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DDR - Münzen alles über Münzen der DDR

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Alt 04-07-2012, 21:48   #1 (permalink)
 
5 Mark Meißen - ohne Randschrift (Wert?)

Guten Abend,

ich bin neu hier und eigentlich nur ein Gelegenheitssammler und habe folgende spezielle Frage:

Ein Kollege hat mir die o.g. 5 Mark Meißen (J 1543) aber ohne Randschrift zum Kauf angeboten. Die Erhaltung ist durchschnittlich.

Leider ist in meinem Katalog dafür keine Wertangabe enthalten. Da ich die Münze gerne haben möchte, frage ich mich, was ich maximal dafür zahlen "darf".

Vielen Dank und viele Grüße
RobiRobi
RobiRobi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-07-2012, 18:45   #2 (permalink)
 
Hallo Robirobi,

aus welchem Jahr stammt die angebotene Münze?

Grüße Klaus
klausz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-07-2012, 20:02   #3 (permalink)
 
oh, das habe ich übersehen: 1972
RobiRobi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-07-2012, 21:32   #4 (permalink)
 
Beim Jahrgang 1972 handelt es sich um eine Massenprägung.
Sollte es sich nicht um eine Prägeschwäche handelt sondern die Randschrift vollständig fehlen, dann kann man schon von einer Seltenheit sprechen.
Mir ist leider kein Marktpreis bekannt, da diese Münze kaum bzw. nicht angeboten wird. Daraus aber auf einen besonderen Wert zu schließen wäre falsch.
Wie sehen denn die Preisvorstellungen aus?
klausz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-07-2012, 22:51   #5 (permalink)
 
in meiner Münzenrevue aus 2011 ist die Münze als "Besonderheit" aufgeführt. angeblich 3 Ex. bekannt und mit "LP" = Liebhaberpreis bewertet.

Oder zu deutsch: eine extrem seltene Münze, wenn echt gehört die in eine Saalauktion.
mifrjoar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-07-2012, 23:23   #6 (permalink)
 
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Sollte es sich nicht um eine Prägeschwäche handelt sondern die Randschrift vollständig fehlen ....
Wie kann man das feststellen? Ich meine, keine Spur einer Schrift gesehen zu haben.

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Wie sehen denn die Preisvorstellungen aus?
Ich hatte spontan 100 € geboten, was aber mit Hinweis auf die Fehlende Bewertung im Katalog abgelehnt wurde ("das zehnfache mindestens!")

Gruß
RobiRobi
RobiRobi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-07-2012, 08:06   #7 (permalink)
 
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Wie kann man das feststellen? Ich meine, keine Spur einer Schrift gesehen zu haben...
Ich würde zumindest einmal mit einer guten Lupe den Rand sorgfältigst untersuchen, ob nicht doch noch mögliche Spuren der Randschrift zu erkennen sind; wenn ja, handelt es sich nur um eine Prägeschwäche.
Numisfreak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-07-2012, 09:09   #8 (permalink)
 
Drei Möglichkeiten gibts:

(1) Das Ding ist echt und im Ring ohne Randschrift geprägt. Dann ist es eine bewußt erzeugte Rarität oder ein dem sehr nahe kommender Irrtum (Verwechselung der Randeisen).

Das allerdings ist absolut sicher nur bei gut erhaltenen Münzen feststellbar.
Und da liegt das Problem.

(2) Das Ding ist echt und außerhalb des Ringes, d.h.: ohne Ringeisen geprägt. Erkennt man an einem größeren Durchmesser als bei einer Münze mit Randschrift.

(3) Das Ding ist, wie auch immer, manipuliert.

(3a) beim Abschleifen des Randes verliert die Münze Durchmesser und Gewicht.

(3b) beim Auffüllen der Randschrift ändern sich Durchmesser und Gewicht faktisch nicht. Das würde beim Gewicht im Toleranzbereich liegen.

(3c) Durch leichte, gleichmäßige, mechanische Deformation in Verbindung mit dem Vortäuschen von Zirkulation können schwache Spuren einer Randschrift beseitigt werden....

Und das ist genau der Grund, warum ich sowas nur in prägefrisch oder fast prägefrisch sammeln würde....
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-07-2012, 12:17   #9 (permalink)
 
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Und das ist genau der Grund, warum ich sowas nur in prägefrisch oder fast prägefrisch sammeln würde....
... d.h., dass Du von einem Kauf eher absehen würdest?
RobiRobi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-07-2012, 14:09   #10 (permalink)
 
sollte Fall (1) gegeben sein: definitiv. An Märchen glaub´ich schon lange nicht mehr.

Bei Fall (2), Prägung außerhalb Ring, kannst Du kaufen, allerdings ist das dann bei vergrößertem Durchmesser eine ganz normale Fehlprägung und mit 25 bis 50 Euro sollte dann der Drops gelutscht sein.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-07-2012, 17:35   #11 (permalink)
 
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Bei Fall (2), Prägung außerhalb Ring,
ok, Fall (2) und Fall (3a) könnte auch ein Laie über den Durchmesser ausschießen bzw. bestätigen. Gibt es bei im Bereich Münzen auch "offizielle" Prüfer, die sich zumindest auch den Ausschluss von Fall (1) im konkreten Fall zutrauen könnten?
RobiRobi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-07-2012, 18:02   #12 (permalink)
 
Moin Moin,

ein paar erforderliche Anmerkungen im Text.

Erg.: Gemäß meines Wissensstandes sind davon bisher mindestens 5 nicht manipulierte (und auch verschiedene ) Stücke aufgetaucht.


Beste Grüße
varukop


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(1) Das Ding ist echt und im Ring ohne Randschrift geprägt. Dann ist es eine bewußt erzeugte Rarität oder ein dem sehr nahe kommender Irrtum (Verwechselung der Randeisen).

Das musst Du schon etwas näher erläutern, denn mit dieser Aussage stimmt etwas nicht .
a) Warum muss es bei Echtheit eine bewusst erzeugte Rarität sein ?
Diese Art von FP gibt es "genügend" und sie können auch immer wieder versehentlich entstehen!!

b) (Präge)Ringe - die Du wahrscheinlich meinst!? - haben keine Rändelung oder Randschrift (Ausnahmen bilden nur die erhabenen).
Außer Kerben, Riffeln, Wellen, Spanische Rose (teilweise), usw. werden diese Merkmakle vor der Prägung beim Aufrollen mit Rändeleisen angebracht und können somit auch nicht "im Ring ohne Randschrift" geprägt ("geprägt" werden sie also grundsätzlich nicht) werden !!
Prägeringe für die Prägungen von Ronden mit Randschrift sind in der Regel glatt - mit den bekannten Ausnahmen wie z.B. den 2 Euro Münzen, wo sie ja zusätzlich zu der vorher aufgerollten Randschrift die Kerben auf dem Rand der Münzen erzeugen.

Das allerdings ist absolut sicher nur bei gut erhaltenen Münzen feststellbar.

Dem möchte ich über meine Erfahrung eindeutig widersprechen. Es ist nicht immer einfach, aber was ist bei dieser Sammelei schon "einfach" !

(2) Das Ding ist echt und außerhalb des Ringes, d.h.: ohne Ringeisen geprägt. Erkennt man an einem größeren Durchmesser als bei einer Münze mit Randschrift.

Diese Aussage stimmt so nicht .
Nicht im Ring geprägt ergibt bei einem, dem Nominal entsprechenden, optimalen Prägedruck immer einen größeren Durchmesser - egal ob die Ronde eine Randschrift aufgewiesen hat oder nicht!!
Das bedeutet eben nicht zwangsläufig, dass es dann keine Rändelung / Randschrift aufweist. Lediglich die dabei im nicht an der Prägung beteiligten Prägering befindlichen Randmerkmale (s.o.) würden dann fehlen !

(3) Das Ding ist, wie auch immer, manipuliert.

Diese Möglichkeit besteht immer.


(3b) beim Auffüllen der Randschrift ändern sich Durchmesser und Gewicht faktisch nicht. Das würde beim Gewicht im Toleranzbereich liegen.

Es gibt aber auch entlarvende Merkmale einer angesprochenen "Auffüllung" und wenn man darauf besonders achtet, dann kann man sich solch ein Stück auch in ss oder vz zulegen. Es ist selbstverständlich, dass man solch ein Stück mit "abgenudeltem", d.h., nicht die "üblichen" Umlaufspuren zeigenden, Rand nicht erwerben sollte.

(3c) Durch leichte, gleichmäßige, mechanische Deformation in Verbindung mit dem Vortäuschen von Zirkulation können schwache Spuren einer Randschrift beseitigt werden....

Und das ist genau der Grund, warum ich sowas nur in prägefrisch oder fast prägefrisch sammeln würde....

Das kann man natürlich als Grund für sich gelten lassen. Dahingehend mag jeder vorgehen wie ihm beliebt. Entweder sammelt Derjenige wegen der "Top" Erhaltung oder weil er sich bei der Echtheitsbestimmung bei "schlechteren" Erhaltungen nicht sicher ist .
Daraus lässt sich m.E. aber ein generelles "Nichtkaufen" "schlechter" erhaltener Stücke nicht ableiten.
Man muss sich u.a. immer den Gesamtzustand solcher Stücke genau ansehen.

Geändert von varukop (08-07-2012 um 18:07 Uhr) Grund: Erg.:
varukop ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 13-10-2012, 23:10   #13 (permalink)
 
Danke Allen für die interessanten Einschätzungen. Wen es interessiert: ich habe das Teilchen dann doch nicht gekauft, weil wir uns (nicht zuletzt aufgrund Eurer insgesamt eher zurückhaltenden Einschätzungen) nicht über den Preis einigen konnten.

Viele Grüße
RobiRobi
RobiRobi ist offline   Mit Zitat antworten
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