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DDR - Münzen alles über Münzen der DDR

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Alt 05-01-2010, 21:44   #1 (permalink)
 
Reinigung zaponierter Neusilbermünze....

Hallo alle zusammen.

Vor Kurzem habe ich eine DDR-Gedenkmünze aus Neusilber ersteigert welche zaponiert wurde. Die Münze an sich befindet sich in bester Erhaltung die Lackierung sieht allerdings grauenhaft aus.
An zwei Stellen löst sich der Lack bereits von allein ab, zudem sind einige kleine Staubfusseln im Lack eingeschlossen.
Habe schon in verschiedenen Foren gelesen das man den Zaponlack wohl ganz gut mit Aceton ablösen kann, bin mir jedoch nicht sicher ob ich das auch problemlos bei Neusilbermünzen machen kann.
Daher meine Frage hier im Forum, ob jemand damit schon Erfahrungen gemacht hat und mir sagen kann, wie genau ich hier vorgehen muss.

Habe auch gleich noch eine zweite Frage, welche mir schon länger auf dem Herzen liegt.
Bis vor kurzem habe ich meine DDR-Gedenkmünzen in einer neutralen Münzkassette aufbewahrt. Auf einer Auflistung aller Gedenkmünzen, welche ich mir mal irgendwo aus dem Internet besorgt habe, habe ich der Übersicht halber immer diejenigen Münzen durchgestrichen, welche ich bereits habe. Laut dieser Aufstellung ist lediglich das 5 Mark Stück Brandenburger Tor von 1971 eine offizielle Gedenkmünze.
Dieses Jahr zu Weihnachten habe ich eine neue Münzkassette speziell für die DDR-Münzen bekommen. Hier passen jetzt genau alle 123 Münzen eingekapselt hinein und auch wo welche Münzen einsortiert werden ist mit eingestanzter Jahreszahl bereits vorgegeben. Zu dieser Kassette gab es auch gleich eine Auflistung der 123 DDR-Gedenkmünzen mit dazu. Diesmal findet sich neben der 5 Mark Münze von 1971 auch die von 1987 auf der Liste wieder.
Welche 5 Mark Münzen mit Brandenburger Tor waren denn nun eigentlich offizielle Gedenkmünzen und vor allem warum nur diese? Es gibt doch auch noch eine Reihe anderer Jahrgänge von ihnen, was ist mit denen?

Hoffe ihr könnt mich da mal aufklären.

Vielen Dank und Gruß.

Mathias
mali505 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-01-2010, 09:41   #2 (permalink)
 
Mit Aceton habe ich schon einige Münzen aus unerschiedlichsten Metallen von altem Zaponlack befreit und es hat noch nie Probleme gegeben. Es sei denn es war gar kein Zaponlack, sondern irgend etwas anderes. Auch das habe ich schon erlebt.

Bei einfachem Zaponlack gibt es jedoch keine Probleme. Die Münzen schicke ich durch 2 Acetonbäder, eins für das Grobe, wo ich die Münze für längere Zeit drinlasse, damit sich alles schön löst und ein ganz sauberes, damit die Münze anschließend auch wirklich porentief sauber ist.

Nach einem Acetonbad sind die Münzen vollständig entfettet und deshalb extrem korrosionsanfällig, jeder Fingerabdruck hätte auf lange Sicht fatale Folgen. Das Minimum an Schutz was ich dir empfehle, ist ein anschließendes Bad in Petroleum, gefolgt von langsamem Trocknen auf Papier. Danach einkapseln.

Besser noch wäre eine Wachsschicht auf der Münze, die sie vor Feuchte und Schadstoffen schützt.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-01-2010, 10:14   #3 (permalink)
 
Dem Post von 9999 ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Ich habe ebenfalls bisher mit Aceton gearbeitet und damit auch die "dicksten" Zaponschichten aufgelöst bekommen.

Ich habe unlängst einen Posten Städtenotmünzen aus der Zeit des 1. Weltkrieges erworben. Die sind zum Teil aus "problematischen" Metallen hergestellt und zaponiert. In diesen Fällen habe ich die Zaponierung draufgelassen.
B555andi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-01-2010, 11:00   #4 (permalink)
 
2-3 Bäder in kochendem Wasser mit ein paar tropfen Spülmittel - helfen auch Wunder !

Lg
Marcus
Anubix2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-01-2010, 12:52   #5 (permalink)
 
Bei Neusilber kannst Du nicht viel kaputt machen. Es besteht aus Cu 620/ Zn 200/ Ni 180.
Caffee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-01-2010, 19:59   #6 (permalink)
 
Flecken bei DDR-Neusilber ist nach Reinigung nicht auszuschließen. Einen guten Überblick hast du durch eine Katalogeinsicht.
Grüsse
BB
Bertelsbacher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18-01-2010, 00:39   #7 (permalink)
 
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Bei Neusilber kannst Du nicht viel kaputt machen. Es besteht aus Cu 620/ Zn 200/ Ni 180.
Vieleicht möchtest du über diese Aussage noch einmal schlafen?

Zwar habe ich selbst noch nie so eine DDR-Münze behandelt, aber immer wenn Zink im Spiel ist, kann man jede Menge kaputt machen; ganz schnell und irreversibel.

Deshalb ja auch Aceton, ein unpolares, organisches Lösungsmittel. In Aceton kann man jede Münze für Jahrzehnte lagern und es wird nichts passieren. So ist es auch bei Petroleum oder Benzin.
Aber lege so eine Münze mal für 24 Stunden in Wasser, danach kannst du sie mit Sicherheit wegschmeißen.

Wasser nur im Notfall und dann auch nur ganz kurz. Abspülen unter fließend Wasser nach Neutralisierung einer Säure mit Natron zum Beispiel. Aber keinesfalls ein längeres Bad, das schadet jedem unedlen Münzmetall.

Ja, ich weiß, in den Büchern über Münzpflege steht etwas anderes.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18-01-2010, 00:47   #8 (permalink)
 
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Ich habe unlängst einen Posten Städtenotmünzen aus der Zeit des 1. Weltkrieges erworben. Die sind zum Teil aus "problematischen" Metallen hergestellt und zaponiert. In diesen Fällen habe ich die Zaponierung draufgelassen.
Ja, warum auch nicht? Wenn das ordentlich gemacht ist, und der Lack nicht spröde und rissig ist, dann bietet er auch in den kommenden Jahren einen ausgezeichneten Schutz.

Bei wertvollen Stücken kann man ja zusätzlich noch eine Schicht Wachs auftragen, falls man Haarrisse im Lack befürchtet. Damit dürfte er dann noch viele Jahre halten.

Gerade bei den problematischen, besonders unedlen Metallen wie Zink, Aluminium und Eisen suche ich sogar nach zaponierten Münzen, denn sonst bekommt man die ganz sicher nicht im prägefrischen Originalfarbton zu sehen.

Und noch heute wird das ja in Einzelfällen noch so gemacht, nur technisch sehr viel ausgereifter. Die Silberunzen der Kangaroo-Serie werden bei der Royal Australian Mint nach dem Prägen mit einer hauchdünnen Schicht Zaponlack versehen. Ein kleiner Robotarm mit einem Airbrushpinsel erledigt das mit äußerster Präzision.
Bei der ersten Ausgabe 1993 gab es noch ein paar Probleme mit der Haftung, diese Münzen haben manchmal kleine violettfarbene Flecken, aber ab 1994 sind die Stücke perfekt.
Wenn ich so gut lackieren könnte, würde ich alle meine Münzen so behandeln. Dieser Nitrozelluloselack ist etwas wirklich feines und er bleibt für Jahrzehnte elastisch und schützt die Münze. Kein Vergleich zu den Chemiebrühen, die heutzutage als Lack verkauft werden und nach schon 5 Jahren rissig und spröde werden.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
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