgemein schon nicht unrecht, denn .......
Im Jahr 1972 sollten in Karlsruhe 100 PP-Sätze zu einer Jubiläumsausgabe in einer Samtschatulle für verdiente Mitarbeiter des Rondenherstellers VDM zusammen gestellt.
Es sollte ein Satz werden, in dem alle zu der Zeit gültigen Umlaufmünzen des eigentlichen Jubiläumsjahres 1971 enthalten sind. Das bedeutete selbstverständlich auch, dass die beiden den Max Plank ablösenden 2 DM Münzen mit dem Konterfei von Adenauer und Heuss nicht fehlen durften.
Da aber 1971 über die Sätze nur der Max Planck automatisch in PP geprägt vorlag, wurden für die jeweils 100 Stück extra entsprechende Stempel für die PP-Prägungen von A. u. H. angefertigt.
Lt. Auskunft eines VDM-Mitarbeiters (und auch Karlsruhe) wurden diese 100 Stücke letztlich aber nicht benötigt und so hat man jeweils mindestens 50 davon gleich wieder vernichtet.
Gleichzeitig enthielt / enthält dieser Satz eine mit 10 Pf-Originalstempeln des KR geprägte Goldklippe.
Letztere war der Grund, weshalb diese Sätze bei den Sammlern von KR-Münzen "heiß begehrt" waren und aufgrund der Aussicht auf das Erzielen eines "guten Preises" von vielen der "verdienten" Mitarbeiter auch zum Kauf angeboten wurden.
Zum späteren Leidwesen der DM PP-Sammler hat diese KR orientierte "Sammlerschar" zum damaligen Zeitpunkt nicht gewusst, dass die Schatulle zwei weitere numismatische Schätze enthielt. Es waren die beiden 2 DM-Stücke - Adenauer mit Jz 1969 und Heuss mit Jz 1971 – die ausschließlich für diesen Satz in der besonderen Herstellungsart PP geprägt worden waren. Ein "Muss" für jeden ehrgeizigen PP-Sammler.
So wurden viele dieser Sätze anfangs nur wegen des "Goldzehners" gekauft und in Unwissenheit zu den Münzen eines anderen Sammlegebietes aus einander gerissen. Man vermutet, dass es noch ca. fünf dieser Sätze im Originaldesign gibt.
Da es sich bei den anderen Stücken zu Beginn nicht nur für die meisten KR-Sammler um "nichts Besonderes" handelte, wurden die meisten davon in Umlauf gegeben (Ich habe selbst solch einen umgelaufenen PP-Heuss - jetzt in „vz aus PP“ - und ihn im Anhang abgebildet).
Entdeckt wurden diese beiden 2 DM Raritäten erst über eine weitere Besonderheit dieses Satzes durch die bei allen Gelegenheiten besonders genau hinschauenden Sammler von Varianten und Stempelkopplungen um Erich Paproth (EPA). Sie enthielt nämlich durch den Heuss eine nur in diesem Satz vorkommende Variante bei der Jz 1971 aus Karlsruhe - und zwar mit der so genannten "neuen" Rändelung (Randschrift).
Das hat sich damals ergeben, da man 1972 für den Heuss keine Ronden mit der bis 1971 üblichen "alten" Rändelung mehr zur Verfügung hatte. Das bedeutete nach fundierten Erkenntnissen, dass sich um den Adenauer von 1969 in PP ab einem bestimmten Zeitpunkt (das Jahr dieser Entdeckung weiß ich leider nicht mehr) die DM-PP-Sammler bemühten.
Beim Heuss war neben den DM-PP-Sammlern nun zusätzlich die damals noch relativ große Zahl der V. + K. Sammler um EPA "scharf" auf diese, über das teilweise in Umlauf bringen nur in wenigen Stücken zur Verfügung stehende, Münze Heuss 71 G mit der neuen Rändelung.
Man kann sich vorstellen, dass die für dieses Stück gezahlten Preise sehr schnell den vierstelligen DM- Bereich erreichten – teilweise sogar mit einer 4 am Anfang.
Das Originalset wurde bei dem äußerst seltenen Auftauchen "damals" mit bis zu 6.000,- DM „geadelt“ .
Die 9 Stücke, die ich bisher in Händen gehalten habe, zeigten beim Heuss Beschädigungen am Rand. Allem Anschein nach wurden diese PP-Stücke ausschließlich oder doch mindestens überwiegend!? mit einem an mehreren Stellen beschädigten bzw. nicht sorgfältig gearbeiteten Prägering hergestellt. Diese Prägering Beschädigungen verlaufen quer über den gesamten Rand.
Ich hoffe, dass ich mit meinen Ausführungen den entsprechenden Sammlern des Forums, die von der Existenz dieser beiden PP-Prägungen des A. 69 G u. H. 71 G keine Kenntnis hatten, über das evtl. vorhandene "Vollständigkeitsvirus" keine schlaflosen Nächte bereite .
Beste Grüße
varukop
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