Es ist wie schon öfter gesagt schwer die Münze nur nach Foto zu beurteilen. Das das o nicht Rund ist, kann an einer "Materialverschiebung" infolge eines Schlages oder ähnlichem liegen.
Natürlich ist es schwer, wie auch schon von Goldnase mehrmals geschrieben, eine Beurteilung anhand von Bildern abzugeben. Deshalb bitte alles unter Vorbehalt verstehen. Ich bin ja was Reichsgoldmünzen angeht auch noch Anfänger.
J192 Hier teile ich die Ansicht von Goldnase. Die Münze müßte eigentlich echt sein. Die Randschrift ist m.E. ok, das T hat am Querbalken beide Enden schön nach unten gezogen. Die Randperlen sehen auch ok aus. allerdings habe ich mir nicht die Mühe gemacht sie zu zählen, sie sind ja im Titel der Bilder mit 117 angegeben.
J194 Eigentlich genau das gleiche wie bei J192
Zu den anderen Münzen kann man ohne gute Bilder der Adler- und der Kopfseite nicht viel sagen.
Nur soviel:
J248 Die Randschrift gefällt mir nicht. Vor allem das erste T.
J296 Hier gefällt mir die Randschrift absolut nicht.
Wer hat noch Meinungen zu den Münzen ? Es würde mich schon interessieren was Ihr darüber denkt.
Erst einmal danke dafür, dass Ihr euch die Zeit genommen habt, um die Bilder zu Betrachten und auch für eure Meinungen.
In den letzten Tagen hatte ich leider kaum Zeit, um zu Antworten und weitere Bilder hinzuzufügen.
Nachdem ich mir jetzt einen neuen Scanner gegönnt habe und auch privat wieder die nötige Ruhe habe, werde ich die letzten fehlenden Bilder machen und uploaden.
Gespannt bin ich auf J. 248 und J. 296, die ich beide beim selben Händler gekauft habe...
Viele Grüße
Dagobert
Nachtrag 21:06
Die Bilder der Adlerseiten, sowie die Angaben der Randperlen sind jetzt komplett.
Geändert von Onkel Dagobert (31-10-2003 um 22:06 Uhr)
hallo zusammen.
ich habe hier auch noch einen beitrag zu euren reichsgold diskussionen.
jägernummer weiß ich nicht denn ich bin kein sammler.
nichts desto trotz würde es mich interessieren ob diese 20 mark münze echt ist?
leider ist der scan sehr schlecht. sorry.
es müssten 150 randperlen sein. wenn ich mich da nicht verzählt habe.
ich habe vor einigen wochen eine solche bei ebay gesehen, welche fast zum jägerpreis angeboten wurde. ist das bei dieser münze üblich?
p.s. leider hat immer noch keiner eine antwort auf meinen letzten beitrag von ende september geschrieben, was ein dukat (evtl. 4fach dukat? ca 15g) von leopold 1. wert sein könnte?
schaut doch noch mal nach.
es müssten 150 randperlen sein. wenn ich mich da nicht verzählt habe.
Ich habe mal die Randperlen der Adlerseite nachgezählt (ja darin bin ich jetzt richtig gut :-) ) und komme auf genau 117, was auch eigentlich richtig wäre.
Da das Relief mattiert ist und die Münze wie PP (polierte Platte) aussieht und es deine Münze laut Katalog nicht in PP gibt, tippe ich dennoch auf eine Nachprägung.
Versuch doch mal bessere Bilder zu machen. Wenn Du keinen Platz zum uploaden hast, schick sie mir per Mail. Ich lade sie dann auf meinem Webspace hoch.
na das hört sich aber gar nicht so nett an.
ich werde mal mit meiner kamera makrofotos machen und dann hier versuchen zu posten. das wird aber dauern.
welche anzeichen machen goldnase denn so sicher das diese münze falsch ist?
könnt ihr mir eine kompetente stelle nennen wo ich meine münzen mal prüfen lassen kann? am besten im großraum mainz oder ulm.
cheers.
Original geschrieben von Onkel Dagobert Erst einmal danke dafür, dass Ihr euch die Zeit genommen habt, um die Bilder zu Betrachten und auch für eure Meinungen.
In den letzten Tagen hatte ich leider kaum Zeit, um zu Antworten und weitere Bilder hinzuzufügen.
Nachdem ich mir jetzt einen neuen Scanner gegönnt habe und auch privat wieder die nötige Ruhe habe, werde ich die letzten fehlenden Bilder machen und uploaden.
Gespannt bin ich auf J. 248 und J. 296, die ich beide beim selben Händler gekauft habe...
Viele Grüße
Dagobert
Nachtrag 21:06
Die Bilder der Adlerseiten, sowie die Angaben der Randperlen sind jetzt komplett.
J 248: An der Adlerseite kann ich nichts ungewöhnliches feststellen. Bis auf die Randschrift würde ich unter Vorbehalt sagen, dass die Münze ok sein könnte.
J 296: Da bin ich immer noch skeptisch. Interessant wäre mal die Arabesken auf dem Rand zu sehen. Diese weichen bei einer Fälschung erheblich vom Original ab.
Im Endeffekt wir alles Spekulation bleiben: Wirklich interessant wären sicher bestimmte Fälschungen und Original. Am besten noch vom selben Typ und Jahrgang. Nur dann könnte man die Unterschiede herausarbeiten und kennenlernen. Wobei man die plumpen Fälschungen, die man schon auf den ersten Blick erkennt ausklammern könnte.
Ich werde sobald ich etwas "Luft" habe Hrn. Franquinet kontaktieren und ihn bitten meine Münzen zu prüfen. allerdings möchte ich Ihn persönlich besuchen, um auch hoffentlich einige Infos zu bekommen.
Nur um mein Urteil zu erproben: Die Sachsenmünze sieht für mich etwas plattgewalzt, aber echt aus.
An den Württemberger würde ich mich nicht herantrauen. Der Kopf stimmt, aber der Rand ist irgendwie ungleichmäßig, von den Randperlen ganz zu schweigen.
Hier spricht der Laie, also bitte nicht hauen, wenn ich dummes Zeug rede.
Original geschrieben von Dieter Taube Nur um mein Urteil zu erproben: Die Sachsenmünze sieht für mich etwas plattgewalzt, aber echt aus.
An den Württemberger würde ich mich nicht herantrauen. Der Kopf stimmt, aber der Rand ist irgendwie ungleichmäßig, von den Randperlen ganz zu schweigen.
Hier spricht der Laie, also bitte nicht hauen, wenn ich dummes Zeug rede.
Ich haue dich bestimmt nicht Dieter, im Gegenteil, danke für Deine Beurteilung.
Bei der "Sachsenmünze" hast Du Recht, die Kopfseite ist etwas flach. Ich habe mich trotzdem zum Kauf entschieden, da dieser Typ relativ selten ist, und der Preis in etwa die Hälfte von dem betrug, den man für ss hätte bezahlen müssen. Die Erhaltung ist in etwas ss minus.
Bei der Württemberger irritieren mich auch etwas die Randperlen im Bereich 6 bis 8 Uhr. Der Rest der Münze sieht eigentlich einwandfrei aus. Auch die Arabesken auf dem Rand. Die im Scan etwas anders gefärbten Stellen, vor allem in den Vertiefungen, sind nur etwas Schmutz, der sich in den Jahren dort abgelagert hat. Die Münze muss halt noch ins Ultraschall.
Zu beiden Münzen liegt übrigens ein Echtheitszertifikat mit Bildern vor.
Gruß
Michael
PS: Weitere Meinungen sind erwünscht. Es wird auch keiner gehauen. Versprochen !
Original geschrieben von Goldnase Von wem ist das Echtheitszertifikat?
Beide Münzen würde ich als ss bezeichnen.
Hallo Markus,
beide Münzen stammen von Händlern, mit denen ich bisher immer sehr zufrieden war.
Mit Deiner Beurteilung der Erhaltung liegst Du richtig. Wobei ich die Sachsen selbst als ss minus einstufen würde. Vieleicht bin ich da auch etwas zu kritisch.
Das sind lehrreiche Beispiele für mich. Bei diesen Vergrößerungen darf man also keine allzu großen Ansprüche an eine saubere Geometrie der Randperlen stellen. Auf scharfen Fotos sehen sie ja meistens irgendwie angewachsen aus.
Könnte man sagen, daß Münzen mit so deutlichen Zirkulationsspuren ohnehin selten gefälscht sind ? Künstliche Alterung lohnt doch sicher hauptsächlich bei den besonders teuren Typen, oder ? Andererseits werden gerade die kaum im Portemonnaie herumgetragen worden sein.
Original geschrieben von Dieter Taube Könnte man sagen, daß Münzen mit so deutlichen Zirkulationsspuren ohnehin selten gefälscht sind ? Künstliche Alterung lohnt doch sicher hauptsächlich bei den besonders teuren Typen, oder ? Andererseits werden gerade die kaum im Portemonnaie herumgetragen worden sein.
Diesem Gedankengang bin ich auch schon gefolgt. Ich vermute aber auch, dass die damaligen Münzensammler den Großteil der seltenen Stücke relativ schnell aus dem Umlauf gefischt haben, und diese Münzen dann nur wenig Abnutzungserscheinungen aufweisen.
Beispiel 20 M Württemberg 1881: Worin sollte der Sinn liegen, die zuerst zu fälschen und dann auf ss zu bringen ? Da könnte man doch nichts mehr verdienen.
Zweckmäßig im Sinne des Fälscher wäre es allenfalls, leichte Umlaufspuren auf die seltenen Kleinstaatenmünzen zu bringen, um eine falsche Spur zu legen und die Münze echt aussehen zu lassen.
Daraus könnte man eine Regel ableiten: Abgegriffene Reichsgoldmünzen, deren Marktwert gemäß dem Erhaltungsgrad < 400 ... 500 Öro liegt, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit echt.
Ja, ich weiß, das kann mir keiner garantieren. Aber entspricht es den praktischen Erfahrungen der Reichsgold-Kenner ?
Geändert von Dieter Taube (20-11-2003 um 10:50 Uhr)