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Ich habe unlängst einen Posten Städtenotmünzen aus der Zeit des 1. Weltkrieges erworben. Die sind zum Teil aus "problematischen" Metallen hergestellt und zaponiert. In diesen Fällen habe ich die Zaponierung draufgelassen.
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Ja, warum auch nicht? Wenn das ordentlich gemacht ist, und der Lack nicht spröde und rissig ist, dann bietet er auch in den kommenden Jahren einen ausgezeichneten Schutz.
Bei wertvollen Stücken kann man ja zusätzlich noch eine Schicht Wachs auftragen, falls man Haarrisse im Lack befürchtet. Damit dürfte er dann noch viele Jahre halten.
Gerade bei den problematischen, besonders unedlen Metallen wie Zink, Aluminium und Eisen suche ich sogar nach zaponierten Münzen, denn sonst bekommt man die ganz sicher nicht im prägefrischen Originalfarbton zu sehen.
Und noch heute wird das ja in Einzelfällen noch so gemacht, nur technisch sehr viel ausgereifter. Die Silberunzen der Kangaroo-Serie werden bei der Royal Australian Mint nach dem Prägen mit einer hauchdünnen Schicht Zaponlack versehen. Ein kleiner Robotarm mit einem Airbrushpinsel erledigt das mit äußerster Präzision.
Bei der ersten Ausgabe 1993 gab es noch ein paar Probleme mit der Haftung, diese Münzen haben manchmal kleine violettfarbene Flecken, aber ab 1994 sind die Stücke perfekt.
Wenn ich so gut lackieren könnte, würde ich alle meine Münzen so behandeln. Dieser Nitrozelluloselack ist etwas wirklich feines und er bleibt für Jahrzehnte elastisch und schützt die Münze. Kein Vergleich zu den Chemiebrühen, die heutzutage als Lack verkauft werden und nach schon 5 Jahren rissig und spröde werden.
Gruß
9999