Original geschrieben von tron700 ... siepie hat mich ermutigt auch meine 2 reichsgoldmünzen
mal als scan einzustellen. als greenhorn in diesem sammel-
gebiet habe ich keinerlei erfahrung mit der einschätzung
der erhaltungsstufe (war als euro-sammler ja auch kaum
nötig ). es wär klasse, wenn ihr mir mit eurer einschätzung
weiterhelfen könntet ...
Beide Münzen haben (nach den scans zu urteilen) den Erhaltungsgrad „sehr schön“.
Der Erhaltungsgrad einer Münze wird in der Regel mit „bloßem Auge“ ermittelt. Im Original ist die Münze ja viel kleiner als auf den scans. So kann es sein, dass ein auf dem scan zu sehender tiefer Kratzer, mit bloßem Auge nicht, oder nur sehr schwer zu erkennen ist.
Sieh Dir deine Münzen noch mal mit bloßem Auge an, und vergleiche, was du auf den scans und mit bloßem Auge siehst. Es werden weniger Zirkulationsspuren zu erkennen sein. Einige Kratzer und die Randschäden wird man auch ohne Vergrößerungen erkennen können.
__________________ Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
erstens durch Nachdenken;
zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste;
und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.
Konfuzius
Original geschrieben von Dieter Taube Schwaches vz, würde ich sagen. Bei Ibeh: Stempelglanz, mindestens.
Leichter wäre die Rückseite einzuschätzen. Der Dreck müßte runter.
Ibeh = stempelglanz
Ich teile Deine Einschätzung und auch den Dreck werde ich wohl mal runtermachen müssen.
Ich habe die Rückseite absichtlich nicht gleich eingestellt. Was auf der Vorderseite fast vz ist, sieht auf der Rückseite... leider nicht mehr so aus:
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zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste;
und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.
Konfuzius
Weitere Meinungen zum Erhaltungsgrad von Tron's Münzen erbeten.
@ Goldnase
und mit was für einem Erhaltungsgrad stufst Du nun meine Münze ein, nachdem du jetzt die Rückseite sehen kannst?
Gruß siepie
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erstens durch Nachdenken;
zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste;
und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.
Konfuzius
... habt ihr auch eine begründung für eure einschätzung,
wäre für mich sehr hilfreich
auf den ersten blick machte die 1900'er auf mich einen
besseren eindruck.
stutzig machen mich die vorallem bei der 1898'er doch
deutlich erkennbaren kratzer vorallem auf dem kaiserportrait.
deshalb dachte ich auch eher an ss.
Münzen von tron: Beide würde ich als vz einstufen.
Münze von Siepie: Diese Münze wäre eigentlich ein vz+. Leider hat die Münze eine grosse Randkerbe. Eigentlich müsste man sie jetzt als vz+ mit RS einstufen, was wertmässig ss entsprechen würde.
Original geschrieben von tron700 @ siepie und goldnase
... habt ihr auch eine begründung für eure einschätzung,
wäre für mich sehr hilfreich
auf den ersten blick machte die 1900'er auf mich einen
besseren eindruck.
stutzig machen mich die vorallem bei der 1898'er doch
deutlich erkennbaren kratzer vorallem auf dem kaiserportrait.
deshalb dachte ich auch eher an ss
sehr schön:
Geringe Abnutzungsspuren sind vorhanden, sie dürfen aber das Relief nicht wesentlich beeinträchtigen. Kleiner Kratzer und Randunebenheiten dürfen erkennbar sein.
vorzüglich:
Münzen in diesem Erhaltungsgrad müssen ein einwandfreies Relief aufweisen. Geringe Verletzungen der Oberfläche im Feld werden toleriert, weil die Münze im Umlauf war. Der Prägeglanz ist dadurch im Feld im allgemeinen nicht mehr vorhanden.
Wie Goldnase schon geschrieben hat, ist der Rand der Münzen schon recht stark abgenutzt. Zudem haben beide Münzen kleine Randdellen.
Ich habe ja schon geschrieben, dass es sehr schwierig ist den Erhaltungsgrad anhand eines scans zu beurteilen. Möglicherweise fallen die Randfehler und Kratzer im Relief bei der Betrachtung mit bloßem Auge überhaupt nicht auf, in diesem Falle würde ich eventuell auch zu vz tendieren.
Ich meine aber, dass bei beiden Münzen einzelne Randfehler und Kratzer im Relief auch mit bloßem Auge erkennbar sind.
Vielleicht irre ich mich aber auch und schätze den Erhaltungsgrad anhand „zu strenger Kriterien“ ein.
Deshalb wäre ich für weitere Meinungen sehr dankbar.
Gruß siepie
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zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste;
und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.
Konfuzius
Mal eine andere Frage: Ich hatte gerade eine 20 Mark Sachsen 1894 E bekommen. Obwohl die Münze echt aussah und der Verkäufer die Echtheit garantierte, war die Münze auf der Kopfseite mit 3 Sternen gepunzt. Normalerweise bedeutet das, dass die Münze falsch ist. Oder irre ich mich da ?
Kann es sein, dass die Münze echt ist und fälschlicherweise als falsch gepunzt wurde ? Laut Jäger sind vom diesen Jahrgang keine Fälschungen (bisher) bekannt.
Hat jemand eine Info? Oder eine Meinung ? Würde mich schon interessieren.
Leider habe ich kein Bild der Münze, da ich sie dem Verkäufer einvernehmlich zurück geschickt habe.
Bevor der Gietl-Verlag den Jägerkatalog übernahm, stand das auch noch so im Katalog.
Die Briefmarkensammler haben uns eines vorraus;
vereidigte Sachverständige dürfen falsche Briefmarken als solche kennzeichnen.
Vereidigte Münzsachverständige dürfen aber gefälschte Münzen nicht kennzeichnen und müssen diese dem Besitzer wieder aushändigen.
Original geschrieben von Dieter Taube Die sind doch nicht schlecht. Ich würde sie nur farblich etwas nacharbeiten, damit sie natürlicher wirken.
... habe die scans jetzt nochmal gemacht und werde sie auch
gleich hochladen ...
beim scannen viel mir auf, daß der scanner immer andere
helligkeiten nimmt (wohl automatik - leider nicht abzustellen),
was dazu führt, daß vorder und rückseite derselben münze
unterschiedlich hell sind ....
habe aber jetzt erstmal nicht nachgearbeitet, die nötigen details
sind wohl auch so zu erkennen
vielleicht wisst ihr ja ein paar tricks, um bessere ergebnisse
bei scannen zu erzielen.
gruß
tron
p.s.: das war es nun mein 500. posting (in knapp 2 jahren)
Original geschrieben von Charly Hier mal ein Bild von einer Nachprägung.
Naaaa, erkennt Ihr die Fehler bzw. die Merkmale wodurch man die Nachprägung erkennt ???
Gruß Bernhard
Ich bin auf dem Gebiet ja absoluter Laie... außer der etwas dicklichen Schrift (kann auch am scan liegen) und dem verschrumpelten "A" als Prägezeichen fällt mir spontan nichts auf. Ich bitte um baldige Aufklärung (des Rätsels).
@kkaefer Mit dem "verschrumpelten" A liegst du auch richtig !!
Schrift ist nicht "scharf" sondern ungenau verschwommen eher, eben eindeutig "gegossen" und nicht geprägt.
Die Randperlen sind aber auch nicht gleichmäßig am Rand, teilweise sind die Perlen aber auch nicht richtig geprägt.
Die Randprägung sieht übrigens unter aller Sau aus
die Randperlen sind auf dem Bild leider nicht genau genug zu sehen, um eine Aussage treffen zu können. Wobei unsauber geprägte Randperlen kein Merkmal für eine Fälschung sein müssen. Von den Reichsgoldmünzen wurden auch etliche mit Stempeln geprägt, die ihre Standzeit deutlich überschritten hatten. Die Folge waren unsaubere Randperlen, die sogar manchmal richtig "gestiehlt" aussahen.
Wobei bei Deiner Münze das A schon merkwürdig aussieht.
Sagt mal: Gibt es Software, um bei der Echtheitsbestimmung einer Münze behilflich zu sein?
Wär doch mal eine tolle Idee: Münze scannen, abspeichern, durchs Programm jagen und raus kommt ein Protokoll:
Münze erkannt als -> J127
117 Randperlen -> okay
Adler -> okay
Rand -> zweifelhaft
etc.
etc.
Echtheit: 87%
Also mir würde sowas gefallen... :-)
Euch auch?
Grüße
indiana
Hallo Indiana,
ja, so eine Software wäre schon toll, aber selbst der Beste Programmierer könnte so etwas nicht programmieren, selbst wenn er alle zugänglichen Unterlagen über Fälschungen zur Verfügung hätte.
Das Thema Fälschungen bei Reichsgoldmünzen ist derart komplex, dass es nur wenige gibt, die in der Lage sind, Fälschungen von echten Münzen zu unterscheiden. Was man relativ einfach selbst machen kann, ist den Durchmesser ,die Dicke der Münze und das Gewicht zu bestimmen. Alles andere ist Erfahrung, die man leider Gottes nicht von heute auf morgen erlangen kann, sondern nur durch intensives Studium der Materie.
die Randperlen sind auf dem Bild leider nicht genau genug zu sehen, um eine Aussage treffen zu können. Wobei unsauber geprägte Randperlen kein Merkmal für eine Fälschung sein müssen. Von den Reichsgoldmünzen wurden auch etliche mit Stempeln geprägt, die ihre Standzeit deutlich überschritten hatten. Die Folge waren unsaubere Randperlen, die sogar manchmal richtig "gestiehlt" aussahen.
Wobei bei Deiner Münze das A schon merkwürdig aussieht.
Gruß
Michael
PS: Vielen Dank für die Einstellung der Bilder.
Wenn du die Randprägung sehen würdest, stimmst du mir freiwillig zu
Hier aber mal ein Bild von einer echten
Obwohl ich Probleme habe die Münzen in der Qualität einzustufen
Gruß Bernhard